AIDAperla Südspanien Teil 3

05.09.2021: Seetag nach Sevilla/Cadiz

Den Tag verbrachten wir mit Sonnen, Lesen und Essen. 
Am Vormittag schauten wir den Vortrag des Lektors zu Cadiz und Malaga an. 

Wir versuchten noch einen Ausflug für den nächsten Tag in Cadiz zu buchen. Allerdings waren alle guten Ausflüge ausgebucht und bei den anderen Ausflügen wurde einfach nicht genug Leistung für den Preis angeboten. 

Am Abend trat der Gastkünstler Wayne Morris mit seinem Programm „Classic Rock ´n´Roll“ auf. Der Künstler tritt schon seit Jahren auf den AIDA-Schiffen auf, daher kannten ihn die meisten Passagiere bereits. 

06.09.2021: Sevilla/Cadiz

Da wir für den Tag keinen Ausflug gebucht hatten, mussten wir den Tag an Bord verbringen. Schade, dass ein individuelles Verlassen des Schiffes noch nicht möglich war. Die Innenstadt von Cadiz lag direkt vor dem Hafen. So blieb uns nur der Blick vom Schiff aus auf die beiden Türme und die mit gelben Kacheln verzierte Kuppel der Kathedrale von Cadiz.


Am Nachmittag entdeckten wir, dass es im MAGNUM Pleasure Store ebenfalls Kuchen zur Kaffeestunde gab. Im Gegensatz zu den Rührkuchen, gab es dort sogar Torte. Geschmacklich überzeugte dies allerdings nicht.

„Wer wird Millionär“ hieß erneut es am Abend in der Show Time. 


07.09.2021: Malaga

Unser Ausflug „Komm an Land“ Malaga auf einen Blick startete um 09:30 Uhr mit einer Fahrt auf den Monte Gibralfaro. Von der gleichnamigen Burg, hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und die Stierkampfarena. Die Burg aus dem 14. Jahrhundert befindet sich 130 Metern über dem Meeresspiegel. Eine Besichtigung gehörte allerdings nicht zum Ausflug. 
Weiter ging es mit dem Bus zur Plaza de la Merced, einer der berühmtesten Plätze in Malaga. Neben dem Geburtshaus von Pablo Picasso, befindet sich auf dem Platz auch eine Statue des berühmten Malers. 


Auf der Calle Alcazabilla, der schönsten Fußgängerzone Malagas gingen wir zum ehemaligen Römischen Theater. Die archäologischen Überreste des Malakka-Theaters sind eine der wenigen Überbleibsel der römischen Zeit in Malaga.


Durch einen kleinen Park ging es anschließend zurück zum Bus, der uns zurück zum Hafen brachte. Der Ausflug dauerte zwei Stunden und kostete 30,- €.

Vor dem Abendessen hörten wir uns den Vortrag des Lektors „Cartagena – Von Puniern, Römern und Arabern“ an.

08.09.2021: Cartagena

„Rundgang durch das geschichtsträchtige Stadtzentrum“ so hieß unser letzter Ausflug auf dieser Reise. Mit unserem Guide David trafen wir uns direkt vor dem Schiff und gingen zu Fuß durch das geschichtsträchtige Stadtzentrum. 

Durch die Einkaufsstraße Calle Mayor gingen wir vorbei am Rathaus, dem Grand Hotel zum römischen Theater. Die Zuschauerränge des Theaters wurden erst 1987 entdeckt und seitdem saniert. Das in den Jahren 5. bis 1. v. Chr. erbaute Theater, bot Platz für 6.000 Zuschauer. Neben dem Theater befinden sich zwei Museen, die archäologische Fundstücke ausstellen. 


Eine halbe Stunde saßen wir in einem Café gegenüber des Rathauses und durften die Kaffeespezialität „Asiatico“ probieren. Der Kaffee ist typisch für Cartagena
Neben Kaffee enthält diese Spezialität, Kondensmilch, Brandy und Licor 43. Verfeinert wird er mit Zitronenschale, Zimt und zwei Kaffeebohnen. 


Anschließend gingen wir zurück zum Schiff. Der Ausflug dauerte 3 Stunden und kostete 33,- €, der Kaffee (oder wahlweise ein Erfrischungsgetränkt) waren inklusive. 
Zum Abendessen gönnten wir uns Schnitzel und Schweinshaxe im Brauhaus.

Zur Show hatte an diesem Abend die Crew in „Crew meets Band“ geladen. Die Crew aus diversen Bereichen wie Housekeeping oder Küche sangen gemeinsam mit der Band. 


09.09.2021: Seetag nach Barcelona

Den Tag verbrachten wir wie jeden Seetag mit sonnen, lesen und schlafen. 

Am Abend wurde die Show „Show me Love“ wiederholt, sodass wir die Zeit mit Kartenspielen verbrachten. 

10.09.2021: Barcelona

Morgens mussten wir wieder zum Corona-Test im Hafenterminal. Da wir für die Einreise nach Deutschland das Ergebnis mitführen mussten, buchte ich über die App, dass uns das Ergebnis zugestellt wird. Dieser Service kostet 25,- €. 

Da es an dem Tag regnete und kalt war, packten wir unsere Koffer bereits am Nachmittag. Unser Transfer am nächsten Tag ging bereits um 05:30 Uhr, sodass es eine kurze Nacht werden würde.

Zum Abendessen gingen wir erneut ins Brauhaus, da wir das Essen in den beiden Buffet-Restaurants nicht mehr sehen konnte. Die Speisenauswahl wiederholte sich täglich. 


Als nach dem Essen das Ergebnis des Tests immer noch nicht auf der Kabine lag, fragten wir an der Rezeption nach. Da hieß es erst es wäre kein Ergebnis gebucht, nachdem ich die Bordrechnung vorzeigte, schrieb man die Zimmernummer auf und würde nachfragen. Die Ergebnisse würden gerade verteilt werden, wir sollen ab und zu an die Kabinentüre schauen.

Andernfalls sollten wir am Morgen nochmal vorbeikommen und nachfragen. Daraufhin erklärten wir, dass wir bereits um 05:30 Uhr abgeholte werden würden und daher nicht viel Zeit bleiben würde, um am nächsten Tag dem Test hinterher zu rennen. 

Wir sahen uns schon ohne Ergebnis am Flughafen stehen. Das eine Ausreise ohne das Ergebnis nicht möglich war, war dem Mitarbeiter an der Rezeption ziemlich gleichgültig. 

Während der fast zweistündigen Show von Wayne Morris, schauten wir hin und wieder an der Kabinentür ob, der Brief endlich angekommen war. 

Als wir schließlich um 23 Uhr ins Bett gingen, lag der Brief auf dem Bett. 

Am ersten Tag an Bord mussten wir den Safe reklamieren, da die Batterie leer war. Hier konnte nicht einfach ein Mitglied der Crew in die Kabine kommen. Wir mussten währenddessen unbedingt anwesend sein. Aber um den Brief auf das Bett zu legen, war das plötzlich ok. Zumal bei allen anderen der Brief an der Tür hing. 


11.09.2021: Mallorca

Nach einer kurzen Nacht und einem schnellen Frühstück im Marktrestaurant wurden wir um 05:30 Uhr mit dem Bus zum Flughafen gebracht. Dort herrschte schon Hochbetrieb, nur unser Schalter war noch geschlossen. Die Schlange vor dem Check-In reichte gefühlt durch den gesamten Flughafen. Wir stellten uns ans Ende der Schlange und warteten. 

Irgendwann kam eine Mitarbeiterin des Flughafens und positionierte die Schlange neu, sodass wir plötzlich im vorderen Drittel der Schlange standen. Die Schalter öffneten schließlich und wir konnten unsere Koffer aufgeben. Nach der Sicherheitskontrolle schlenderten wir noch durch die verschiedenen Geschäfte bis unser Flug aufgerufen wurde. 

Zweieinhalb Stunden später landeten wir in Frankfurt und fuhren mit der Bahn nach Hause. 

Fazit:

Die Route war gut und beinhaltete viele Häfen die wir noch nicht kannten. Ein individuelles Verlassen des Schiffs war zum damaligen Zeitpunkt leider noch nicht möglich. Dies hätte die Häfen auf jeden Fall noch interessanter gemacht. 

Leider hat uns die Reederei AIDA auch beim zweiten Versuch nicht zugesagt und wird von uns definitiv nicht wieder gebucht. Die AIDAperla ist groß was uns gefällt, allerdings oft so verwinkelt gebaut, dass man teilweise gezwungen war, das Deck zu wechseln um ans Ziel zu kommen. Der überdachte Poolbereich Beach Club ist in kälteren Fahrgebieten sicher nützlich. Für eine Fahrt im Sommer im Mittelmeer bedeutet dies allerdings, dass es noch weniger Liegeplätze gibt.

Dafür, dass das Schiff erst fünf Jahre alt ist, sieht es sehr ungepflegt aus. In meiner Kabine war der Teppich verschmutzt. Und überall waren rostige Stellen. 

Die Corona-Maßnahmen wie Fiebermessen, Abstand halten und Sauberkeit wurden nicht so streng umgesetzt und Achtung geschenkt, wie wir das bei den bisherigen Urlauben mit Mein Schiff oder an Land im Hotel kannten. Viele Gäste setzten sich trotz Verbotschilder ohne Abstand neben einen und das Fiebermessen war nur freiwillig. 

Vom Essen waren wir sehr enttäuscht, 14 Tage lang gab es immer nur das selbe. Auch die Kuchenauswahl am Nachmittag hatten wir von der ersten Reise besser in Erinnerung. Hier kann man die Schuld nicht auf Corona schieben, den bei den Mitbewerbern klappt die Abwechslung an Speisen auch. 
Wenn es nicht die Tapas Bar oder das Brauhaus gegeben hätte, wäre es echt eine Zumutung gewesen.  

Auch die Crew war teilweise unterirdisch. Besonders an der Rezeption waren alle sehr unfreundlich. Wir fragten, wie viele Passagiere sich gerade an Bord befinden, eine ganz normale Frage, die wir auf jeder Reise stellen. Hier wurden wir tatsächlich blöd angemacht, warum wir dies wissen wollten.  

Alle Geburtstagskinder auf der Reise erhielten einen AIDA Schlüsselanhänger, nur bei mir gab es nichts. Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, dass man Geburtstage anmelden müsse. Sie könnten schließlich nicht wissen, wann man Geburtstag hat. Da bleibt ja nur die Frage, warum man im Schiffsmanifest die ganzen persönlichen Angaben überhaupt machen muss. 
In einer Facebook-Gruppe wurde mir von anderen Passagieren mitgeteilt, dass noch nie jemand einen Geburtstag anmelden musste. Bei anderen Reedereien klappt dies schließlich auch. 

Diese vielen Kleinigkeiten häufen sich und von uns wird AIDA keine dritte Chance mehr bekommen. 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Faszination Südostasien mit der Mein Schiff 6 - 2024/2025 Teil 4

Faszination Südostasien mit der Mein Schiff 6 - 2024/2025 Teil 2

Faszination Südostasien mit der Mein Schiff 6 - 2024/2025 Teil 1