Transsues - Von Antalya nach Dubai - Teil 3
Durchfahrt durch den Golf von Aden
Nichtgläubige dürfen den Teppich nicht betreten, daher ist während den Besichtigungszeiten auf dem Teppich ein blauer Läufer verlegt. Über dem Raum wölbt sich eine 50 m hohe Kuppel, in dem der größte Kronleuchter der Welt hängt. Er misst 8 x 14 Meter und trägt 1.122 Lampen. Das vergoldete Metall ist mit reichlich Swarovski-Kristallen behangen und wiegt 8 Tonnen. Gefertigt wurde er von der deutsch/italienischen Firma Faustig.
Um vom Mittelmeer in den Orient zu gelangen, müssen alle Schiffe durch den Golf von Aden fahren. In diesem Gebiet gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen, da es vereinzelt noch zu Angriffen von Piraten kommt. Kreuzfahrtschiffe sind seit vielen Jahren kein Ziel mehr von Piraterie, da sie auf Grund der Wendigkeit und Schnelligkeit keine attraktive darstellen.
Für die Fahrt durch den Golf von Aden gilt auf der Brücke erhöhte Aufmerksamkeit. Daher ist besonders nachts eine gute Sicht erforderlich. Die Passagiere wurden deshalb gebeten, die Fenster zu verdunkeln und die Balkonbeleuchtung nicht einzuschalten. Die Außenbereiche waren weiterhin zugänglich, lediglich schwacher beleuchtet.
Im Fall, dass das Schiff auf Piraten trifft, ist die Crew mit speziellen Trainings geschult. Für Gäste gibt es ein Notfallplan der mit dem Codewort „Operation Safe Haven“ der durch den Kapitän in Kraft tritt. Falls es dazu kommt, werden die Gäste gebeten, sich in den Innenbereich des Schiffs zu begeben und auf Anweisungen der Crew zu warten.
Salalah, Oman
Salalah befindet sich im Südwesten des Sultanats Oman und beheimatet ca. 375.000 Einwohner.
In Salalah hatten wir eigentlich einen Ausflug über meine-landausfluege.de gebucht, dieser wurde auf Grund zu weniger Teilnehmer abgesagt. Gerne hätten wir die bekannten Meerwasser-Fontänen „Blowholes“ gesehen, aber der Mein Schiff Ausflug war lange vor Reisebeginn ausgebucht.
Bei einem Strandurlaub vor einigen Jahren haben wir bereits den Sultanspalast, den Goldsouk und die Mall gesehen. Daher entschieden wir uns spontan den Ausflug „Stadtrundfahrt durch Salalah“ zu buchen. Nach einem Fotostopp an der Großen Moschee, hielten wir bei einem Obstverkäufer am Straßenrand.
Für umgerechnet 0,75 € kauften wir eine Kokosnuss. In der Ausflugsbeschreibung stand, Besichtigung einer Frucht- und Gemüseplantage. Außer dem kurzen Stopp am Verkaufsstand, war keine Besichtigung dabei.
Anschließend stoppten wir am Al Baleed Museum. Das Museum bietet einen Überblick über die Geschichte des Oman und des Weihrauchs.
Wir gingen gemeinsam mit unserem Reiseführer in die History Hall, anschließend sollte es in das Weihrauchmuseum gehen. Allerdings wurden wir nach fünf Minuten von den Wachen gebeten, das Museum zu verlassen, da wir unsere Knie nicht vollständig bedeckt hatten.
Wir fanden dies aber nicht so schlimm, da das Museum nicht wirklich interessant war. Daher schauten wir uns das Außengelände an. Dort gibt es einen Weg bis zum Strand, dafür war die Zeit leider zu kurz.
Als nächstes hielten wir am Haffah Souk. Der Souk wurde gerade renoviert bzw. wird in der Nähe neueröffnet.
Wir gingen durch den Souk und schauten uns die Souvenirs an und gingen anschließend zum Strand. Dort kann man durch ein offenes Tor in die Außenanlage des Al Husn Palastes schauen.
Da am nächsten Tag Nationalfeiertag war, waren die Straßen sehr voll und überall wimmelte es von Polizisten.
Nach vier Stunden hielten wir wieder im Hafen von Salalah. Der Ausflug kostete 59 € und war meiner Meinung nach zu teuer. Den Teil vom Museum den wir gesehen hatte, war ein großer Raum mit einer halben Dhau und ein paar Ausstellungsstücken. Bei einem früheren Ausflug haben wir zwar auch keine Obstplantage gesehen, aber immerhin wurden uns ein paar Palmen und Obstbäume gezeigt.
Der Hafen liegt ca. 25 km von der Stadt entfernt. Bis zum Hafenausgang fährt ein Shuttle, anschließend ist man auf ein Taxi angewiesen. Die Gesundheitsbehörde in Salalah hat uns leider dazu verdonnert, den ganzen Tag einen Mundschutz zu tragen.
Muskat, Oman
Nachdem wir in Salalah die Karibik des Orients gesehen hatte, waren wir mit Muskat im Ort des Falles. Dies bezieht sich auf das Fallenlassen des Ankers. Obwohl Muskat die Hauptstadt des Omans ist, leben in der Stadt nur ca. 30.000 Einwohner.
Die Stadt selber ist sehr modern, mit Hochhäusern, modernen Krankenhäusern und großen Einrichtungen wie z.B. der Börse. Muskat ist auf keinen Fall mit Dubai zu vergleichen und war auch nie im Sinne des Sultans Qabus. Als dieser 1970 seinen Vater friedlich entmachtete, begann er mit der Modernisierung des Landes. Mehr als 50 % der Staatseinnahmen werden durch die Förderung von Erdöl gewonnen. Für die Zeit nach dem Erdöl wurden bereits neue Wirtschaftszweige wie Infrastruktur, Investment, Tourismus aber auch Erdgas gebildet.
Unser Ausflug „Stadtrundfahrt durch Muskat“ startete um 8:30 Uhr. Auf dem Weg zur Großen Sultan-Qabus-Moschee machten wir einen kurzen Fotostopp am Royal Opera House.
Auf dem Parkplatz der Moschee wurden wir auf die Kleiderordnung hingewiesen. Arme und Beine müssen bis zu den Knöcheln bedeckt sein und Frauen müssen ein Kopftuch tragen. Am Eingang wird dies entsprechend kontrolliert. Zum Betreten der einzelnen Gebäude müssen die Schuhe ausgezogen werden.
Die Errichtung der Anlage wurde 1992 vom Sultan Qabus beschlossen und 2001 mit einer feierlichen Eröffnung abgeschlossen. Der Komplex wurde aus 300.000 Tonnen indischem Sandstein errichtet.
Neben einer großen Männergebetshalle, einer kleineren Frauengebetshalle, fünf Minaretten, zwei großen Bogengängen, gibt es auch ein Informationszentrum und eine Bibliothek. Die Baukosten wurden ursprünglich mit umgerechnet 33 Mio. € veranschlagt, tatsächlich werden sie aber auf das doppelte geschätzt.
Die Moschee bietet Platz für bis zu 20.000 Gläubige. Der in der großen Männergebetshalle verlegte 4.293 m² große Teppichboden wurde im Iran in Einzelteilen handgeknüpft. Für den Teppich benötigten 600 Knüpferinnen ca. drei Jahre. Für die Zusammenführung der Einzelteile wurden weitere vier Monate benötigt. Der Teppich wiegt ca. 22 Tonnen und soll 5,5 Mio. € wert sein. Bis zur Eröffnung der großen Moschee in Abu Dhabi war er der größte Gebetsteppich der Welt.
Nichtgläubige dürfen den Teppich nicht betreten, daher ist während den Besichtigungszeiten auf dem Teppich ein blauer Läufer verlegt. Über dem Raum wölbt sich eine 50 m hohe Kuppel, in dem der größte Kronleuchter der Welt hängt. Er misst 8 x 14 Meter und trägt 1.122 Lampen. Das vergoldete Metall ist mit reichlich Swarovski-Kristallen behangen und wiegt 8 Tonnen. Gefertigt wurde er von der deutsch/italienischen Firma Faustig.
Anschließend ging es mit dem Bus zurück an die Küste, zum Souk von Muttrah. Dort hatten wir freie Zeit zur Verfügung. Der Souk von Muttrah gilt als einer der ältesten Märkte der arabischen Welt. Auf Grund der Nähe zum Wasser galt er schon von 200 Jahren als Handelsplatz für Waren aus aller Welt.
Wir haben uns auf dem Souk umgeschaut, allerdings war uns dieser zu laut und überlaufen. Daher sind wir noch etwas am Wasser entlanggebummelt, bis der Bus uns wieder abgeholt hat.
Weiter ging es zum Bait-Al-Zubair-Museum. Das seit 1998 privat geführte Museum präsentiert eine große Sammlung von omanischen Artefakten, historische Waffen, traditionelle Kleidung und Haushaltsgegenstände.
Den letzten Stopp legten wir am Sultanspalast „Qasr al-Alam“ ein. Der Palast wurde Anfang der 70er im Auftrag des Sultans errichtet. Er dient heutzutage hauptsächlich zu repräsentativen Zwecken, wie einem Staatsempfang oder der Tea Party zum Nationalfeiertag.
Nach einer kurzen Erklärung zum Palast durften wir uns eigenständig auf dem Gelände bewegen. Wir gingen bis zum Tor und machten einige Fotos. Der große Teil der Gruppe wurde vom Reiseleiter begleitet.
Eigentlich sollten wir uns 15 Minuten später an der freien Stelle rechts vom Palast wieder treffen. Dort trafen wir auf sieben weitere Personen aus unserem Bus. Weder der Bus noch die restlichen Personen aus der Gruppe, warteten dort. Wir gingen zurück zur Stelle, wo der Bus uns ausgeladen hatte, doch auch dort war niemand. An dem Sammelpunkt der anderen Busse befand sich ebenfalls keiner aus unserer Gruppe. Daher fragten wir einen der Busfahrer, der nach längerem Versuch unseren Busfahrer erreichte. Dieser war bereits auf dem Weg zurück zum Schiff. Unser Fehlen hat der Reiseleiter entweder nicht bemerkt oder war ihm zu dem Zeitpunkt egal.
Der andere Busfahrer bot uns an, uns mit zum Schiff zu nehmen, sobald seine Gruppe fertig war. Doch unser Bus tauchte plötzlich wieder auf, scheinbar war es dem Reiseleiter doch unangenehm das Schiff ohne die neun Personen zu erreichen.
Nach 4,5 Stunden erreichten wir den Hafen wieder. Der Ausflug kostete 49 € und war sehr interessant.
Hier gehts zum letzten Teil 👉 Teil 4
Kommentare
Kommentar veröffentlichen