Mein Schiff 2 - Kanaren Herbst 2020 Teil 2

11.11.2020 – Mittwoch, La Gomera

Unser Ausflug auf La Gomera „Kleine Inselrundfahrt“ führte uns mit dem Bus durch den Laurisilva Wald und den Nationalpark Garajonay. Wir hielten an verschiedenen Aussichtspunkten und konnten sogar in der Ferne die Nachbarinsel Teneriffa erkennen. 

In La Laguna Grande hielten wir an einem Picknickplatz mitten im Wald, an der sich normalerweise die Einheimischen aber auch Touristen treffen. Der Platz dient als Dreh- und Angelpunkt um verschiedene Wandertouren durch den Lorbeerwald zu starten oder eine Ruhepause einzulegen. 

Anschließend fuhren wir zu einem Restaurant, auf dessen Terrasse wir eine gemütliche Kaffeepause einlegten. 
Vom letzten Aussichtpunkt Mirador de Punta del Belete hatten wir einen guten Blick über das Valle Gran Rey.
An diesem Tag war es überraschend kalt und gerade im Wald und den höhergelegenen Aussichtpunkten war es eisig, sodass wir froh waren, als wir zurück auf dem Schiff waren. Dort war es zum Glück angenehmen warm.

Nach einem entspannten Nachmittag auf dem Pooldeck, erwartete uns zum Abendessen im Anckelmannsplatz das Käse-Buffett. Ob würzig, nussig-mild oder pikant, die Auswahl hält für jeden Geschmack das Richtige bereit. 

Rockig sollte es am Abend in der Show „The Show must go on“ werden. Die Show-Band unterhielt uns eine Stunde mit den bekanntesten Hits der Band Queen. 


12.11.2020: Donnerstag, Seetag Gran Canaria

Eigentlich wollten wir den Vortrag „360° siehdichum – Die Straße von Gibraltar“ anschauen. Wir konnten uns aber nicht von unseren tollen Sonnenplätzen auf Deck 14 losreisen. Da für die meisten Passagiere die Reise am nächsten Tag zu Ende war, wollte jeder noch ein letztes Mal das gute Wetter genießen. 

Nur für unseren Schnelltest in der Abtanzbar mussten wir uns vom guten Wetter losreisen. Aber die ganze Sache war sehr gut organisiert, so dass es nach nur fünf Minuten erledigt war. Das Bordhospital hatte eine Teststation in der Abtanzbar aufgebaut und testet zwischen 14:00 Uhr und 14:30 Uhr alle Gäste die eine weitere Woche an Bord bleiben würden. 

Wir besuchten am Nachmittag die interessante Präsentation „Von Singapur nach Spitzbergen“ der Bordreiseleiterin. Im Anschluss mussten wir uns beeilen noch rechtzeitig zur Abendshow zu erscheinen. Dort war der Kapitän Tom Roth zu Gast und erzählte von seinem Leben als Kapitän. 

Am Abend besuchten wir die zweite Vorstellung von Fanny Funtastic.

13.11.2020: Freitag, Gran Canaria

Während für die meisten Passagiere die Heimreise anstand, startete für uns die zweite Woche der Kreuzfahrt. 

Da sich am Wechseltag laut behördlichen Bestimmungen keine Passagiere an Bord aufhalten durften, waren wir verpflichtet am inkludierten Ausflug teilzunehmen. Nachdem alle Passagiere das Schiff verlassen hatte, wurde alle öffentlichen Bereiche gereinigt und desinfiziert.  

Unser Ausflug startete um 10:30 Uhr in Richtung der ca. 12 km entfernte Stadt Arucas. Nach 20-minütiger Fahrt erreichten wir die Pfarrkirche San Juan Bautista. Die Kirche wurde 1909 von den örtlichen Steinmetzen gebaut. 

Zu Fuß gingen wir am Rathaus vorbei bis zum Parque Municipal. Wir sahen nur einen kleinen Teil der beeindruckenden 10.000 qm großen Anlage. Zwischen Bäumen, Blumen und Pflanzen aus verschiedenen Ländern stößt man auf kleine Teiche und Skulpturen. Die verschlungenen Wege laden zum Spazieren ein. 

Nach einer Stunde in Arucas stiegen wir wieder in den Bus und fuhren zur nächsten Stadt Firgas. Dort besichtigten wir zuerst die Fußgängerzone und den bekannten Brunnen Paseo de Canarias in Terrassenform. Das aus dem Jahr 1995 erbaute Kunstwerk liegt an einem kleinen Berghang, so entstand die siebenstufige „Terrasse“.


In 30 Meter Länge wurde aus Steinen ein Denkmal erschaffen, das den Wasserreichtum der Gemeinde wiederspiegeln soll. Auf einer Seitenwand des Terrassenbrunnens sind die 21 Wappen der Gemeinden von Gran Canaria zu sehen. Unten den Wappen stehen Bänke mit aufwendig bemalten Fliesen, die die einzelnen Sehenswürdigkeiten der Insel zeigen. Auf den Stufen der Treppe sind die sieben Kanareninseln mit ihren Wappen als Reliefs nachgebildet. 

Zu Fuß gingen wir vorbei an der Pfarrkirche San Roque zurück zum Bus. Gegen 13 Uhr erreichten wir wieder den Hafen. 
Leider hatten die ganzen Restaurants noch geschlossen, sodass wir uns gedulden mussten mit dem Mittagessen. Während nach und nach die neuen Passagiere ankamen, genossen wir noch die Ruhe am Pooldeck. 

Um 22:30 Uhr liefen wir zum zweiten Mal aus Gran Canaria aus. 

14.11.2020: Samstag, Seetag Fuerteventura

Auf dem Weg nach Fuerteventura begegneten uns immer wieder kleine verwaiste Boote. Der Kapitän erklärte uns, dass diese Boote von Flüchtlingen aus Afrika waren. Diese waren mit den Booten auf dem Weg nach Gran Canaria, um dort Asyl zu beantragen. Nach dem Mittagessen schwamm erneut ein Boot neben unserem Schiff. Doch dieses Mal war es nicht verwaist. Etwa 20 Männer befanden sich auf dem kleinen Boot neben uns. 
Der Kapitän informierte uns, dass er die Küstenwache informiert habe und wir nun warten müssen, dass diese eintreffen würde. Die Männer auf dem Boot winkten uns und machten mit ihren Handys Foto von unserem Schiff. Sie hofften wohl von uns aufgenommen zu werden. Doch das war natürlich nicht möglich, da wir uns ja in einer Blase befanden und keine fremden Menschen aufnehmen konnten. 

Nach ca. 30 Minuten tauchte ein Schiff der Küstenwache auf und nahm die Flüchtlinge an Bord. Zurück blieb nur ihr verwaistes Schiff und den Müll den die Männer achtlos ins Meer geworfen hatten. 

Vor dem Abendessen besuchten wir die Abendschau, zu Gast waren dieses Mal der Executive Sous Chef und die neue Travestiekünstlerin Gina de L´Amore. 
Frau de L´Amore hatte am Abend gleich ihren ersten Auftritt im Theater. Wir haben uns sehr amüsiert und viel gelacht. 

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