Mein Schiff 6 - Asien im Februar 2020 Teil 5

Teil 5

Tag 8 – Phu My, Ho-Chi-Minh:

Bereits um 06:30 Uhr legten wir am ca. 70 km von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernten Hafen an. Vom Treffpunkt um 08:15 Uhr in der Schau Bar ging es direkt zu den Bussen, die uns in die Stadt bringen sollten. Die 1,5 Stunden lange Fahrt führte uns vorbei an Tempeln und Reisfeldern. Unser erster Stopp war der Temple Hoi Quan Tue Thanh

 


Durch Chinatown fuhren wir zum Wiedervereinigungspalast, an dem wir allerdings nur für einen Fotostopp hielten.
Aussteigen durften wir erst wieder am Hauptpostamt und dem Notre Dame. Im Jahr 1880 bauten die Franzosen während der französischen Kolonialzeit die Kathedrale Notre Dame. Sie bietet Platz für 1200 Personen, die Renovierungsarbeiten sind seit einiger Zeit in Gange. 



 Direkt neben der Kathedrale befindet sich das Hauptpostamt, welches ebenfalls in der Kolonialzeit gebaut wurde. Dort kann man nicht nur Post abgeben, sondern auch allerlei Souvenirs kaufen, wie Magnete, Postkarten, Buddhas oder ausgefallene Schnittkunst.

Dort sitzt ein 87 Jahre alter Mann, der früher offiziell als Briefe Übersetzer angestellt war. Inzwischen ist er eigentlich in Rente, auch heute übersetzt er noch immer Briefe. Der Lektor hatte uns erzählt, dass sogar der Spiegel in einer Ausgabe über ihn berichtet hatte. 



Beim Opernhaus hielten wir das letzte Mal. Hier konnte man entweder zum Ben-Than-Markt oder zum angrenzenden Shoppingcenter gehen. Nach 5 Stunden erreichten wir wieder das Schiff. Der Ausflug war mit 52,- € angemessen, wir erfuhren viel über Vietnam



An diesem Abend fand noch die Poolparty statt, wir hatten Glück und einen Strandkorb mit direktem Blick auf die Bühne erwischt. 




Tag 9 – Seetag nach Port Klang:

An diesem Seetag passiert nichts Außergewöhnliches, wir ließen es ruhig angehen und wechselten uns mit Sonnen und Essen ab.

Am Abend wurde die Show Love around the World aufgeführt. 




Tag 10 – Port Klang:

Ein weiterer Seetag stand uns bevor, dieser sollte aber nur bis zum frühen Abend dauern, da wir gegen 18:30 Uhr am Hafen von Port Klang anlegten.

Zum Mittagessen gingen wir in die Osteria und bestellten uns Lasagne und Pizza. Die Lasagne war super lecker, die Pizza wie jedes Mal nur durchschnittlich.



Anschließend besuchten wir den Vortrag „Von der Straße von Malakka in die Andamanensee – Pulau Penang und Pulau Langkawi“ vom Lektor. Dieser hatte zur Vorbereitung der Reise eine Road-Tour durch Malaysia gemacht.


Wir wollten uns die Einfahrt in den Hafen in der Himmel & Meer Lounge ansehen. Leider war die Lounge sehr gut besucht, sodass wir nur auf einen Saft blieben und uns dann die Einfahrt vom Balkon aus anschauten.

Nach fast zwei Seetagen erreichten wir gegen 18:30 Uhr den Hafen von Port Klang. Im Hafengebäude gab es einige Souvenir-Geschäfte und wir kaufen außer der obligatorischen Postkarte und Magneten noch zwei Shirts mit Kuala Lumpur Aufdruck. Wir konnten problemlos mit Euro und Dollar zahlen, auch wenn der Lektor erzählte hatte, dass in Malaysia nur mit der einheimischen Währung, dem Malaysischen Ringgit zu zahlen sei. 


Da viele Gäste für diesen Tag einen Ausflug nach Kuala Lumpur gebucht hatte, fand am Abend keine Show statt. Lediglich eine Band spielte am Pool. 


Da wir uns am nächsten Tag schon um 06:45 im Theater versammeln mussten, gingen wir früh ins Bett.

Tag 11 – Port Klang:

Nach einem schnellen Frühstück trafen wir uns im Theater und die Fahrt nach Kuala Lumpur startete. Für die Fahrt waren 75 Minuten angesetzt, auf Grund des wenigen Verkehrs waren wir viel schneller in der Stadt. Von weitem konnte man die Petronas Twin Towers und den KL Tower sehen. Doch der erste Halt auf unserer Panoramafahrt durch Kuala Lumpur war der Unabhängigkeitsplatz Datarang Merdek. Auf dem Weg dorthin fuhren wir am Vogelpark und der Nationalmoschee vorbei. 



Der Unabhängigkeitsplatz mit vielen Museen, Kirchen, einem Theater wurde 1957 vom damaligen Premierminister proklamiert. Der Fahnenmast auf dem Gelände ist mit 100m einer der höchsten auf der Welt. Zu Fuß gingen wir zur Brücke auf der Leboh Pasar Besar Brücke, dort trafen sich die beiden Flüsse Gombak River und Klang River. Wenn man dem Klang River folgen würde, würde man irgendwann in Port Klang und somit beim Schiff rauskommen. 



Der nächste Punkt war der Central Market Pasar Seni, der Markt war an diesem Tag leider nicht geöffnet und so machten wir nur einen Fotostopp vom Bus aus. Eigentlich wäre laut den Tickets das nächste Ziel die Petronas Twin Towers gewesen, doch wir fuhren zuerst zum KL Tower. Dieser hatte für unser Schiff schon vor den normalen Gästen geöffnet, sodass wir uns die Aussicht nicht mit anderen Gästen teilen mussten. Der Menara Kulala Lumpur (KL Tower) ist mit einer Höhe von 421 m, noch immer der höchste Fernsehturm der Welt. Wir hatten ausreichend Zeit die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen, bevor wir wieder mit dem Aufzug nach unten fuhren. Im Aufzug sind keine Etagen angegeben, sondern nur Höhenmeter. 




Auf dem Gelände rund um den Turm ist noch ein Teil alter Regenwald vorhanden, der zum Verweilen im Schatten einlädt. Auf der Plattform des Turms gab es ein paar Geschäfte für Souvenirs oder ein kühles Durian-Eis.
Wir schossen noch ein paar Fotos mit dem Turm im Hintergrund und entdeckten das Upsidedown House



Leider war es nicht geöffnet, sodass wir nur von außen ein paar Bilder machen konnten.
Zurück im Bus ging die Fahrt zu den Petronas Twin Towers. Da wir wieder sehr gut in der Zeit lagen, stand mehr als nur ein kurzer Fotostopp zur Verfügung. Wir konnten noch die angrenzende Mall besuchen. Für eine Fahrt zum Observation Deck der 1996 gebauten Zwillingstürme reichte die Zeit aber nicht mehr. Wer sich die Aussicht der weltweit höchsten Zwillingstürme nicht entgehen lassen will, konnte auch einen gesonderten Ausflug mit Besichtigung buchen. Oder von zu Hause aus Tickets für die Fahrt zum Aussichtspunkt kaufen. 




Nach fünf Stunden Ausflug erreichten wir wieder den Hafen von Port Klang. Die 43 € für den Ausflug waren gut investiertes Geld um die wichtigsten Punkte von Kuala Lumpur zu besuchten.

Gegen 18 Uhr verließen wir den Hafen in Richtung Penang in Malaysia.

Tag 12 – Penang, Malaysia:

Gegen 8 Uhr legten wir am Hafen von Penang in George Town an und kurze Zeit später verließen wir das Schiff mit unserer Ausflugsgruppe Einmal über die Insel



Den ersten Tempel den wir besichtigten war der buddhistische Tempel Burmese Buddhist Temple. Das Highlight des Tempels war ein liegender Buddha und eine mit Goldfarbe überzogene Figur. 




Weiter ging die Fahrt Richtung Teluk Bahang zum Schmetterlingsgarten. In der überdachten Gartenanlage Entopia, gab es nicht nur unzählige farbenfrohe Schmetterlinge zu besichtigen, sondern auch eine große Ausstellung über das Leben der Schmetterlinge. Auf dem Weg zu einem ländlichen Dorf mit Stelzenhäusern, hielten wir an einem Straßenmarkt mit Obst und Gemüse. Dort zeigte uns die Reiseleiterin die heimischen Früchte der Insel und der Verkäufer wie Kautschuk geerntet wird. Die Reiseleiterin kaufte noch eine Tüte voll Baby-Banane die sie im Bus verteilte. 




Wieder zurück am Schiff verließen wir den Hafen noch kurz um die unmittelbare Umgebung zu besichtigen. Im Hafenterminal gab es früher Restaurants und Geschäfte doch die meisten standen leer.

Da wir erst um 20 Uhr den Hafen in Richtung Langkawi verließen, konnten wir noch einen tollen Sonnenuntergang bestaunen.

Am Abend gingen wir zu Vorstellung Tobias Roloff liest Innenkabine mit Balkon. Obwohl wir das Buch bereits kannten, war es trotzdem lustig.

Tag 14 – Langkawi, Malaysia:

Pulau Langkawi ist mit ca. 320 km² die größte Insel der Halbinsel Malaysia.
Bei unserem vierstündigen Ausflug sollten wir die imposante Adlerskulptur, eine Kautschukplantage und die Grabstätte der sagenumwobene Mahsuri besichtigen.
Der bekannte 12 Meter hohe Adler war der erste Stopp auf unserem Ausflug Legenden und Geschichten der Insel. Er ist das Wahrzeichen der Insel, dessen Namen sich aus den Teilen „Lang“ und „Kawi“ zusammensetzt. „Helang“ ist das malaysische Wort für Adler und „Kawi“ bedeutet so viel wie Marmor, der in großem Maße in Malaysia vorkommt.



Anschließend hielten wir an einer kleinen Kautschuk-Plantage und der Besitzer zeigt uns wie Kautschuk geerntet wird. Auf seiner Farm gab es einen kleinen Verkaufsstand für seinen Honig. 



Als letztes hielten wir an der Grabstätte der Mahsuri. Ihre Geschichte ist einer der vielen Legenden auf der Insel. Sie soll unberechtigter Weise des Ehebruchs beschuldigt worden sein und daraufhin hingerichtet werden. Als der Dolch ihr Herz durchbohrte und weißes Blut floß, sahen die Bewohner, dass sie unschuldig war. Doch die junge Frau verfluchte daraufhin die Insel. Der Fluch besagte, dass die Insel 7. Generationen lang unfruchtbar bleiben sollte. Tatsächlich hatte die Insel danach immer wieder mit Missernten zu kämpfen.
Die Bewohner errichten daraufhin die Grabstätte der Mahsuri. Neben dem eigentlichen Grab gibt es noch typische Wohnhäuser, ein Museum und ein Souvenirgeschäft auf der Anlage. 




Neben diesen Sehenswürdigkeiten gibt es noch zahlreiche weitere Interessante Punkte auf der Insel zu besichtigen, die aber nicht bei unserem Ausflug dabei waren. Zum Beispiel das Oriental Village, ein für Touristen erbautes Dorf im orientalisch-muslimischen Stil. Vor dort aus kann man mit der 2.079 m langen Seilbahn zum Mat Cincang fahren.

Ein weiteres Highlight ist der Kilim-Geoforest-Nationalpark mit einer weitläufigen Mangroven-Landschaft und einer faszinierenden Tierwelt.

Neben uns im Hafen trieb die Genting Dreams auf Reede. Sie hatte Corona-bedingt keine Passagiere mehr an Bord. 



An diesem Abend stand das Käsebuffett und die White Party mit Schokobuffett auf dem Plan. Wir hatten Glück und erwischten wieder einen Strandkorb und hatten dadurch eine tolle Sicht auf die Bühne. 





Tag 15 – Seetag nach Singapur:

Dies war unser letzter Tag auf dem Schiff und Kofferpacken war angesagt.

Vor dem Mittagessen besuchten wir die Fragestunde des Kapitäns im Theater. Wie bei jeder Fragestunde, stellte der Kapitän kurz das Schiff vor. Anschließend konnten die Passagiere Fragen die das Schiff und alles was dazu gehört stellen. 



Den Rest des Tages verbrachten wir auf unserem Balkon um die letzten Sonnenstrahlen zu tanken, bevor es ins kalte Deutschland zurückging.

Nachdem Abendessen holten wir noch unsere Pralinen für Stammkunden ab und packten anschließend unsere Koffer. 



Tag 16 – Singapur Flug nach Hause:

Wir hatten im Laufe der Reise bei der Reiseleitung nachgefragt, ob es die Möglichkeit gibt, die anderen Kabinen und Suiten auf dem Schiff zu besichtigen. Dies war am letzten Tag möglich und so trafen wir uns am Vormittag mit weiteren Passagieren vor dem Büro der Reiseleitung. Mit unserer kleinen Gruppe besichtigen wir die diversen Kabinen, von der Verandakabine, über die Junior-Suite bis zur Himmel und Meer Suite, durften wir in alle Kabinen einen Blick werfen. Auch das Sonnendeck der Suiten-Gäste durfte natürlich nicht fehlten. Es war toll, dass das Schiff diese Besichtigung möglich gemacht hatte. So konnte man sich die unterschiedlichen Kabinen besser vorstellen als im Katalog oder in Reisevideos. 


Um 11 Uhr mussten wir das Schiff verlassen, da wir eine eigene An- und Abreise gebucht hatten. Eine Fahrt mit der Metro kann ich nur empfehlen sie ist pünktlich, leer und vor allem sauber. Es war eine entspannte Abreise vom Schiff.

Der Flughafen in Singapur ist riesig und wir brauchten etwas bis wir den Schalter von Emirates gefunden hatten, leider waren wir noch zu früh um die Koffer aufzugeben und besichtigen den Flughafen. Auf Grund der Größe kann man hier wirklich die Zeit bis zum Abflug verbringen. Wir fuhren mit dem Bähnchen zu den verschiedenen Terminals und besichtigen dort die Sehenswürdigkeiten. An diesem Flughafen gibt es nichts, was es nicht gibt. Einen riesigen Wasserfall in mitten von Bäumen, diverse Geschäfte und sogar ein Kino. 



Die Emirates Lounge war leider wie in Frankfurt ein wenig renovierungsbedürftig und das Essen nicht wirklich schmackhaft. Wir verbrachten die Zeit bis zum Abflug um 21:00 Uhr dort und aßen im Flieger noch einen Nachtisch. In Dubai mussten wir uns sehr beeilen, da der Flughafen einfach riesig ist und wir unbedingt noch in die Emirates Lounge wollten. Dort tranken wir aber nur etwas und saßen kurze Zeit später schon wieder im Flieger nach Frankfurt. 




Pünktlich um 07:30 Uhr landeten wir, die Koffer waren eine der erste und so fuhren wir schon kurz nach 08:00 Uhr mit dem Zug zurück nach Hause.

Fazit:

Der gesamte Urlaub war sehr schön. Wir haben sehr viel gesehen und erleben dürfen. Die An- und Abreise in der Business Class hat sich auf jeden Fall gelohnt, endlich mal ausgeschlafen am Ziel ankommen. Das Marina Bay Sands war sein Geld wert, das muss man einmal erlebt haben. Die Mein Schiff 6 ist unser Lieblingsschiff der Mein Schiff Flotte.
Wir haben für Frühjahr 2021 schon die Orientreise mit Mein Schiff 6 gebucht. Davor sollte es aber im Herbst noch mit der Mein Schiff 5 von der Türkei nach Dubai durch den Suezkanal gehen.
Wir hoffen, dass sich bis dahin die Corona-Geschichte erledigt hat, sodass man wieder
ganz normal reisen kann.
Unsere Kreuzfahrt Ende August mit der Celebrity Edge wurde abgesagt und ob die Reise in die Türkei Anfang August stattfinden wird, steht leider auch noch in den Sternen.

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