Orient mit MSC Euribia - März 2025

Nachdem wir im März 2023 mit der MSC Virtuosa ab Hamburg die Metropolentour gemacht hatten, wollten wir MSC nochmal eine Chance geben. Wir entschieden uns für die 2023 gebaute MSC Euribia, im Orient zu testen. Gebucht haben wir im April 2024 bei der „Kreuzfahrerei“, da es dort 5 % des Reisepreises als Rückerstattung auf das Konto gibt. 
 
Da uns die bei MSC angebotenen einwöchigen Touren zu kurz waren, wollten wir zwei aufeinanderfolgende Reisen für Ende März 2025 buchen. Nachdem wir die Kabinen verglichen hatten, entschieden wir uns für eine Kabine auf Deck 10, die laut Internet durchgängig frei wäre. Wir fragten die Reise inklusive Anreisepaket und Getränkepaket Easy an. 
 
Das Reisebüro hatte uns geschrieben, dass MSC ihnen mitgeteilt hat, dass die gewünschte Kabine nicht frei wäre. MSC wollte uns daraufhin eine Kabine auf Deck 9 zuteilen. Nachdem wir nochmal nachgeschaut hatten und die Kabine bei uns als frei angezeigt wurde, teilten wir dies dem Reisebüro erneut mit. Und plötzlich schaffte es MSC uns die gewünschte Kabine zuzuteilen. 
Beim Sichten der Rechnung kam es uns vor, als würden eher selten zwei aufeinanderfolgende Reisen gebucht werden. Bei Mein Schiff oder AIDA erhält man eine Rechnung über den gesamten Zeitraum mit einer logischen Aufschlüsselung. Bei MSC waren es zwei Rechnungen aneinandergehängt, viele Leistungen wurde mehrfach erwähnt. Es war tatsächlich kompliziert die Rechnung zu verstehen und sich sicher zu sein, dass die gewünschten Leistungen am Ende auch gebucht sind. 
 
Im August 2024 wurden uns die Flugzeiten mitgeteilt, dies war tatsächlich früher als bei anderen Reedereien. 
 
Ab Januar 2025 erhielten wir mehrmals Mails, um ein Gebot auf ein Upgrade auf eine höherpreisige Kabine abzugeben. So gab es für 210 € pro Person und Woche ein Upgrade von einer Balkonkabine zu einer Innenkabine mit Yacht Club. Der Yacht Club ist bei MSC der extra Bereich für Suiten Gäste. Für uns kam das allerdings nicht in Frage. 
Ende Februar 2025 konnten wir online für die Reise einchecken. Dabei gibt man die Daten aus dem Reisepass sowie ein Zahlungsmittel für die Bordrechnung an. Bei MSC muss man bereits beim Einchecken zu Hause ein Foto hochladen. Dabei kann man kein vorhandenes Foto nutzen, sondern muss ein Selfie machen. Da direkt im Anschluss die Passdaten angeben werden müssen, kann man dies auch nicht für die Mitreisenden erledigen. 

Anreise nach Dubai und Check In
Unser Flug mit Emirates startete am Vorabend um 21:00 Uhr in Frankfurt und landete um 06:40 Uhr am Flughafen von Dubai. 
Vom Flugzeug bis zum Transferbus brauchten wir 1,5 Stunden. Obwohl die Wege im Flughafen weit sind, ist alles gut ausgeschildert. Die längste Zeit standen wir an der Immigration, da mein Reisepass neu war und ich somit nicht über die Smart-Gates einreisen durfte. Sobald man mit dem Reisepass einmal in den VAE eingereist war, kann man schnell und einfach über die Smart-Gates einreisen. 
Nach dem Kofferband stehen Mitarbeiter mit MSC Schildern, die einem den Weg zum Transferbus zeigen. 
 
Nach ca. 20 Minuten Fahrt erreichten wir den Hafen von Dubai. MSC wie auch Mein Schiff legt dabei am „Port Rashid“ an. Lediglich die Schiffe von AIDA oder Costa legen am neuen Hafen „Dubai Harbour“ direkt am Fuß der Palme an. Wir hatten Glück und konnten direkt zum Check-In gehen. Dort wurde unser Reisepass eingelesen und ein Foto für die Bordkarte gemacht. Warum man das Foto bereits zu Hause macht, ist mir ein Rätsel. Ohne viele Worte wurden wir weiter zum Schiff geschickt. 
 
 


Auslastung/Passagiere
Insgesamt waren in den beiden Wochen 5.800 bzw. 5.600 Passagiere an Bord. Zulässig sind laut Internet 6.327 Passagiere in Vollauslastung. 
Nach Rückfragen beim Guest-Service befanden sich 200 Deutsche, 300 Italiener, 800 Iraner, und einige andere Nationalitäten an Bord. Der Rest bestand aus Russen bzw. russischsprechenden Personen. 
Das Schiff war zwar nicht ausgebucht, die Kabinen allerdings alle belegt. 

Kabine
Die Kabine darf erst um 13:30 Uhr bezogen werden, obwohl die Kabine bereits um 07:30 Uhr verlassen werden muss. Die Kabine sah 1:1 wie die Kabine auf der MSC Virtuosa aus. Lediglich der Balkon kam uns noch kleiner vor. Ausgestattet war dieser lediglich mit zwei Stühlen und einem Hocker. Für mehr Möbel war kein Platz.
 

 


Nach wie vor störte uns der Kleiderschrank, dessen Schiebetüren schwer zu öffnen waren und wenig Platz bot. Auf dem Bett liegen normalerweise die Handtücher für den Pool. Doch bei uns fehlten diese, woraufhin wir das Housekeeping ansprachen. Wenn man am Ende der Reise die Handtücher nicht wieder abgibt, muss man 30 € pro Tuch bezahlen, daher waren wir sehr daran interessiert, dass diese vorhanden waren. Wir wurden allerdings darauf vertröstet, dass gerade alle in der Wäsche wären und wir daher erst am nächsten Tag welche erhalten würden. So mussten wir den ersten Tag ohne Handtücher am Pool verbringen. 
 
Im Kabinen-TV kamen viele verschiedensprachige Sender, als deutsches Programm wurde ARD, ZDF, Pro 7 und Kabel 1 empfangen. Ansonsten hat man Zugriff auf das Bordkonto, kann Speisekarten lesen oder gegen Bezahlung Spielfilme schauen (9 € pro Film).
 
Dass sich auf jedem Balkon eine Kamera befindet, war für mich grenzwertig. Ich bezahle für diesen Teil der Kabine und empfinde es als Eingriff in meine Privatsphäre, wenn ich dort beobachtet werde. Die Kamera blinkte immer rot, wenn man sich bewegt, sodass ersichtlich war, dass dies keine Attrappe war. Mir offenbart sich der Sinn der Kamera nicht. Das Rauchen ist auf den Balkonen verboten, daran gehalten haben sich die Wenigsten, doch eingegriffen hat niemand. 
Um einen möglichen Sprung vom Balkon mit der Kamera aufzuzeichnen, muss diese meiner Meinung nach, nicht auf den kompletten Balkon gerichtet sein. Noch dazu, da sich direkt darunter vorgesetzt andere Balkone befinden und man sowieso nicht im Wasser landen würde. Dafür könnten man auch andere Kameraperspektiven nutzen. 
 
 
Weiterhin hat uns sehr verärgert, dass wir an zwei Tagen jeweils von jeweils 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr unseren Balkon nicht nutzen konnte, da an diesen Tagen getankt wurde. Die Balkontüren werden zu diesem Zeitpunkt verschlossen und erst wieder geöffnet, wenn der Tankvorgang abgeschlossen ist. Ich weiß nicht, ob das damit zu tun hat, dass das Schiff mit LGN betrieben wird und da erhöhte Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind oder ob das MSC-typisch ist. In 20 Kreuzfahrten mit diversen Reedereien, hatte ich das noch nie erlebt.

Restaurants
Das Buffet Restaurant bei MSC Euribia heißt Marketplace Buffet und befindet sich auf Deck 15. Bei MSC gibt es nur dieses Restaurant oder die Möglichkeit im Hauptrestaurant auf Deck 6 zu einer fest zugewiesenen Zeit zu speisen. Von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr ist das Atmosphere Bar South auf dem Pooldeck geöffnet. Dort gibt es allerdings nur Pizzastücke, verpackte Burger und ein bisschen Obst. Alle anderen Restaurants sind extra zu bezahlen. Das Hauptrestaurant hatte während unserer Reise nur abends geöffnet. 
 
Im Marketplace gibt es ein rechteckiges Buffet. An einer Seite gibt es immer Pizzastücke, Hamburger und Hotdogs. An den anderen drei Seiten wird je nach Besucheraufkommen geöffnet. Allerdings war dies nicht logisch geregelt. Während sich die Passagiere auf einer der drei Seiten beinahe prügeln, stehen die Restaurantleiter auf der anderen Seite am fertigen Buffet und verweisen darauf, dass diese Seite erst um 18:30 Uhr öffnet. Dabei hat diese Seite nie pünktlich um 18:30 Uhr geöffnet. An manchen Tagen gab es an der einen Seite ein spezielles Buffet wie italienisch, mexikanisch oder iranisch. Wenn die Passagiere an Land waren, hatten hingegen alle drei Seiten geöffnet. 
 
Generell war das Restaurant leider gar nicht gut organisiert. Normalerweise hat das Restaurant zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr geschlossen, doch die Crew hat es leider nicht geschafft in dem Zeitraum sauber zu machen, so dass man erst einen Tisch suchen musste, der einigermaßen sauber war. 
Die Speisen waren oft nur lauwarm oder kalt. Zudem gab es jeden Tag das Gleiche und beinahe täglich fehlten die gleichen Sachen. Hamburger ohne Salat, ohne Tomate oder ohne Ketchup. Abends gab es generell keine Butter zu den Brötchen. 
 


Bars
Wir waren regelmäßig in der Euribia Bar auf Deck 6, von dort aus konnte man die kleinen Shows auf der Galeria beobachten oder die Spiele und Tanzstunden. Der Service war bis auf kleine Ausnahmen gut. 
 
In die Sky Bar oder die Studio Bar gingen wir immer wenn es uns auf Deck 6 zu voll und zu laut wurde. Zu den Cocktails erhielten wir immer ein kleine Schale mit Chips. Die Getränkekarte hatte leider im Vergleich zu 2023 abgenommen. 2023 gab es noch neun Mocktails und 20 Cocktails, in der neuen Barkarte gibt es noch sechs Mocktails und zwölf Cocktails. Die alkoholischen Getränke schmeckten alle gleich. 
 
Sicherheitsübung
Die Sicherheitsübung für neu zugestiegen Passagiere findet gegen späten Nachmittag statt. Die Durchsagen hierzu waren sowohl in den öffentlichen Bereichen sowie in den Kabinen der neuen Gäste zu hören. Die Durchsagen dauerten relativ lange, da dies in allen möglichen Sprachen durchgesagt werden musste. Positiv hervorzuheben ist, dass MSC es schaffte, tatsächlich nur in den Kabinen mit neu angereisten Passagieren eine Durchsage zu machen. 
Die Übung besteht daraus das Sicherheitsvideo im Kabinen-TV anzuschauen, anschließend eine Nummer anzurufen und zur Sicherheitsstation zu gehen. 

Show
Die Shows im Theater finden zwei bis dreimal am Abend statt. Jeden Abend gab es eine neue Show, für die man Plätze im Theater reservieren konnte. Wenn man spontan hingeht, muss man sich in der Schlange anstellen. Kurz vor Beginn werden die letzten Plätze an die Passagiere ohne Reservierung freigegeben.
 
Die Shows sind qualitativ sehr hochwertig, neben Tänzern und Sänger gab es Akrobaten und ein Paar, welches Salsa getanzt hat. Neben einer Ed Sheeran Show, gab es eine Computerspiele Show „IlluminiCity“, einen Rockabend und eine Zirkus-Show. Als Gastkünstler waren die Zauberer von „JC Illusions“ an Bord. Die letzten beiden Abenden fanden zwei Tanzshows statt. Eine Crew-Show gab es auf dieser Reise nicht.
 



Crew
Unser Kapitän Paolo Benini fährt seit 1990 auf Kreuzfahrtschiffen. Seit 2024 ist er für MSC tätig.
Die Kreuzfahrtdirektorin Petra Malin stammt aus Österreich. Seit 2017 arbeitet sie bei MSC, davor war Costa ihr Arbeitgeber. Neben deutsch, englisch und italienisch sprach sie ebenso französisch und spanisch. Für die russischsprechenden Gäste gab es eine Übersetzerin aus der Ukraine.
 
 
Das Housekeeping, die Kellner im Restaurant oder den Bars waren meistens aus Afrika. Bei AIDA oder Mein Schiff sind auf diesen Positionen meistens Frauen und Männer aus den Philippinen, Indonesien oder Malaysia beschäftigt. Tatsächlich fiel uns hier extrem auf, dass die asiatische Crew viel freundlicher und netter war. An Bord der MSC Euribia hatte man ein schlechtes Gewissen, wenn man an der Bar etwas bestellen wollte, weil die Crew so lustlos und mürrisch schaute.

Ausflüge
Bahrain:
Wir hatten lediglich in Bahrain einen Ausflug gebucht. Der Ausflug „Ein Besuch in Bahrain“ kostet im Vorfeld 67 € pro Person.
 
Am Vortag lag auf der Kabine ein Umschlag mit den Papiertickets. Darauf stand, dass wir uns um 08:00 Uhr im Theater treffen würden. Ob man ein Ausweisdokument mitbringen musste, stand allerdings nicht dabei. Es gab drei Busse mit einem deutschsprechenden Guide. 
Östlich von Bahrain liegt Saudi-Arabien (seit 1986 mit einer 25 km langen Brücke verbunden) und westlich Katar (Luftlinie 35 km). Obwohl der Staat so klein ist, ist Bahrain eines der reichsten Länder der arabischen Welt.
 
Die Hauptstadt beheimatet ca. 158.000 Einwohner; im gesamten Land leben 1,5 Millionen Einwohner. Die Hälfte der Einwohner sind zugewanderte Ausländer. Fast 200.000 davon sind aus Indien, 80.000 aus Bangladesch, 30.000 aus Pakistan. 
 
Der Herrscher war von 1971 bis zu seinem Tod 1999 „Scheich Isa bin Salman Al Chalifa“. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn „Hamad“ die Regierungsgeschäfte. Bahrain wird auf Grund seiner lockeren Sitten gerne von innerarabischen Touristen besucht. An den Wochenenden kommen viele Touristen aus dem strengen Saudi-Arabien um in den Genuss des liberalen Alkoholausschranks zu kommen.
Bahrain besteht aus insgesamt 33 Inseln im Persischen Golf. Viele der Inseln wurden künstlich aufgeschüttet, so wurden seit dem 21. Jahrhundert rund 30 km² neu aufgeschüttet. Der Hafen liegt relativ weit außerhalb auf einer künstlich angelegten Insel, die Fahrt bis zur Hauptstadt Manama dauerte ca. 20 Minuten. 
 
Zuerst besuchten wir die „Al-Fateh-Moschee“. Die Moschee gilt als eine der größten der Welt und bietet Platz für 7.000 Gläubige. Erbaut wurde sie 1987 vom damaligen Scheich. Seit 2006 ist die Moschee der Standort der Nationalbibliothek von Bahrain. Während die Moschee in Abu Dhabi den größten Kronleuchter und die Moschee in Muscat den größten Teppich besitzt, ist die Kuppel in Bahrain die größte Glasfaserkuppel der Welt. Der Marmor für die Böden stammt aus Italien und der Kronleuchter ist mit Swarovski Steinen aus Österreich verziert.
 

Für diese Moschee reichte es nicht aus, Schultern und Beine zu bedenken. Frauen mussten eine Abaya tragen. Diese wurde vor der Moschee kostenlos angeboten. Beim Kopftuchbinden halfen die Angestellten der Moschee. Die Moschee ist im Vergleich zu den Moscheen in Muscat oder Abu Dhabi sehr schlicht und einfach eingerichtet. Nachdem man die Moschee verlassen hatte, konnte man sich Bücher zum Islam oder den Koran kostenlos mit nach Hause nehmen. Die Bücher gab es in diversen Sprachen und beherbergten ein großes Sortiment. 
Im Anschluss fuhren wir zum Fotostopp für das „Bahrain World Trade Center“. Wir hielten auf der gegenüberliegen Seite neben dem „United Tower Bahrain“. Der Tower ist ein Geschäftsgebäude das durch seine in sich gedrehte Außenfassade bereits von weitem auffällt. Das „World Trade Center“ besteht aus zwei Hochhäusern, die mit drei Windrädern verbunden sind. Im Inneren befindet sich eine Mall. Das Gebäude ist nach dem „Bahrain Financal Harbour“ das zweithöchste Gebäude des Landes. Die von den Windräder produzierte Energie, wird für die Klimaanlagen des Gebäudes genutzt.
 
 
Unser nächster Halt fand am „Qal at al-Bahrain“ dem Fort von Bahrain statt. Der Ruinenhügel ist 2005 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden. Die archäologische Stätte reicht bis um 2200 v. Chr. zurück. Damals gehörte es zu einer Stadtanlage der Dilmunkultur. Aus der Stadtmauer und den Hausanlagen wurde um 1450 v. Chr. ein Palast errichtet. 
 
Im 3. Jahrhundert n. Chr. wurde eine Festungsanlage gebaut. Diese wurde im 16. Jahrhundert von Portugiesen eingenommen und weitergebaut. Seit 1954 finden Ausgabungen statt, jedoch hat man erst einen kleinen Teil der Stätte freigelegt.
 

 
Unser Guide erzählte uns allerhand Wissenswertes über die einzelnen Ausgrabungspunkte und ließ uns am Ende selbst durch das Gelände ziehen.
 
An diesem Tag hatte es nur 18 Grad und war sehr windig. Unser Guide Wendy erklärte uns, dass dieser Wind für Bahrain typisch ist. 
 
Als letzter Programmpunkt stand der Besuch des Manama-Souk auf dem Programm. Wendy teilte uns mit, dass wir nicht mit ihr zurückfahren müssen, falls wir länger auf dem Souk bleiben wollten. Im Ticketpreis war die Rückfahrt mit dem Shuttle zum Hafen enthalten (der Shuttle wird zum Tagespreis für 22 € angeboten). Da Wendy erzählt hatte, dass es in Manama unzählig viele Shopping Malls gibt, überlegten wir noch zu einer Shopping Mall zu gehen. Allerdings war keine in direkter Nähe und mit dem Taxi wollten wir nicht fahren. So gingen wir nur durch den Souk und kauften einen Magneten und eine Postkarte. 
 
 
Weitere Sehenswürdigkeiten in Bahrain sind der Baum des Lebens, ein ca. 400 Jahre alter Mesquite-Baum, der als Naturwunder gilt. Da er fernab jeglichen Wassers in der Wüste steht. Die Formel-1-Strecke „Bahrain International Circut“ lockt auch abseits von einem offiziellen Rennen viele Besucher an.
Katar und VAE:
Die übrigen Häfen kannten wir bereits von vorangegangenen Fahrten oder Hotelaufenthalten. Daher schlenderten wir in Doha nur durch die Gasse des Mina District und gingen in Abu Dhabi zum „One to ten gifts“. Dieses Geschäft befindet sich ca. 2,4 Kilometer vom Hafen entfernt. Das Geschäft ist mit einem KIK oder Woolworth zu vergleichen. Neben Haushaltswaren wie Töpfe oder Drogerieprodukten gibt es eine ganze Reihe an Kleidung und Schuhe. Eine kleine Auswahl an Süßigkeiten wie Datteln oder Schokolade runden das Angebot ab. Die meisten Dinge kosten 10,99 Dirham, das sind umgerechnet 2,60 €. 
Wir fanden eine neue Strandtasche im Dubai Style und Schokodatteln mit Kaffeefüllung beides für nur 10,99 Dhs. Das Geschäft ist vor allem bei der Crew sehr beliebt, da es fußläufig erreichbar ist und relativ günstig.
 
Doha

 Abu Dhabi


In Sir Bani Yas verließen wir bereits sehr früh das Schiff und gingen bis zum letzten Strand. So hat man noch ein paar Stunden Ruhe bevor die Passagiere die Insel überlaufen. In den Steinhaufen zwischen den einzelnen Strandabschnitten leben Klippschiefer. Sie sehen aus wie große Meerschweinchen und leben in Kolonien. Wir hatten extra für sie Äpfel mitgebracht. Während es noch ruhig am Strand war, schauten sie immer wieder aus ihren Höhlen und sonnten sich oder machten sich über die Äpfel her. 
An jedem Strandabschnitt gibt es eine Bar und ein Buffet mit Sitzplätzen. Beim letzten Mal mit Mein Schiff, war das Essen richtig lecker und hatte eine große Auswahl hatte, bei MSC waren wir enttäuscht. Es gab Salate, Pommes, Burger, Hotdog und Hähnchen, Kuchen und Kekse. Die Hähnchen waren kalt und dadurch auch nicht lecker. Das Buffet schloss bereits um 14:00 Uhr und die Bars um 15:00 Uhr, obwohl die Liegezeit bis 18:00 Uhr war.





Route
Seit Herbst 2024 fährt die MSC Euribia wöchentliche Touren im Orient. Von Dubai, geht es nach Doha in Katar und weiter nach Manama in Bahrain. Nach einem Seetag landet man wieder in den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Emirat Abu Dhabi. Bevor es wieder nach Dubai geht, hält das Schiff für einen Tag auf der Insel Sir Bani Yas.
 
Bei MSC ist es möglich an fast allen Häfen die Reise zu starten bzw. zu beenden. So kann man beispielsweise eine drei-Tage Tour von Abu Dhabi nach Dubai unternehmen. Die Liegezeiten im Orient waren allerdings immer sehr kurz. Außer der Nacht in Dubai, legt das Schiff immer gegen 18:00/19:00 Uhr ab. Lediglich in Abu Dhabi blieb das Schiff bis 21:00 Uhr. Da die Zeit für „Alle an Bord“ bereits eine Stunde vor der Abfahrt ist, hat man tatsächlich weniger Zeit als vermutet für die einzelnen Städte. Keiner der Häfen liegt so, dass man fuß nah eine Innenstadt erreichen kann. In Doha ist der „Mina District“ noch fußläufig erreichbar, jedoch ist dies lediglich eine kleine Touristenstadt.

Umwelt
MSC wirbt damit, dass die MSC Euribia ein umweltbewusstes Kreuzfahrtschiff ist, dass sich neben dem Umweltschutz auch der Schutz der Meere auf die Fahne geschrieben hat. Natürlich sind Kreuzfahren allgemein nicht gut für die Umwelt. Im Gegensatz zu den meisten Schiffen bzw. Kreuzfahrtschiffen ist die MSC Euribia eines der ersten und wenigen Schiffen die anstelle von Marine Diesel mit LGN betrieben werden. Durch die Nutzungen von LGN wird die CO²-Emission um bis zu 25 % eingespart. Mit der neusten Technologie was die Abwasseraufbereitung oder Recyclinganlagen betrifft, wird dort ein wichtiger Schritt in den Schutz der Umwelt unternommen. Wenn das Schiff im Hafen liegt, kann es sofern ein Anschluss vorhanden ist, mit Landstrom betrieben werden. 
 
Leider sieht es an Bord nicht ganz so gut aus, was den Umweltschutz betrifft. Plastikstrohhalme bekommt man an Land, wie auch auf Schiffen anderer Reedereien seit Jahren nicht mehr serviert. Ebenso konnte beobachtet werden, dass Unmengen an Essenreste übrigbleiben. Natürlich ist das ein Problem, das Passagiere verursachen, in dem sie sich die Teller vollladen und dann stehen lassen. Hier würde eventuell schon ein Schild auf dem Tisch für manche Passagiere einen Anreiz geben. Viele Reedereien weisen ihre Passagiere daraufhin, dass man Essen probieren und dann nochmals zum Buffet gehen kann. 
 
Den Tagesplan gibt es nur in der App, wenn man eine Version auf Papier möchte, muss man sich diese an der Rezeption abholen. Die Tickets für die Ausflüge sind weiterhin auf Papier gedruckt. 

Informationen
An Bord wurde leider mit Informationen gespart. Im Tagesprogramm anderer Reedereien gibt es immer die Infos zum Wetter, Liegezeiten oder zum Hafen, wie Entfernung oder Wechselkurs. Dadurch, dass es keine Papierversion des Tagesprogrammes gibt, hatte man keine dieser Informationen griffbereit. Das Wetter oder Liegezeiten konnte man zwar über die App abrufen, dafür muss man aber immer das Handy griffbereit haben.
 
Beim Ausflug wussten wir beispielsweise nicht, ob wir unsere Reisepässe mitnehmen mussten. 
Einmal gab es keine Information, dass der Balkon gereinigt wird, so musste das Housekeeping unsere Wäsche vom Balkon abräumen. Beim zweiten Tankvorgang wurden wir um 7:00 Uhr aus dem Bett geworfen, als das Housekeeping an der Tür klopfte, um uns mitzuteilen, dass wir die Balkontür schließen mussten.
 
Dass wir am ersten Tag der zweiten Woche neu einchecken mussten, erfuhren wir nur, da wir bei der Rezeption nachfragten. 

Wechseltag/Back2Back
Wir hatten bei diversen Reedereien Kreuzfahrten gebucht, die zwei nachfolgende Fahrten beinhalteten. In diesem Fall geht man am Vorabend oder morgens zur Rezeption und holt sich die neue Bordkarte ab. Falls man die Kabine wechseln muss, kann man bis 09:00 Uhr in der alten Kabine bleiben und zieht dann um. Hier ist das Housekeeping gerne behilflich.
 
Bei MSC ist alles anders. Wir waren am letzten Tag der ersten Woche an der Rezeption um nachzufragen, wie das ablaufen würde. Informationen auf die Kabine hatten wir keine erhalten. Ich hatte im Vorfeld bei Facebook bereits gelesen, dass man nochmal einchecken muss. An der Rezeption teilte man mir mit, ich solle einfach am ersten Tag der zweiten Woche morgens zur Rezeption kommen. Als ich um 07:00 Uhr einchecken wollte, teilte man mir mit, dass ich eine halbe Stunde später wiederkommen solle. 
 
Beim Check-In musste nochmals der Reisepass eingelesen und ein neues Foto gemacht werden. Sehr umständlich. 
 
Unser Housekeeping wusste nicht, dass wir noch eine weitere Woche an Bord bleiben würden und hatte abends die Handtücher für den Pool mitgenommen. Um unsere neuen Handtücher mussten wir uns selbst kümmern, da wir nicht auf den 30 € für die Handtücher sitzen bleiben wollten. Die Minibar in der Kabine wurde am letzten Abend ebenfalls abgeschlossen.

Probleme
Die deutschen Sender im Kabinen-TV liefen in der ersten Woche problemlos, dann kam es ständig zu Störungen. Nachdem wir dies beim Guest-Service angesprochen hatten, wurden diese behoben. 
Am zweiten Tag hatten wir eine Buchung in Höhe von 4,20 € auf unserem Bordkonto, die wir uns nicht erklären konnte. Diese 4,20 € passten allerdings auch zu keinem Preis für ein Getränk. Laut Beschreibung hätten wir im Buffet Restaurant etwas bestellt, das nicht im Easy Getränkepaket enthalten war. Da wir jedoch immer nur Cola, Wasser oder Eistee getrunken hatten, konnten wir uns nicht erklären, was das gewesen sein sollte. An der Rezeption wusste man nicht wirklich was wir bestellt hätten. Und erklärte uns, dass wir ein Getränk bestellt hatten, das wir in einer Dose enthalten hatten. Dieses Getränk hatte im Glas ausgeschenkt werden müssen. Nach langem hin und her, wurde die Buchung storniert. Schließlich kann jeder an der Bar sehen, welches Getränkepaket man gebucht hat, dann muss dies entsprechend ausgegeben werden. Zumal die Zapfanlage während der gesamten Reise nicht in Betrieb war. 
 
In der zweiten Woche konnten wir keine Shows mehr im Theater reservieren, da wir diese laut der App bereits gesehen hatten. Nach Rücksprache mit der Gästebetreuerin sollten wir dies einfach am Eingang schildern und würden ohne Reservierung eingelassen werden. Dies hat jedoch nicht immer geklappt, sodass wir uns trotzdem anstellen mussten.

Kosten
Wir haben für zwei Wochen 3.100 € pro Person bezahlt. Darin enthalten waren die Flüge, das Trinkgeld (84 € pro Woche), das Getränkepaket EASY.
 
Bei einem Preisvergleich für die Orient-Route im Februar 2026 fand ich heraus, dass die Reise mit MSC teurer ist als die Vergleichsreise mit AIDA oder Mein Schiff.
 
Vergleich: 1 Woche Orient Anfang Februar 2026 ab Dubai – ohne Flug – mit einer Balkonkabine ohne Sichtbehinderung (Deck 9)
 
MSC Euribia am 07.02.2026 – 1.199 € (bei Buchung mit Getränkepaket EASY: 1.360 €)
AIDA Prima am 06.02.2026 – 1.090 € (bei Buchung mit All Inklusive: 1.340 €)
Mein Schiff 5 am 05.02.2026 – 1.049 € mit All Inklusive
 
Dafür, dass man bei Mein Schiff am wenigsten bezahlt, bekommt man mit dem bereits inkludierten All Inklusive die beste Leistung. Selbst das All Inklusive Paket bei AIDA ist noch um 20 € günstiger als MSC. 
 
Bei beiden Schiffen habe ich deutlich mehr Auswahl an inkludierten Restaurants und Getränken.

Fazit
Falls ich nochmal eine Reise mit MSC unternehmen würde, würde ich mich im Vorfeld genau über die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder erkundigen. Wenn das internationale Publikum aus 90 % Russen besteht, ist das in meinen Augen nicht mehr international.
Des Weiteren müsste die Reise mit MSC sehr günstig angeboten werden, da MSC im Vergleich mit anderen Reedereien einfach viel zu teuer ist für die angebotenen Leistungen. Zu überlegen wäre auch eine Buchung des Jachtclubs, was die Suitenbereiche bei MSC sind. Obwohl ich nicht überzeugt bin, dass es dort besser ist.

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