Mein Schiff 5 - Karibik im Februar 2019 Teil 4
Teil 4:
Tag 11 – Seetag
Für die meisten Passagiere war das der
letzte Tag auf dem Schiff, da sie am nächsten Tag das Schiff in La
Romana verlassen würden. Wir waren sehr froh, dass unsere Reise noch
ein paar Tage dauern würde. Wir durchzogen unser typisches
Seetag-Programm mit Essen, Sonnen, Lesen und dem abendlichen
Kartenspiel bei einem White Russian. Anschließend besuchten wir noch
die Show. An diesen Abend fand die bekannte Crew-Show statt.
Crew-Mitglieder aus allen Bereichen des Schiffs geben eine Darbietung
ihrer Künste. Beim Comedy-Part wurden wir allerdings sehr
enttäuscht, es war die gleiche Vorstellung wie bei der Mein Schiff
6.
Tag 12 – La Romana, Dominikanische
Republik
Im vergangenen Jahr machten wir auf La
Romana bereits einen Ausflug mit der Bimmelbahn durch die
Straßen. La Romana hat nicht viel zu bieten, der Hafen liegt leider
auch etwas außerhalb der Einkaufsstraßen. Wir entschieden uns daher
an diesem Tag an Bord zu bleiben und die Ruhe zu genießen. Nur kurz
machten wir einen Abstecher in das Hafenterminal um einen Magneten zu
kaufen. Viele Gäste mussten an diesem Tag das Schiff verlassen und
nach Hause fliegen. Wir waren froh, noch ein paar Tage auf dem Schiff
bleiben zu dürfen.
Tag 13 – Seetag
An unseren letzten Seetag besuchten wir
den Vortrag des Lektors, um uns über unser letztes Ziel auf der
Kreuzfahrt – Martinique zu informieren. Auch sonst ließen wir es
sehr ruhig angehen und dösten auf unserem Balkon.
Tag 14 – Fort-de-France,
Martinique
Fort-de-France ist die Hauptstadt von
Martinique, mit 82.500 Einwohnern ist die Hauptstadt eine der größten
Städte der Kleinen Antillen. Wie Guadeloupe gehört auch Martinique
zu Frankreich, das EU-Roaming gilt daher auch mitten in der Karibik.
Unser heutiger Ausflug Vulkangeschichte
in Saint-Pierre und Rum sollte uns in die ehemalige
Inselhauptstadt Saint-Pierre bringen. Saint-Pierre wurde 1902
vollständig durch den Ausbruch des Vulkans Mont Pelée
vernichtet. Bevor uns der Bus zur ehemaligen Inselhauptstadt fuhr,
besichtigten wir die Kirche von Balata, einst der Basilika
Sacré-Cœur in Paris nachempfunden. Leider war das Mikrofon im
Bus defekt, sodass wir erstmal auf einen Ersatzbus warten mussten.
Sobald wir im neuen Bus saßen, führten uns die serpentinenreichen
Straßen nach Saint Pierre.
Die ehemaligen Hauptstadt Saint
Pierre wurde 1902 vollständig von einem Vulkanausbruch des Mont
Pelée ausgelöscht. Der einzige Überlebende war ein Sträfling,
der in einem Kerker eingeschlossen war. Wir besuchten die Ruinen die
noch heute die Geschichte des Vulkanausbruchs erzählen.
Nach dem
kurzen Aufenthalt fuhren wir weiter zur Depaz-Rumdestillerie. Auf dem
Weg dorthin erzählte uns der Guide die Geschichte Martinique, wie
die Skalverei abgeschafft wurde und nur kurze Zeit später von
Napoleons Frau Josephine, welche auf Martinique geboren wurde, wieder
eingeführt wurde. Das endgültige Ende der Sklaverei verdankt
Martinique Victor Schoelcher. Seinen Namen hört man immer
wieder in der Karibik. Viele Inseln haben Straßen oder ganze Orte
nach ihm benannt.
Auf der Rumdestilliere erklärte uns
der Guide wie Rum hergestellt wird und was das Besondere am Depaz
Rum ist. Auf dem Gelände gibt es ein Geschäft zum Einkauf von
Rum und Souvenirs. Anschließend machten wir uns auf den Weg zurück
zum Schiff.
Wie Kreuzfahrtdirektor Ben am Morgen
angekündigt hatte, fand an diesem Tag ein Karnevalsumzug in
Martinique statt, den wir uns nicht entgehen lassen wollten.
Wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum
Stadtstrand in der Nähe des Fort Saint Louis, da der Umzug
dort vorbei ziehen sollte.
Die ganze Stadt war für Autos gesperrt
und unsere Taschen wurden kontrolliert. Beim Strand setzten wir uns
auf eine Bank im Schatten und warteten. Die Zuschauer waren nicht
verkleidet wie man das in Deutschland gewohnt ist, sondern waren
einfach nur knallbunt und knapp bekleidet. Was aber bei den
Temperaturen verständlich ist. Sobald der Umzug startete, rannten
alle an den Straßenrand. Schon von weitem konnte man die laute Musik
hören. Einige Wägen waren kunstvoll verziert und die Fußgruppen
trugen tolle Kostüme. Neben tanzenden und musizierenden Gruppen gab
es auch eine Gruppe mit Kindern und Jugendlichen auf Stelzen. Die
Musik war typisch karibisch und spornte zum Mittanzen an. Leider
hielten wir es nicht bis zum Schluss aus, weil es in der Sonne
einfach zu heiß war. Die Party ging aber bestimmt bis tief in die
Nacht.
An diesem Abend mussten wir leider noch
unsere Koffer packen, da die Kreuzfahrt für uns am nächsten Tag zu
Ende war.
Tag 15 – Barbados
Am Vorabend hatten wir bereits unsere
Koffer vor die Kabine gestellt. In Barbados mussten wir allerdings
vormittags noch zu den Passbehörden bzw. zum Check-in für den Flug.
In Gruppen ausgerufen, durften wir dann ins Hafenterminal, unsere
Koffer suchen (hier war auch die einzige Möglichkeit die letzten
Gegenstände in den Koffer zu packen, da wir ihn erst in Frankfurt
wieder sehen würden).
Wir wurden sogleich für den Flug
eingecheckt und bekamen unsere Flugtickets.
Ich fand diesen Ablauf etwas
unglücklich, da unser Transfer zum Flughafen erst für den
Nachmittag geplant war. Bei unseren bisherigen Kreuzfahrten mussten
wir nach Verlassen des Schiffs unsere Koffer im Hafenterminal suchen
und selbst zum Bustransfer bringen. So bestand die Möglichkeit
noch umzupacken. Dieses Mal sahen wir unsere Koffer morgens beim
Check-In für den Flug und dann erst wieder in Frankfurt.
Dadurch mussten wir unsere Badebekleidung im Handgepäck mit in den Flieger nehmen.
Der Flughafen von Barbados hat leider
nicht viel zu bieten. Auf der Anzeigetafel war für uns kein Gate
hinterlegt, sodass wir uns einfach zu einem relativ leeren Gate
dazugesetzt haben. Später wurden wir zum letzten Gate im Flughafen
aufgerufen, da der Flughafen aber so klein ist, war es schnell
erreicht. 10 Stunden später landeten wir pünktlich in Frankfurt.
Fazit:
Das Schiff war wie wir erwartet
hatten, allerdings hat es uns auf der Mein Schiff 6 etwas besser
gefallen. Ein paar Fehlkonstruktionen oder leere Plätze wurden beim
Bau der Mein Schiff 6 offensichtlich verbessert. Auch das Essen
empfanden wir bei der Mein Schiff 6 besser. Ansonsten waren wir mit
dem Service und unserer Kabine zufrieden.
Dadurch dass wir bereits 2017 schon
eine Karibikkreuzfahrt unternommen hatten, kannten wir sechs der zehn
Ziele bereits. Irgendwie ist es schade, dass alle Reedereien die
gleichen Ziele anfahren. Die Karibik haben wir praktisch schon durch,
weshalb wir uns für das nächste Jahr Asien als Ziel gesetzt haben.
Zuerst geht es aber im August durch das Mittelmeer mit der neuen Mein
Schiff 2.










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