Pickalbatros Blu SPA Resort in Hurghada

Pickalbatros Blu SPA Resort in Hurghada/Ägypten

Nachdem wir bereits zweimal schlechte Erfahrungen in Ägypten gemacht haben, bestand eigentlich kein Wunsch mehr auf einen weiteren Aufenthalt in diesem Land. 

Auf Sonnenklar.tv zeigten sie allerdings ein neues fünf Sterne Hotel in Hurghada, welches komplett neu gebaut wurde und zusätzlich ein Adult Only Hotel ist. Wir informierten uns über Facebook und lasen auf Holidaycheck die Bewertungen, die durchweg positiv waren. Darum buchten wir das Hotel im Frühjahr 2023 für die ersten beiden Wochen im September. Der Preis für ein Einzelzimmer war mit ca. 2.000 € noch in Ordnung.
In der Zeit bis September blieben die Bewertungen weiterhin positiv. Daher waren unsere Erwartungen an dieses Hotel sehr hoch.

Ende August flogen wir mit TUIFly nach Hurghada. Der Flug hatte eine Stunde Verspätung, sodass wir um 18:00 Uhr landeten. Dies war unser erstes Mal im neuen Terminal im Hurghada Airport. Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatte, mussten wir ein Visum kaufen, da dies bei der Reisebuchung nicht enthalten war. Hierbei ist es wichtig, das Visum nicht bei den Ständen der Reiseveranstalter (Schalter links) zu kaufen, da diese eine höhere Gebühr verlangen als die Bank (Schalter rechts). Nachdem wir für 25 $/€ das Visum gekauft hatten, ging es weiter zum Einreiseschalter. Dort wird das Visum in den Reisepass geklebt. 

Anschließend holten wir unsere Koffer vom Gepäckband und machten uns auf die Suche zu unserem Transferbus. Der Transferbus war ein kleiner Bus und unsere Koffer landeten auf dem Dach des Busses, lediglich durch ein paar Seile befestigt. Noch bevor unsere Koffer verstaut waren, wurden wir bereits um Trinkgeld angebettelt.
Von der Landung bis zur Abfahrt Richtung Hotel dauerte es ca. eine Stunde. 

Das Hotel ist lediglich drei Kilometer vom Flughafen entfernt, sodass wir relativ schnell im Hotel waren. Vom Fluglärm hört man im Hotel allerdings nichts. 

Das Hotel
Die Hotelkette Pickalbatros existiert bereits seit 30 Jahren und hat 25 Hotels in Hurghada, Marsa Alam, Sahl Hasheeh, Abu Soma und Sharm El Sheikh. Sowie drei Hotels in Marokko. 
 
Das Pickalbatros Blu SPA Resort liegt direkt am Strand von Hurghada. Das vierstöckige Gebäude hat die Form eines „U“. Die Rezeption, die Lobby sowie die Lobby-Bar befinden sich in der dritten Etage auf der kurzen Seite des „U´s“. Darunter im Erdgeschoss befindet sich das SPA, das Fitnessstudio und der Innenpool mit Bar. In der rechten Seite des „U“ befinden sich lediglich Hotelzimmer, die bis zum Beginn des Strandes reichen. Auf der linken Seite befinden sich bis zur Hälfte Zimmer. Anschließend folgen die beiden Restaurants „Alfredo“ und „Culina“. Das „Alfredo“ hat zudem noch einen kleinen Außenbereich, der in das „Alfredo Cafe“ übergeht. 
 
Direkt angrenzend befindet sich die Showbühne, die Strandbar, sowie die Handtuchausgabe und die Animation. In der Mitte des U-förmigen befindet sich der Pool, der aus vier Becken besteht. Der erste Pool ist geschwungen und hat neben zwei Whirlpools, eine kleine Halbinsel mit Liege. Die restlichen drei Becken sind gerade geschnitten. Die Liegen sind auf beiden Seiten der Pools verteilt. Die Zimmer im Erdgeschoss verfügen zudem über Treppen mit einem direkten Zugang zum Poolbereich. 
Die Liegen haben jeweils einen eigenen Schirm und genügend Abstand zum Nachbarn. Die Schirme sind sehr groß und fest im Boden einbetoniert, allerdings kann man die Schirme nicht alleine öffnen, sodass man immer einen Rettungsschwimmer um Hilfe bitten muss. 

Am Ende des letzten Pools, der für Sportaktivitäten wie Aquagymnastik oder Ballspiele verwendet wird, befindet sich ein Beachvolleyballplatz und ein überdachtes Schachspiel. Auf der linken Seite befinden sich Toiletten, Umkleidekabinen und eine Fußdusche. Leider ist dies auch die einzige Dusche am Strand. Richtige Duschen befinden sich lediglich am zweiten Pool, dort stehen auch zwei Umkleidekabinen. 

Am Strand befinden sich ausreichend Liegen. Jeweils zwei Liegen sind mit einem Schirm und einen Windschutz ausgestattet. Die Liegen sind allerdings schwere Holzliegen mit Plastikauflagen, die sich im Sand nicht verschieben lassen. Auf der linken Seite befindet sich ein Steg, der gemeinsam mit dem Nachbarhotel „Pickalbatros White Beach Resort“ genutzt wird. Da in Hurghada starke Ebbe und Flut herrscht, gibt es oft kein Wasser, sodass man zum Ende des Stegs muss, wenn man schwimmen möchte. Dort parken allerdings viele kleine Ausflugsschiffe, das Wasser ist daher oft sehr schmutzig von den Hinterlassenschaften der Schiffe. 
 
Leider kann man nicht weit am Strand spazieren, links befinden sich neben dem „Pickalbatros White Beach Resort“ noch drei weitere Hotels. Im Anschluss kommt bereits der Hafen, an dem kleine Ausflugsschiffe anlegen. 
Rechts neben dem Hotel befindet sich eine Hotelbaustelle, dort ist der Strand mit Unrat verschmutzt. Die Security achtet darauf, dass man dort nicht hingeht um sich nicht zu verletzen.

Am Pool und Strand wird man direkt am Platz von Kellnern bedient. Wie die meisten Urlauber in Ägypten verzichteten wir ebenfalls auf Eiswürfen. Da es an den Bars nicht ausreichend Kühlschränke gibt, bekamen wir meist lauwarme Getränke. Die gesamten Cocktails waren ungenießbar, sodass wir den gesamten Urlaub über Wasser und Pepsi tranken. Bier und Wein war meistens lauwarm und abgestanden. 
 
Im Vorfeld freuten wir uns über drei Buffet-Restaurants, vor Ort mussten wir aber feststellen, dass alle drei Buffets nur eine sehr kleine Auswahl hatten und Gemüse eher Mangelware war. 

Das „Alfredo Restaurant“ ist das Hauptbuffet-Restaurant im Erdgeschoss, neben dem Pool. Dort gibt es zum Frühstück, Mittag- und Abendessen Buffet. Das Frühstück ist vergleichbar mit anderen Hotels: Brötchen, Süße Teilchen, Eier, eine Omelett-Station und ein paar arabische Speisen. Zu Beginn war die Auswahl an Obst groß, es gab sogar Datteln und Feigen. In der zweiten Woche gab es nicht einmal mehr Bananen. 
 
Zwischen Mittag- und Abendessen gab es kaum Unterschiede. Es wurden hauptsächlich Pizza, Pasta, Reis sowie jeweils eine Sorte Rind, Huhn und Fisch angeboten. Das Gemüse war meistens mit einer Art Hollandaise Soße ertränkt und hat uns nicht geschmeckt. Das Nachtischbuffet war eine Schande und verdient das Wort Buffet nicht. Meistens gab es die gleichen 4-5 Desserts. So eine kleine Auswahl hatten bisher in keinem Urlaub erlebt. 
 
Im Außenbereich des Restaurants stehen ein paar Tische und angrenzend befindet sich das „Alfredo Cafe“. Neben einer Bar in der es von 10:00 Uhr bis Mitternacht Getränke gab, wurden tagsüber noch Reste vom Frühstücks- bzw. Nachtischbuffet in einer Vitrine angeboten.

Das „Culina Restaurant“, welches sich im 1. Stock über dem „Alfredo Restaurant“ befindet, wird laut Beschreibung als orientalisches Fischrestaurant ausgegeben. Es gab allerdings hauptsächlich Fleisch. Auf der Internetseite stand, dass das Restaurant neben dem Abendessen auch ein spätes Frühstück und Mittagessen anbietet. Dies war vor Ort allerdings nicht der Fall. Generell war es auch dort schwer etwas Fleischloses zu finden. Jeden Tag gab es eine wechselnde Creme zum Beispiel aus Olive oder Hummus. Als Nachtisch gab es hauptsächlich arabische Spezialitäten wie Baklava oder zuckergetränkte Kekse. 
Das Restaurant hat einen großen Außenbereich mit Blick auf den Pool. Allerdings ist das Restaurant nur über Treppen erreichbar und so für in der Mobilität eingeschränkte Personen nicht erreichbar. 

Das „Blu Lounge & Restaurant“ befindet sich über dem Innenpool und ist über Treppen oder einen Aufzug über die Lobby erreichbar. Das Restaurant hat einen großen Außenbereich mit Blick über die Poollandschaft bis zum Strand. Das asiatische Restaurant hat nur zum Abendessen geöffnet. Wir hätten dort gerne gegessen, aber es war uns zu dunkel. Die einzigen Tische die einigermaßen beleuchtet waren, waren Tische mit hohen Barhockern.  

Das einzige A-la-Cart- Restaurant ist das „Golden Lounge“, direkt neben dem „Blu Lounge & Restaurant“. Für einen Besuch wird allerdings eine Reservierung benötigt, bei der man zudem sofort entscheiden muss, was man essen möchte. Zur Auswahl gibt es zwei bis drei Gerichte je Gang. Am Abend findet in den Räumen die Disco statt. 

Essentechnisch wurden wir dieses Mal zwar vom „Fluch des Pharaos“ verschont, das kann aber auch dran liegen, dass wir kaum etwas Essbares gefunden haben. 

Die Zimmer haben eine Größe von ca. 36 m². Das Bad ist sehr groß und mit einer begehbaren Dusche und großem Waschtisch ausgestattet. Die Dusche hat neben einem Duschkopf noch eine Regenbrause. Durch die kleine Stufe in die Dusche, setzt man beim Duschen nicht immer das ganze Bad unter Wasser. 
 
Im Flur befindet sich ein großer Kleiderschrank mit Schiebetüren. Der dreigeteilte Schrank bietet genügend Platz für die Urlaubsgarderobe. Allerdings hat der Schrank nur zwei Türen, sodass ein Teil immer offensteht, dies macht immer eine etwas unordentlichen Eindruck. Der Safe ist im Preis inklusive und hat Standartmaße. Fünf Kleiderbügel sind aber etwas wenig für zwei Personen. 
 
Im Schlafbereich steht ein großes Bett, eine Couch und eine Kommode. 
 
Neben einem sehr großen Fernseher und einem Wasserkocher gehört auch ein Kühlschrank zur Ausstattung. Wir hatten allerdings schon im Vorfeld von den lauten Kühlschränken gehört und wurden davon ebenfalls nicht verschont. Im fünf Minuten Takt schaltet er ein und brummt minutenlang ohne erkennbaren Grund. Leider hat auch eine Info an der Rezeption und bei der Zimmerreinigung nichts gebracht, sodass wir ihn nach 2 Nächten einfach ausgesteckt haben. Der Kühlschrank wird mit großen Literflaschen Pepsi und Sprite, sowie kleinen Dosen Bier und Saft-Päckchen gefüllt. Stilles Wasser zum Zähneputzen steht auf der Kommode. Der Inhalt des Kühlschranks sowie das Wasser werden täglich kostenfrei aufgefüllt. 
Der Balkon ist standartmäßig mit zwei Stühlen, einem Tisch und einem kleinen Wäscheständer an der Wand ausgestattet. 
Der Balkon ist eigentlich so groß, dass dort locker noch eine Liege gepasst hätte. Wir hatten zwei Balkone neben einander, die lediglich durch eine kleine bauchhohe Mauer getrennt waren. Die Zimmer auf der linken Seite bieten lediglich Poolblick, auf der rechten Seite seitlichen Meerblick. Um direkten Meerblick zu haben, muss eine der Suiten am Ende des Gebäudes gebucht werden. 
Unser Zimmer wäre ideal gewesen, wenn nicht jede Nacht bis mindestens 02:00 Uhr Disco gewesen wäre. Es war so laut, dass man nicht mit geöffneter Balkontüre schlafen konnte. 

Generell war die Lautstärke für uns ein Problem im Hotel. Im Bereich vor der Bühne lief schon stundenlang vor der Show die Musik in einer Lautstärke, dass man sich nicht mal unterhalten konnte. Und auch während der Show wurde man so zu gedröhnt, dass man es fast nicht auf den Plätzen vor der Bühne und somit vor den Lautsprechern ausgehalten hat. Auf der Leinwand hinter der Bühne lief dauerhaft ein Bildschirmschoner, der es unmöglich machte, ein paar tolle Bilder der Show zu machen, da der Hintergrund viel zu hell war. Gegen Ende der zwei Wochen lief ein Urlaubsvideo, das ein Urlauber auf youtube.com hochgeladen hatte. 
 
Die Shows waren leider nichts Besonderes und wiederholten sich im Wochentakt. Generell waren die Shows eher auf Sparflamme. Einmal pro Woche fand eine Schaumparty am Strand (so wenig Schaum habe ich noch nie auf einer Schaumparty gesehen), eine Poolparty und zwei Blödel-Abende wie Miss Hotel und Pärchen-Duell statt. 
 
Während unserem vierzehntägigen Aufenthalt gab es ein Früchte-Fest, mit einer Band und Obstbuffet am Pool. 
Die Poolparty am Tag mit Flyboard fand während unseres Aufenthalts nicht statt.
 
Fazit:

Das Hotel hat Potenzial, das es allerdings nicht richtig nutzt. Abgesehen von der enormen Lautstärke des Abend- und Nachtprogramms war das Hotel ruhig und würde sich gut für einen Entspannungsurlaub eignen. Bei Urlaubern die nur Ägypten kennen, kommt das Hotel super an, da es genau dessen Bedürfnissen entspricht. Alle anderen Urlauber die Erfahrung mit 5 Sterne All Inclusive Urlaub beispielsweise in der Türkei haben, werden enttäuscht sein. Da es kein Vergleich zu der Leistung dort ist. 

Gefehlt hat uns besonders die Möglichkeit abends noch eine Runde zu drehen. Auf der Straße vor dem Hotel wird man permanent angequatscht. 

Essentechnisch war es für uns leider ein Reinfall. Normalerweise findet man zumindest am Frühstücks-Buffet immer etwas zu essen. Aber hier war selbst das Frühstücksbuffet stark eingeschränkt. 

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