Beach Rotana Abu Dhabi

Im Februar/März 2024 verbrachten wir zwei Wochen im fünf Sterne Hotel Beach Rotana Abu Dhabi. Bei der Auswahl des Hotels hatten wir zuerst das Khalidiya Palace nahe des Emirates Palace in der Überlegung. Auf Grund des nur begrenzten All Inklusive Angebotes hatten wir uns dann aber umentschieden. Das Hotel bietet keinen Alkohol an, was für uns kein Problem darstellt. Allerdings war der Preis für einen Aufenthalt mit All Inklusive, der bei näherer Betrachtung eher einer Vollpension gleicht, nicht gerechtfertigt. 

Daher fiel die Wahl auf das Beach Rotana. Mit der Rotana Hotelgruppe hatten wir bereits Erfahrungen in Dubai und Salalah im Oman gemacht. Das Hotel befindet sich ca. 35 km vom Flughafen Abu Dhabi entfernt im Stadtteil Zahicay, direkt neben der Abu Dhabi Mall. Die Lage des Hotels ist zentral, in nur wenigen Fahrminuten Entfernung liegen der Louvre Abu Dhabi. Eine Haltestelle des Hop-on-Hop-off-Busses ist vor der Tür. Die Mall mit direktem Zugang vom Hotel bietet allerlei Geschäfte zum Shoppen von Kleidung, Schuhe und Schmuck. Auch essenstechnisch wird allerhand geboten. 

Der 120 Meter lange Strand liegt allerdings nicht direkt am Meer, sondern an einem Meeresarm. Auf dem Wasser fahren manchmal Jetskis, ansonsten wird es nicht befahren. Auf der anderen Seite des Flusses, liegt Maryah Island. Dort befindet sich die Galleria Al Mayah Island Mall, das Cleveland Hospital und diverse andere Hotels.  
 
Das Hotel hat ca. 500 Zimmer die sich auf das Hauptgebäude und die Apartments im Residences aufteilen. Wir hatten ein Zimmer im Hauptgebäude mit Blick auf das Finz Restaurant und das Nachbargebäude. Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet, mit Minibar, großem Fernseher, Badezimmer mit ebenerdiger Dusche und kleinem Balkon. Vermisst haben wir allerdings einen Kleiderschrank. Es gibt lediglich eine Kommode und eine kleine Abstellkammer mit Kleiderstange. Fernsehprogramme gab es in allen möglichen Sprachen, außer deutsch. Der Balkon war sehr klein und befand sich direkt über den Lüftungsanlagen sowie neben einer vierspurigen Brücke. Daher herrschte immer ein gewisser Lärmpegel im Zimmer. 




 Wir kamen bereits gegen 09:00 Uhr im Hotel an und wurden zum Frühstück eingeladen, obwohl die gebuchten Leistungen erst um 14 Uhr beginnen. Bis zum Check-In konnten wir uns am Pool aufhalten. Um 12 Uhr konnten wir bereits unser Zimmer beziehen. Eigentlich wurden uns beim Check-In getrennte Betten versprochen, dies wurde allerdings nicht berücksichtigt. Da die Koffer schon auf dem Zimmer standen und wir uns umziehen wollten, haben wir es so hingenommen. 

Neben dem temperierbarem Pool mit Poolbar, gibt es auch einen kleinen Kinderpool. Für Kinder gibt es noch einen Spielplatz und ein Miniclub, der allerdings bezahlt werden muss. 
 

 
Der Zugang zum Poolbereich wird kontrolliert, so können nur Hotelgäste in den Bereich. Allerdings waren jeden Tag mehrere Gruppen von Nannys mit ihren Schützlingen am Strand oder Pool.  

Freie Liegen am Pool oder Strand, gab es zu jeder Tageszeit. Poolhandtücher hat man ebenfalls unbegrenzt erhalten. Jeder Sonnenschirm war mit einer Klingel ausgestattet, damit konnte man die Bedienung zum Strand oder Pool rufen. 
 
Im Hotel gibt es insgesamt neun Restaurants, die auch von Nicht-Hotelgästen genutzt werden. 
Buffet zum Frühstück, Mittag- und Abendessen gibt es im Essence. Zum Frühstück gibt es eine große Auswahl an Brot, Brötchen und süßen Teilen, Wurst und Käse sowie eine arabische Ecke mit Mezze usw. Neben Pancake, Waffeln und heißen Speisen wie Würstchen und gegrillten Tomaten gibt es eine große Auswahl an Obst. Für die Gesunde Ernährung stehen Joghurts und Müslis in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung. 
 


 
Einen Unterschied zwischen Mittag- und Abendessen gibt es nicht. Jeden Tag gibt’s es eine Ecke mit Sushi, Salaten, Obst und Desserts. Als warme Speisen wurde beispielsweise Kartoffeln, Rindfleischeintopf, gegrillter Lachs und Hühnerfrikassee angeboten. Nudeln gab es nur einmal im Form von Lasagne; eine Pasta-Station ist nicht vorhanden. Für Vegetarianer gab es nur gedünstetes Gemüse oder die Salatecke. Allerdings waren die meisten fertigen Salate mit Fisch oder Fleisch. Die beiden angebotenen Salatsoßen hatten die Konsistenz von Klebstoff.
 
Bei der Buchung von All Inklusive ist dieses Restaurant, die einzige Möglichkeit ohne weitere Kosten zu essen. Wenn man All Inklusive Plus bucht, kann man in den anderen acht Restaurants essen. Dazu gibt es eine extra Speisekarte, die im All Inklusive Plus enthalten ist. Diese Auswahl reicht vollkommen aus. 

Mittags haben wir meistens im Bayview Restaurant beim Pool gegessen um etwas Abwechslung in den Speiseplan zu bekommen. Dort bestellt man aus einer Speisekarte jeweils eine Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch und bekommt dies in sogenannten Bento Boxen serviert. Da das Restaurant nur wenige Sitzplätze hat, kann man die Boxen auch zum Liegestuhl bestellen.  
Hier hat es uns sehr gut geschmeckt. Egal ob Pommes, Salate, Burger oder Pizza. Alles war immer heiß und liebevoll angerichtet. Der Käsekuchen zum Nachtisch ist ein Traum. 
 
Das Brauhaus haben wir auch sehr oft besucht, hier hat man tatsächlich die Möglichkeit nicht nur echtes deutsches Bier zu trinken, sondern auch typisch deutsche Gerichte zu essen. Und das sogar mit Schweinefleisch. Neben Schnitzel, Käsespätzle, Currywurst, Schweinehaxe usw. gibt es noch Schwarzwälder-Kirsch-Torte und Apfelstrudel. 
Der Wurstsalat, die Gulaschsuppe und das Jäger-Schnitzel waren sehr lecker. 
 


Ansonsten gibt es noch Prego´s (italienisch), Indigo (indisch), Benihana (amerikanisch-japanisch) und das Traders Vic´s (französisch-polynesisch) zur Auswahl. Fischliebhaber kommen im Finz direkt am Meer auf ihre Kosten. Steaks kann man im Rodeo Grill essen.  

Vor dem Hauptrestaurant befindet sich noch das Café Columbia, dort gibt es heiße und kalte Getränke sowie zwei verschiedene Kuchen. Alles andere muss bezahlt werden, genauso wie die Al Shorfa Lounge, die sich auf dem großen Außenbereich vor der Lobby befindet. 

Die Buchung von All Inklusive Plus lohnt sich auf jeden Fall, da man so nicht drei Mal am Tag im Hauptrestaurant essen muss. Außerdem sind beim normalen All Inklusive nur die Getränke zu den Mahlzeiten oder am Pool inklusive. Wer abends einen Cocktail trinken möchte, muss diesen extra bezahlen, egal welche Verpflegung er gebucht hat. 
Rund um das Hotel gibt es neben der Abu Dhabi Mall, nur kleine hauptsächlich indische Geschäfte. Generell ist das Viertel sehr indisch angehaucht. 
 
Fazit: Wir hatten in den zwei Wochen leider etwas Pech mit dem Wetter. Neben Regen hatten wir auch mehrere Tage mit starken Wind und Bewölkung. Abends brauchte man immer ein Jäckchen. Nur zwei Wochen vor unserem Aufenthalt ist Abu Dhabi und Dubai von schlimmen Unwettern mit Überflutungen getroffen worden. Von daher hatten wir noch Glück, dass es nicht schlimmer war. 

Die Zimmer sind für ein paar Tage in Ordnung, bei zwei Wochen merkt man allerdings den fehlenden Schrank. Die Lautstärke ist laut anderen Urlauben in allen Zimmern gleich. 
Durch das All Inklusive Plus hatten wir zum Glück essentechnisch etwas Auswahl. Abends konnten wir allerdings nur mit Wasser oder Softgetränken im Columbia Café sitzen. 

Einmal wurden wir vom Personal darauf hingewiesen, dass Kartenspielen in der Öffentlichkeit (Hotellobby) verboten sei. Während am Nebentisch Einheimische über ihre Milliondeals verhandelten und dabei nicht einmal ein Getränk bestellt hatten. 

Die Abende waren eher langweilig, da keine Animation angeboten wird und man nach drei Tagen jedes Geschäft in der Mall und Umkreis kennt. Zudem ist man nach wenigen Metern gestresst vom vielen Verkehr auf den Straßen und den vielen Menschen die unterwegs sind.

Ein zweites Mal würde ich das Hotel daher nicht buchen. 
Weiter Bilder gibt es 👉 HIER und ein Video👉 HIER

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