AIDAperla Südspanien Teil 1
1 Tag vor Abfahrt:
Nach der Arbeit fuhren wir mit der Bahn nach Frankfurt, wo wir eine Nacht in einem Hotel übernachteten. Leider hat uns unser Stammhotel Manhattan am Frankfurter Hauptbahnhof dieses Mal so enttäuscht, dass wir es nicht wieder buchen werden. Es war dreckig und sehr laut.
Am Abend wurden unsere Testergebnisse auf MyAIDA hinterlegt. Wir mussten dieses für den Check-In am Flughafen runterladen und ggf. ausdrucken.
28.08.2021 Anreise nach Palma de Mallorca:
Nachdem Check-Out machten wir uns mit der S-Bahn auf den Weg zum Flughafen. Der Schalter öffnete gerade als wir ankamen, daher entschlossen wir uns unsere Koffer abzugeben und anschließend zu Frühstücken. Auf dem Flughafen war dieses Mal etwas mehr los, als bei den letzten Reisen. Durch die Sicherheitskontrolle ging es allerdings sehr zügig und so saßen wir schon zeitig am Gate und warteten auf das Boarding.
Der Flug nach Palma de Mallorca verging wie im Flug, da wir den verpassten Schlaf der Nacht nachholten.
Am Flughafen in Palma herrschte allerdings das totale Chaos. Laut Anzeige sollten unsere Koffer auf Band 10 ankommen, nachdem wir aber eine Ewigkeit gewartet hatten und kein einziger Koffer kam. Teilte jemand mit, dass er seinen Koffer bei Band 13 gefunden hatte. Wir gingen daher alle zu Band 13, da kamen tatsächlich Koffer an. Jedoch lagen diese auf Grund eines Defekts wild verstreut vor dem Ausgabefach. Es waren allerdings bei weitem nicht alle Koffer. Inzwischen war auch eine Frau von AIDA gekommen, die sich wunderte warum wir nicht kamen. Sie informierte schließlich das Personal vom Flughafen und nach einer Weile kamen endlich die restlichen Koffer.
Wir wurden schnell auf die Busse verteilt und nach 30 Minuten Fahrt erreichten wir das Kreuzfahrt-Terminal.
Über zwei Stunden nach der Landung betragen wir endlich unsere Kabinen.
Wir nahmen unsere Rettungswesten und gingen zu unserer Musterstation im Fotostudio. Bei AIDA werden die Übungen noch mit Rettungswesten durchgeführt. Zum Glück musste man diese aber nicht mehr wie früher anziehen. Die Weste sah nämlich nicht besonders sauber und hygienisch aus.
Wir stellten fest, dass am Safe die Batterie leer war und sich so nicht schließen ließ. Daher machten wir uns auf den Weg zur Rezeption. Hier teilte man uns allerdings mit, dass wir uns zum Batteriewechseln auf der Kabine befinden müssen. Zurzeit hätte aber kein Mitarbeiter Zeit. Wir vereinbarten einen Termin auf später am Abend.
Zusätzlich fragen wir nach ergonomischen Kopfkissen, wie auf der Mein Schiff Flotte. Der Mitarbeiter hatte keine Ahnung was wir wollten und erst nach Rückfrage bei den Kollegen, wurde uns ein entsprechendes Kissen versprochen.
Da es zum Abendessen noch zu früh war, setzten wir uns in die AIDA Bar und tranken einen ersten Cocktail.
Zum Abendessen gingen wir ins Marktrestaurant. Vor dem Eintritt wird man gebeten sich die Hände zu waschen und danach von einem Mitarbeiter desinfiziert.
Am Platz scannt ein weiterer Mitarbeiter die Bordkarten. So kann nachverfolgt werden, wann man das Restaurant betreten hat und wo man saß. Softgetränke und Bier stehen vorbereitet an Tischen vor der Getränkeausgabe. Wein und Sonderwünsche müssen hingegen am Tisch bestellt werden.
Das Buffet ist zur Selbstbedienung. Vereinzelt liegen Handschuhe aus, diese sind jedoch keine Pflicht und in den 14 Tagen an Bord, habe ich keinen gesehen, der diese genutzt hat. Das Buffet darf nur in eine Richtung betreten werden, sodass man manchmal mehrere Runden dreht bis man alles zusammen hat. Teilweise wurde die vorgegebene Richtung von Passagieren auch einfach ignoriert. Genau diese Passagiere stritten dann mit dem Personal, weil sie ihre Hände nicht waschen wollen.
Nach dem Abendessen gingen wir auf die Kabine und packten unsere Koffer aus. Um 20 Uhr erschien eine Mitarbeiterin und tausche die Batterien im Safe aus. Im Anschluss machten wir uns sofort auf den Weg ins Theatrium um die erste AIDA Primetime anzuschauen. Die Prime Time wird moderiert von Tobias Grade, dem Entertainment Manager. Zu Gast war der General Manager Kai Botschek.
Zur Prime Time werden täglich verschiedene Mitarbeiter der Crew, wie beispielsweise der Kapitän eingeladen. Häufig sind auch Gastkünstler die gerade an Bord sind, ein Teil der Show. Täglich wird ein kurzer Film gezeigt, bei dem man anschließend mit Beantwortung einer Frage die Chance hat, am nächsten Tag einen Preis zu gewinnen. Zudem werden täglich drei Bilder gezeigt, die auf Instagram unter dem Hashtag Aidaperlamomente hochgeladen wurden. Am Ende der Reise wird das schönste Bild mit einem Preis belohnt.
Nach der Show gingen wir auf Deck 15 und schauten uns das Auflaufen aus Mallorca an.
29.08.2021: Seetag nach Alicante
Nach dem Frühstück im Weite Welt Restaurant, gingen wir auf Deck 16 und suchten uns einen Platz zum Sonnen. Den Vormittag verbrachten wir mit Lesen und Sonnen. Zum Mittagessen besuchten wir das Familien Restaurant Fuego. Normalerweise ist dieses Restaurant ein Buffet Restaurant extra für Familien mit Kindern. Zurzeit wird es aber als A-la-carte-Restaurant geführt. Außer Pizza gibt es noch Burger. Wir entschieden uns für Pizza. Leider war sie noch sehr teigig.
Da es bei AIDA keine Liegenpolizei gibt, konnten wir unsere Handtücher liegen lassen und nach dem Essen einfach wieder auf unsere Plätze zurückkehren.
Vor Corona gab es bei AIDA eine Kaffee- und Kuchen Stunde im Buffet-Restaurant. Jetzt bekommt man den Kuchen nur in der Perla Bar und Cafe Mare. Vier verschiedenen Sorten Kuchen sind in einem Schaukasten ausgestellt. Hier kann man sich seinen Kuchen aussuchen und beim Kellner bestellen. Die Kuchen waren leider sehr einfallslos und meist nur einfache Rührkuchen. Den Kaffee muss man ohne Getränkepaket extra bezahlen. Dieser war vor Corona am Nachmittag inkludiert.
Zum Abendessen gingen wir in das Marktrestaurant. Wir freuten uns über Schnitzel, Rotkraut und Knödel sowie Nudeln mit Tomatensoße. Nicht wissend, dass uns genau diese Speisen die nächsten vierzehn Tage täglich aufgetischt werden würden.
Nach der AIDA Prime Time mit dem Kapitän Tommy Möller, kam der Entertainment Manager Tobias erneut auf die Bühne um die Quizshow Wer wird Millionär zu moderieren.
Wie im Fernsehen zu Hause kann der Kandidat eine Million gewinnen. Allerdings nicht in Euro, sondern in Punkte. Je nach Punkteanzahl bedeutet dies ein Essen im Buffalo Steak House, eine Massage oder ein Gutschein für die nächste Reise. Vor Beginn der Show kann man sich ein Abstimmungsgerät ausleihen. Tobias stellte die Auswahlfrage, bei der man die Lösungen nach A, B, C und D sortieren muss. Der schnellste darf letztendlich auf den begehrten Stuhl und um die Millionen quizzen.
Mit dem Abstimmungsgerät darf man anschließend nicht nur bei der Publikumsfrage abstimmen, sondern bei jeder Frage seine Antwort eintippen. Am Ende der Show wird ein Gesamtsieger aus dem Publikum ausgewählt.
Der Kandidat hat leider die Million nicht erreicht, könnte sich aber trotzdem über einen tollen Gewinn freuen.
30.08.2021: Alicante
Nach einem Seetag erreichten wir montags das erste Mal wieder Land. Wir hatten einen Ausflug in Alicante gebucht.
Leider begann der Tag schon stressig, da der Ausflug um 8 Uhr starten sollte und um 07:30 Uhr erst das Restaurant zum Frühstück öffnete. Wir mussten feststellen, dass das Frühstück die gesamte Fahrt über immer erst sehr spät aufmachte.
Da die Ausflüge bei Buchungsfreischaltung teilweise schnell ausgebucht waren, blieb uns nicht viel Auswahl bei den Uhrzeiten. So mussten wir fast immer die ersten Ausflüge am Tag buchen. Wir haben die späten Öffnungszeiten zum Frühstück nicht nachvollziehen können. Auch an Seetagen gab es erst ab 8 Uhr Frühstück, das ist für Frühaufsteher natürlich sehr spät.
Pünktlich um 8 Uhr saßen wir im Bus zu unserem Ausflug „Alicante klassisch und Altstadt“.
Nach einer halbstündigen Panoramafahrt durch das Zentrum von Alicante, stiegen wir an der Flaniermeile La Explanada de Espana aus.
Mit unserem Guide Marc gingen wir zu Fuß durch die Stadt. Vom bekannten Casa Carbonell gingen wir zum Rathaus Ayuntamiento de Alicante.
Durch enge und verschlungene Gassen der Altstadt gingen wir bis zu einer Stelle, an der wir unseren nächsten Halt, die Festung Santa Barbara sehen konnten. Die Festung erhebt sich in 166 m Höhe und bietet einen tollen Ausblick über die Stadt.
Um die Festung zu erreichen, mussten wir allerdings erst zurück zur La Explanada de Espana gehen. Von dort brachte uns der Bus zur Festung. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Festung besaß einst sechs Zisternen. So konnten bis zu 14.000 dort lebenden Soldaten mit frischem Wasser versorgt werden.
Unser Ziel war die Aussichtsplattform ganz oben auf der Festung. So mussten wir erstmal einen steilen Anstieg in Kauf nehmen. Belohnt wurden wir dafür mit einem 360° Blick über die gesamte Stadt Alicante und die Umgebung. Sogar unser Schiff konnten wir von dort sehen.
Nachdem wir einige Fotos geschossen hatten, machten wir uns wieder an den Abstieg und der Bus brachte uns zurück zum Schiff. Der Ausflug dauerte drei Stunden und kostete 45 Euro.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Sonnen. Am Nachmittag schauten wir uns den Vortrag „Ocean Lounge: Ibiza und Mallorca“ des Lektors Michael Cornely an.
Zum Abendessen gingen wir ins Brauhaus. Wir bestellten Schnitzel mit lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat und Semmelknödel mit Pilzrahmsoße. Das Essen war sehr lecker.
Ich hatte auf der Festung ein Bild von der AIDAperla gemacht und auf Instagram unter dem Hashtag aidaperlamomente eingestellt. Dieses wurde bei der AIDA Prime Time gezeigt.
Im Theater wurde die Show Secret Garden Moments gezeigt. Die für die AIDAperla entworfene Show wurde auf die aktuellen Begebenheiten angepasst. Anstelle der üblichen Darsteller, wurde ein Teil der Show als Film auf die Leinwand projiziert. Der Rest wurde durch die beiden Tänzer und Artisten dargestellt.
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