Transsues - Von Antalya nach Dubai - Teil 2
Passage Sueskanal:
Nach einem Seetag erreichten wir nachts gegen 03:00 Uhr den Beginn des Sueskanals in Port Said im Norden. Der Sueskanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bildet die Grenze zwischen Afrika und Asien. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1869 betrug seine Länger 164 km. 2009 wurde die Vertiefung fertiggestellt und die Länge beträgt seitdem 193,3 km.
2015 wurde ein neuer 37 km langer Kanalabschnitt parallel zum Alten eröffnet, der die bisherige Strecke begradigt und das gleichzeitige passieren von Schiffen in beiden Richtungen ermöglicht.
Die Durchfahrt startet im Konvoi wobei Kreuzfahrtschiffe den Anfang machen. Wir waren das dritte Schiff, vor uns fuhr die Semester at Sea und ein weiteres Kreuzfahrtschiff. Hinter uns fuhren Tanker und Containerschiffe. Der Kanal ist in vier Abschnitte aufgeteilt und wird von dem jeweiligen Lotsen der Passage gefahren. Jedes Schiff wird von 3-4 Schlepper begleitet.
Während der Durchfahrt passiert das Schiff insgesamt 14 Fährverbindungen, zwei Brücken und einen Tunnel.
Wir verbrachten den ganzen Tag auf Deck 14, lediglich für die Durchfahrt durch die Sueskanal-Brücke ging ich auf die Kabine um Fotos vom Heck aus des Schiffes zu machen. Bis 2011 hieß die Brücke noch Mubarak-Friedensbrücke. Die vierspurige Schrägseilbrücke ist 70 m hoch und 3,9 km lang.
Die Durchfahrt dauert ungefähr 12 Stunden und kostet ca. 300.000 US-Dollar pro Schiff.
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir das Ende des Sueskanals bei Port Taufiq bei Sues. Damit endete auch der Befall der Fliegen, der sich im Laufe der Durchfahrt enorm gesteigert hatte.
Safaga, Ägypten:
In Safaga bietet das Schiff hauptsächlich Strandaufenthalte, eine Fahrt nach Luxor oder ins 60 km entfernte Hurghada an. Die Fahrt nach Luxor dauert ca. vier Stunden, das kam für uns nicht in Frage. Wir verließen daher das Schiff auf eigene Faust. Der Hafen ist ein reiner Industriehafen, bis zur Hauptstraße muss man daher ca. ein Kilometer zu Fuß gehen.
Wir gingen die Hauptstraße nach links und rechts entlang. Allerdings ist Safaga nichts für Touristen. Außer ein paar Läden in denen die Einheimischen Obst und Gemüse kaufen, gab es nichts. Nach einer Stunde waren wir wieder zurück an Bord und genossen die Ruhe.
Aqaba, Jordanien:
Bereits am Nachmittag erreichten wir Aqaba in Jordanien. Der Hafen befindet sich am Ende vom Golf von Aqaba, einem Seitenarm des Roten Meers. Auf der einen Seite befindet sich Jordanien und auf der anderen Seite Israel. In der Stadt leben ca. 80.000 Einwohner.
In Aqaba angelegt, musste das komplette Schiff zum Face-Check bei den Behörden. Dies verzögerte sich allerdings, da erst die Passagiere mit gebuchten Ausflügen kontrolliert wurden.
Da der Hafen nicht zu Fuß verlassen werden durfte, gab es einen kostenpflichtigen Shuttle (9 €). Dieser pendelte von 17:00 – 23:59 Uhr zwischen dem Hafen und einer Einkaufsstraße in Aqaba. Am nächsten Tag fuhr der Shuttle zwischen 8:00 und 17:30 Uhr.
Nachdem das Schiff über Nacht im Hafen lag, mussten wir um 6 Uhr zu unserem Ausflug „Felsenstadt Petra mit Lunchpaket“ aufbrechen. Auf dem Weg zum Bus bekamen wir noch unser inkludiertes Lunchpaket.
Während der zweistündigen Anreise nach Petra machten wir einen kurzen Stopp an einem Souvenirshop.
Kurz vor 9 Uhr erreichten wir Petra und machten uns mit unserem Reiseleiter Tarik auf den Weg zum Eingang des Besucherzentrums.
Nach einer Toilettenpause ging es den schmalen, unebenen Pfad durch die hohen Felswände bis zur Felsenstadt. Tarik erzählte uns zwar allerhand Wissenswertes über die Bauweise. Allerdings hielt es sich auch sehr lange damit auf, uns Gebilde in den, durch die Natur geschliffenen Felswände zu zeigen. So konnte er verschiedene Tiere in den Felswänden ausmachen.
Nach ca. einer Stunde Fußweg erreichten wir endlich das berühmte Schatzhaus. Dort machte Tarik ein Gruppenfoto von uns, dieses wurde anschließend ausgedruckt und konnte bei ihm gekauft werden.
Tarik führte uns weiter zum Theater und den weiteren Sehenswürdigkeiten. Irgendwann durften wir alleine los und schauten uns die Sehenswürdigkeiten wie die Königsgräber, der Opferplatz oder das Löwen Triclinium in unserem eigenen Tempo an.
Um 12 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Besucherzentrum. Tatsächlich war der Rückweg sehr anstrengend, da es langsam wärmer wurde und es bergauf ging. Um 13.30 Uhr machte sich der Bus auf den Rückweg zum Hafen.
Hier gehts zum nächsten Teil 👉 Teil 3
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