Transsues - Von Antalya nach Dubai - Teil 1

Transsues – Antalya nach Dubai mit der Mein Schiff 5 im November 2022

Bereits im April 2020 buchten wir für den Herbst 2020 die Transreise mit Mein Schiff. Auf Grund von Corona wurde die Fahrt abgesagt. 

Im April 2021 kurz nach Buchungsstart für die Wintersaison 2022/2023 buchten wir erneut die Fahrt. Da wir so früh gebucht hatten, erwischten wir noch eine der Verandakabinen auf Deck 9. Ob die Fahrt überhaupt stattfinden würde und es bei den gebuchten Häfen bleiben würde, war bis zum Sommer 2022 ungewiss. 

Nach und nach wurden wir zuversichtlicher, dass die Reise stattfinden würde. Die Ausflüge wurden freigeschalten und Infos über Impf- und Testvorgaben wurden veröffentlicht. 

Leider hatten wir sehr schlechte Flugzeiten erwischt, so ging es erst am späten Mittag nach Antalya, wo wir um 19:15 Uhr landen sollten. Der Rückflug hingegen war bereits für 08:40 Uhr gebucht, sodass wir sehr früh das Schiff verlassen müssen. 

Wir buchten über das Schiff je einen Ausflug in Alexandria, Aqaba in Jordanien und Muscat. Für Salalah entschieden wir uns einen Ausflug über meine-landausflüge.de zu buchen. 

Die Testvorgaben sahen einen Selbsttest 2-3 Tage vor Kreuzfahrtbeginn und einen Test in einem Testzentrum 24 Stunden vor Abflugzeit. 

Über die Impfvorgaben herrschte lange Zeit Ungewissheit. Letztendlich wurde mitgeteilt, dass eine zweifache Impfung ausreichend ist. 

Anreise: 05.11.2022

Obwohl unser Flug erst um 13:45 Uhr startete, machten wir uns bereits sehr früh auf den Weg zum Flughafen. Da man sich auf die Bahn leider nicht verlassen kann, wollten wir lieber die Zeit am Flughafen absitzen. 
Um kurz nach 19:00 Uhr landeten wir in Antalya, hier mussten wir zum Glück nur kurz auf die Koffer warten. Dort merkten wir, dass wir auf dem Flug den Gepäckanhänger eines Koffers verloren hatten. Am Hafen sagten wir Bescheid, ein Mitarbeiter sagt, dass dies kein Problem sei. Solange am Koffer noch der Anhänger vom Flug befestigt ist, findet man die entsprechende Kabine anhand des Namens. 

Der Check-In am Hafen von Antalya war leider der schlimmste Check-In den wir jemals hatten. Wir dachten, wir wären die Letzten die an Bord gehen würden, aber da hatten wir uns getäuscht. Die Busse sammelten sich bereits vor dem Gebäude, mit hunderten von Menschen, die alle durch eine einzige Tür mussten. Nachdem wir vor der Tür unsere Gesundheitsbögen abgegeben hatten, ging es durch die Passkontrolle der türkischen Polizei. Das Gebäude bestand aus einem großen Raum, an dessen Ende sich die Schalter mit den Mitarbeitern des Schiffs befanden. 

Es war sehr schlecht organisiert, da sich die Passagiere nach der Polizeikontrolle in einer Schlage einreihen mussten, aber es viel zu eng dafür war. 
Wir waren froh, als wir endlich eingecheckt waren und aus dem Gebäude rauskamen. Die Pässe wurden sofort vom Schiff einbehalten. 

Nachdem wir einen ersten Blick in die Kabine geworfen hatte und unsere Jacken abgelegt hatten, gingen wir noch in den Anckelmannsplatz. Dort war so voll wie sonst nur am Abreisetag. Wir bekamen mit Not einen Platz und konnten endlich etwas essen. 
Anschließend gingen wir nochmal auf unsere Kabine und stellten fest, dass unsere Koffer bereits da waren. Bei dem Chaos auf dem Hafengelände, hatten wir damit gerechnet, die Koffer irgendwann in der Nacht zu erhalten. 

Das Ablegen war für 22:30 Uhr angekündigt. Um 22:45 Uhr führte das Show-Ensemble auf dem Pooldeck eine kleine Show auf und der Kreuzfahrtdirektor Markus Kummerer hielt eine kurze Rede. 

Durch die Zeitumstellung waren wir total erledigt und gingen kurz danach ins Bett.  

Alexandria, Ägypten:

Nach einem Seetag erreichten wir um 6:00 Uhr Alexandria in Ägypten. Die meisten der Passagiere hatten für diesen Tag einen Ausflug nach Kairo zu den Pyramiden gebucht. Wir wollten allerdings nicht zur bekannten „Pyramide von Gizeh“, da uns die dreistündige Fahrt pro Strecke abschreckte

Stattdessen buchten wir den Ausflug „Alexandria Stadtrundfahrt mit Bibliothek“, welcher um 07:30 Uhr startete. Insgesamt waren wir drei Busse, die von Polizeiwagen begleitet wurden.
An der Küstenstraße, Corniche genannt, fuhren wir bis zu den Gärten des „Montazah Palace“. Normalerweise kann man den Park gegen einen Eintrittspreis besuchen und dort ein paar schöne Stunden im Grünen verbringen. Im Vorfeld wurde uns bereits verkündet, dass dort Umbauarbeiten stattfinden und wir den Bus nicht verlassen dürfen. Eintritt wurde allerdings trotzdem verlangt, dieser war aber im Ausflugspreis enthalten. Die Gärten sind bestimmt schön anzusehen, wenn nicht gerade Bauarbeiten stattfinden. Die Busfahrer mussten sich immer wieder durch Absperrungen kämpfen und wussten manchmal nicht wie sie fahren sollten. 
Am Rand der Gärten befinden sich mehrere Hotels und der „Al-Montazah Palast“. Der Palast war die frühere Sommerresidenz von König Fuad I. Als Vorbild für den Palast galt ein Schloss in Genua. Am Palast angekommen erlaubten uns die Polizisten plötzlich doch den Bus zu verlassen. So konnten wir immerhin ein paar Fotos vom Palast machen. 
Anschließend fuhren wir die gesamte Corniche wieder zurück bis zur „Qaitbay-Zitadelle“. Die Zitadelle wurde 1477 bis 1479 als Festung zur Küstenverteidigung gegen die Osmanen gebaut. Nach mehreren Zerstörungen wurden die Gebäude immer wieder neu aufgebaut und renoviert, bis sie 1984 zu einem Museum umgewandelt wurden. Heute beherbergt es unter anderem ein Meeresmuseum. Im Ausflug war nur eine Außenbesichtigung enthalten, was bedeutet, dass wir lediglich ein Stück Mauer hinter einem Zaun sehen konnten. Immerhin gab es dort eine Reihe von Händlern die Waren wie Magnete, Postkarten und Lederwaren anboten. 

Als nächstes erreichten wir die „Abu-l-Abbas-al-Mursi-Moschee“. Obwohl die Moschee mit knapp 80 Jahren noch nicht besonders alt ist, ist sie doch eine der wichtigsten Moscheen in Alexandria. Gebaut wurde sie von 1929 – 1945 nach Entwürfen eines italienischen Architekten. Davor befand sich auf dem Gelände die ursprüngliche Moschee von 1306. Diese wurde neben dem Grabmal von al-Mursis errichtet. 

Als letztes war die Innenbesichtigung der berühmten „Bibliothek von Alexandria“ an der Reihe. Die Eröffnung fand 2002 Nahe der Stätte der antiken „Bibliothek von Alexandria“ statt. Zur Bibliothek gehören ebenfalls ein Kulturzentrum mit Museum und Galerien, Forschungsinstitute, ein Veranstaltungszentrum und ein Planetarium. Sie bietet 2.000 Leseplätze und eine Fläche für 8 Millionen Bücher. 
Für den Bau zuständig waren neben der ägyptischen Regierung die UNESCO. 
Bereits 1970 wurde über den Bau nachgedacht. In der Nähe befand sich die im 3. Jahrhundert v. Chr. erbaute, bedeutendste und größte Bibliothek der Antike. Die Sammlung soll damals aus bis zu 700.000 Schriftrollen bestanden haben. Diese wurden mehrmals schwer beschädigt, bis nach der Islamisierung Ägyptens nichts mehr davon übriggeblieben ist. 
Nachdem 1985 das 45.000 m² große Grundstück erworben wurde, dauerte es weitere fünf Jahre bis die Finanzierung des Riesenprojekts gegeben war. Die größten Geldgeber mit insgesamt 65 Mio. US-Dollar waren unter anderem die Regierungen von Irak, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. 27 Mio. US-Dollar wurden von weiteren 26 Staaten gespendet. Die ägyptische Regierung stellte 120 Mio. US-Dollar bereit. 
Das markanteste Merkmal ist das zum Meer hin geneigte scheibenförmige Glasdach mit 160 m Durchmesser. Insgesamt hat das Gebäude elf Stockwerke, wovon vier unterirdisch angelegt sind. 

Wir hatten 45 Minuten Aufenthalt in der Bibliothek und konnten daher nur einen Bruchteil erkunden. Dafür fanden wir immerhin das kleine und bescheidene „Deutsche Eck“.
Nach insgesamt 4,5 Stunden erreichten wir wieder das Schiff. Der Ausflug war meiner Meinung nach etwas trocken und für 59 € zu teuer. Die Zitadelle hätte man sich sparen können, da man von außen nur eine Mauer sieht. Den Garten hätte man während den Baumaßnahmen durch eine Alternative ersetzen können. 

Hier gehts zum nächsten Teil 👉 Teil 2

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