Kreuzfahrt VIVA One – Metropolen Hopping Niederlande
Im Juli 2025 machte der Schiffstester Matthias Morr in seinem Newsletter, darauf aufmerksam, dass er im Oktober wieder eine Follower-Reise mit ihm auf dem Fluss anbieten wird.
Vom 23.10.25 bis 27.10.25 findet die Flusskreuzfahrt auf dem Rhein statt. Die Fahrt mit dem Namen „Metropolen Hopping Niederlande“ startet und endet in Düsseldorf. Angelegt wird in Amsterdam, Rotterdam, Dordrecht und Niemegen. Da wir noch keine Flusskreuzfahrt gemacht hatten, dies aber unbedingt einmal erleben wollten, buchten wir am darauffolgenden Tag die Reise.
Das Schiff ist die 2022 in Dienst gestellte VIVA One von VIVA Cruises. Auf drei Decks verteilen sich 88 Kabinen. Mit einer Länge von 135 Meter und einer Breite von 11 Meter ist sie deutlich kleiner als die uns sonst bekannten Hochseeschiffen.
VIVA Cruises ist eine der wenigen Flusskreuzfahrtreedereien die All Inklusive anbietet und trotzdem im Vergleich nicht übermäßig teurer sind, als die Anbieter mit Halb-/oder Vollpension. An Bord gibt es zwei Restaurants, das „Riverside“ als Hauptrestaurant und das „VIVA´s Bistro“. Morgens wird im Hauptrestaurant Frühstück in Buffetform angeboten. Mittags kann man entweder im „Bistro“ oder „Riverside“ essen. Dafür ist keine Reservierung nötig. Speisen kann man aus der Karte auswählen. Im „Bistro“ gibt es eine feste Karte mit Burger, Fish & Chips, Flammkuchen usw. Im „Riverside“ wechselt die Karte täglich.
Abends besteht die Möglichkeit einen Tisch im „Bistro“ zu reservieren oder im „Riverside“ zu essen. Die „Panoramalounge“ ist die Bar an Bord, dort gibt es eine große Auswahl an Getränken und Cocktails. Abends findet dort die Bordunterhaltung statt.
Die Kabinen verteilen sich auf den Decks „Smaragd, Rubin und Diamant“. Das „Smaragd-Deck“ befindet sich ganz unten auf dem Schiff und bietet 16 m² große Kabinen mit einem Fenster, welches sich nicht öffnen lässt. Auf den anderen beiden Decks befinden sich 17 m² große Kabinen mit einem französischen Balkon.
Etwas mehr Platz gibt es in den 18 m² großen „Junior Suiten“ mit französischem Balkon. Wer Wert auf einen richtigen Balkon legt, kann eine der vier „Suiten“ buchen. Diese Kabinen sind noch etwas größer, als die „Junior Suiten“. Alle Kabinen sind mit Fernseher, inkludierter Mini-Bar, Nespresso Maschine, Haartrockner, Safe und Klimaanlage ausgestattet. Im großzügig geschnittenen Badezimmer befinden sich Pflegeprodukte von Rituals.
Auf dem Sonnendeck befinden sich Liege- und Sitzmöglichkeiten sowie ein Whirlpool. Für Fitness und Entspannung stehen im Wellnessbereich Sportgeräte, Dampfbad und Sauna zur Verfügung. Massagen können gegen Aufpreis gebucht werden. Auf dem Schiff gibt es kostenfreies WLAN.
Auch umwelttechnisch ist das Schiff auf dem neuesten Stand. Neben 68 Solarzellen gibt es ein modernes Wasseraufbereitungssystem.
Wir entschieden uns für eine Kabine auf dem Rubin-Deck mit französischem Balkon. Für die fünf Tage bezahlten wir 995 € pro Person. Als weitere Kosten kommen lediglich die An-und Rückfahrt zum Liegeplatz in Düsseldorf, an Bord gebuchte Ausflüge sowie Ausgaben an Land hinzu.
Bei unserer Reise ist ein Überraschungsausflug inkludiert. Leider war bis zur Anreise nicht klar, an welchem Hafen dieser Ausflug stattfinden wird. So konnte man eigentlich nicht wirklich etwas fest planen bzw. einen Ausflug buchen.
Die Reiseunterlagen sollten eigentlich zwei Wochen vor Abfahrt per Mail oder Post übersandt werden. Eine Mail kam leider nicht und die Post wurde so spät versandt, dass sie erst einen Tag vor der Abfahrt ankam. Über das Kundenportal konnte man sie immerhin selbst abrufen und ausdrucken.
Ein paar Tage vor Start der Reise meldete sich Matthias per Mail, dass er sich schon freue uns alle kennen zu lernen. Zudem hatte er eine WhatsApp-Gruppe gegründet, damit wir in Kontakt treten können.
23.10.25 Anreise nach Düsseldorf
Die Anreise mit der Deutschen Bahn verlief problemlos. Die 20-minütige Verspätung war für die Verhältnisse der Bahn noch gering. Vom Hauptbahnhof in Düsseldorf fuhren wir ca. zehn Minuten mit der U77 bis zur Haltestelle „Tonhalle Düsseldorf“. Bis zur Anlegestelle der VIVA ONE sind es noch ca. 500 Meter.
Die Koffer wurde uns von einem Mitarbeiter abgenommen und in die Kabine geliefert. Da der Check-In erst um 15:00 Uhr begannt, saßen wir bis dahin noch in der Lounge. Matthias Morr begrüßte die Teilnehmer seiner Gruppe und verteilte Buttons, so dass man sich als Gruppe erkannte. Es war allerdings keine Pflicht die Buttons zu tragen.
Kurz vor 15:00 Uhr durften wir bereits einchecken und sahen das erste Mal unsere Kabine. Vom Aufbau ist sie identisch mit einer Kabine auf einem Hochseeschiff.
Im Bad befindet sich eine große Dusche mit Handbrause und Regendusche, ein Waschbecken und Toilette. Die Pflegeprodukte sind von der Marke Rituals. Zur Ausstattung gehört ein Föhn, welcher sich unter dem Waschbecken befindet. Wir empfanden das Bad als geräumig und hatten keine Probleme unsere Kosmetikbeutel oder Pflegeprodukte unterzubringen. Die Dusche hatte einen enormen Wasserdruck, den man so gar nicht von Hotels oder Schiffen kennt. Dieser lässt sich allerdings auch nicht verstellen, da es in der Dusche nur einen Regler für Warm- und Kaltwasser gibt und zwei Knöpfe für die jeweilige Brause.
In unserer Kabine 221 befand sich das Bett auf der linken Seite, direkt nach dem Badezimmer. Jedes Bett hat einen eigenen Nachtisch, auf einem steht ein großer Wecker mit Radio. Die 2-Bett-Kabine auf dem Rubin Deck hat keinen richtigen Balkon, sondern einen französischen Balkon, der sich über drei bodentiefe Fenster zieht. Diese können bei gutem Wetter fast komplett geöffnet werden.
Auf der rechten Seite befindet sich direkt an der Eingangstür ein großer Spiegel. Dahinter folgen zwei Schränke, darin befindet sich Stauraum zum Hängen und Legen von Kleidung sowie der Safe. Unter dem Fernseher befindet sich drei große Schubladen und die Minibar. Die inkludierte Minibar wird täglich mit Saft, Softgetränken und Bier aufgefüllt.
Vor dem Fenster befindet sich ein Schminktisch mit Kaffeemaschine. Da unsere Reise nur fünf Tage dauerte, hatten wir keine Platzprobleme. Bei längeren Reisen, könnte es zu zweit etwas knapp werden. Die Betten waren erstaunlich bequem.
Das Housekeeping kommt morgens um die Kabine zu reinigen, Handtücher zu tauschen und die Minibar aufzufüllen. Abends wird das Bett aufgedeckt, mit einem Betthupferl dekoriert und die Vorhänge zu gezogen. Was die Sauberkeit der Kabine betrifft, konnten wir uns nicht beschweren.
Zwischen 16:00 Uhr und 16:45 Uhr fand der High Tea in der Lounge statt. Neben Kuchenstücke, Waffeln, Cremespeisen und Macarons gabs es ebenfalls Baguette-Scheiben mit Lachs, Braten oder Tomate-Mozzarella. Es war alles schön dekoriert und schmeckte gut. Ich würde aber behaupten, dass es sich bei den Kuchenstücken um Fertigprodukte handelte.
Um 17:00 Uhr verließ das Schiff die Anlegestelle in Düsseldorf und machte sich auf den Weg zum ersten Hafen der Reise in Amsterdam. Kurz danach informierte der Kreuzfahrtdirektor Reinhold Galgon uns über die Sicherheit an Bord, das Bordleben und die angebotenen Ausflüge. Die Information fand in Deutsch und anschließend auf englisch statt. Tatsächlich fand ich die Sicherheitseinweisung nicht besonders informativ, es wurde lediglich gesagt, dass sich die Rettungswesten nicht auf den Kabinen befinden und man den Film auf der Kabine anschauen soll. Ein Satz später wird erwähnt, dass sich der Film auch gut zum Einschlafen eignet. Auf einem Hochseeschiff wird das Thema Sicherheit seriöser genommen. Dabei ist es auf einem Fluss wahrscheinlich leichter, etwas zu rammen und zu sinken oder einen Unfall zu bauen.
Matthias hatte uns für 18:00 Uhr ins Bistro zum Gruppentreffen eingeladen. Neben Häppchen wie Sushi, Garnelen und Belegten Baguettscheiben hatte das Schiff einen Sektempfang organisiert. Er erzählte uns kurz von seinen vergangenen Followerreisen und wie viele der Mitglieder bereits mit ihm auf Reisen waren. Als Überraschung gab es neben dem Gruppenausflug in Amsterdam, noch einen Stadtspaziergang in Dordrecht.
Um 18:45 Uhr stellt sich der Kapitän Rene Visscher und der Hotel Manager Ilijan Tanjga in der Lounge vor. Bei einem Sekt stießen wir auf die bevorstehende Kreuzfahrt an.
Zum Abendessen gingen wir ins Riverside Restaurant. Im Restaurant gibt es nur 4er- oder 6er-Tische. Wir hatten das Glück einen 6er-Tisch mit einem älteren Paar zu erwischen. Die restlichen Plätze an unserem Tisch blieben für die restliche Reise frei.
Wir entschieden uns für das „Traditionelle Bierfleisch“ mit Rosenkohl, Spätzle und Speck und zum Nachtisch den Warmen Blaubeeren-Streuselkuchen.
Nach dem Essen gingen wir zurück in die Lounge und tranken einen Cocktail und spielten Karten. Es gibt eine kleine Auswahl an Cocktails und Mocktails sowie die üblichen Softgetränke, Bier und Weine. Jeden Tag gibt es außerdem einen Cocktail und Mocktail des Tages sowie einen Smoothie. Der Mocktail „Bubbles without Troubles“ und die Limonade „Berry Lemon“ waren unsere Favoriten.
Um 21:00 Uhr begann der Bordmusiker „Micky“. Die Musik traf leider überhaupt nicht unseren Geschmack – zu viele Schlager. Entgegen der Ankündigung im Tagesprogramm – Musik zur Entspannung“ - war die Musik auch viel zu laut um sich zu unterhalten. Leider hat man auf Grund der Größe des Schiffs keine Möglichkeit sich - außer auf der eigenen Kabine – zurückzuziehen, wenn man etwas Ruhe möchte.
24.10.2025 - Amsterdam
Um 07:00 Uhr schauten wir kurz im Bistro vorbei, da dort für Frühaufsteher ein kleines Frühstück serviert wurde. Es gab zwei Körbe mit verschiedenen Süßen Stückchen und eine Kaffee-/Teemaschine. Die Kaffeemaschine steht in einer Ecke im Bistro und bietet verschiedenen Kaffeevariationen und heißes Wasser für Tee an. Daneben stehen noch Kekse zur Verfügung.
Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass die Kaffeemaschine tagsüber jederzeit zu nutzen sei, allerdings war die Tür zum Bistro oft zu. Auf Deck 2 gibt es zwei Wasserspender mit stillem und gesprudeltem Wasser. An diesen kann man sich seine Metallflaschen, die sich auf der Kabine befinden auffüllen.
Das richtige Frühstück im Riverside wird von 07:30 Uhr bis 09:30 Uhr angeboten. Es gibt verschiedene Wurst- und Käsesorten, Marmeladen, Obst, Cerealien und warme Speisen wie Rührei, Würstchen und Speck. Neben Brotscheiben und Brötchen gibt es eine täglich wechselnde Auswahl an Süßen Teilchen wie Muffins oder Donuts. Aus der Speisekarte kann man sich beispielsweise Omelett, Haferbrei, Avocado-Toast oder eine Bananen-Jogurt-Bowl bestellen.
Unser Überraschungsausflug startet um 09:00 Uhr vor dem Schiff. Für unserer Gruppe war ein eigener Reisebus zur Verfügung gestellt worden. Mit unserem Guide Rudi fuhren wir durch die Innenstadt von Amsterdam. Vorbei am Hauptbahnhof, dem historischen jüdischen Viertel und anderen Sehenswürdigkeiten. Rudi erklärte uns sehr ausführlich die unterschiedlichen Baustile der alten und neuen Häuser in Amsterdam.
An der alten Mühle „De Riekermolen“, die südlich in Amsterdam liegt, durften wir den Bus für einen Fotostopp verlassen. Die Mühle stammt aus dem Jahr 1636. Früher wurde die Windmühle verwendet um Wasser aus dem umliegenden Land abzuleiten. Heutzutage wird sie als Wohnhaus genutzt.
Kurze Zeit später fuhren wir zurück in Richtung Hafen um in ein Grachtenboot umzusteigen. Mit dem Boot fuhren wir ca. eine Stunde durch die engen Kanäle bevor es wieder zurück zur VIVA One ging.
Der Ausflug dauerte vier Stunden und kostete eigentlich 69 €. Es war interessant um einen kurzen Überblick über Amsterdam zu bekommen. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Informationen über Amsterdam gewünscht, Rudi war für meinen Geschmack zu sehr auf die Baustile der einzelnen Häuser versessen. Leider regnete es die gesamte Dauer des Ausfluges immer wieder.
Wenn man abends im Bistro essen möchte, muss man einen Tisch reservieren. Mittags kann man einfach zwischen 12:30 Uhr und 14:00 Uhr vorbeikommen. Für mittags und abends gibt es eine feste Speisekarte.
Wir entschieden uns als Vorspeise für den Mesclun Salat. Als Hauptgericht nahmen wir den Burger und einen Flammkuchen Schwarzwald. Die Gerichte werden in einer Ecke des Bistros in eine Art Showküche zubereite. Die Speisen kamen schnell an den Platz, waren heiß und lecker. Während es im Riverside eher kleine Portionen waren, sind die Portionen im Bistro fast schon zu groß, um sie zu schaffen.
Abends gibt es im Bistro keine festen Gerichte, sondern Menüs die sich zusammenstellen lassen. Man kann dabei immer zwischen verschiedenen Fleischgerichten, Beilagen und Saucen auswählen.
Nachdem essen macht wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Von der Anlegestelle bis zum Beginn der Einkaufsstraße „Damrak“ sind es ca. 1,6 km. Auf der „Damrak“ gibt es die typischen Bekleidungsläden die man auch aus Deutschland kennt. Auf der Höhe des Bahnhofs reiht sich ein Souvenirgeschäft an das nächste.
An einem Freitagnachmittag ist es extrem voll auf der Straße und den Geschäften. Man sollte daher sehr auf seine Wertgegenstände aufpassen. Bei uns wurde versucht, den Geldbeutel aus der Tasche zu stehlen. Glücklicherweise haben wir dies rechtzeitig bemerkt.
Am Ende der Straße befindet sich ein großer freier Platz und das „Koninklijk Paleis Amsterdam“ – das Königliche Palais. Der Palast wurde 1648 – 1665 gebaut und wurde erst als Rathaus genutzt. Seit 1808 wird der Palast von der Königsfamilie als Gästehaus für Staatsgäste genutzt. Die Königsfamilie selbst wohnt in Den Haag.
Direkt daneben befindet sich das Wachsfigurenkabinett „Madame Tussaunds“ und nur ein paar Straßen weiter das „Anne Frank Haus“.
Zurück auf dem Schiff wärmten wir uns mit einem Mexican Coffee, einem Kaffee mit Kahlua und Sahne auf.
Anders als bei Hochseeschiffen ist man selbst dafür verantwortlich sich wieder an Bord einzuchecken. Wenn man das Schiff über die Gangway an der Rezeption betritt, kommt man automatisch an dem Gerät vorbei. Wenn das Schiff allerdings im Päckchen liegt – das heißt mehrere Schiffe liegen nebeneinander - betritt man das Schiff über das Sonnendeck, da kann es schon mal vorkommen, dass man nicht an der Rezeption vorbei kommt.
Abends gingen wir wieder ins Riverside und entschieden uns erneut für die „Lokale Spezialität“ Schweineschnitzel, mit Spiegelei, Sardellen, Kapern und Kartoffelsalat. Zum Glück ist es kein Problem etwas abzubestellen, wenn man es nicht mag. So bestellten wir das Spiegelei und den Fisch ab. Das Schnitzel war sehr gut, aber der Kartoffelsalat war für meinen Geschmack nicht lauwarm sondern heiß, und schmeckte dadurch nicht mehr nach Salat.
25.10.2025 – Rotterdam und Dordrecht
Zum Frühstück testeten wir die Banana Bowl und den Avocado Toast aus der Speisekarte. Die Banana Bowl bestand aus Naturjogurt, eine halbe Banane, ein paar Beeren und einer Handvoll Müsli. Die Bowl war sehr lecker. Der Avocado Toast, bestand aus einem halben Brötchen mit Guacamole bestrichen und ein paar Scheiben Avocado belegt. Durch die Chiliflocken war es zwar nicht fad, aber schmeckte etwas langweilig.
Bereits um 06:00 Uhr legte das Schiff in Rotterdam an und blieb bis um 12:00 Uhr an der Anlegestelle liegen. Während die großen Hochseeschiffe am Wilhelminapier anlegen, können die kleinen Schiffe auf der anderen Seite der „Erasmusbrücke“ festmachen. Wir legten an der „Boomjeskade“ an, von dort sind es 850 Meter bis zur Markthalle und den Kubikhäusern. Da die Markthalle erst um 10:00 Uhr öffnete schauen wir noch bei einem auf dem Weg liegenden Supermarkt vorbei und schauten uns die Kubikhäuser an. Wer sich eins der Häuser von innen anschauen möchte, kann dies im Show-Cube. Das Museums-Haus hat jeder Tag geöffnet und kostet 3,50 € Eintritt. Eine ganze Nacht kann man in den Häusern des Hostels „Stayokay“ verbringen.
Pünktlich um 10:00 Uhr öffnete die Markthalle. Wir waren froh, dass wir so früh waren, so war es noch leer und man konnte sich in Ruhe die verschiedenen Stände anschauen. In der Markthalle gibt es viele verschiedenen Stände mit fertig zubereiteten Speisen, aber auch Stände an denen man Süßigkeiten, Käse, Wurst oder Gewürze kaufen kann. Die bunte Hallen Decke ist das Highlight der Halle.
Da wir noch etwas Zeit hatten, bis das Schiff abfuhr, gingen wir noch in die angrenzende Fußgängerzone „Lijnbaan“. Dort gibt es jede Menge Bekleidungsgeschäfte wie Primark, TK Maxx, Uniqlo oder H&M.
Um 11:45 Uhr mussten wir wieder an Bord sein, dann fuhr das Schiff zwei Stunden zu unserem nächsten Ziel an dem Tag Dordrecht. Ich fand es etwas schade, dass die Zeit in Rotterdam so kurz war. Dadurch hatte man kaum Zeit sich etwas anzuschauen, die meisten Sehenswürdigkeiten öffnen erst um 10:00 Uhr. Wir waren 2023 schon in Rotterdam und konnten damals zum Beispiel den Euromast besuchen.
Zum Mittagessen testen wir das Riverside Restaurant. Mittags ist immer ein kleines Salatbuffet aufgebaut. Dazu gibt es eine täglich wechselnde Suppe, kleine Vorspeisen wie Matjesfilet oder Schinken. Als Hauptgericht gibt es am Buffet immer eine Pasta Variation mit einer Soße. Von der Karte kann man zwischen einem Gericht mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch auswählen. Käse und Nachtisch gibt es am Buffet zur Selbstbedienung.
In Dordrecht legten wir an der „Lange Wantijkade“ an. Eigentlich hätten wir unseren zweiten Überraschungsausflug „Historischer Rundgang Dordrecht“ mit Matthias und den Gruppenmitgliedern gehabt. Da es aber ununterbrochen regnete, entschieden wir uns den Ausflug zu schwänzen und eigenständig von Bord zu gehen. An der Anlegestelle lag bereits die „Viking Hlin“, sodass wir neben ihr einparkten. Um unser Schiff zu verlassen, mussten wir zu unserem Sonnendeck und dort über deren Sonnendeck ins Schiffinnere. Auf deren Sonnendeck war ein Minigolfplatz und ein schöner Kräutergarten angelegt.
Als der Regen aufhörte, gingen wir von Bord und spazierten zur 200 Meter entfernten Mühle „Kyck over den Dyck“. Die Mühle produziert noch heute Mehl und verkauft diese im Verkaufsraum unter der Mühle. Die Auswahl ist riesig, es gibt neben normalen Mehlsorten ebenso Kuchen-, Pfannkuchenmehl und Brotmischungen.
Wir hatten vorsorglich den großen Schirm vom Schiff mitgenommen, der uns beim Wiedereinsetzen des Regens bis zur „Statenplain“ begleitetet. Der „Statenplain“ ist ein großer Marktplatz, auf dem verschiedenen Marktstände aufgebaut waren. Wir hatten eigentlich geplant bis zur „Grote Kerk“ zu gehen, der Regen und starke Wind war aber einfach zu ungemütlich. Daher flüchteten wir in den nächsten Supermarkt und schauen uns dort um, bis wir den Rückweg zum Schiff antraten.
Dort angekommen duschten wir erstmal heiß und machten uns zum Abendessen fertig. Die anderen Gäste die sich den Tisch beim Abendessen mit uns teilten, erzählten, dass sie trotz Regen beim Stadtrundgang dabei waren und viele schöne Ecken von Dordrecht gesehen hatten.
Zum Abendessen entschieden wir uns für den Salat mit Kirschtomaten, Rucola und Pinienkernen und als Hauptgericht die Frikadelle mit Kartoffelpüree und Champignon-Sahnesauce. Creme Brúlee mit Himbeersorbet wurde als Nachtisch serviert.
26.10.2025 – Nijmegen
Um 07:00 Uhr legten wir an der letzten Anlagestelle auf der Reise an. Die Hansestadt Nijmegen mit ca. 190.000 Einwohnern bezeichnet sich selbst als älteste Stadt der Niederlande. Die Stadt ist lediglich 14,5 km entfernt von den deutschen Gemeinden Kranenburg und Kleve.
Um 09:00 Uhr verließen wir das Schiff um die Stadt zu erkunden. Die Anlegestelle befindet sich wenige Meter vom „Het Labyrinth“ Kunstwerk entfernt.
Von dort sind es nur wenige hundert Meter bis zur Innenstadt und der „St. Stephans“ Kirche. Die Kirche wurde nach zwanzig Jahren Bauzeit im Jahr 1273 geweiht. Über die Jahre wurde die Kirche stehts erweitert und umgebaut. Nach der Bombardierung 1944 wurde die schwer beschädigte Kirche wiederaufgebaut.
Unweit der Kirche befindet sich die Fußgängerzone „Stikke Hezelstraat“. Neben den üblichen Shoppingläden befindet sich dort eine riesige mehrstöckige HEMA-Filiale mit Restaurant. Am Ende der Einkaufsstraße liegt der „Valkhofpark“. Dort befindet zum Beispiel das „Nationale Fahrrad Museum“
Zum Mittagessen wollten wir eigentlich noch einmal das Bistro testen, da es im Riverside allerdings Gefüllte Paprika gab, gingen wir dort essen.
Da es den Tag über immer wieder regnete, blieben wir nachmittags an Bord und saßen in der Lounge.
Nachdem wir um 17:00 Uhr abgelegt hatten, besuchten wir die Ausschiffungs-Infoveranstaltung. Im Anschluss wurde ein VIVA Cruise Quiz veranstaltet, bei dem man mehrere Reisegutscheine im Wert 50 € bis 250 € gewinnen konnte. Der Kreuzfahrtdirektor und der Kapitän bedankten sich für die schöne Reise und hielten eine kurze Rede.
Am Abend fand für alle Gäste von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr ein Gala Dinner mit festem Menü im Riverside statt. Das Bistro hat an dem Abend geschlossen.
Wir hatten Glück und saßen wieder mit unseren Tischnachbarn an „unserem“ Tisch. Beim Gala Dinner ließen sich die einzelnen Menüs leider nicht individuell anpassen. So mussten wir leider ein paar Gänge abbestellen bzw. Teile davon auf den Tellern zurücklassen. Da sich das Ganze über 1,5 Stunden hinzog, hatten wir beim Nachtisch kaum noch Appetit. Der Kellner brachte schließlich noch einen Geburtstagskuchen für unsere Tischnachbarin, die an dem Tag Geburtstag hatte. Den Kuchen teilte sie mit uns. Während wir noch den Kuchen aßen, bauten die Keller bereits Teile des Frühstückbuffet auf. Ich kann verstehen, dass die Kellner mit ihrer Arbeit fertig werden wollen. Allerdings mussten wir zwischen den einzelnen Gängen lange Warten und am Ende wird man quasi aus dem Restaurant gebeten.
Matthias
hatte während des Essens eine Runde gedreht und sich mit jedem kurz
unterhalten. Uns hat er dabei erzählt, dass es am Vorabend eine
ähnliche Situation gab, bei der Gäste um 21:00 Uhr gebeten wurden,
das Restaurant zu verlassen. Wenn die Essenszeit zwischen 19:00 Uhr
und 21:00 Uhr ausgeschrieben ist, gehe ich davon aus, dass ich um
21:00 Uhr nichts mehr bestellen kann. Aber nicht, dass ich gebeten
werde zu gehen.
Da es in der Lounge keine freien Plätze mehr gab, blieb uns nur die Möglichkeit auf die Kabine zu gehen. Dort packten wir unsere Koffer fertig.
27.10.2025 – Düsseldorf
Am Abreisetag kann man seine Koffer vor die Kabinentür stellen, dann werden Sie von der Crew an Land gebracht. Bis 09:30 Uhr besteht die Möglichkeit zu Frühstücken. Im Anschluss soll man das Schiff verlassen, bzw. kann sich noch in der Lounge aufhalten.
Wir machten uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Hauptbahnhof Düsseldorf. Die Rückfahrt war typisch für die Bahn, mit einer Verspätung von 82 Minuten. Wobei dieses Mal die Bahn nichts dafür konnte. Ein LKW hat die Höhe einer Brücke unterschätzt und die Bahn musste deshalb die Brücke sperren.
Fazit:
Generell hat mir die Flusskreuzfahrt gut gefallen. Eine weitere würde ich allerdings nur noch im Sommer unternehmen, da man bei schlechtem Wetter einfach keine Ausweichmöglichkeit hat. In der Lounge gibt es nicht genug Platz für alle Gäste und eine weitere Sitzmöglichkeit gibt es im Inneren nicht.
Die Kabine war schön und gut eingerichtet, es hat an nichts gefehlt. Der Kabinensteward hat die Kabine jeden Tag sehr sauber gereinigt, die Handtücher ausgetauscht und am Abend die Kabine für die Nacht vorbereitet. Lediglich einmal war die Schokolade auf dem Kopfkissen bereits seit elf Monaten abgelaufen. Aber da kann der Steward nichts dafür.
Negativ aufgefallen sind mir verschiedenen Dinge wie das Rausschmeißen aus dem Restaurant oder dass der Nachmittagskuchen bereits 15 Minuten vor dem offiziellen Ende abgebaut wird. Selbst wenn Gäste noch in der Schlage vor dem Kuchen stehen, werden die Teller einfach weggeräumt. So etwas darf einfach nicht sein.
Teilweise haben mir die Informationen an Bord gefehlt bzw. wie damit umgegangen wird. Ich habe mehrfach am Tag geschaut, ob die Speisekarte für das Gala Dinner schon ausgehängt wurde. Als ich am späten Nachmittag an der Rezeption gefragt habe, hieß es nur unfreundlich, dass diese doch ausgehängt sei. Wenn sie das wäre, würde ich nicht nachfragen.
Die Ausschiffungsinfos gab es nur während der Veranstaltung dazu. Wenn ich diese verpasse, weiß ich nicht wie lange ich zum Frühstück kann, wann ich meinen Koffer vor die Kabine stellen muss oder wann ich das Schiff verlassen muss.
Das Essen war gut, im Bistro gibt es gerade mittags eine tolle Auswahl. Als wählerische Esser, bzw. Allergiker ist es (bis auf das Gala Dinner) kein Problem, Teile der einzelnen Speisen abzubestellen.













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