Khasab, Oman
Khasab ist bekannt für seine atemberaubende Fjordlandschaft. Auf Empfehlung einer Freundin haben wir den Ausflug „Traditionelle Bootsfahrt durch die Fjordwelt“ bei Mein Schiff gebucht. Sie hatten den Ausflug ein paar Wochen vor uns gemacht und war begeistert. Außerdem sahen sie viele Delfine, die ganz nah das Boot gekommen waren.
Den Ausflug startet einen kurzen Fußweg entfernt vom Schiff. Dort bestiegen wir das typische traditionell geschmückte Holzboot – Omani Dhau.
Insgesamt waren wir fünf Boote mit ca. 40 Personen. Bereits nach kurzer Zeit erreichten wir die Fjorde von Khasab. Wir wurden langsamer, da das Boot vor uns Delfine entdeckt hatte. Eine Gruppe von Delfinen schwamm zwischen den beiden Booten umher, sodass wir Fotos machen konnten.
Nach einer einstündigen Fahrt, bei der wir immer wieder Delfine sahen, hielten wir am Badestopp – der Telegrapheninsel.
Die Telegrapheninseln erhielt ihren Namen durch eine Telegraphenkabel-Repeaterstation, die 1864 als Teil der Verbindung zwischen London und Indien auf der Insel errichtet wurde. Allerdings war sie wegen unerwarteter Probleme, unter anderem der Hitze nur wenige Jahre in Betrieb.
Während die meisten Gäste sich im kalten Wasser erfrischten, blieben wir an Bord und naschten von den Früchten und Datteln. Softgetränke und Kaffee waren ebenfalls inklusive.
Nach dem 30-Minütigen Badestopp fuhren wir langsam wieder zurück zum Hafen. Auf dem Weg zeigt uns der Kapitän noch umliegende Fischerdörfer.
Der Ausflug kostete 68 € und dauerte 3,5 Stunden. Wir sahen viele Delfine und einen kleinen Hai. Sie kamen zwar nicht so nah an Bord, wie bei meiner Freundin, aber es war trotzdem ein schönes Erlebnis.
Nachdem wir an Bord zu Mittag gegessen hatten, machten wir uns noch auf den Weg in die Stadt. Die Stadt hat außer einer Festung und einem Supermarkt nicht viel zu bieten. Wir wollten uns den Lulu Supermarkt anschauen. Man kann den Hafen einfach zu Fuß verlassen und die ca. 2 km bis zum Supermarkt zu Fuß gehen, der gesamte Weg ist mit einem Gehweg ausgestattet.
Lulu ist vergleichbar mit Kaufland oder Globus, neben Lebensmittel gibt es auch Elektronik und eine Textilabteilung. Nachdem wir uns ausgiebig umgeschaut haben, kauften wir zwei Oman T-Shirts. Bezahlen konnten wir mit US-Dollar. Generell waren die Preise sehr gut, gerade Drogerieprodukte waren billiger als in Deutschland.
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
In Dubai wollten wir unbedingt den Miracle Garden anschauen. Wir waren bereits mehrmals in Dubai, der Garten hat aber nur über die Wintermonate geöffnet. Der Garten ist sehr weit außerhalb und nur schlecht zu erreichen. Wir wollten eigentlich mit dem Shuttle zur Dubai Mall fahren und von dort weiter zum Garten. Allerdings war nicht sicher, ob der Shuttle zu dem Zeitpunkt fahren würde, daher buchten wir den Ausflug über das Schiff.
Die Fahrt vom Hafen zum Schiff beträgt ca. 40 km, die wir in Rekordgeschwindigkeit hinter uns gebracht hatten. Da die beiden Orte am jeweils anderen Ende von Dubai liegen, durchfährt man praktisch ganz Dubai und bekommt einen tollen Einblick in die Stadt.
Da wir so früh waren, mussten wir noch vor dem Tor warten, bis der Park eröffnet wurde. Für uns hatte dies der Vorteil, dass wir praktisch alleine im Park waren. Anstelle der geplanten 1,5 Stunden hatten wir sogar 2 Stunden um uns alles anzuschauen.
Der Garten verteilt sich auf 72.000 m² und wurde 2013 eröffnet. Als größter natürlicher Blumengarten der Welt ist dies ein wahrhaft spektakulärer Ort, den man gesehen haben muss. Neben dem bekanntesten Bauwerk – eine riesige Emirates A380 komplett in Blumen verhüllt gibt es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Neben einem Herztunnel, dem Disney Schloss und Figuren gab es extra zur WM ein Fußballdorf mit den Schlümpfen.
Anschließend fuhren wir zur Mall of the Emirates. Dort wurden wir in der Tiefgarage aus dem Bus gelassen und gingen gemeinsam mit unserem Reiseleiter in das Gebäude. Nachdem wir einen Treffpunkt ausgemacht haben, durften wir uns alleine umschauen.
Wir waren bereits mehrfach in der Mall und machten daher nur schnell ein Foto von der Eishalle und gingen dann in den Lulu Supermarkt, da ich noch auf der Suche nach Magneten und Postkarten war.
Im Supermarkt wurde ich schnell fündig, leider war danach keine Zeit mehr für weitere Geschäfte, da die Mall einfach zu groß ist und die Zeit zu kurz war.
Der Ausflug kostete 65 € und war sein Geld mehr als wert. Den Garten muss man gesehen haben. Er eignet sich ideal für einen 2-3 Stunden Ausflug, bei dem man sich in Ruhe umschauen kann. Am besten geht man gleich morgens zur Eröffnung, dann ist es sehr ruhig.
Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Schiff, da es sehr heiß war und wir noch die letzten Stunden an Bord verbringen wollten, bevor es am nächsten Tag nach Hause ging.
Unterhaltung
Während der 17-tägigen Reise wurden wir von diversen Shows und Programmen von Gastkünstlern unterhalten.
Travestiekünstlerin Joy Peters
Joy ist nicht nur Sängerin, Schauspielerin und Comedian sondern auch Buchautorin. In insgesamt vier Shows erzählt sie wie sie bereits als Kind einer österreichischen Kaufmannsfamilie wusste, dass sie einmal „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ stehen möchte.
Tanzlehrerin Stefanie Gittel
Wer Lust auf tanzen hatte, war bei Stefanie Gittel bestens aufgehoben. Sie bot neben Tanzkurse zu Oldies, Partytime oder Querbeet auch Tanzabende an.
Rudi Lauer
In seinen Shows „Unn?“ oder „Ei joo“ unterhielt Rudi Lauer mit saarländischer Comedy und lustigen Zaubereien.
RTL Produktion – Der Schiffsarzt
Die auf der Mein Schiff 3 produzierte Arztserie wurde auf der großen Leinwand im Studio gezeigt. Für die Kinoatmosphäre sorgte frisches Popcorn.
Workshops
Diverse Workshops wurden während der Reise angeboten, z.B. Sushi-Zubereitung, Siebdruck, Wein-Verkostung, Mal-Kurse, Bier-Verkostung, Whisky-Verkostung und vieles mehr.
Unterhaltung
Natürlich wurden auch die typischen Unterhaltungen die auf keiner Kreuzfahrt fehlen dürfen, angeboten. Es gab eine Pool-Party, Bingo, Mein-Schiff-Quiz, Schlager-Party, Shuffleboard, Kino-Abend, White-Night und noch vieles Weiteres.
Als besonders Highlight für alle Karnevalisten wurde am 11.11. um 11:11 Uhr die närrische Zeit eröffnet. Neben einer Büttenrede wurden auch reichlich Berliner verteilt.
Für die kleinen Gäste wurde am Abend ein St. Martins Umzug über das Pooldeck durchgeführt.
Show durch das Theater-Ensemble
Rockshow, Spooktakel – Tanz der Unsterblichkeit, Crew-Show, Einmal um die Welt, Dream-Show und Meine Musical-Gala. Die Crew-Show war wie immer eins der Highlights an Bord. Das Spooktakel hat uns ebenfalls sehr begeistert. Wenn man öfter auf Kreuzfahrt geht, sieht man immer wieder die gleichen bzw. ähnlichen Shows. Da freut man sich über eine neue Produktion gibt.
Kulinarische Highlights
Auch kulinarisch wurde auf der Reise einiges angeboten, es neben dem für Mein Schiff typischen Käse-, Austern- und Schoko-Buffet spezielle Buffets. Beispielsweise ein Mediterranes Buffet, ein Mezze-Buffet und Pasta-Buffet.
Kapitän Ioannis Anastasiou
Der Kapitän auf unserer Reise war, der für die meisten als „Kapitän Aus“ bekannte Seefahrer. Seit 2014 ist er als Kapitän bei Tui Cruises angestellt.
Kreuzfahrtdirektor Marcus Kummerer
Wir kannten Marcus Kummerer bereits als Lektor und waren gespannt wie er seinen neuen Job als Kreuzfahrt-Direktor meistern wird. Allerdings war wir ein wenig enttäuscht, da er nicht besonders präsent war und seinen Durchsagen etwas Pep gefehlt hat.
Lektor Harald Spilker
Neben interessanten Vorträgen zu unseren Reisezielen, unterhielt er uns auch mit Lesungen aus seinem Buch „Unten innen geht auch“.
Während der Reise wurden unsere Reisepässe immer wieder eingesammelt und wieder ausgegeben, da jedes Land eigene spezielle Kontrollen durchführt und Visa-Eintragungen vornimmt.
Fazit
Die Reise hat uns sehr gut gefallen. Es ist tatsächlich schade, dass die Reise nur viermal im Jahr stattfindet. Gerade ein Ort wie Petra sollte man einmal im Leben gesehen haben.
Die insgesamt 9 Seetage gingen sehr schnell vorbei und die Passage durch den Sueskanal ist sehenswert. Wir hatten Glück, dass wir für die Fahrt eine Verandakabine erwischt haben. Durch den großen Balkon hat man viel Platz und die Möglichkeit sowohl seitlich als auch nach hinten rauszuschauen.
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