Mein Schiff 2 - Orient Kreuzfahrt 2023/2024 - Teil 4
Abu Dhabi: 26.12.2023
In Abu Dhabi hatten wir erneut einen Ausflug gebucht „Sheikh-Zayed-Moschee und Präsidentenpalast“.
Während der 30-minütigen Fahrt zur Moschee erzählte unser Guide uns bereits allerlei über Abu Dhabi. Auf dem Parkplatz der Moschee angekommen, mussten wir bereits Arme und Beine bis über die Knöchel bedecken. Die Frauen mussten zusätzlich ein Kopftuch tragen.
Gemeinsam gingen wir über eine Rolltreppe nach unten in die unterirdische Mall. Der Eintritt in die Moschee ist kostenlos, vorab muss ein Ticket erworben werden. Dieses wird immer wieder auf dem Gelände gescannt. Vorab mussten wir allerdings zur Kleiderkontrolle anstehen. Von den Mitarbeitern wurden wir nochmal auf die Kleiderordnung hingewiesen. Eine Frau hatte nur ein T-Shirt an und nichts dabei um ihre Arme zu bedenken. Alle Gäste wurden bereits beim Einstiegen in den Bus darauf aufmerksam gemacht, wie die Kleiderordnung für diesen Tag sein wird.
Der Guide musste mit ihr eine Abaya kaufen. Früher konnte man diese leihen, aber nach Corona besteht nur noch die Möglichkeit zum Kauf. Wir mussten relativ lange warten bis der Guide und die Frau wieder auftauchten. Die Abaya hatte anschließend über 100 € gekostet. Wir haben später gesehen, dass es sehr schöne und günstige Abayas für ca. 10 € gab. Aber es musste schließlich schnell gehen und wer nicht hören will, musste in dem Fall tief in die Tasche greifen.
Von der Kontrolle gelangt man unterirdische zur Moschee. Der Weg ist relativ lang, daher gibt es immer wieder Fahrsteige oder auch Golfcars. An der Moschee angekommen fährt man wieder nach oben.
Die Moschee wurde 2007 eröffnet und wurde nach dem ersten Scheich von Abu Dhabi benannt.
Der „Scheich Zayid“ wurde auf dem Moscheegelände beerdigt. Den vollendeten Bau hat er allerdings nicht gesehen, da er bereits 2004 starb. Das gesamte Gelände ist 22.000 m² groß und beinhaltet 4 Minarette, 82 Kuppeln und tausende von Säulen. In der Moschee hängt nicht nur der größte Kronleuchter der Welt (Durchmesser: zehn Meter), sondern auch der größte handgewebte Teppich (5.500 m²) der Welt. Der zwölf Tonnen schwere Kronleuchter wurde in einem 4.000 Einwohner Dorf in Bayern hergestellt.
Der Präsidentenpalast „Qasr Al Watan“ ist seit 2019 für die Öffentlichkeit zugänglich. Der derzeitige Herrscher Abu Dhabis und Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate „Scheich Khalifa bin Zayid Al Nahyan“ wollten, dass jeder das Gelände besichtigen kann und machte es für die Öffentlichkeit zugänglich. Da das Gelände riesig ist, muss man nach dem Eingangsgebäude mit einem Bus zum tatsächlichen Palast fahren.
Der Palast besteht aus weißen Kuppeln, goldverzierten Gebäuden und einer großen Gartenanlage. Neben Staatsbesuchen wird das Gelände als Sitz des Kabinetts und Oberster Gerichtshof der VAE genutzt. Der Palast beherbergt auf einer Fläche von 380.000 m² einen Sitzungssaal, eine Bibliothek, ein Bankettsaal sowie weitere interessante Räume. Wie beispielsweise das Geschenkezimmer, dort ist ein kleiner Teil der kostenbaren Geschenke der führenden Persönlichkeiten anderer Länder ausgestellt.
Das „Haus des Wissens“ beherbergte eine Sammlung von seltenen Artefakten, historischen Karten und Antiquitäten aus der arabischen Welt.
Der Palast kann täglich besichtigt werden und kostet ca. 15 € pro Person. Für weitere 8 € kann eine Führung auf Englisch oder arabisch gebucht werden.
Nach einer Stunde im Palast fuhren wir wieder zurück zum Schiff.
Der Ausflug kostet 55 € und war sehr informativ und auf jeden Fall sein Geld wert.
Abends fand erneute der Budenzauber statt, obwohl Weihnachten ja eigentlich bereits vorbei war.
Khasab: 27.12.2023
In Khasab blieben wir wieder an Bord und versuchten die Ruhe zu genießen, aber zur Mittagszeit füllte sich das Schiff wieder merklich.
Abends fanden endlich mal wieder eine neue Veranstaltung statt. An Bord war der Zauberer Oliver Pfundt. Die Show war eine Mischung aus Zauberei und Comedy und sehr lustig.
Lustig ging es auch bei Berhane Berhane´s Show „Deutscher als du“ zu. Berhane war dem ein oder anderen schon bekannt, daher war die Schaubühne brechend voll. Bekannt wurde er mit Gastauftritten bei Bülent Ceylan.
Muscat: 28.12.2023
In Muscat lag die Costa Toscana mit uns am Hafen.
Abends gab es einen Vortrag vom Bordpfarrer Dr. Volker Faigle und Livemusik auf dem Pooldeck. Die „Meine Musical Gala“ im Theater verpassten wir, da wir an Bord unsere nächste Weihnacht/Silvester-Reise gebucht hatten.
Seetag: 29.12.2023
Da wir am nächsten Tag auf Sir Bani Yas anlegen würden, mussten wir wieder unsere Reisepässe abholen. Da dies eine erneute Einreise in die VAE bedeutet.
Vormittags schauten wir uns den Vortrag „Sir Bani Yas – Die Zooinsel des Scheichs“.
Abends besuchten wir die zweite Vorstellung von Berhane „Helden sind immer unterwegs“. Der Ansturm war erneute unglaublich und die Schaubühne war viel zu klein für die vielen Gäste.
Im Theater wurde die „Dream Show“ gezeigt und auf dem Pooldeck war Schlagerparty. Leider haben wir die Shows bereits mehrfach auf vorherigen Reisen gesehen, sodass es für uns nichts Neues war.
Um 22:30 Uhr besuchten wir die Zaubershow von Oliver Pfundt.
Sir Bani Yas: 30.12.2023
Nach zwei Wochen an Bord erreichten wir endlich ein neues Reiseziel. Sir Bani Yas ist eine Insel 250 km vor Abu Dhabi. Die 17,5 km lange und 9 km breite Insel, hat eine Fläche von 70,5 km².
Sie ist das größte Naturschutzgebiet der VAE und wurde nach dem Bani Yas Stamm benannt. Sowohl der Herrscher von Abu Dhabi als auch von Dubai gehören diesem Stamm an.
Der frühere Herrscher von Abu Dhabi „Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan“ erhielt während seiner Regierungszeit exotische Tiere wie Giraffen, Antilopen und Lamas geschenkt. Diese siedelte er auf Sir Bani Yas an. Über die Jahre entwickelte sich ein natürliches Ökosystem. Nach dem Tod des Scheichs 2004 wurde die Insel nach und nach für Touristen erschlossen. So werden Safaritouren, Klettern und Tauchen für Urlauber angeboten. Auf der Insel befinden sich drei Hotels.
Die Reederei MSC Cruises besitzt auf der Insel einen Privathafen, diesen dürfen auch andere Reedereien nutzen. An diesem Hafen legten wir gegen 7:30 Uhr an. Bevor wir jedoch von Bord durften, mussten wir zur Einreisekontrolle. Diese fand dieses Mal auf dem Schiff statt.
Wir verließen als einer der Ersten das Schiff, da wir uns ein schönes Plätzchen am Strand suchen wollten.
Ausgestattet ist der Privatbereich mit jeder Menge Liegestühle, Bars und einem großen offenen Restaurant mit Sitzbereichen. Jedes Schiff das anlegt, bringt seine eigene Ausstattung für die Bars und Restaurants mit. Dies dauert natürlich und ist eine logistische Herausforderung. Natürlich gibt es auch jede Mengen Toiletten, Duschen und ein Souvenirstand, sodass man zwischen durch nicht an Bord musste.
Neben Livemusik wurde ein vielfältiges Sportprogramm angeboten, von Pilates, Beachvolleyball bis Rückentraining war für jeden der sich bewegen wollte, etwas dabei. Kajaks, Schnorchelausrüstungen und vieles mehr konnte man direkt am Strand buchen.
Nachdem wir uns einen schönen Platz am Strand gesucht hatten, machte ich ein paar Fotos. Je später es wurde, desto voller wurde es in unserem Liegebereich, daher suchten wir uns ein neues ruhiges Plätzchen weiter vom Schiff entfernt. Insgesamt gibt es vier Strandbereiche, je weiter man geht, desto ruhiger wurde es.
Zum Mittagessen gingen wir zum Restaurant, dort wurde von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr ein Barbecue angeboten. Neben diversen Fleischsorten, Salaten und Ofenkartoffeln gab esfrisches Obst und Kuchen. Das Essen war richtig lecker.
Der Strandtag auf Sir Bani Yas war eine tolle Abwechslung, wir hätten gerne jede Woche dort angehalten. Jeder war traurig, als wir um 19:00 Uhr wieder ablegten, von uns aus hätten wir ruhig länger bleiben können.
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