Mein Schiff 2 - Orient Kreuzfahrt 2023/2024 - Teil 2

Doha: 16.12.2023

Doha bedeutet „die Bucht“ und ist die Hauptstadt von Katar. Die Stadt mit ihren ca. 600.000 Einwohnern liegt am Persischen Golf. Katar ist in den letzten Jahren hauptsächlich durch die Fußballweltmeisterschaft 2022 bekannt geworden. Doch bereits 2015 war sie Gastgeber der 15. Asienspiele, für diese wurden eigens große Sportgelände mit Stadien gebaut. Katar würde außerdem gerne die Olympischen Spiele austragen, durch das heiße Klima im Sommer ist dies aber nicht möglich. 

Auf Bildung wird ein großer Wert gelegt, so gibt es neben der „Universität von Katar“ noch sechs Ableger ausländische Universitäten wie „Georgetown“, „Texas“ und sogar einen Ableger der „Technischen Universität“ in München. Katar wird oft mit Saudi-Arabien verwechselt, was die Rechte der Frauen anbelangt. Doch in Katar haben die Frauen dieselben Rechte wie Männer. Der hohe Frauenanteil vom 73 % am Semester 2005/06 spricht dafür. Allen Katarern wird das Studium finanziert und das sogar im Ausland. 
Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Doha sind das „Nationalmuseum von Katar“, das „Museum of Islamic Art“ und „Katara“.


Entlang der etwa sechs Kilometer langen Corniche (Küstenstraße) reihen sich Hochhäuser und kleine Parkanlagen, die die Skyline von Dohas Neustadt ausmachen. Vom Kreuzfahrthafen bis zur Innenstadt sind es ca. vier Kilometer. Diese kann man, wenn es die Temperaturen zulassen (im Januar waren es nur 24 Grad) gehen. Dabei kommt man am Fischmarkt und schön angelegten Parks vorbei. 

Wem das zu weit ist, kann den angebotenen Shuttle nutzen. Dieser bringt einen bis zum Souk Waqif.  
Für unseren ersten Stopp in Doha hatten wir den Ausflug „Doha von oben und von unten“ vom Schiff gebucht. Zuerst führte uns eine 2,5-stündigen Panaromafahrt durch Doha, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen.

Anschließend fuhren wir zum „Aspire Tower“. Der 318 m hohe Turm ist das höchste Gebäude in Katar und wurde in Form einer Fackel für die Asienspiele 2006 gebaut. Im Gebäude befindet sich ebenfalls ein Hotel mit einem drehbaren Restaurant. 
 

 
Eigentlich sollten wir zur Aussichtsplattform fahren, diese war aber geschlossen, sodass wir im Restaurant eine Etage tiefer, Ausblick über Doha nehmen konnten. Da wir gut in der Zeit lagen, zeigte uns der Guide noch die angrenzende „Villagio Mall“. 
 
Bevor es zurück zum Schiff ging, fuhren wir noch ins „Katara Cultural Village“. Im Kulturdorf gibt es neben Museen und Restaurants auch Moscheen und ein Amphitheater. Für Shoppingfreudige gibt es eine Zweigstelle des französischen Warenhauses „Galeries Lafayette“.

Der Ausflug dauerte vier Stunden und kostete 55 €. Wir haben den Ausflug bewusst am ersten Anlauf in Doha geplant um einen Überblick zu bekommen, was sich auch gelohnt hat. Für den zweiten und dritten Anlauf in Doha konnten wir somit selbstständig von Bord. 
Zurück im Hafen schauten wir uns noch das Aquarium im Terminal an. 
Abends fand auf dem Pooldeck die „80er & 90 meets Schlager Party“ statt. 

Dubai: 17.12.2023

Nach knapp einer Woche Fahrt erreichten wir gegen 13:00 Uhr wieder den Starthafen in Dubai. Morgens mussten wir unsere Reisepässe abholen, da wir in Dubai erneut zur Einreisekontrolle mussten. 
Für den Tag hatten wir spontan den Ausflug „Global Village, das Eine-Welt-Zentrum“ gebucht. Auf dem Weg zum Bus führten wir noch die Einreisekontrolle durch und gaben unsere Pässe wieder ab. Gäste die am nächsten Tag nach Hause fliegen würden, durften ihre Pässe behalten. 
Die Fahrt zum Global Village dauerte ca. 40 Minuten, da es etwas außerhalb von Dubai liegt. Unsere Reisegruppe bestand aus zwölf Personen und dem Reiseleiter. Auf der Fahrt zum Ziel erzählte er ein paar interessante Fakten über Dubai. Am Global Village händigte er uns die Eintrittskarten aus und zeigte uns den Treffpunkt. Nachdem unsere Rucksäcke durchleuchtet wurden, durften wir alleine losziehen. 
 
Das Dorf vereinigte Shopping, Restaurants und Unterhaltung in über 90 Länderpavillons. Wir hatten knapp vier Stunden Zeit um den Park zu erkunden. Neben den verschiedenen Ländern, gab es auch einen Freizeitpark und die Mini World. Dort sind Sehenswürdigkeiten verschiedenster Länder und Städte wie der Eifelturm oder das Taj Mahal in Miniaturgröße ausgestellt. Gebaut wurde das erste Eine-Welt-Dorf bereits 1997 am Creek. Später zog es auf die große Fläche außerhalb von Dubai und vergrößerte sich immens. Auf Grund der hohen Temperaturen im Sommer, hat es nur von Oktober bis Mai geöffnet. In der Saison 2022/2023 besuchten über neun Millionen Besucher die Attraktion.
 
Auf der großen Bühne war an diesem Tag ein Pressetermin für den neuen Bollywoodfilm „Dunki“. Der Hauptdarsteller Shakrukh Khan, der bekannteste indische Schauspieler war ebenfalls vor Ort. Der Veranstalter verteilte viele „Dunki“-T-Shirts, wovon wir auch zwei abstaubten. 

Das Dorf ist toll gemacht, besonders wenn es dunkel ist, sind die einzelnen Attraktionen toll beleuchtet. Für uns waren vier Stunden Aufenthalt allerdings viel zu lange. Die einzelnen Länder unterscheiden sich nicht groß voneinander. Dort gibt es Shops mit Lebensmittel, Kleidung und Souvenirs, sowie Restaurants und Streetfood Trucks. Für Europäer ist die Unterscheidung zwischen beispielsweise dem marokkanischen und dem ägyptischen Pavillon so gering, dass er nicht auffällt. Wir sind deswegen auch nicht durch alle Pavillons gelaufen. 
An dem Tag war es außerdem so überlaufen, ob dies immer so ist oder an „Dunki“ lag, wissen wir nicht. 
Der Eintrittspreis vor Ort liegt bei umgerechneten sieben Euro. Wobei Kinder unter drei Jahren und Senioren über 65 Jahren, kostenlos sind. Wir haben für den Ausflug 55 € pro Person bezahlt. Da ist ein heftiger Preis für ca. 40 km Fahrt, in einem Land in dem Benzin so günstig ist. Der ganzen Gruppe waren die vier Stunden zu lange, sodass TUI sich evtl. Gedanken über die Dauer machen sollte. 
Zurück auf dem Schiff tranken wir nur noch einen Cocktail. An diesem Abend fand im Theater die Show „Spooktakel – Tanz in die Unsterblichkeit“ statt. Wir kannten die Show bereits, überlegten aber sie uns anzuschauen. Da wir aber noch zwei Wochen an Bord hatten, wollten wir diese zu einem späteren Zeitpunkt anschauen. Allerdings wurde sie nicht nochmal gezeigt. 

Dubai: 18.12.2023
Nach diversen Aufenthalten in Dubai sollte es für uns das erste Mal auf den „Burj Khalifa“ gehen. Wir buchten den Ausflug „Burj Khalifa AT THE TOP“ vom Schiff aus, dies beinhaltete die Fahrt und die Eintrittskarte. Der „Burj Khalifa“ ist das Wahrzeichen von Dubai und mit seinen 828 Meter Höhe, das höchste Gebäude der Welt. Im spektakulären Wolkenkratzer befinden sich Apartments, Hotels, Restaurants und Büros. Direkt unterhalb des Turms befindet sich die „Dubai Mall“, die größte Shopping Mall der Welt. Neben 1.200 Shops befindet sich in der Mall ein Aquarium mit Fischen, Rochen und Haien. Im Außenbereich der Mall befindet sich die „Dubai Fountain“, dort findet jeden Abend eine Wassershow mit Musik und Lichter statt. 
Die Fahrt zur „Dubai Mall“ dauerte ca. 30 Minuten, dabei kamen wir bereits an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit wie „The Frame“ vorbei. In der Mall schauten wir uns zuerst das Aquarium an. 
 
Gemeinsam mit dem Guide ging es zum Eingang vom Turm, er händigte uns die Tickets aus, fuhr aber nicht mit nach oben. Nach einer Taschenkontrolle stellen wir uns in die Schlange für die Aufzüge. Wir mussten fast eine Stunde warten bis wir an der Reihe waren, obwohl wir sehr früh dran waren. Im 124 Stock angekommen, landet man zuerst auf der Aussichtplattform draußen. Wir machten jede Menge Fotos und gingen schließlich nach drinnen. An dem Tag war es sehr klar, sodass wir sehr weit sehen konnte.
 
Ich kenne auch Besucher, bei denen es an dem Tag so diesig war, dass sie fast nichts sehen konnte. Auch auf dem Turm war es sehr voll, es wimmelte von hauptsächlich Indern, die die ganzen Fenster für Selfies und Familienbilder in Beschlag nahmen. Wir wären gerne noch länger oben geblieben, aber für die Fahrt nach unten gab es ebenfalls eine lange Schlange. In der Mall gingen wir noch kurz zum Supermarkt um Datteln zu kaufen, dann mussten wir schon wieder zurück zum Treffpunkt. 
Da wir noch etwas Zeit hatten, gingen wir nochmal nach draußen zur „Dubai Fountain“ und hatten das Glück genau den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. In dem Moment startet die Tagesshow der Fontänen. 
 
Der Ausflug kostete 72 € und dauerte 4,5 Stunden. Wir wären gerne noch länger in der Mall geblieben, aber durch die langen Anstehzeiten zu den Aufzügen, war keine Zeit mehr. Der Eintritt auf die 124. Etage kostet zwischen 35 € und 55 €, je nach Tageszeit. Für die 148. Etage liegen die Preise bei 90 €. 
Am Nachmittag wollten wir uns noch einen der tollen Eisbecher gönnen, allerdings gab es weder After Eight noch Giottos, sodass wir uns einen Amarena Becher teilten. 
 
Abends wurde am Pooldeck erneut die Ahoi Dubai Party veranstaltet.

Abu Dhabi: 19.12.2023
Nach unserem Busabenteuer die letzte Woche blieben wir in Abu Dhabi an Bord. Da die meisten anderen Passagiere von Bord gingen, hatten wir eine ruhige Zeit an Bord.
Da wir abends erst um Mitternacht ablegen würden, war es selbst abends sehr ruhig an Bord. Wir warteten auf die Drohnenshow am Louvre, die man vom Schiff aus, sehen würde. Im Internet waren allerdings keine genauen Zeiten genannt, sodass wir fast zwei Stunden an der Außenalsterbar warteten, aber keine einzige Drohne sahen. 
Veranstaltet wurde an diesem Abend erneut die Kapitänsvorstellung. 
 
Seetag: 20.12.2023
Am Nachmittag besuchten wir den Vortrag „Dammam – Saudi-Arabiens Tor zur Welt“ des neu zugestiegenen Lektors Malte Fiebing-Petersen. Der Lektor informierte uns über Saudi-Arabien im Allgemeinen. Er wurde extra von TUI als Lektor eingeladen, da er erst kürzlich in Saudi-Arabien unterwegs war. Der Lektor ist hauptberuflich als Schulleiter tätig. Dass er während der Schulzeit lieber auf dem Schiff Vorträge hält, als seinem Job nachzugehen, hinterließ nicht nur bei mir einen faden Beigeschmack. Dieser änderte sich auch nicht, als er auf der Bühne erzählt, dass das Oberschulamt dies genehmigt hatte und er sogar eine entsprechende Bescheinigung mit sich führe. 
Generell war an diesem Tag eher eine fragwürde Entscheidung von Gastkünstlern. Am Abend trat Mave O`Rick mit seinem Programm „Tohuwabohu“ auf. Ich verstehe bis heute nicht was für ein Thema seine Show hatte. Aber ich weiß, dass ich noch nie gesehen habe, dass sich das Theater in so kurzer Zeit leerte. 
 

Zu Teil 3 geht es 👉 HIER

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