Düsseldorf - August 2020 Teil 1
Anreise und Hotel in Düsseldorf
Pünktlich um 12:45 Uhr startet unser Bus in Richtung Düsseldorf. Wir fuhren von Karlsruhe nach Mannheim über die Landstraße und mussten somit erst durch die Karlsruher Innenstadt, dadurch erreichten wir Mannheim bereits mit Verspätung.
Wir hielten unterwegs unter anderem am Flughafen Köln-Bonn. Dort sahen wir das neu eingerichtete Corona-Test-Zentrum. In mehreren Baucontainern waren die Teststationen und Ärzte untergebracht. Zu diesem Zeitpunkt standen allerdings keine Personen an.
Das Hotel
Mit einer Stunde Verspätung kamen wir gegen 19:00 Uhr in Düsseldorf ZOB an. Wir gingen zu Fuß ca. zehn Minuten zu unserem Hotel Hotel Düsseldorf Mitte. An der Rezeption saß eine Frau hinter einer Plexiglasscheibe und gab mir noch ein Schreiben auf dem ich meine Adresse eintragen musste. Die benutzten Kugelschreiber landeten in einem separaten Behälter. Das Hotel versucht auf Hygiene und Infektionsschutz zu achten, so hängen an der Rezeption und im Aufzug Informationen wie man sich im Verdachtsfall zu verhalten hat und allgemeine Nutzungshinweise (Aufzugnutzung nur alleine oder für gemeinsame Zimmergäste, Einbahnstraßensystem usw.)
Ich hatte den gesamten Aufenthalt in Düsseldorf den Eindruck, dass die Bewohner und Touristen die corona-bedingten Richtlinien nicht so ernst nehmen, wie das in unserem Bundesland Baden-Württemberg der Fall ist. So wurde in fast keinem Geschäft auf den nötigen Abstand z.B. an der Schlange vor der Kasse geachtet oder bei Bestellungen im Imbiss mit Außenverkauf, keine Maske getragen. In Baden-Württemberg wird auf solche Sachen vermehrt geachtet. Das könnte auch der Grund sein, warum in Baden-Württemberg die Zahlen der Neuinfektionen etwas geringer sind.
Wir erhielten das Zimmer 202 mit Blick zum Innenhof. Es war zweckmäßig eingerichtet mit zwei getrennten Betten. Das Zimmer machte allerdings einen leicht abgewohnten Eindruck und war nicht wirklich sauber. Die Wände waren dreckig, vor dem Bett große Staubflocken und in der Minibar war eine dicke Staubschicht. Das Zimmer würde laut Angaben vom Hotel, nach jedem Gast desinfiziert werden. Das heißt alle Gegenstände die berührt werden, wie Türgriffe, Lichtschalter und der Inhalt der Minibar. Bei der Dicke der Staubschicht in der Minibar, kann eine Desinfektion entweder sehr lange zurückliegen oder war nicht erfolgt.
Das Zimmer hatte anstelle eines Fensters eine Tür zu einem „Balkon“ und zur angrenzenden Feuerleiter.
Die Kopfkissen sollten dringend ausgetauscht werden, da sie total weich und durchgelegen waren. Und ein Bad mit Badewanne ist heute nicht mehr zeitgemäß und nicht nur für ältere Menschen mit Schwierigkeiten beim Ausstieg verbunden.
Das Zimmer hatte einen Fernseher mit den üblichen Programmen, allerdings war der Fernseher sehr klein. Vergleichbar mit einem Computer-Bildschirm.
Das Hotel wirbt mit kostenlosen Wifi, doch hier musste man sich jeden Tag aufs Neue, - teilweise mehrmals täglich - einloggen. Das war sehr nervig.
Der Safe im Zimmer ist an einer ungünstigen Stelle auf dem Boden des Schranks, sodass man zwischen Bett und Schrank eingeklemmt auf dem Boden kniend den Safe bedienen muss. Die Anleitung ist in der dunklen Ecke ohne Taschenlampe kaum lesbar. Dass die deutsche Anleitung einen Fehler enthält und wir den Safe so erstmal nicht zum Schließen einstellen konnten, macht es auch nicht besser. Auf Rückfrage bei der Rezeption bekamen wir nur die Info, dass die Frau dafür nicht zuständig ist und noch kein Zimmer von innen gesehen hatte. So mussten wir uns mit dem Safe selber helfen, die englische Anleitung stimmte zum Glück.
Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, gingen wir zur Altstadt zum Abendessen.
Wir hatten bei
unserem letzten Aufenthalt den Imbiss Fritten Piet entdeckt
und wollten dort zu Abend essen. Bei Fritten Piet gibt es
holländische Pommes mit verschiedenen Soßen. Wir teilten uns eine
Portion Pommes XL mit Currysoße. Für nur 3,10 € erhielten wir
eine riesen Portion Pommes mit viel Currysoße, die wir uns teilten.
Es war wie bereits beim letzten Mal sehr lecker.
Da es schon sehr spät war und wir duschen wollten - an diesem Tag hatte es über 30 Grad - gingen wir zurück zum Hotel. Auf dem Weg entdeckten wir noch das Einkaufszentrum Zur Heide. Im Einkaufszentrum sind neben einem Bäcker, einem Blumenladen sowie einem riesigen auf zwei Etagen verteilten Edeka auch eine Patisserie mit allerlei verschiedenen kleinen Kuchen und Torten. Die Konditorei stellt auch selbst Eis her. Eine Kugel kostete einen Euro, diese wollten wir am nächsten Tag probieren.
Zurück im Hotel duschten wir und gingen dann schlafen, durch die lange Anreise und die Hitze waren wir total erledigt.
Tag 2:
Im Internet hatte ich gelesen, dass das Frühstück am Platz serviert wird. An unserem ersten Frühstückstag wurde uns erklärt, dass es ab jetzt Büfett gibt. Nachdem wir unsere Zimmernummer genannt hatten, mussten wir uns vor dem Bereich mit dem Büfett die Hände desinfizieren. Am Büfett mussten wir zusätzlich zur Maske noch Einweghandschuhe tragen. Diese konnten wir am Platz wieder abnehmen. Brötchen gab es am Büfett allerdings keine, diese wurden auf einem großen Teller an den Platz gebracht. Je zwei helle Weizenbrötchen, zwei Körnerbrötchen, zwei Scheiben Brot und zwei kleine Croissant lagen auf dem Teller. Am Büfett gab es verschiedene kleine Saftflaschen, Wurst, Käse, kleingeschnittenes Gemüse und Jogurt/Quark bereits abgefüllt in kleinen Gläsern. Zum Rührei und hartgekochtem Ei gab es samstags zusätzlich noch Würstchen.
Ich hätte mir gewünscht, dass es die Brötchen auch am Büfett gab, der Teller mit den vorgerichteten Brötchen schafften die wenigsten Personen, da die Brötchen sehr groß waren. Ob die übrigen Brötchen entsorgt wurden oder zum nächsten Gast gebracht werden, können wir leider nicht beurteilen.
Nachdem Frühstück gingen wir in die
Altstadt und am Rhein spazieren.
Ich hatte in der Nähe des Hotels ein Bäcker ausfindig gemacht, der TooGoodtogo – Tüten anbietet.
TooGoodtogo ist eine App für das Handy, bei der Bäcker, Restaurants, Cafes und auch Geschäfte ihre übrig gebliebenen Lebensmittel für wenig Geld verkaufen. Man kauft eine Tüte über die App, geht in das Geschäft, zeigt die App vor und bekommt eine Tüte voll mit Essen, das abends weggeschmissen werden würde.
Wir bestellten uns zum Abendessen eine Tüte. Ich nutze TooGoodtogo bereits zu Hause, doch dort sind nicht so viele Bäcker, Restaurants und Cafes vertreten. Wir suchten mit Absicht ein Bäcker, der keine Brote verkaufte, sodass wir nicht mit am Ende mit einem Laib Brot dastanden.
Die Tüte holten wir beim Bäcker Simons Brotkörbchen ab und setzen uns an die angrenzende Grünfläche oberhalb der Kö.
Für 3,20 € erhielten wir einen Salat, eine halbe Pizza, zwei belegte Brötchen und fünf süße Stückchen. Das war unglaublich viel für den Preis.
Wir waren mehr als satt und hatten noch süße Stückchen für den nächsten Tag übrig.
Kaum dass wir mit Essen fertig waren, wurde es immer dunkler, windig und fing an zu tröpfeln. Wir beeilten uns zum Hotel zurück und schafften es gerade noch, bis es aus Eimern schüttete. Es dauerte etwas bis der Regen soweit nachließ, dass wir wieder rauskonnten.
Da wir noch das Eis am Einkaufszentrum Zur Heide probieren wollten, gingen wir zuerst zum Edeka und kauften noch Getränke für den nächsten Tag. Danach ließen wir uns ein Eis schmecken. Die Patisserie hatte zwar nur zehn verschiedene Eissorten, die sie allerdings selbst herstellten und nicht wie üblich in Eisschalen aufbewahrt, sondern in Behältern mit einem Rührer, der das Eis immer wieder umrührte. Das Eis war daher unfassbar cremig und für mich das beste Eis. Für nur einen Euro bekam man nicht nur eine riesige Kugel, sondern auch noch eine selbst hergestellte Waffel, die das Ganze noch unglaublich lecker macht.
Nachdem wir geduscht hatten schauten wir noch etwas fern und schliefen dann.
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