Drei Wochen Kanaren mit der Mein Schiff 1 - Teil 3

Hafentag - Teneriffa:

Nach einer Woche auf dem Meer hatten wir am 1. Weihnachtstag wieder festen Boden unter den Füßen. 
Unser Ausflug „Das Anaga-Gebirge, märchenhafter Inselnorden“ führte uns zuerst zu einem Strandabschnitt in Las Teresitas. Von dort aus konnten wir die Mein Schiff Herz und Mein Schiff 6 sehen. 
Anschließend fuhren wir zu einem Aussichtpunkt, auf dem wir das Anaga-Gebirge überblicken konnten. Die Gebirgskette wurde vor 7 bis 9 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten geformt. Leider war es sehr neblig, sodass wir nicht weit sehen konnten. Bei guter Sicht kann man die beiden Felsen Roques de Anaga erkennen. 
Die beiden Felsbrocken Roque de Tierra und Roque de Fuera liegen in Mitten des Ozeans an der Nordküste von Teneriffa und bieten einigen wenigen Tieren ein zu Hause. So kommt beispielsweise eine Echsenart ausschließlich auf diesem Felsen vor. 

In Taganana war der nächste Stopp. Wir besichtigten die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de las Nieves. Die Muttergotteskirche ist eine der ältesten Gotteshäuser auf Teneriffa. 

Am nächsten Halt konnten wir den Felsen Roque de Las Bodegas am Strand von Taganana aus der Nähe besichtigen. Der Felsen steht am sonst gut besuchten Strand und ist durch einen Steg mit dem Festland verbunden. Leider war das Tor zum Felsen verschlossen, normalerweise kann man den Felsen umrunden. 

Der Mirador Pico del Ingles ist ein auf 967 Metern gelegener Aussichtspunkt. Bei gutem Wetter lässt sich hier nicht nur das gesamte Anaga-Gebirge überblicken, sondern sogar bis Gran Canaria. Leider hingen an diesem Tag die Wolken so tief, dass wir nicht viel sehen konnten. 

Nach kurzer Fahrt hielten wir am Mirador de Jardina, von dort aus konnten wir die im Tal liegende Stadt San Cristobal de La Laguna und im Hintergrund den Pico del Teide sehen. 

Der Ausflug hat 45 € pro Person gekostet und war mit 4,5 Stunden angemessen. Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat. Gerade bei den Aussichtspunkten sind wir teilweise so in den Wolken gestanden, dass wir nichts sehen konnten. 

Hafentag – La Palma

Kaum hatten wir das Schiff für unseren Ausflug „Der Nordosten La Palmas“ verlassen, begann es zu regnen. Doch je weiter wir uns vom Hafen in Richtung Nordosten der Insel entfernten, desto besser wurde das Wetter. 

An unserem ersten Halt am Aussichtspunkt auf dem Berg Montaña de San Bartolo, wurden wir mit strahlendem Sonnenschein und einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Auf dem Aussichtpunkt befindet sich neben Sternenkarten auch die Skulptur Salto del Enamorado – Der Sprung des Verliebten.

Der verliebte Hirte, wollte seine Angebetete von seiner Liebe und seinem Mut überzeugen und sprang mit seinem Hirtenstab im Halbkreis über den Abgrund der Steilwand. Beim dritten Mal stürzte er in die Tiefe und starb.

Der Hirtensprung ist ein auf den Kanaren verbreiteter Völkersport. Dabei wird mit Hilfe des Hirtenstabs der Höhenunterschied zwischen den einzelnen terrassenförmigen Feldern übersprungen. 

Während es auf dem Aussichtspunkt noch sonnig war, war am nächsten Halt im Lorbeerwald in Los Tilos schattig und entsprechend kalt. Wir besuchten das Besucherzentrum von dem man tolle Wanderungen durch den Urwald La Palmas unternehmen kann. Im Besucherzentrum selbst sind nur ein paar Schautafeln von Tieren und der Vegetation abgebildet. 

Über die Brücke von Los Tilos fuhren wir in den Ort Los Sauces, dort hielten wir an einem Restaurant. Hier konnten wir die auf den Kanaren typische Runzelkartoffel Papas arrugadas, eine kanarische Banane und ein Stück Kuchen verkosten. Leider durften wir das Restaurant nicht verlassen, um uns die Umgebung anzuschauen. 

Beim Besuch der Rumfabrik RON ALDEA erfuhren wir einiges über die Rumherstellung und durften auch einige Rumsorten verkosten und für zu Hause kaufen. Neben den typischen Rumsorten gab es auch besondere Sorten z.B. mit Banane oder Karamell. 


Der Ausflug hat uns nicht so gut gefallen, da das Besucherzentrum unserer Meinung nach langweilig war und die Zeit im Restaurant hätte man mit einer anderen Besichtigung besser nutzten können. Für 4,5 Stunden haben wir 42 € bezahlt.

Hafentag - La Gomera

Da wir bei der letzten Kreuzfahrt bereits einen Ausflug auf La Gomera unternommen hatten, entscheiden wir uns den Tag an Bord zu verbringen. 


Hafentag – Fuerteventura

Für den heutigen Ausflug „Fuerteventura auf einen Blick“ stand die Nordküste der Insel Fuerteventura auf dem Plan. 

Mit dem Bus fuhren wir zuerst zu den Sanddünen. Hier konnten wir den Bus verlassen und Foto machen, bis zum Meer konnte man allerdings nicht gehen, dafür war es zu weit weg. 


Mit dem Bus ging es weiter durch Coralejo. Coralejo ist heute hauptsächlich durch den Tourismus geprägt, neben Hotelanlagen besteht ebenfalls die Möglichkeit mit der Fähre die anderen Kanarischen Inseln zu erreichen. 

Beim El Toston Leuchtturm in La Oliva verließen wir als nächstes den Bus. Außer dem rotweiß gestreiften Leuchtturm befindet sich ein Fischereimuseum in diesem Naturreservat. Von den steinigen Buchten aus, kann man bis zur acht Kilometer entfernten Nachbarinsel Lanzarote sehen. 

Nach kurzer Weiterfahrt erreichten wir den Fischerort El Cotillo. Dort hielten wir am Castillo de El Cotillo. Der Wehrturm aus dem 18. Jahrhundert wird heute als Tourismusbüro genutzt. Neben dem aus vulkanischen Naturstein gebauten Gebäude, befindet sich das Skelett eines im Jahr 2004 gestrandeten Cuvier-Schnabelwals. 

Mit 3 Stunden war dies unser kürzester Ausflug, der hauptsächlich die Panaromafahrt und kurzen Fotostopps beinhaltet. Bezahlt haben wir dafür 35 € pro Person.

Hafentag - Lanzarote

Nachdem wir bei unserem letzten Aufenthalt die Südküste Lanzarotes besichtigt haben, fuhren wir dieses Mal nach Norden. 

In Haria hielten wir an einem kleinen Souvenir-Geschäft und gingen zu Fuß weiter. Der Ort mit ca. 5.000 Einwohnern liegt im Tal der 1.000 Palmen. Wir besichtigten eine Nachbildung des Ortes, der auf Grund von Weihnachten als Krippe dekoriert war. 


Wie der Titel des Ausflugs „Tolle Aussicht und die Höhlen von Jameos del Agua“, schon verrät sollten wir eine tolle Aussicht erhalten.

Dazu fuhren wir weiter zum Aussichtspunkt Mirador del Rio. Das Bauwerk aus den 70er Jahren liegt am äußersten Norden der Insel. Das vom bekannten kanarischen Künstler Cesar Manrique gebaute Haus liegt 475 Meter über dem Meeresspiegel auf dem Famaramassiv. In dem typisch dem Stil Manriques in den Felsen integrierte Haus befindet sich neben dem Aussichtpunkt, ein Café mit großflächigen Panaromascheiben und ein Souvenir-Geschäft. Nicht nur die Räume im Gebäude auch der Parkplatz, ist komplett ohne Ecken und Winkeln angelegt und rund. Auf mehreren Etagen hat man einen weitreichenden Blick über die Felsklippen, die Meerenge Rio sowie die Inseln La Granciosa, Alegranza und Montana Clara.
Als nächstes hielten wir auf einer Aloe Vera Farm. Hier zeigte man uns dir Ernte und Herstellung von Aloe Vera. Anschließend durften wir uns noch im Hofladen mit Aloe Vera Produkten eindecken.

Cesar Manrique ist der bekannteste Insulaner Lanzarotes. Neben dem Mirador del Rio bildete er auch das wohl bekannteste Bauwerk die Lavagrotte Jameos del Aqua. 
In der 1966 erbauten Kultur- und Kunststätte hatten wir einen einstündigen Aufenthalt. Wir durften uns die Anlage auf eigenen Faust ansehen. 

Über eine steile Treppe erreicht man das Restaurant in der Grotte, von dessen Terrasse man den unterirdischen See in der Grotte überblicken kann. Im See lebt eine weiße Krebsart, die sonst nur im über 2.000 Meter tiefen Meer zu finden ist. Durch die Gezeiten verändert sich der Wasserspiegel im See, obwohl keine direkte Verbindung zum Meer besteht. Alleine das Wasser das durch das Gestein sickert, verändert die Wassermenge. 
Im weißen Schwimmbecken durfte früher gebadet werden, inzwischen ist es nur noch zum Besichtigen. Alle Pflanzen auf der Anlage sind seltene oder endemische Pflanzen, die extra gepflanzt wurden. Über eine weitere Treppe erreicht man das Haus der Vulkane, dort werden das Entstehen und die Vorgänge von Vulkanen erklärt. 
Die Hauptattraktion von Jameos del Aguq liegt hinter dem weißen Becken, ist ein in eine Grotte integrierter Konzertsaal mit 600 Sitzplätzen. Auf der Anlage befindet sich der Zugang zum Tunel de la Atlantida. Den Tunnel kann man allerdings nur auf einer geführten Tour besichtigen, dies war bei unserem Ausflug nicht beinhaltet.

Die Anlage ist sehr schön angelegt und lohnt sich auf den Fall zu besichtigen. Die 49 € für den Ausflug haben sich definitiv gelohnt. 

Am vorletzten Tag des Jahres verließen wir Lanzarote und fuhren nach Madeira. Dort legten wir ein paar Kilometer vor der der Küste an, damit wir das Feuerwerk um Mitternacht von Bord aus sehen konnten.
Nach unserem Abendessen im Anckelmannsplatz besuchten wir um 21:30 Uhr die „Silvester-Gala – Aber bitte mit Sahne“. Um 23:30 Uhr schauten wir noch beim Meeresfrüchte-Buffet vorbei. Neben diversen Fisch-Sorten gab es noch Kuchen und Pralinen. 

Kurz vor Mitternacht gingen wir in die Kabine um das Feuerwerk anzuschauen. Im Tagesprogramm wurde darum gebeten, dass Passagiere mit einer Backbord-Balkonkabine, das Feuerwerk auf der eigenen Kabine anschauen. Nur so konnte die Abstandspflicht auf den Außendecks für die Passagiere mit Steuerbord-Kabinen eingehalten werden. Das Feuerwerk dauerte fast 10 Minuten und war über die ganze Küste verteilt. Nachdem Feuerwerk fuhren wir weiter Richtung spanisches Festland. 

Am 03.01.2021 erreichten wir die Straße von Gibraltar. In Gibraltar legten wir nicht an, fuhren jedoch bis zum bekannten Affenfelsen und drehten, um zurück Richtung Kanaren zu fahren. Auf der Meerenge zwischen Spanien und Afrika konnten wir jede Menge Delfine sehen. 
Während es auf der Fahrt Richtung Kap Verden immer wärmer wurde, wurde es dieses Mal immer kälter. Bei 13 Grad hielten wir es draußen nur mit der Wolldecke aus der Kabine aus. Zum Glück wurde es auf dem Weg Richtung Gran Canaria wieder wärmer. 



Hafentag – Gran Canaria:

Am 06.01.2021 erreichten wir wieder die Kanaren. Bevor wir am nächsten Tag abreisen sollten, fand noch unser letzter Ausflug „Der malerische Süden Gran Canarias“ auf der Reise statt. 

Zuerst hielten wir in der Nähe eines Hotels in Maspalomas und gingen zu den Dünen. Dort war es leider sehr windig und mit dem ganzen Sand war es nicht sehr angenehm. 

Anschließend fuhren wir mit dem Bus nach Mogan. Mogan liegt 93 km entfernt von der Inselhauptstadt Las Palmas. 
Der Guide führte uns durch das kleine Städtchen, das durch weite Hänge und tiefe Schluchten geprägt ist. Außer dem Jachthafen und kleinen Gassen gab es dort leider nicht viel zu sehen. Der ganze Ort war wie ausgestorben. 

Der Ausflug war sein Geld leider nicht wert. Wir haben den Ausflug nur wegen den Dünen in Maspalomas gemacht und dafür war das Wetter zu unangenehm. 
Am Abend schauten wir uns noch die Abschiedsshow im Theater an. 

Fazit:

Unser erstes Weihnachten an Bord war schön, aber nicht mit einem normalen Weihnachten auf einem Kreuzfahrtschiff vor Corona zu vergleichen. Für uns war es gut, da wir das ganze Theater um Weihnachten nicht brauchen und eigentlich aus dem Grund immer vor Weihnachten fliehen. Die Light-Version hat uns gut gefallen. Nur für uns wäre ein anderes Zielgebiet noch schöner gewesen. Da wir erst einen Monat zuvor die Kanaren-Reise unternommen hatten, kannten wir vieles bereits. Auch die milden Temperaturen auf den Kanaren waren uns zu kalt. Schade, dass die ursprünglich gebuchte Karibik-Kreuzfahrt nicht stattfinden konnte.
Wir sind gespannt, ob wir das nächste Weihnachtsfest wieder im Oman verbringen dürfen oder an Bord eines Kreuzfahrtschiffes.




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