Mein Schiff 2 – Mittelmeer im August 2019 Teil 3

Teil 3

Tag 6 – Cannes:

In Cannes hatten wir den Ausflug Zwei weltberühmte Städte: Nizza und Monaco gebucht. Da Cannes keinen Hafen für Kreuzfahrtschiffe hat, muss dort getendert werden. Wir mussten sehr früh aufstehen, da der Ausflug bereits um 7 Uhr startete und das Tendern einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Für Ausflügler ist das Tendern besonders einfach, sie treffen sich zur angegeben Zeit am Treffpunkt und bekommen neben den Tenderkarten auch die Karten für die unterschiedlichen Busse. Unser Treffpunkt war die Abtanzbar, mit den Tenderkarten mussten wir nur noch zu Deck 4. Sobald über die Lautsprecher das entsprechend auf den Tenderkarten aufgedruckte Land aufgerufen wurde, durften wir unsere Karten wieder abgeben und ein Deck tiefer auf das Tenderboot umsteigen. Die Überfahrt dauerte keine 10 Minuten, dann erreichten wir den kleinen Tenderhafen und konnten gleich in die Busse umsteigen.

Auf dem Weg nach Nizza – unserem ersten Haltepunkt – erzählte uns der deutschsprechende Reiseleiter allerhand Wissenswertes über Cannes und die angrenzende Städte.
In Nizza stiegen wir am Albert I Garden aus dem Bus und gingen zu Fuß bis zum Markt auf der Cours Saleya. Hier konnte jeder selbst entscheiden, ob er alleine weiterging oder zusammen mit dem Reiseleiter die engen Straßen der Altstadt erkundete. Im Bus wurden uns kleine Geräte und Kopfhörer ausgeteilt – der Reiseleiter hatte ein Mikrofon welches über Funk an die Geräte übertragen wurde. Durch die Kopfhörer konnten wir ihn so auch noch über mehrere Meter Entfernung verstehen. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Altstadt entließ uns der Reiseleiter wieder am Markt. 



Hier hatten wir nun eine Stunde zur freien Verfügung. Wir schlenderten zuerst über den Markt und am Strand entlang. Auf dem Rückweg zum Bus kamen wir am Fontaine du Soleil vorbei. In dessen Nähe kaufte ich meine Postkarten und Magneten. Da der Kauf von drei Magneten billiger war, packte ich noch Magnete von Monaco und Cannes ein.

Wieder zurück im Bus fuhren wir etwa 30 Minuten an der Küstenstraße entlang nach Monaco. Auf der Fahrt zeigte er uns Häuser von Prominenten und erklärte uns allerhand Wissenswertes über Monaco


Der Bus parkte in einem Parkhaus beim Ozeanographisches Museum von Monaco. Von dort aus führte uns der Reiseleiter durch einen kleinen Teil der Gärten von St. Martin bis zum Fürstenpalast. Hier hatten wir wieder Freizeit, die wir nutzten um durch die kleinen Gassen zu schlendern. 


 Wir gönnten uns ein Stück leckere Pizza und eine Kugel Eis. Eine Kugel Eis kostet 2,50 €, allerdings ist das im Vergleich zu Deutschland eine viel größere Kugel. Zur vollen Stunde schauten wir noch die Wachablösung an, bevor wir zurück zum Bus gingen.

Nach sehr kurzer Fahrt unter anderem auf der Formel 1 Rennstrecke, für deren Aufbau jedes Jahr jeweils drei Monate Zeit zum Auf- und Abbau benötigt werden, hielt unser Bus am Yacht Club de Monaco. Dort ging es mit dem Aufzug zum Casino de Monte-Carlo. Der Reiseleiter erklärte uns noch Einzelheiten zum Hotel de Paris, Cafe de Paris und natürlich dem Casino bevor wir alleine durch Monte Carlo schlendern durften. Wir gingen zuerst in das Casino, dort kann man im Vorraum auf einem riesigen Roulett-Brett Bilder machen und in einem weiteren Raum an Spielautomaten sein Geld verzocken. 



 Zu den richtigen Spieltischen kam man leider nur mit eleganter Kleidung. Uns fehlte aber sowieso die Zeit dafür. Wir machten Fotos vom Cafe de Paris, dem Hotel de Paris und den vielen teuren Autos die davor parkten. Leider war die Zeit dann schon wieder vorbei und wir mussten zum Bus zurück.

Der Rückweg erfolgte dieses Mal über die Autobahn im Landesinneren. Da wir aber sehr gut in der Zeit lagen, entschloss sich der Reiseleiter den Bus die letzten Kilometer wieder an der Küstenstraße entlang zu fahren und uns noch eine kleine Einführung zu Cannes zu geben. Cannes sahen wir daher leider nur vom Bus aus, da keine Zeit mehr blieb dort durch den Boulevard de la Croisette zu schlendern oder das Festspielhaus zu besichtigen. Wir waren von dem langen Tag aber auch sehr erledigt und freuten uns schon die Beine hochzulegen. Zurück zum Schiff ging es natürlich wieder mittels Tenderboot.

Wir spielten wieder erfolglos beim Bingo mit und gönnten uns anschließend einen White Russian in der Schaubar. Die abendliche Show Bailando besuchten wir nicht, da wir zu müde waren und die Show auf der Mein Schiff 5 oder 6 bereits gesehen hatten.


Tag 7 - Marseille:

Da wir im Vorjahr von Marseille nicht viel gesehen hatten, wollten wir dieses Mal mit dem Hop-on-Hop-off-Bus fahren. Da Marseille nur über einen Industriehafen verfügt, kann das Hafengelände nur mit dem Shuttle verlassen werden. Die Reedereien bieten dafür eigene Shuttle-Services an, bei Mein Schiff hätte der Shuttle dieses Jahr 9,- Euro gekostet. Er beinhaltet dann unbegrenzt viele Fahrten an dem Tag. Der Shuttle holt die Gäste direkt vor dem Schiff ab und hält in der Nähe der Festung Saint-Jean.

Vom Vorjahr wussten wir, dass es auch einen kostenlosen Hafenshuttle gibt. Dieser fährt am Kreisel vor dem Pier ab. Wir hatten das Glück ganz vorne zu liegen, sodass unser Fußweg am kürzesten war, die Passagiere der Costa Diadema und der MSC Fantasia hatten viel weitere Fußwege. Der Shuttle gehört zum Einkaufszentrum Les Terrasses Du Port und setzt die Fahrgäste dort ab. Der Weg bis zur Festung ist natürlich etwas weiter. Zu Fuß kommt man an der Kathedrale von Marseille vorbei, die man sonst nur vom Bus aus sehen kann. 


Hinter dem Fort Saint-Jean befindet sich der Alte Hafen. Hier startet außer der Hop-on-Hop-off-Tour auch eine Fahrt mit der Bimmelbahn, man kann Souvenirs kaufen oder in kleinen Restaurants etwas essen. Der Bus bietet eine Route für 19,- Euro oder zwei Routen für 24,- Euro an, wir entschieden uns beide Routen zu buchen und starteten gleich mit der blauen Route. Die blaue Route wird nur mit einem kleineren Cabrio-Bus angeboten und führt unter anderem an vielen Stränden vorbei. Die Ansagen kamen vom Band, welches auf unserer Tour nach der Hälfte leider ausfiel. So bekamen wir leider auch nicht mit, dass sich die Haltestelle am Parc Borély zum Aussteigen gelohnt hätte. Der Parc Borély besteht aus einer 17 ha großen Parkanlage mit der Pferderennbahn, der Allee mit dem Schloss Borély und dem englischen bzw. botanischen Garten.

Gleich im Anschluss sind wir mit der roten Linie weiter gefahren. Auf dieser Route ist das Highlight die Basilique Notre Dame de la Garde. Eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, gebaut auf einer 161 m hohen Anhöhe. 


Da die vorletzte Haltestelle das Einkaufzentrum Les Terrasses Du Port ist, stiegen wir dort aus und schlenderten noch ein wenig durch die verschiedenen Geschäfte. Wir hatten uns auf diese Weise auch den Rückweg zum Busshuttle gespart. An der Haltestelle standen allerdings Unmengen von Passagieren der beiden italienischen Schiffe. Wir mussten wegen Überfüllung den ersten Bus vorbeiziehen lassen und bis der nächste Bus kam, standen genauso viele Menschen wieder an der Haltestelle. Doch dieses Mal schafften wir es in den Bus. Wir legten erst um 19 Uhr ab, für die beiden anderen Schiffe sollte es schon viel früher losgehen.

Die Ausfahrt aus Marseille sollte dieses Mal etwas ganz Besonderes werden. Vor Marseille liegt die Insel Les Îles und die kleine Nebeninsel Chateau d'If. Die Mein Schiff 2 sollte genau zwischen diesen beiden Inseln durchfahren. Der Lotse war an Bord und meinte es wäre überhaupt kein Problem durchzufahren. Les Iles wurde im 18. Jahrhundert während der Pestepidemie als Quarantänestation für Anreisende genutzt. Auf der Nebeninsel Chateau d'If befindet sich eine Festung die früher auch als Gefängnis genutzt wurde. Bekannt wurde die kleine Insel im Roman Der Graf von Monte Christo



Diese Ausfahrt wollte keiner verpassen und so standen wir gemeinsam mit vielen anderen Passagieren auf Deck 14. Wir wechselten die Schiffseite da es ja auf beiden Seiten etwas zu sehen gab.

Wir mussten uns anschließend beeilen, da in der Schaubühne ein Zauberer auftreten würde. Der Zauberer zeigte allerhand Tricks und holte sich auch Unterstützung aus dem Publikum.
Im Theater wurde um 21:30 Uhr die Show Roncalli xxx gezeigt. Wir dachten es wäre eine Art Zirkus-Show. Allerdings wurde mehr die Geschichte des Zirkus gezeigt mit Tanzeinlagen und ein wenig Akrobatik.


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