Mein Schiff 2 – Mittelmeer im August 2019 Teil 4
Teil 4
Zurück auf dem Schiff entdeckten wir,
dass zwischenzeitlich die AIDA Stella angelegt hatte. Mit ihr
unternahmen wir 2014 das erste Mal eine Kreuzfahrt mit dem Ziel
Kanaren. Nach dem Abendessen war leider wieder Koffer packen
angesagt, da es unser letzter Abend an Bord war. Der Flug ging
bereits um 07:50 Uhr, sodass wir sehr früh das Schiff verlassen
mussten.
Tag 8 – Seetag nach Barcelona:
Wieder einmal stand ein Seetag auf dem
Plan, doch nur ein kurzer, da wir um 19 Uhr in Barcelona
anlegen sollten und somit über Nacht angelegt blieben.
Wie an unserem ersten Seetag war das
Wetter bescheiden. Doch das Schiff hatte sich jede Menge interessante
Unternehmungen einfallen lassen, damit der Tag schnell vorbei geht.
Unser Tag startete mit der Kapitänsfragestunde im Theater. Der
Kapitän absolvierte diese an der Seite der Kreuzfahrtdirektorin
Susann. Durch das schlechte Wetter war das Theater fast vollbesetzt.
Kapitän Tom erklärte zuerst vom Schiffsbau generell und vom
Innenleben des Schiffs. Anschließend durften die Passagiere Fragen
stellen. Neben den typischen Männer-Fragen zur Motorleistung usw.
kamen auch einige interessanteren Fragen, wie z.B. wie viele Kilo
Lebensmittel sich an Bord befinden oder wie das Abwasser an Bord
behandelt wird. Der Kapitän nahm sich unglaublich viel Zeit alle
Fragen zu beantworten.
Nach ca. zwei Stunden beendete Susann
die Fragestunde und alle Gäste strömten in die Restaurants. Wir
entschieden uns am Bosporus Grill Döner zu essen. Diese
Entscheidung trafen zu diesem Zeitpunkt viele Passagiere, sodass wir
das erste Mal an Bord auf das Essen warten mussten. Der Döner
schmeckte wie immer sehr gut.
Im Anschluss nahmen wir an der
Quiz-Runde in der Bier Bar teil. Die Fragen waren teilweise sehr
schwer zu beantworten und es blieb manchmal nur die Möglichkeit zu
raten übrig. So hatten wir keine Ahnung wie viele Leuchten sich am
Lampenvorhang im Atlantik-Restaurant befinden oder dass das Theater
genau 1.000 Plätze hat. Allerdings wusste ich (woher auch immer),
dass der Klabautermann Angst vor Hühnern hat, daher befindet sich
auf jedem Schiff ein Huhn (natürlich aus Plastik). Der Hühner-Frage
sei Dank, schaffte ich so den 3. Platz und durfte mir ein Souvenir
aussuchen. Ich entschied mich für ein Frühstücksbrettchen im Mein
Schiff Design.
Da wir um 19 Uhr in Barcelona
anlegten, beeilten wir uns mit dem Abendessen und standen
pünktlich zum Einlaufen an Deck. Nachdem wir 2018 mit der Symphony
of the seas auf Grund ihrer Größe ganz hinten anlegen mussten,
fuhren wir dieses Mal an allen anderen Schiffen vorbei bis ganz nach
vorne. Besonders spannend war, dass wir an der Celebrity Edge
vorbeifuhren. Auf diesem Schiff werden wir im Sommer 2020 in
Griechenland unterwegs sein. So konnten wir unsere künftige Kabine
am Heck des Schiffs betrachten.
Die Schiffe blieben teilweise mit uns
über Nacht am Hafen oder verabschiedeten sich bald nach unserer
Ankunft. Wir wollten kurz von Bord gehen und uns das Hafenterminal
ansehen. Dort entdeckten wir, dass es einen hafeneigenen Shuttle gab,
der für 4,50 Euro in die Stadt fuhr. Da wir aber an Bord bereits
Tickets für den Hop-on-Hop-off-Bus gekauft hatten, welches den
Schiffs-Shuttle beinhaltet, wollten wir die Hafen-Shuttles nicht
nutzen.
Viele Passagiere und vor allem die
Crew-Mitglieder entschieden sich in die Stadt zu fahren und das
abendliche Barcelona zu erkunden. Wir blieben jedoch mit wenig
anderen Passagieren an Bord und besuchten die nur mäßig besuchte
Musical-Show. Als wir ins Bett gingen, fing es an zu regnen und
die Nacht war schrecklich. Wir schlafen immer mit offener Balkontüre,
aber durch den Regen und Wind war es unfassbar laut und der Wind
pfiff nur so durch die Kabine. Ich hatte mir Sorgen gemacht, dass es
durch das Hafenterminal oder die angrenzende Straße laut werden
würde, aber mit diesem Wind hatte keiner gerechnet. Gegen vier Uhr
schlief ich endlich ein und war am nächsten Tag entsprechend
erledigt.
Tag 9 – Barcelona:
Nach dieser Horror-Nacht war das
Aufstehen für mich sehr erschwerend, aber wir wollten mit dem ersten
Bus die Stadtrundfahrt beginnen. Der Shuttle brachte uns zur
Haltestelle Placa de la Carbonera, von wo wir direkt in den
Bus einsteigen konnte. Der Bus fährt zwei verschiedene Routen. Am
Hafen fährt nur die orangefarbige Route vorbei, sodass der Umstieg
in die grüne Route nur an der La Rambla möglich ist.
Die erste Route führt vorbei am
Montjuic einer Parkanlage die für die Weltausstellung und die
Olympischen Spiele genutzt wurde. Das Camp Nou, das Station
des FC Barcelona und auch größten Fußballstadion
Europas lag ebenso auf unserem Weg wie die La Rambla. An
dieser stiegen wir auch das erste Mal aus. Wir gingen die 1,3
Kilometer lange Straße zu Fuß entlang. Neben den zahlreichen Läden
mit Designermarken gibt es aber auch normale Bekleidungsgeschäfte.
Immer wieder tauchen Häuserfronten auf, die ein außergewöhnliches
Design aufweisen. Wie das Haus Casa Mila – das Steinbruchhaus,
welches von Antoni Gaudi gebaut wurde.
Am großen Platz Monument a Francesc
Macià stiegen wir in den grünen Bus um. Dieser fährt unter
anderem am Park Güell vorbei, dieser Park zeigt zahlreiche
Kunstwerke seines Erbauers Antoni Gaudi. Das Highlight auf der
Route war aber ohne Zweifel die Basilika Sagrada Familia. Das
berühmte Bauwerk wird seit 1882 gebaut und soll tatsächlich in den
nächsten Jahren fertig gestellt werden.
Bevor wir an der Umstiegshaltestelle
wieder in die orangefarbige Linie stiegen, kaufte ich noch einen
Magneten.
Ziemlich erschöpft kamen wir an der
Haltestelle am Hafen an und fuhren mit dem nächsten Shuttle zum
Schiff. Wir entspannten uns noch etwas auf unserem Balkon, bevor wir
uns fürs Abendessen fertig machten. An diesem Abend fand auch
endlich die White Party mit Schokobuffett statt. Eigentlich war dies
für den Vorabend vorgesehen, aber wegen dem schlechten Wetter wurde
es verschoben.
Vor der White Party schauten wir noch
das Theaterstück Hotel Pfau in der Schaubühne an. Es war
wirklich bemerkenswert welche Menge von Text sich die Schauspieler
merken können. Wir verpassten leider die Eröffnung des
Schokobuffets, dadurch hatte sich der Ansturm gelegt.
Tag 10 – Ibiza:
Für unseren letzten Tag haben wir noch
spontan einen Ausflug gebucht: Ibizas Süden – eine
Panoramafahrt über die Insel.
Der erste Stopp unseres vierstündigen
Ausfluges waren die Salinen – Ses Salinas. Diese befinden
sich am südlichen Ende von Ibiza. Wir konnten von weitem
einen Salzberg und ein paar Flamingos sehen. Anschließend fuhr der
Bus ins das Fischerdort San Antoni, dort besichtigten wir eine
alte Kirche. Danach brachte uns der Bus nach Dalt Vila – der
Oberstadt von Ibiza-Stadt. Auf einem Hügel am Meer liegt eine
Festigungsanlage aus dem Mittelalter, hier hatte man einen tollen
Blick über die gesamte Altstadt, den Yachthafen und die Mein
Schiff 2.
Der tolle Ausblick lockte jede Menge
Touristen auf den Hügel und so besichtigte zu diesem Zeitpunkt auch
ein paar Models, die für einen Videodreh der Kosmetik-Marke Mac
in Ibiza, waren die Festung. Unten den Models war auch Sylvie
Meis.
Während die meisten Touristen den
Hügel zu Fuß in Richtung Altstadt verlassen. Mussten wir zurück
zum Bus, der uns in der Nähe des Fährhafens absetzte. Wir hatten
eine Stunde Zeit um die Altstadt von Ibiza zu erkunden. Die Stunde
war leider viel zu kurz um annährend einen Eindruck zu bekommen. Auf
der Suche nach einem Magneten, Postkarten und einem Armband war die
Zeit schon vorbei und wir mussten zurück zum Bus.
Diesen Ausflug können wir nicht
weiterempfehlen. Die Zeit in der Altstadt war viel zu kurz und die
Salinen und die Kirche waren nicht sehenswert. Man steigt nur aus dem
Bus aus, macht ein paar Fotos und fährt weiter. Der Shuttle vom
Schiff bis zur Altstadt hätte 9 Euro gekostet. Doch wir dachten mit
einem Ausflug sehen wir etwas mehr von Ibiza, aber 39 Euro war
dieser unserer Meinung nach nicht wert.
Die Lautsprecher im Bus hatten eine
Störung, sodass die hinteren Reihen bei jedem Satz der Reiseleiterin
einen Pfeifton hörten. Irgendwann sagt sie dann gar nichts mehr und
so blieben auch die Informationen aus.
Tag 11 – Palma de Mallorca
Bereits um 4 Uhr klingelte der Wecker,
der Ankelmannsplatz hatte zu dieser Zeit schon geöffnet,
sodass wir noch ein letztes Mal in den Genuss des Frühstücksbuffets
kamen. Laut den Abreiseinformationen sollte unser Shuttle zum
Flughafen um 05:30 Uhr starten. Als wir um 05:15 Uhr mit dem
Fahrstuhl auf Deck 3 zum Ausschiffen fuhren, war der komplette
Vorraum zum Fahrstuhl und das Treppenhaus voller Passagiere die das
Schiff verlassen wollten. Die Hafenbehörde von Palma ließ sich
allerdings sehr viel Zeit mit der Freigabe des Schiffes, sodass wir
erst 05:30 Uhr das Schiff verlassen konnten. Zwischenzeitlich war der
Raum vor dem Aufzug so voll, dass die Leute nicht mehr aus dem Aufzug
steigen konnten. Das war wirklich schlecht organisiert und ein
Wunder, dass bei dem Gedränge und der schlechten Luft keiner
umgekippt ist.
Im Hafenterminal mussten wir nur noch
unsere Koffer suchen und konnten in die bereits wartenden Busse
einsteigen. Nach 20-minütiger Fahrt erreichten wir den Flughafen.
Wir hatten dieses Mal Pech und konnten nicht direkt nebeneinander
sitzen, sondern hatten beide Gangplätze in derselben Reihe erwischt.
Aber der Flug dauerte ja nur knapp zwei Stunden. Kurz nach 10 Uhr
landeten wir in Frankfurt. Die Fahrt mit dem Bus vom Flugzeug bis zum
Terminal dauerte wie in Frankfurt üblich, eine Ewigkeit und die
Koffer ließen genauso lange auf sich warten. Da wir noch Zeit hatten
bis der Zug Richtung Mannheim fuhr, entschieden wir uns am Flughafen
noch eine Kleinigkeit zu essen. In Mannheim hatten wir Glück und
erwischten trotz knapper Umsteigezeit und den sehr langsamen Aufzügen
noch unsere S-Bahn nach Hause.
Fazit:
Die Reise war sehr schön. Obwohl wir
manche Ziele bereits kannten, war es trotzdem nicht langweilig. Die
neue Mein Schiff 2 ist schön gestaltet und modern
eingerichtet. Allerdings bleibt die Mein Schiff 6 von der
Gestaltung mein Favorit. Das nicht mehr vorhandene Sonnendeck beim
Schornstein fehlt, genauso wie der nicht mehr vorhandene Außenbereich
beim Diamanten. Vieles wurde für Suiten-Gäste verschönert, der
normale Passagier bleibt dann allerdings außen vor.
Daher freuen wir uns umso mehr, dass
wir im Februar wieder die Mein Schiff 6 gebucht haben. Das
erste Mal steht Asien auf dem Plan und wir sind sehr gespannt auf die
unterschiedlichen Ziele. Davor geht es im Dezember noch in den Oman.










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