Faszination Südostasien mit der Mein Schiff 6 - 2024/2025 Teil 2

22.12.2024: Seetag nach Chan May (Da Nang), Vietnam 
25°C – bedeckt - 49 km/h Wind – 70% Regenwahrscheinlichkeit

Da das Wetter wieder schlechter als angekündigt war, besuchten wir am Vormittag den Spieletreff im Atlantik – Mediterran. Von 09:00 bis 15:00 Uhr wird ein Teil des Restaurants für Spielefreunde freigehalten. Das Schiff stellt dafür diverse Brett- und Kartenspiele zur Verfügung. Zudem gibt es noch Kaffee, Tee und Gebäck. 
Dabei entdeckten wir ein für uns neues Spiel: „Dog – den Letzten beißen die Hunde“. Es ist vergleichbar mit „Mensch ärgere dich nicht“. Im Gegensatz zu dem bekannten Spiel, kann dies mit bis zu sechs Spielern gespielt werden. Anstelle des Würfels, werden Karten gezogen. Mit Sonderkarten wie „Tausch“ macht es das Spiel besonders kurzweilig.
 
Im Anschluss schauten wir uns den Vortrag „Chan May – wo Brücken auf Händen getragen werden“ an. 

Eigentlich war für abends der Weihnachtsmarkt auf dem Pooldeck geplant. Dieser musste allerdings auf Grund des schlechten Wetters abgesagt werden. Daher schauten wir uns zuerst die Lesung „Mondscheintarif“ und anschließend Patrizia Morescos Show „#Lach_mich“ im Theater an. Patrizia ist eine Comedienne, Kabarettistin und Schauspielerin, die bereits seit 1979 im Bereich Comedy unterwegs ist. Seit Mitte der 80er Jahre hatte sie ihre ersten Auftritte für TV- und Kinofilme. Neben dem Tatort war sie auch in diversen ARD und ZDF Produktionen und Serien bei privaten Fernsehsendern zu sehen. Ihre Show war kurzweilig und lustig.



23.12.2024: Chan May (Da Nang), Vietnam 
22°C – bedeckt - 14 km/h Wind – 50% Regenwahrscheinlichkeit

Eigentlich war für diesen Tag ein Stopp in Nha Trang geplant. Auf Grund von Bauarbeiten im Hafen konnte dieser allerdings nicht angefahren werden. TUI Cruise hat uns darüber bereits im November informiert. Als neuer Stopp wurde der Hafen von Chan May ausgewählt. 

Chan May liegt in der Provinz Da Nang, welche die fünftgrößte Stadt in Vietnam ist. Vom Hafen sind es zwischen 60 und 80 km in die beiden wichtigsten Städte Vietnams „Hue“ und „Hoi An“. 

Hue war bis 1945 die Hauptstadt Vietnams und Residenz des Kaisers der vietnamesischen Nguyen-Dynastie. Die Stadt liegt eingebettet in Gebirgslandschaften am Fluss „Huong Giang“ – der Parfümfluss. Oberhalb des Flusses liegt die „Thien Mu Pagode“, mit ihrem siebenstöckigen Turm ist sie die höchste Pagode in Vietnam. 

Ein bekanntes Ausflugsziel sind die „Ba Na Hills“. Der Erholungsort beherbergt drei Hotels, eine Pagode mit Buddha-Statue und eine Seilbahn. Die Seilbahn kann 1.500 Menschen pro Stunde befördern, dies war dem Guinness-Buch der Weltrekorde eine Auszeichnung wert. Das Highligt auf „Ba Na Hills“ ist die „Golden Bridge“, eine goldene Fußgängerbrücke, die auf von zwei überdimensionalen Händen getragen wird. 


In „Hoi An“ lockt die historische Altstadt. Kleine bunte Häuser in Holzoptik runden den Charme der Stadt ab. Abends funkeln unzählige bunte Lampions. 

Die von TUI Cruises angeboten Ausflüge, die uns angesprochen hatten, waren leider schnell ausgebucht und die restlichen haben uns nicht zugesagt. Der Hafen von Chan May ist ein reiner Industriehafen, der abgelegen auf einer Halbinsel liegt. Zu Fuß kann man leider nichts erreichen. 

Nachmittags hörte es kurz auf zu regnen, sodass wir uns die Souvenirstände anschauten. 
 
Der für den Abend geplante Weihnachtsmarkt auf den Pooldeck musste leider auf Grund des schlechten Wetters in den Anckelmannsplatz verlegt werden. Neben Gebrannten Mandeln, Paradiesäpfeln und Glühwein gab es allerlei herzhafte Leckereien wie Schnitzelbrötchen, Bratwürste oder Gebratene Champignons. 
 
Um 21:30 Uhr schauten wir uns die Show des Zauberers Ingo Brehm „Nix als TriXX“ im Theater an. Normalerweise gehört Ingo Brehm zum Zauberduo „Zaubertrixxer“. Doch dieses Mal war er ohne seinen Partner Albin Zinnecker an Bord. 2014 wurden beide als „Deutsche Meister der Zauberkunst“ ausgezeichnet. Die beide sind an Land für ihre außergewöhnliche Dinnershow und die Kooperation mit den Cheerleadern der Cologne Eagles bekannt.


24.12.2024: Seetag nach Hongkong
28°C – leichter Regen - 53 km/h Wind – 90% Regenwahrscheinlichkeit

Heute war Weihnachten. Dass merkte man spätestens als das Housekeeping morgens einen Teller mit Weihnachtsplätzchen auf die Kabine stellte. Bereits um 09:00 Uhr besuchten wir den Vortrag „Hongkong – an jeder Ecke ein neuer „Wow“-Effekt“ der Lektorin. Für Kinder und Erwachsene fanden den ganzen Tag über verschiedene weihnachtliche Aktivitäten wie Weihnachtsbaumschmuck basteln oder der Familiengottesdienst statt. 
 

Um 18:00 Uhr schauten wir uns die Weihnachtshow im Theater an. Leider empfanden wir sie als langweilig und hatte gerade zu Weihnachten schon bessere und aufwendigere gestaltete Shows gesehen.
Im Anschluss gingen wir zum Anckelmannsplatz zum Abendessen. 2023 saßen wir um 18:00 Uhr ganz alleine im Restaurant und hatten daher beschlossen, diese Mal erst die 45-minütige Show anzuschauen und anschließend essen zu gehen. 
Dieses Mal war es um 18:45 Uhr allerdings so brechend voll beim Buffet, dass wir drei Runden drehen mussten, bis wir einen Platz gefunden hatten. Leider waren die Bedienungen zu sehr mit dem Sektausschenken beschäftigt, dass sie das Teller abräumen total vernachlässigten. Die Küche kam ebenfalls nicht mit dem Ansturm klar, sodass die Auslagen ziemlich lange leer blieben. 


Abends lagen Notizbücher mit Mein Schiff Logo und eine Grußkarte auf unseren Betten. 


25.12.2024: Hongkong
18°C – bedeckt - 13 km/h Wind – 25% Regenwahrscheinlichkeit

Um 7:00 Uhr machte das Schiff im Hafen von Hongkong fest und sollte bis zum Abend des nächsten Tages bleiben. 
 

Da wir noch nie in Hongkong waren, hatten wir uns für einen Ausflug vom Schiff entschieden. Dieser sollte um 08:30 Uhr starten. Da der Hafen von Hongkong sehr weitläufig ist und wir uns vor dem Ausflug noch etwas umschauen wollten, machten wir uns gegen 07:45 Uhr auf den Weg, das Schiff zu verlassen. 

Doch die Behörden hatten das Schiff noch nicht freigegeben und so standen wir auf Deck 5 in der Schlange und warteten. Immer wieder kam eine Durchsage, dass wir noch auf die Behörden warten mussten. Die Gäste die einen Ausflug nach Macau gebucht hatten, mussten zu einer besonderen Einreisekontrolle, da sie Hongkong für den Tag verlassen würden. Diese fand eigentlich um 07:00 Uhr im Theater statt. Diese Gäste schafften es allerdings nicht pünktlich zu erscheinen und mussten teilweise ausgerufen werden. Vorher ließen uns die Behörden nicht von Bord. So fand die Freigabe des Schiffes statt angekündigt gegen 7:00 Uhr erst um 09:30 Uhr statt. 

Wir waren froh einen Ausflug über das Schiff gebucht zu haben, der auf uns wartete. Machten uns allerdings Sorgen darüber, dass eventuell Programmpunkte gestrichen werden. Da nachmittags ebenfalls Ausflüge starteten und die Busse und Reiseleiter wieder rechtzeitig im Hafen sein müssen. 

Um 09:45 Uhr saßen wir endlich in unserem Ausflugsbus und wurden von unserer Reiseleiterin Winnie auf Deutsch begrüßt. Unser Ausflug „Panoramafahrt durch Hongkong“ startet mit einer Busfahrt bis zum „Victoria Peak“. 

In Hongkong leben ca. sieben Millionen Einwohner, diese sind zu 95 Prozent Chinesen. Nachdem der Staat ab 1843 zur britischen Kronkolonie gehörte, wurde es 1997 an die Volksrepublik China übergeben. Seitdem ist der Staat eine Sonderverwaltung von China. Die früheren Sonderrechte wie Autonomie, freie Marktwirtschaft oder Meinungsfreiheit werden allerdings immer mehr von Seiten Chinas unterdrückt. Hongkong ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. So hat sich die Bevölkerung in den letzten sieben Jahrzehnte etwa vervierfacht. 
Die meisten Bewohner leben in sehr kleinen Wohnungen in Hochhäusern und Wolkenkratzern. Durch die bergige und steile Landschaft ist die Umgebung sehr grün, da dort nur wenige oder nur kleine Häuser gebaut werden können. Diese gehören meistens den Millionären des Staates. Nirgendwo sonst gibt es so viele Millionäre und Milliardäre wie in Hongkong. Zeitgleich ist die Armutsquote die höchste der Welt.  

Nach einer einstündigen Busfahrt erreichten wir den Berg „Victoria Peak“. Der Berg ist mit 552 m der höchste Berg auf Hongkong Island. Leider war die Sicht an diesem Tag durch das schlechte Wetter und den Smog getrübt. Vom Aussichtspunkt „Lions Pavilion“ konnten wir den Victoria Harbour überblicken.
 
Auf dem Berg befindet sich der „Peak Tower“ mit einer Aussichtplattform von der man einen noch besseren Blick über Hongkong hat. Diese kostet allerdings extra und war zeitmäßig während unseres Ausflugs nicht zu schaffen. Ansonsten gibt es noch eine größere Mall in der man sicher auch ein paar Stunden verbringen könnte. Für individuelle Ausflügler bietet sich an, mit der „Peak Tram“ auf den Berg zu fahren. Die Fahrt mit der 1888 in Betrieb genommenen Zahnradbahn dauert ca. sechs Minuten. Die Strecke von 1.278 m wird jährlich von mehr als sechs Millionen Passagieren zurückgelegt. 

Im Anschluss fuhren wir zum Repulse Bay. Dort hielten wir hinter einer Mall am Strand und durften uns für 30 Minuten frei bewegen. Die exklusive Wohngegend an der Südküste von Hongkong Island befindet sich direkt am 292 Meter langen Strand. Neben der Mall gibt es jede Menge Restaurants, eine Promenade zum Spazieren und der „Kwu Yam-Schrein“. Dort befinden sich Statuen der beiden Gottheiten „Kwu Yam – die Göttin der Barmherzigkeit“ und „Thi Hau – die Göttin des Meeres“. 




Am 25.12. haben die, meist aus den Philippinen oder Indonesien kommenden, Hausmädchen und Nannys frei. Diese trafen sich dort und feierten Weihnachten zusammen.

Im Anschluss fuhren wir die Küstenstraße entlang bis zur „Lantau Link Aussichtsplattform“. Von dort sieht man die beiden Brücken „Ting Kau“ und die „Tsing Ma“ Brücke. Im angrenzenden Besucherzentrum kann man sich über den Bauprozess informieren.  
 


 
Nach vier Stunden erreichten wir wieder den Hafen von Hongkong. Der Ausflug hat 46 € gekostet und war interessant gestaltet um einen Überblick über Hongkong zu erhalten. Ich hätte mir allerdings etwas mehr von der Innenstadt von Hongkong gewünscht. Da das Schiff zwei Tage im Hafen blieb, wäre es interessant gewesen, zu sehen wo man am nächsten Tag eigenständig hinfahren könnte. 

Da wir uns unbedingt noch das „Kai Tak Kreuzfahrtterminal“ anschauen wollten, verließen wir nach dem Mittagessen das Schiff erneut. Bis 1998 befand sich auf der Insel „Kai Tak“ der Flughafen von Hongkong. Der innerstädtische Flughafen galt lange als schwierig was Starts und Landungen betrafen. Durch die immer höher werdenden Hochhäuser und starke Winde kam es öfter zu Unfällen. Der neue Flughafen befindet sich ca. 30 km entfernt auf der Insel „Lantau“. Nach einer langen Umbauphase wurde 2013 das Kreuzfahrtterminal, mit Liegeplätze für zwei Schiffe, eröffnet. Neben dem Terminal wurde der Rest der Insel zum Bau von Hochhäusern mit Wohnungen genutzt. 

Auf dem Dach befindet sich ein 23.000 qm² großer Dachgarten mit Teich und Sitzgelegenheiten. Dieser Park wird besonders am Abend von Einheimischen besucht, die sich die Lichtershow „Symphony of Light“ anschauen möchten. Auf Grund der Größe des Gebäudes erwartet wir eigentlich ein paar Geschäfte und die Möglichkeit dort Souvenirs zu kaufen. Allerdings gab es nur ein paar Restaurants und ein Geschäft, das Süßigkeiten und Medikamente verkaufte. 
 

Vom Terminal kann man über Brücken auf einem Weg direkt über der Straße bis zum „Kai Tak Sky Garden“ gehen. Der Weg ist schön gestaltet, mit verschiedenen Wasserspielen, Sitzgelegenheiten und Plätzen die den verschiedenen Jahreszeiten nachempfunden sind. Eine grüne Oase direkt in der Schlucht der Hochhäuser. 
 
Da ich mich bereits den ganzen Tag mit Erkältungssymptomen durchschlug, ging ich bereits nach dem Abendessen ins Bett. Ich hoffte am nächsten Tag etwas fitter zu sein, um noch mehr von Hongkong sehen zu können. Die zweite Show von Inge Brehm „Cogitatio – Eine Reise durch Ihren Geist“ schaute ich daher vom Bett aus an. Dieses Mal ging es um Hypnose. So konnte er die Farbe der Unterwäsche von verschiedenen Gästen erraten. 
Im Theater wurde der Kinofilm „Kevin – Allein in New York“ gezeigt. 


26.12.2024: Hongkong
27°C – bedeckt - 13 km/h Wind – 20% Regenwahrscheinlichkeit

Leider ging es mir am nächsten Tag nicht merklich besser. Aber nach Hongkong komme ich vielleicht nie wieder, also hieß es für den Tag durchkämpfen.

Im Erdgeschoss des Kreuzfahrtterminals fahren kostenpflichtige Shuttlebussen zu verschiedenen Metro Stationen. Die Metro wurde 1979 eröffnet und verkehrt auf über 200 Kilometer mit elf Linien. Überirdisch fährt die Straßenbahn auch „Ding Ding“ genannt. Die Bahn fährt seit 1904 auf einer 13 Kilometer langen Strecke. Die altmodischen zweistöckigen Wagen sind nicht nur bei Touristen sehr beliebt. 
Außerdem fährt im Terminal ein Shuttle zur apm Mall, diese ist ebenfalls an die Metro angeschlossen.

Wer nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, kann vom Terminal aus mit dem Taxi weiterfahren.

Im Gegensatz zu Singapur ist es in Hongkong nicht so einfach ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr zu kaufen. Einzelfahrschein können nur in bar mit Hongkong Dollar bezahlt werden. Alternativ kann man seine Kreditkarte (nur Visa oder mobile Pay Apps) an das Drehkreuz halten. Dafür benötigt jeder Fahrgast eine eigene Kreditkarte.

Für einen längeren Aufenthalt bietet sich die „Octopus“ Karte an. Sie ist eine Art Zahlkarte bei dem man ein Guthaben auflädt, das man sowohl für Fahrkarten als auch als Bezahlkarte im Supermarkt nutzen kann.  

Wir fuhren mit dem kostenlosen Shuttle zur amp Mall. Hier schlenderten wir durch die Mall, mussten allerdings feststellen, dass die meisten Geschäfte noch geschlossen hatten. Generell gab es wie in Deutschland viel Leerstand. Leider gab es kein einziges Souvenirgeschäft. 

Von der angrenzenden Metro Station „Kwun Tong“ kann man mit der grünen Linie bis zum bekannten „Temple Street Night Market“ oder dem „Ladies Market“ fahren. Beide Märkte sind bekannte Straßenmärkte die Modeartikel, Souvenirs und viele weiteren Artikel anbieten. 

Mit einmal Umsteigen kann man den „Cental Mid-Levels Escalator“ erreichen. Die Rolltreppe ist mit ihren 800 m Länge, die längste überdachte Rolltreppe der Welt. Die aus insgesamt 20 hintereinander gestaffelten Rolltreppen bestehende Fahrt, dauert ca. 20 Minuten. 

Gesundheitlich war dies allerdings für mich nicht machbar, sodass wir leider wieder zurück zum Schiff mussten. Es wäre tatsächlich schön gewesen, wenn der Bus am Vortag dort zumindest vorbeigefahren wäre. 

Jeden Abend um 20:00 Uhr findet die Licht- und Lasershow „Symphony of Lights“ statt. Dabei wird die Skyline von Hongkong von Lichtern und Lasern angestrahlt und verschiedenen Bilder auf die Häuser projektiert. Angeblich ist dies die größte permanente Lichtshow. Tatsächlich sah es vom Schiff aus nicht besonders aus. Kein Vergleich zu den Shows im Singapurer „Gardens by the Bay“ oder dem „Burj al Arab“ in Dubai. 


Um 21:30 Uhr fand die zweite Show von Patrizia Moresco „Overkill“ im Theater statt. Wir haben uns erneut köstlich amüsiert. 

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