Mein Schiff 2 – Mittelmeer im August 2019 Teil 4

 Teil 4

Tag 8 – Seetag nach Barcelona:

Wieder einmal stand ein Seetag auf dem Plan, doch nur ein kurzer, da wir um 19 Uhr in Barcelona anlegen sollten und somit über Nacht angelegt blieben.

Wie an unserem ersten Seetag war das Wetter bescheiden. Doch das Schiff hatte sich jede Menge interessante Unternehmungen einfallen lassen, damit der Tag schnell vorbei geht. Unser Tag startete mit der Kapitänsfragestunde im Theater. Der Kapitän absolvierte diese an der Seite der Kreuzfahrtdirektorin Susann. Durch das schlechte Wetter war das Theater fast vollbesetzt. Kapitän Tom erklärte zuerst vom Schiffsbau generell und vom Innenleben des Schiffs. Anschließend durften die Passagiere Fragen stellen. Neben den typischen Männer-Fragen zur Motorleistung usw. kamen auch einige interessanteren Fragen, wie z.B. wie viele Kilo Lebensmittel sich an Bord befinden oder wie das Abwasser an Bord behandelt wird. Der Kapitän nahm sich unglaublich viel Zeit alle Fragen zu beantworten. 


Nach ca. zwei Stunden beendete Susann die Fragestunde und alle Gäste strömten in die Restaurants. Wir entschieden uns am Bosporus Grill Döner zu essen. Diese Entscheidung trafen zu diesem Zeitpunkt viele Passagiere, sodass wir das erste Mal an Bord auf das Essen warten mussten. Der Döner schmeckte wie immer sehr gut. 


Im Anschluss nahmen wir an der Quiz-Runde in der Bier Bar teil. Die Fragen waren teilweise sehr schwer zu beantworten und es blieb manchmal nur die Möglichkeit zu raten übrig. So hatten wir keine Ahnung wie viele Leuchten sich am Lampenvorhang im Atlantik-Restaurant befinden oder dass das Theater genau 1.000 Plätze hat. Allerdings wusste ich (woher auch immer), dass der Klabautermann Angst vor Hühnern hat, daher befindet sich auf jedem Schiff ein Huhn (natürlich aus Plastik). Der Hühner-Frage sei Dank, schaffte ich so den 3. Platz und durfte mir ein Souvenir aussuchen. Ich entschied mich für ein Frühstücksbrettchen im Mein Schiff Design. 


Da wir um 19 Uhr in Barcelona anlegten, beeilten wir uns mit dem Abendessen und standen pünktlich zum Einlaufen an Deck. Nachdem wir 2018 mit der Symphony of the seas auf Grund ihrer Größe ganz hinten anlegen mussten, fuhren wir dieses Mal an allen anderen Schiffen vorbei bis ganz nach vorne. Besonders spannend war, dass wir an der Celebrity Edge vorbeifuhren. Auf diesem Schiff werden wir im Sommer 2020 in Griechenland unterwegs sein. So konnten wir unsere künftige Kabine am Heck des Schiffs betrachten.

Die Schiffe blieben teilweise mit uns über Nacht am Hafen oder verabschiedeten sich bald nach unserer Ankunft. Wir wollten kurz von Bord gehen und uns das Hafenterminal ansehen. Dort entdeckten wir, dass es einen hafeneigenen Shuttle gab, der für 4,50 Euro in die Stadt fuhr. Da wir aber an Bord bereits Tickets für den Hop-on-Hop-off-Bus gekauft hatten, welches den Schiffs-Shuttle beinhaltet, wollten wir die Hafen-Shuttles nicht nutzen.

Viele Passagiere und vor allem die Crew-Mitglieder entschieden sich in die Stadt zu fahren und das abendliche Barcelona zu erkunden. Wir blieben jedoch mit wenig anderen Passagieren an Bord und besuchten die nur mäßig besuchte Musical-Show. Als wir ins Bett gingen, fing es an zu regnen und die Nacht war schrecklich. Wir schlafen immer mit offener Balkontüre, aber durch den Regen und Wind war es unfassbar laut und der Wind pfiff nur so durch die Kabine. Ich hatte mir Sorgen gemacht, dass es durch das Hafenterminal oder die angrenzende Straße laut werden würde, aber mit diesem Wind hatte keiner gerechnet. Gegen vier Uhr schlief ich endlich ein und war am nächsten Tag entsprechend erledigt.

Tag 9 – Barcelona:

Nach dieser Horror-Nacht war das Aufstehen für mich sehr erschwerend, aber wir wollten mit dem ersten Bus die Stadtrundfahrt beginnen. Der Shuttle brachte uns zur Haltestelle Placa de la Carbonera, von wo wir direkt in den Bus einsteigen konnte. Der Bus fährt zwei verschiedene Routen. Am Hafen fährt nur die orangefarbige Route vorbei, sodass der Umstieg in die grüne Route nur an der La Rambla möglich ist.


Die erste Route führt vorbei am Montjuic einer Parkanlage die für die Weltausstellung und die Olympischen Spiele genutzt wurde. Das Camp Nou, das Station des FC Barcelona und auch größten Fußballstadion Europas lag ebenso auf unserem Weg wie die La Rambla. An dieser stiegen wir auch das erste Mal aus. Wir gingen die 1,3 Kilometer lange Straße zu Fuß entlang. Neben den zahlreichen Läden mit Designermarken gibt es aber auch normale Bekleidungsgeschäfte. Immer wieder tauchen Häuserfronten auf, die ein außergewöhnliches Design aufweisen. Wie das Haus Casa Mila – das Steinbruchhaus, welches von Antoni Gaudi gebaut wurde. 


Am großen Platz Monument a Francesc Macià stiegen wir in den grünen Bus um. Dieser fährt unter anderem am Park Güell vorbei, dieser Park zeigt zahlreiche Kunstwerke seines Erbauers Antoni Gaudi. Das Highlight auf der Route war aber ohne Zweifel die Basilika Sagrada Familia. Das berühmte Bauwerk wird seit 1882 gebaut und soll tatsächlich in den nächsten Jahren fertig gestellt werden.


Bevor wir an der Umstiegshaltestelle wieder in die orangefarbige Linie stiegen, kaufte ich noch einen Magneten.
Ziemlich erschöpft kamen wir an der Haltestelle am Hafen an und fuhren mit dem nächsten Shuttle zum Schiff. Wir entspannten uns noch etwas auf unserem Balkon, bevor wir uns fürs Abendessen fertig machten. An diesem Abend fand auch endlich die White Party mit Schokobuffett statt. Eigentlich war dies für den Vorabend vorgesehen, aber wegen dem schlechten Wetter wurde es verschoben.

Vor der White Party schauten wir noch das Theaterstück Hotel Pfau in der Schaubühne an. Es war wirklich bemerkenswert welche Menge von Text sich die Schauspieler merken können. Wir verpassten leider die Eröffnung des Schokobuffets, dadurch hatte sich der Ansturm gelegt.




Tag 10 – Ibiza:

Für unseren letzten Tag haben wir noch spontan einen Ausflug gebucht: Ibizas Süden – eine Panoramafahrt über die Insel.
Der erste Stopp unseres vierstündigen Ausfluges waren die Salinen – Ses Salinas. Diese befinden sich am südlichen Ende von Ibiza. Wir konnten von weitem einen Salzberg und ein paar Flamingos sehen. Anschließend fuhr der Bus ins das Fischerdort San Antoni, dort besichtigten wir eine alte Kirche. Danach brachte uns der Bus nach Dalt Vila – der Oberstadt von Ibiza-Stadt. Auf einem Hügel am Meer liegt eine Festigungsanlage aus dem Mittelalter, hier hatte man einen tollen Blick über die gesamte Altstadt, den Yachthafen und die Mein Schiff 2



Der tolle Ausblick lockte jede Menge Touristen auf den Hügel und so besichtigte zu diesem Zeitpunkt auch ein paar Models, die für einen Videodreh der Kosmetik-Marke Mac in Ibiza, waren die Festung. Unten den Models war auch Sylvie Meis.
Während die meisten Touristen den Hügel zu Fuß in Richtung Altstadt verlassen. Mussten wir zurück zum Bus, der uns in der Nähe des Fährhafens absetzte. Wir hatten eine Stunde Zeit um die Altstadt von Ibiza zu erkunden. Die Stunde war leider viel zu kurz um annährend einen Eindruck zu bekommen. Auf der Suche nach einem Magneten, Postkarten und einem Armband war die Zeit schon vorbei und wir mussten zurück zum Bus. 


Diesen Ausflug können wir nicht weiterempfehlen. Die Zeit in der Altstadt war viel zu kurz und die Salinen und die Kirche waren nicht sehenswert. Man steigt nur aus dem Bus aus, macht ein paar Fotos und fährt weiter. Der Shuttle vom Schiff bis zur Altstadt hätte 9 Euro gekostet. Doch wir dachten mit einem Ausflug sehen wir etwas mehr von Ibiza, aber 39 Euro war dieser unserer Meinung nach nicht wert.
Die Lautsprecher im Bus hatten eine Störung, sodass die hinteren Reihen bei jedem Satz der Reiseleiterin einen Pfeifton hörten. Irgendwann sagt sie dann gar nichts mehr und so blieben auch die Informationen aus.

Zurück auf dem Schiff entdeckten wir, dass zwischenzeitlich die AIDA Stella angelegt hatte. Mit ihr unternahmen wir 2014 das erste Mal eine Kreuzfahrt mit dem Ziel Kanaren. Nach dem Abendessen war leider wieder Koffer packen angesagt, da es unser letzter Abend an Bord war. Der Flug ging bereits um 07:50 Uhr, sodass wir sehr früh das Schiff verlassen mussten.

Tag 11 – Palma de Mallorca

Bereits um 4 Uhr klingelte der Wecker, der Ankelmannsplatz hatte zu dieser Zeit schon geöffnet, sodass wir noch ein letztes Mal in den Genuss des Frühstücksbuffets kamen. Laut den Abreiseinformationen sollte unser Shuttle zum Flughafen um 05:30 Uhr starten. Als wir um 05:15 Uhr mit dem Fahrstuhl auf Deck 3 zum Ausschiffen fuhren, war der komplette Vorraum zum Fahrstuhl und das Treppenhaus voller Passagiere die das Schiff verlassen wollten. Die Hafenbehörde von Palma ließ sich allerdings sehr viel Zeit mit der Freigabe des Schiffes, sodass wir erst 05:30 Uhr das Schiff verlassen konnten. Zwischenzeitlich war der Raum vor dem Aufzug so voll, dass die Leute nicht mehr aus dem Aufzug steigen konnten. Das war wirklich schlecht organisiert und ein Wunder, dass bei dem Gedränge und der schlechten Luft keiner umgekippt ist.

Im Hafenterminal mussten wir nur noch unsere Koffer suchen und konnten in die bereits wartenden Busse einsteigen. Nach 20-minütiger Fahrt erreichten wir den Flughafen. Wir hatten dieses Mal Pech und konnten nicht direkt nebeneinander sitzen, sondern hatten beide Gangplätze in derselben Reihe erwischt. Aber der Flug dauerte ja nur knapp zwei Stunden. Kurz nach 10 Uhr landeten wir in Frankfurt. Die Fahrt mit dem Bus vom Flugzeug bis zum Terminal dauerte wie in Frankfurt üblich, eine Ewigkeit und die Koffer ließen genauso lange auf sich warten. Da wir noch Zeit hatten bis der Zug Richtung Mannheim fuhr, entschieden wir uns am Flughafen noch eine Kleinigkeit zu essen. In Mannheim hatten wir Glück und erwischten trotz knapper Umsteigezeit und den sehr langsamen Aufzügen noch unsere S-Bahn nach Hause.

Fazit:

Die Reise war sehr schön. Obwohl wir manche Ziele bereits kannten, war es trotzdem nicht langweilig. Die neue Mein Schiff 2 ist schön gestaltet und modern eingerichtet. Allerdings bleibt die Mein Schiff 6 von der Gestaltung mein Favorit. Das nicht mehr vorhandene Sonnendeck beim Schornstein fehlt, genauso wie der nicht mehr vorhandene Außenbereich beim Diamanten. Vieles wurde für Suiten-Gäste verschönert, der normale Passagier bleibt dann allerdings außen vor.

Daher freuen wir uns umso mehr, dass wir im Februar wieder die Mein Schiff 6 gebucht haben. Das erste Mal steht Asien auf dem Plan und wir sind sehr gespannt auf die unterschiedlichen Ziele. Davor geht es im Dezember noch in den Oman.

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