USA Ostküste & Karibiksonne mit der Mein Schiff 1 2024 - Teil 3
03.11.2024: St. Thomas
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29°C - wechselhaft - 21 km/h Wind - 50% Regenwahrscheinlichkeit
Um 08:00 Uhr legten wir an der ersten karibischen Insel auf dieser Reise an. St. Thomas ist eine Insel der Amerikanischen Jungferninseln.
Christoph Kolumbus entdeckte die Insel 1493 auf seiner zweiten Reise. Im Anschluss rotteten die Europäer die indigene Bevölkerung aus, ließ sich allerdings nicht selbst auf der Insel nieder. Erst ca. 150 Jahre später kolonisierten die Dänen die Insel wieder. Sie gaben der Hauptstadt den Namen Charlotte Amalie, nach der dänischen Königin. Um die steigende Anzahl der Zuckerrohrplantagen zu bewältigen, wurden Sklaven aus Afrika verschleppt. 1690 befanden sich zehnmal so viele Afrikaner, als Europäer auf der Insel.
St. Thomas zog zum damaligen Zeitpunkt viele Piraten an. Die bekanntesten Seeräuber, Blackbeard und Bluebeard, fanden in den vielen Buchten Unterschlupf.
1917 kaufte die USA die Insel, zusammen mit den Inseln Saint John und Saint Croix, für umgerechnete 25 Mio. Dollar. Die USA befürchtete, dass sich deutsche U-Boote auf den Inseln verstecken könnten.
Obwohl alle Autos Linkslenker sind, herrscht auf der Insel Linksverkehr. Direkt am Pier befindet sich die „Havensight Mall“ mit vielen kleinen Geschäften, in denen man hauptsächlich Souvenirs kaufen kann. Neben einer Apotheke und diversen Juweliergeschäften gibt es noch Bars und Restaurants.
Unser Tag startet mit unserem gebuchten Ausflug „Überblick über St. Thomas“. Mit einem offenen Safaribus wurde unsere Gruppe am Pier abgeholt. Unser Fahrer war auch gleichzeitig der Guide. Während er vorne in der Fahrerkabine saß, saßen wir in fünfer Reihen hinter ihm. Über einen Lautsprecher konnte er mit uns kommunizieren. Am Anfang der Fahrt erzählte er uns ca. fünf Minuten lang etwas über die Insel und einen Vulkanausbruch in den 90er Jahren. Anschließend schwieg er allerdings, sodass wir nichts mehr über die Insel oder das Leben darauf erfuhren.
An unserem ersten Stopp, wies er uns gleich zurecht, dass wir erst aussteigen sollten, wenn er uns die Erlaubnis dafür erteilt. Der Stopp war kein ausgewiesener Aussichtspunkt, sondern ein überteuertes Souvenirgeschäft, von dessen Balkon man die Landschaft sehen konnte. Nach drei weiteren Minuten Fahrtzeit erreichten wir den Aussichtspunkt „Charlotte Amalie Overlook“. Von hier aus konnte man die Bucht und das Schiff sehen. Vor Ort waren Straßenhändler, die ihre Ware verkaufen wollten. Ein Mann mit seinem Esel „Lady Gaga“ verkaufte Fotos mit seinem Esel.
Anschließend hielten wir am Aussichtspunkt „Drake Seat“, bei dem man den Strand „Magens Bay“ sehen kann. Der Strand ist eine der Hauptattraktionen der Insel, daher landen dort die meisten Touristen, die einen Strandtag einlegen wollen.
Der nächste Halt war am „Mountain Top“. Ein noch größeres Souvenirgeschäft, dessen Ausblick praktisch der Gleiche war, wie am Halt zu vor. Hier hatten wir fast eine Stunde Aufenthalt. Obwohl wir uns viel Zeit mit der Auswahl eines Magneten ließen, saßen wir im Anschluss noch 30 Minuten draußen und warteten auf die Abfahrt.
Anschließend ging es zurück zum Hafen, dort wurden wir direkt vor den Geschäften abgesetzt, statt zurück zum Schiff zu fahren, wie alle anderen. Die 52 € für den Ausflug waren eigentlich zum Fenster rausgeschmissenes Geld. Außer ein paar Fotos haben wir vom Ausflug nichts mitgenommen. Wenn ich einen Ausflug buche, erwarte ich auch Informationen zur Insel und kein Guide der nicht mit uns reden möchte.
Nach dem Mittagessen schlenderten wir noch durch die Geschäfte. Allerdings gab es überall das Gleiche.
Abends schauten wir uns die Show von Jannis Klemm „mein.kopfkino“ im Theater an. Dies war allerdings die gleiche Show wie ein paar Tage zuvor in der Schaubühne.
04.11.2024: St. Maarten
31°C - wechselhaft - 14 km/h Wind - 40% Regenwahrscheinlichkeit
Wir hatten geplant am späten Vormitttag zum Stadtstrand zu gehen und dort ein paar Stunden zu verbringen. Ein Schiff der „Holland America Line“ lag bereits im Hafen als wir ankamen, die AIDA Perla war für später angekündigt. Nach dem Frühstück erschien die AIDA am Horizont, daher entschlossen wir uns ihr Einlaufen anzuschauen. Sie legte auf der anderen Seite unseres Piers an.
Da es immer wieder kurz regnete, entschieden wir uns mit dem Landgang noch etwas zu warten. Nach dem Mittagessen hatte zwar der Regen aufgehört, jedoch wurde der Wind immer stärker. Daher entschlossen wir uns nicht zum zwei Kilometer entfernten Strand zu gehen, sondern nur einen kurzen Abstecher im Hafenterminal zu unternehmen.
Der Hafen war im Vergleich zu unserem letzten Mal 2021 noch weiter ausgebaut. Tatsächlich sieht es sogar so aus, als würde dort ein Pool, ähnlich wie in La Romana gebaut werden. Da ich weder einen Magneten noch eine Postkarte brauchte, schauten wir uns nur ein bisschen in den Geschäften um.
Während wir eine Liegezeit bis 22 Uhr hatten, machte sich die AIDA Perla nach dem Abendessen schon wieder auf den Weg zu ihrem nächsten Hafen. Wir sollten beide am nächsten Tag in St. Kitts liegen. Mit lauten „Auf Wiedersehen“- Rufen und jeder Menge Hupen vom Kapitän verabschiedeten wir uns von der AIDA.
An diesem Abend fand die White Night auf dem Pooldeck statt und wir hatten tatsächlich viel Glück und erwischten einen Strandkorb mit Blick auf die Bühne. Bevor die Tanzfläche für alle eröffnet wurde, zeigten die Artisten und Sänger eine kleine Show.
05.11.2024 St. Kitts
30°C - wechselhaft - 18 km/h Wind - 60% Regenwahrscheinlichkeit
St. Kitts mit seiner Hauptstadt Basseterre ist ein Teil des Inselstaats St. Kitts und Nevis. Christoph Kolumbus, der erste Europäer auf der Insel benannte die Insel nach dem Schutzheilgen „Christophorus San Cristobal“. Im Laufe der Jahre wurde daraus erst „St. Christophers Island“ und später die Abkürzung „Kitt“. Die Insel Nevis ist durch einen drei Kilometer breiten Kanal von St. Kitts getrennt. Auf beiden Inseln leben ca. 53.000 Menschen.
Das Ausflugs-Highlight auf St. Kitts ist eine Fahrt mit der „Sugar Train“ über die Insel. Mit der doppelstöckigen Zuckerrohrbahn fährt man auf den alten Schienen durch kleine Dörfer, Plantagen und genießt einen tollen Ausblick auf das Meer. Der Ausflug ist mit 100 € nicht gerade günstig und immer sofort ausgebucht. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit einen Ausflug zum Strand oder auf die Insel St. Nevis zu buchen.
Kurz nach unserer Ankunft um 07:30 Uhr legte die AIDA Perla an. Dieses Mal jedoch an einem anderen Pier. Weit am Horizont entfernt konnte man bereits die ICON OF THE SEAS entdecken. Sie ist zurzeit das größte Kreuzfahrtschiff der Welt und bietet Platz für 5.690 Passagiere. Mit einem Wassertheater, einer Kletterwand, diversen Rutschen und einer Eislaufbahn ist sie nicht einfach nur ein Kreuzfahrtschiff, sondern ein Erlebnisschiff.
2017 waren wir das erste Mal auf St. Kitts, konnten uns aber nur sehr wage daran erinnern. Das Hafengelände ist riesig und beheimatet unzählig viele Geschäfte mit Souvenirs, Kleidung und Schmuck.
In direkter Umgebung zum Hafen gibt es nur eine Kirche und ein paar Geschäfte, die hauptsächlich von den Einheimischen besucht werden. Über den „Independence Square Park“ gingen wir in die „Immaculate Conception Catholic Co-Cathedral“ und machten ein paar Fotos. Da die Gehwege so schlecht waren, blieben wir nicht lange in der Stadt.
Zurück auf dem Hafengelände kam auch die Erinnerung an den ersten Aufenthalt zurück. Es war brechend voll und von allen Seiten wurde man von Händlern und Taxifahrern angequatscht. Trotzdem fand ich ein schönes Kleid und einen Magneten, bevor wir zurück auf das Schiff flüchteten. Während man zwar in den anderen Häfen auch angequatscht und zum Kauf animiert wurde, war es auf St. Kitts grenzwertig.
Zum Abendessen wurde ein Käsebuffet im Anckelmannsplatz aufgebaut.
Abends fand die Crew Show im Theater statt, wie eigentlich immer ist das Theater zu dieser Show am besten besucht. Neben jeder Menge Sängern und Tänzergruppe, gab es einen Hula-Hoop Akt. Besonders im Gedächtnis blieb der Akt vom Kreuzfahrtdirektor Sebastian und seiner Unterstützerin. Die Lachmuskeln wurden an diesem Abend gut trainiert.
06.11.2024: Seetag nach Samana
28°C - sonnig - 10 km/h Wind - 10% Regenwahrscheinlichkeit
Am letzten Seetag auf der Reise fand die „Nautisch-technische Fragestunde mit dem Kapitän“ statt. Der Vortrag dauert knapp zwei Stunden, da Kapitän Jan F. Schubert sehr ausführlich und genau über den Bau eines Kreuzfahrtschiffs und nautische Besonderheiten einging. Im Vorfeld wurden bereits die Fragen der Zuschauer gesammelt und diejenigen aussortiert, die im Vortrag bereits erklärt wurden.
Man kann sagen der Kapitän lebt für seinen Beruf und will sein Wissen so gut wie möglich weitergeben. So laß er jeden Tag mit Begeisterung einen Artikel aus der Zeitschrift „Mare – Die Zeitschrift der Meere“ vor und erklärte uns beispielsweise, ob Fische schlafen oder Quallen ein Gehirn haben.
Am Nachmittag besuchen wir den Vortrag „Die Dominikanische Republik – Haupt der Neuen Welt“.
Am Abend fand auf dem Pooldeck die Schlagerparty statt.
07.11.2024: Samana
28°C - wechselhaft - 14 km/h Wind - 40 % Regenwahrscheinlichkeit
Samana ist eine Provinz und gleichnamige Halbinsel im Nordosten der Dominikanische Republik. In der Hauptstadt „Santa Barbara de Samana“ leben ca. 40.000 Einwohner. Samana ist keine Touristenhochburg wie Punta Cana oder Puerto Plata, daher befinden sich dort eher kleinere Hotels.
In Samana baut man fleißig an einem Hafen für Kreuzfahrtschiffe, der nicht nur die typischen Souvenirgeschäfte sondern auch eine Pool beinhalten soll. Anstelle eines Piers wird ein mobiler SeaWalk gebaut.
Bis der Hafen eröffnet, muss weiterhin getendert werden. Die Tendertickets müssen im Vorfeld über die App gebucht werden. Wenn man einen Ausflug gebucht hat, wird man automatisch einem Tender zugewiesen.
Die Überfahrt wurde mit den Tenderbooten von Mein Schiff durchgeführt und dauert ca. 20-30 Minuten. Die Tenderanlegestelle befindet sich direkt gegenüber des „Hacienda Samana Bay Hotel & Residences“. Von dort starten die Ausflugsbusse, die beispielsweise eine Rundfahrt über Samana oder zu diversen Stränden fahren.
Wir hatten uns entschieden am anderen Ende der Bucht zur „Cayo Vigia“ zu gehen. Wenn man am Tenderboot aussteigt und nach links am Wasser entlanggeht, kommt man auf halber Strecke am zukünftigen Hafen vorbei. Hier wurde zwar fleißig gearbeitet, für die geplante Eröffnung Ende 2024 reicht es aber nicht mehr.
Gegenüber befindet sich das Einkaufzentrum „Pueblo Principe Samana“. Wobei Einkaufszentrum das falsche Wort ist, dort befinden sich lediglich zwei bis drei Geschäfte. Man kann allerdings sehen, dass es durchaus einmal größer war oder mit Eröffnung des neuen Hafens wieder größer sein wird. Leider sind die Preise sehr hoch, da es fast keine Konkurrenz gibt. Auf dem Weg vom Tender kommt man an ein paar Ständen vorbei, die auf dem Gehweg betrieben werden, dort ist es etwas günstiger.
Bis zu diesem Punkt ist der Weg noch sehr gut ausgebaut, mit breitem Gehweg und Blick auf das Meer. Danach muss man leider durch Baustellenausfahrten und verdreckte Wege. Irgendwo zwischen Baustelle und Wald befindet sich noch das „Whale Museum of Samana“. Dieses haben wir tatsächlich gar nicht wahrgenommen.
Am Ende eines großen Parkplatzes befinden sich noch ein paar weitere Geschäfte. Wenn man dem Weg weiter folgt, kommt man am öffentlichen Strand unterhalb des „Bahia Principe Grand Cayacoa“ raus. Es gibt ein paar Stühle und Liegestühle die man anmieten kann.
Um auf die vorgelagerte Insel „Cayo Vigia“ zu gelangen, muss man der Treppe nach oben folgen. Nach einer kurzen Brücke ist man auf der ersten kleinen Insel „Cayo Linares“. Im Anschluss kommt die lange Brücke „Napoleon Bridge“. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf die Bucht und das offene Meer. Als wir das Ende der Brücke erreicht hatten, fing es an zu regnen. Den ganzen Morgen war es sehr bewölkt, was eigentlich sehr angenehm war. Da der Weg in der prallen Sonne sehr anstrengend gewesen wäre. Auf der Insel angekommen, stellten wir uns erst einmal unter und wartete dass es aufhörte zu regnen.
Wir hatten erwartet, dass die Insel flach wäre und man einfach durchspazieren konnte. Aber es gab Treppen, steile Wege nach oben, steile Wege nach unten und durch den Regen war es auch noch sehr rutschig. Da wir bereits so weit gekommen waren, wollten wir bis zum Ende gehen. Es gab allerdings kein richtiges Ende, nur eine runde Fläche mit Sitzbänken. Wir hatten einen schönen Ausblick erwartet. Daher stieg ich einen zugewachsenen Weg nach unten. Von dort konnte man tatsächlich das Schiff sehen.
Bis auf ein paar Hunde, die uns seit dem neuen Hafenterminal folgten, waren wir die Einzigen, die bereits unterwegs waren. Erst auf dem Rückweg kamen uns nach und nach immer mehr Menschen entgegen. Da die Sonne inzwischen auch herausgekommen war, war der Rückweg sehr anstrengend. Am Tenderboot angekommen mussten wir noch 20 Minuten warten, bis das nächste Boot kam. Inzwischen war es sehr wellig geworden, sodass das Festmachen am Pier sehr lange dauerte. Auf der Rückfahrt wurden wir kräftig durchgeschaukelt.
Unser kleiner Ausflug dauerte zwar nur knapp zwei Stunden, auf meiner Uhr wurden aber 18.000 Schritte und 34 Etagen angezeigt. Kein Wunder waren wir erledigt.
Kaum auf dem Schiff angekommen, fing es an zu regnen. Da hatten wir tatsächlich Glück gehabt.
Wir legten uns später aufs Pooldeck um uns auszuruhen, wurden jedoch immer wieder durch den starken Regen vom Platz verscheucht.
Nachdem Abendessen mussten wir noch unsere Koffer packen, da der nächste Tag schon der letzte Tag sein würde.
Eigentlich war am Abend die „Dankeschön & Auf Wiedersehen“ Show auf dem Pooldeck geplant, da es aber immer wieder regnete wurden diese ins Theater verschoben.
Der Kreuzfahrtdirektor Sebastian verabschiedete sich mit einer emotionalen Rede von uns und zählte noch auf, wie viele Lebensmittel wir auf der Reise verbraucht hatten:
250 Tonnen Fleisch
120 Tonnen Fisch
140 Obst und Gemüse
6.400 Burger
15 Tonnen Pommes
120 Flaschen Ketschup und 96 Flaschen Mayo
41.000 Kugeln Eis
53.000 Eier
11.000 Rollen Klopapier = 220 km
6.200 Liter Rotwein und 11.300 Liter Weißwein
18.000 Liter Bier
51.0000 Cocktails
61.0000 Longdrinks
Anschließend sang die Crew die „Große Freiheit“ und verabschiedete sich von uns.
08.11.2024: La Romana
Der Flughafen von La Romana ist ein reiner Charterflughafen, der relativ klein ist. Daher muss man bereits im Hafenterminal für den Flug einchecken.
Für unseren Flug nach Frankfurt um 16:40 Uhr bekamen wir den Zeit Slot zwischen 09:00 – 09:45 Uhr. Die Koffer warten bereits am Terminal auf einen. Dort hat man das letzte Mal die Chance noch etwas um- oder auszupacken. Den Koffer sieht man erst wieder am Zielflughafen.
Da wir für den Rückflug Business Class Plätze gebucht hatten, mussten wir nicht lange in der Schlange warten. Im Terminal gibt es keine Computer oder ähnliches, die Bordkarten liegen auf Stapel und müssen vom Mitarbeiter herausgesucht werden.
Die Koffer werden anschließend mit dem Lkw zum Flughafen transportiert. Da unsere Transferzeit erst um 14:10 Uhr war, hatten wir noch ausreichend Zeit uns den neuen Hafen anzuschauen. Früher hab es nur das große Geschäft mit den Souvenirs und ein paar kleinere Geschäfte und Bars. Inzwischen gibt es eine tolle Poollandschaft mit Poolbar und jede Menge Liegen. Die Liegen sind kostenfrei, lediglich Getränke an der Bar oder Sonnenschirme müssen bezahlt werden.
Hier würde ich gerne mal einen ganzen Tag verbringen, doch mit dem Abreisegepäck und Jacken war es auf dem Schiff doch einfacher. So verbrachten wir die letzten Stunden auf dem Pooldeck und gingen ein letzte Mal Mittagessen.
Der Transfer brachte uns in ca. 20 Minuten zum Flughafen. Dort durften wir in die Business Lounge. Schön, dass es sie gab, mit Business Lounge hat es aber nicht viel zu tun. Es gab ein winziges Buffet, von dem ich abgesehen von den abgepackten Muffins nichts essen würde. Getränke musste man sich selbst an der Bar holen, alkoholische Getränke gab es nur zwei pro Person.
Natürlich kann man den Flughafen von La Romana nicht mit dem von Dubai oder Singapur vergleichen, aber man hätte sich den Zugang zur Lounge auch als Economy Passagier kaufen können. Der Preis lag bei ca. 50 $. Nur bekommt man dafür praktisch keine Leistung. Es gab noch nicht einmal genug Sitzplätze für alle.
Wir gingen davon aus, dass man aufgerufen werden würden, wenn das Gate öffnete. Aber dies passierte nicht, sodass wir einfach irgendwann selbst nach unten gingen. Dort gab es keinen extra Eingang für Business, wir mussten uns mit allen anderen in die Schlange einreihen.
Nach dem Flop mit der Lounge erwartete ich eigentlich, dass es besser werden würde. Allerdings waren unsere Sitze im Flieger von Discover Airline so verdreckt, dass ich erst einmal alles desinfizieren musste. Der Aufpreis hatte 800 € gekostet und dann ekelte man sich irgendetwas anzufassen.
Noch vor dem Start fragte der Stewart, was wir zu Abendessen wollten. Laut Menü gab Rinderfilet, Shrimp-Curry oder Taubenerbsen-Risotto als Hauptgericht. Als wird gefragt wurden, gab es allerdings nur noch Shrimp oder Taube. Daher verzichteten wir auf den Hauptgang.
Während des Flug gab es ein Schälchen mit Nüssen und diverse Getränke. Nach dem ich einen Baileys bestellt hatte, war die Flasche leer. Alles sehr schlecht koordiniert.
Ansonsten gab es noch ein Frühstück kurz vor der Landung. Von den restlichen Annehmlichkeiten mit denen Discover Airline wirbt, haben wir nichts gesehen.
Fazit:
Die Kreuzfahrt war toll und besonders, da die Ostküste nicht sehr oft angefahren wird und speziell Ostküste und Karibik nur einmal im Jahr angeboten wird. Es war eine abwechslungsreiche Fahrt mit Kultur in den USA und Strand und Sonnenschein in der Karibik.
Der Kapitän und Kreuzfahrtdirektor haben uns beide sehr gut gefallen, da sie eine gute Kombi sind und gut harmonieren.
Tatsächlich war die Fahrt auch sehr entschleunigend, da wir gerade einmal 2.754 Passagiere und 45 Kinder waren.
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