Mein Schiff 2 - Kanaren Herbst 2020 Teil 1
06.11.2020 Freitag – Gran Canaria
Da der Flieger bereits um 09:30 Uhr startete, mussten wir sehr früh das Haus verlassen. Zum Glück klappte mit der Bahn und dem Umsteigen alles und wir erreichten den Flughafen problemlos.
Der gesamte Flughafen war komplett verwaist, die meisten Geschäfte hatten geschlossen und wir waren gefühlt die Einzigen vor Ort. Die Sicherheitskontrolle war daher schnell passiert. Ein Mann der bei der Sicherheitskontrolle arbeitete, erzählte uns, dass es eigentlich jeden Tag so ist. Während früher lange Schlange vor den Kontrollen standen, haben sie heute kaum etwas zu tun.
Wir saßen nur kurze Zeit am Gate als das Gate öffnet und wir in den Bus steigen durften, der uns zum Flugzeug brachte. Etwa 4,5 Stunden später landeten wir auf dem Flughafen Las Palmas auf Gran Canaria.
Nach einer halben Stunde Busfahrt erreichten wir das Hafenterminal von Las Palmas.
Wir gingen zum Check-In und betraten keine zehn Minuten später das Schiff. Wir suchten unsere Kabine auf, um die Bordkarten abzuholen, damit wir die Sicherheitseinweisung besuchen konnten. Die Einweisung fand in der Schaubar statt und war nach fünf Minuten überstanden. Anschließend gingen wir zum Ankelmannsplatz um eine Kleinigkeit zu essen.
Nachdem wir eine Runde über das Schiff gedreht hatten, schauten wir ob unsere Koffer vor der Kabine standen, sodass wir uns umziehen konnten. Leider stand nur einer der beiden Koffer vor der Kabine. Als der zweite Koffer 30 Minuten später immer noch nicht eingetroffen war, riefen wir an der Rezeption an. An der Rezeption werden die Koffer gelagert, die an Bord verbotene Gegenstände (wie z.B. Glätteisen, Kerzen) enthielten. Beim Einladen an Bord wird jeder Koffer geröntgt, da nur so für die entsprechende Sicherheit an Bord gesorgt werden kann. Doch der zweite Koffer befand sich nicht dort.
Nach weiteren 30 Minuten stand der Koffer plötzlich vor der Tür und wir konnten uns für das Abendessen fertigmachen. Da das Auslaufen erst um 20:00 Uhr stattfinden würde, packten wir vorher noch unsere Koffer aus.
Kurz nach 20:00 Uhr tutete das
Schiffshorn und wir liefen zur Musik der Großen Freiheit aus
dem Hafen von Gran Canaria aus.
Da es ziemlich frisch war, hielten wir es nicht lange draußen aus und gingen in die Schaubar um unseren Stammcocktail White Russian zu trinken und Karten zu spielen. Außer Kino auf dem Pooldeck und Musik in den unterschiedlichen Bars fand an diesem Abend nicht viel statt.
07.11.2020 Freitag Seetag Lanzarote
Während unseres ersten Seetages besuchten wir den Vortrag der Lektorin. In Ihrem Vortrag 360° siehdichum – Die Kanarischen Inseln berichtete die Lektorin Claudia Oldenburg über alle Kanarischen Inseln im Allgemeinen, ihre Geschichte und Besonderheiten.
Nach dem Abendessen fand die Vorstellung der Sandmalerin im Theater statt. In ihrer Show „Hinter dem Horizont“ malte sie mit Sand Bilder der größten Musiker. Da gleich im Anschluss die erste Runde Bingo an Bord stattfand, mussten wir uns beeilen rechtzeitig in der Schaubar zu sein.
Mit einer kurzen Verspätung startete die erste Veranstaltung der Travestiekünstlerin Funny Fantastic „Just Fanny“. Leider hat Funny unseren Geschmack nicht getroffen, die Witze waren für uns nichts Neues und da wir erst kurze Zeit davor eine andere Travestiekünstlerin an Bord gesehen hatten, entschlossen wir uns die zweite Vorstellung von Funny nicht mehr zu besuchen.
08.11.2020: Sonntag Lanzarote
Auf unserem Ausflug „Lanzarote auf einen Blick“ fuhren wir zwei Stunden entlang des Timanfaya-Nationalparks und der Südküste und konnten so einen guten Überblick über die Insel bekommen. Lanzarote ist zu drei Viertel mit Lava bedeckt und die wenigen Pflanzen die dort wachsen sind Kakteen und Flechten.
In Los Hervideros hielt der Bus an und wir konnten für einen Fotostopp aussteigen. Als 1730 bis 1736 die letzten Vulkane ausbrachen, floss an dieser Stelle die heiße Lava ins Meer und erstarrte. Normalerweise tummeln sich an dieser Stelle viele Touristen, doch außer unserm Bus waren nur ein paar Spanier vom Festland vor Ort um sich die Attraktion anzuschauen.
Anschließend fuhren wir weiter zu einer Bodega nach La Geria. Dort konnten wir den angebauten Wein verkosten und im angrenzenden Geschäft außer Wein auch Souvenirs kaufen.
Der Ausflug dauerte drei Stunden und kostete 35 €. Wir fanden den Ausflug sehr gut um einen Überblick über die Insel zu bekommen.
Am Nachmittag entspannten wir noch etwas auf dem Sonnendeck, doch die Sonne versteckte sich immer wieder hinter den Wolken.
Nach dem Abendessen besuchten wir die Vorstellung vom Gastkünstler Helmut Sanftenschneider „Die Helmut Sanftenschneider-Show“. Bei seinem ersten Soloabend unterhielt uns der Comedian mit Musik auf seinen beiden Gitarren über das Thema Kreuzfahrt.
09.11.2020 Montag, Seetag Teneriffa
Am Abend fand die zweite Vorstellung der Sandmalerin Eva Aibazova statt. In ihrer Show „In 18 Bildern um die Welt – eine traumhafte Reise in Sand gemalt“ nahm sie uns mit auf eine Reise um die Welt.
Anschließend versuchten wir noch einmal erfolglos unser Glück beim Bingo.
Um 21:30 Uhr schauten wir uns die Vorstellung „The Dream Show“ im Theater an. In einer akrobatischen Darbietung zeigten uns die Artisten eine Show über Träume und Wünsche und deren Verwirklichung. Wir hatten die Show bei unserer letzten Kreuzfahrt bereits gesehen, von daher war sie für uns nichts Neues.
10.11.2020: Dienstag Teneriffa
Nach dem Frühstück brachen wir zu unserem zweiten Ausflug auf der Reise auf. Wir hatten den Ausflug „Orotava-Tal und Puerto de la Cruz“ gebucht. Der Ausflug dauerte 4,5 Stunden und kostete 45 €.
Bei unserem ersten Halt hielten wir an einem Aussichtspunkt, dem Mirador de Humboldt. Der Aussichtspunkt wurde nach dem Naturforscher Alexander von Humboldt benannt, der 1799 eine Woche zu Forschungszwecken auf Teneriffa verbracht und über die tolle Aussicht schwärmt.
Am Mirador de Humboldt kann man das gesamte Tal vom Meer bis zum Pico del Teide sehen. Nachdem wir zahlreiche Fotos geschossen hatten, stiegen wir zurück in den Bus und fuhren zum Casa de Los Balcones in La Orotava. Im „Haus der Balkone“ kann man echte Kunsthandwerksarbeiten bewundern und im Inneren des Hauses befindet sich ein typischer Kanarischer Innenhof wie er im 17. Jahrhundert üblich war.
Anschließend durften wir uns ca. 30 Minuten im Botanischen Garten aufhalten. Da außer uns keine weiteren Personen den Garten besuchten, ließ uns der Reiseleiter den Garten auf eigene Faust erkunden. Der bereits 1788 angelegte Garten, ist einer der schönsten Botanischen Gärten und wird jährlich von mehr als 400.000 Besuchern besichtigt. Über 50.000 Gewächse aus allen Kontinenten finden auf der Fläche von 60.000 m² Platz. Die bekannteste Pflanze ist der Leberwurstbaum, dessen Früchte an Würste erinnert.
Nach einer kurzen Weiterfahrt kamen wir in der Stadt Puerto de la Cruz an. Vom Hafen von Puerto de la Cruz waren es nur ein paar Minuten bis zur Promenade auf der sich neben Hotels, Restaurant, zahlreichen Souvenir-Geschäften das Lago Martiánez befindet. Das 18.000 m² große Meerwasser-Freibad wurde in den 70er Jahren von dem kanarischen Künstler César Manrique gebaut.
Da die Promenade ebenfalls verwaist war, ließ uns der Reiseleiter wieder alleine unsere Runde drehen. Wir kauften in einem der vielen Souvenir-Geschäfte eine Postkarte und ein Magnet, danach gingen bis zum Ende der Promenade. Dort befindet sich der beliebte Stadtstrand Playa Jardin, der sonst sehr gut besucht sein sollte, doch auch dort waren kaum Menschen.
Am Abend besuchten wir die zweite Vorstellung von Helmut Sanftenschneider.
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