Westliches Mittelmeer mit Mein Schiff Relax im September 2025 - Teil 1
Mein Schiff Relax - Mittelmeer im September 2025
Vorbereitung
Nachdem im Frühjahr 2025 endlich die neue Mein Schiff Relax in Dienst gestellt wurde, war für uns klar, dass wir unbedingt das neue Schiff testen wollen.
Wir buchten bereits im Frühjahr 2024 eine Reise für den September 2025. Da im gewünschten Zeitraum Anfang September keine 14-tägigen Routen angeboten wurden, entschlossen wir uns zwei Routen mit neun bzw. zehn Tagen zu kombinieren. Von Palma geht es neun Tage um das Westliche Mittelmeer. Von Mallorca geht die Fahrt nach Civitavecchia, La Spezia, Marseille, Barcelona nach Valencia und wieder zurück nach Palma. Bis auf Valencia kennen wir die einzelnen Häfen bereits von anderen Kreuzfahrten. In Valencia waren wir 2021 mit AIDA, damals hatten wir während Corona einen Ausflug gemacht. Da dieser aber noch unter den Bedingungen der Bubble stattfand, haben wir von Valencia nicht viel gesehen.
Der zweite Teil beinhaltet neben Barcelona, Korsika, Civitavecchia, Neapel und Cagliari. In Korsika und Neapel waren wir bereits einmal, in Cagliari noch nicht.
Als Kabine haben wir eine Balkonkabine im Nichtraucherbereich im vorderen Teil des Schiffes ausgesucht.
Im Juni wurden die Ausflüge freigeschaltet. Wir buchten für Mallorca eine Stadtbesichtigung in Valldemossa, in La Spezia eine Fahrt durch die Cinque Terre, in Marseille einen Ausflug nach Aix-en-Provence und in Cagliari eine Rundfahrt. Für Valencia buchten wir den Hop-on-Hop-off Bus um einen Überblick über die Stadt zu erhalten. In den anderen Häfen wollten wir uns individuell bewegen oder an Bord bleiben.
Da unser Flug nach Mallorca bereits um 05:30 Uhr startete, buchten wir eine Übernachtung im Staycity Aparthotel in der Nähe des Frankfurter Flughafens.
02.09.2025: Palma de Mallorca, Spanien
27°C – sonnig – 10 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Nach einer kurzen Nacht im Hotel, machte wir uns um 03:00 Uhr auf den Weg zum Flughafen. Am TUIfly Schalter mussten wir nur kurz warten, bis wir unsere Koffer aufgeben konnten. Uhrzeit bedingt waren nicht viele Passagiere vor Ort, so dass wir die Sicherheitskontrolle ohne Warten passieren konnten.
Der Flieger startete pünktlich und landete 15 Minuten vor geplanter Ankunftszeit am Flughafen auf Palme de Mallorca. Am Flughafen ging es trotz langer Wege sehr schnell und nach lediglich 45 Minuten saßen wir bereits im Transferbus zum Hafen. Die Fahrt dauerte ca. 15 Minuten bis wir am Terminal 6 ankamen. Um 8:45 Uhr betraten wir zum ersten Mal das neue Schiff der Mein Schiff Flotte.
Wir gingen zuerst auf Deck 16 zum neuen Buffet Restaurant „Harbour Market“ um zu Frühstücken. Das neue Restaurant ist viel größer als der bekannte „Anckelmannsplatz“. Direkt am Treppenhaus B gelegen, befinden sich die beiden Eingänge zum Restaurant. Dort befinden sich die ersten Stationen zum Händewaschen, sowie die Getränke-/Kaffeespender. Im Anschluss folgt die Ausgabe für Nachtisch, Obst und Eis. Im mittleren Teil befinden sich zwei von vier Seiten zugänglichen Ausgaben mit Salaten, Poke Bowls und Suppen. Auf der linken Seite ist die Backstation angegliedert und daneben die Ausgabe für warme Speisen. Während im „Anckelmannsplatz“ nur noch das Kinder-Buffet einen Platz um die Ecke findet, geht es im Harbour Market noch weiter. Auf beiden Seiten geht jeweils ein Gang weiter nach hinten Richtung Treppenhaus A. Dort gibt es weitere Getränkestationen. Das Kinderbuffet befindet sich auf der rechten Seite, dahinter befindet sich die neue Pasta- und Pizzastation. Auf der linken Seite ist die Wok-Station angesiedelt und weitere Handwaschbecken eingebaut. Die beiden Gänge sind am Ende über das Treppenhaus A miteinander verbunden. Auf der rechten Seite gibt es ein weiteres kleines Buffet, sowie Getränkespender und ein Handwaschbecken. Rund um die Essenausgaben gibt es diverse Sitzplätze (2er, 4-er oder 6er). Für Kinder gibt es einen extra Bereich direkt beim Kinderbuffet.
Über das Treppenhaus A sind die beiden Restaurants „Høfde“ (exclusives Steakhouse) und die Pizzaria „Osteria“ (inklusive) erreichbar.
Uns hat das neue Buffet-Restaurant sehr gut gefallen. Beim Frühstück wiederholen sich die einzelnen Speisen an verschiedenen Punkten, sodass man nirgends lange anstehen muss. Alleine für die Zubereitung für Omeletts gibt es drei Stationen. Beim Mittag- und Abendessen gibt es an allen Stationen verschiedene Speisen, so dass die Auswahl riesig ist. Neben der Wok-Station, bei der man sich immer persönlich zusammengestellte Speisen richten lassen kann, gibt es diese Möglichkeit nun auch mit Pasta.
Positiv aufgefallen ist uns außerdem, dass es nun immer Eistee und Multivitaminsaft gibt (dies gibt es auf den anderen Schiffen nur im „Tag und Nacht Bistro“). Vermisst haben wir allerdings die Möglichkeit sich Paninis belegen zu lassen. An der Backstation gibt es zum Frühstück nicht mehr so viele Süße Teile wie früher. Besonders meine heißgeliebten Mandelhörnchen habe ich vermisst. Die Auslage mit den Körben für die Brötchen ist viel höher als im „Anckelmannsplatz“, sodass man mit 1,65 m kaum an die oberen Körbe kommt.
Im Anschluss an unser Frühstück schauen wir uns den Poolbereich genauer an. Am Anfang war es sehr verwirrend sich zurecht zu finden. Wenn man den Harbour Market über das Treppenhaus B verlässt, landet am auf dem Agora Deck. Dort befindet sich die Bühne, die „Agora Bar“, sowie eine Handtuchausgabe. Im Bereich vor der Bühne stehen Tische mit Stühlen sowie Lounge-Möbel, am Rand Liegestühle (teilweise mit Schirmen). Der Zugang zum Infinity Pool befindet sich über Deck 17. Dort stehen weitere Liegen und Stühle für das abendliche Programm auf der Bühne.
Auf Deck 17 befindet sich das große Macoon-Dach und der 25 Meter lange Pool. Rund um den Pool stehen in drei Reihen Liegen, je Seite drei Bali-Betten und ein Whirlpool.
Im vorderen und hinteren Teil befindet sich das Deck 18 mit weiteren Liegemöglichkeiten. Dies ist allerdings nicht miteinander verbunden. Insgesamt gibt es vier Bars im Poolbereich. Die „Agora Bar“ auf Deck 16, die „Pool Bar“ und „Bar 17“ (Raucherbar) auf Deck 17 und die „Mistral Bar“ auf Deck 19.
Am Anreisetag war es relativ leer am großen Pool, doch für uns war klar, dass wir uns dort nicht aufhalten werden, da für unseren Geschmack die Liegen viel zu dicht bei einander stehen.
Um 13:08 Uhr erhielten wir eine SMS, dass die Kabine für unseren Einzug bereit sei. Die Koffer warteten bereits vor der Tür.
Die Kabine ist vergleichbar mit den Kabinen auf den anderen Schiffen der Flotte. Lediglich das Konzept: Tür rechts, Bad rechts = Bett am Fenster stimmt hier nicht mehr. Das ist unglücklich gelöst, da sich die erfahrenen Fahrer hier umgewöhnen müssen oder wie wir nach dem Buchen überrascht werden.
Wenn man die Kabine 8019 betritt, befindet sich auf der rechten Seite das Badezimmer. Dies hat sich im Vergleich zur übrigen Flotte am meisten verändert. Die Dusche ist nicht mehr halbkreisförmig, sondern rechteckig und befindet sich auf der linken Seite des Bades. In der Mitte befindet sich das Waschbecken und rechts die Toilette. Die neue Dusche ist viel geräumiger, ansonsten hat mich das Badezimmer nicht überzeugt. Die Ablagefläche ist kleiner geworden und für die Handtücher gibt es keine Aufhängung mehr an der Wand, sondern lediglich eine Stange vor dem Waschbecken.
Vor dem Badezimmer befindet sich auf der rechten Seite ein schmaler Schrank mit Fächern, den Körben an der Tür und dem Safe. Auf der linken Seite befindet sich der große Schrank. Dieser Schrank hat uns leider auch nicht überzeugt. Die Stange für die Bügel hängt viel höher als sonst, so dass man als 1,65 m großer Mensch kaum die Bügel berühren kann. Auf den anderen Schiffen der Flotte hat man einfach mehr Platz in den Kleiderschränken.
In der Mitte folgt das Bett mit gegenüberliegendem Fernseher. Über dem Bett befindet sich die Klimaanlage. Vor dem Fenster stehen die Kommode und die Couch. Auf dem Balkon gibt es neben den beiden Stühlen und dem Tisch nun noch einen Fußhocker.
Die Kabine ist schön und modern eingerichtet, allerdings für uns zu wenig Platz in den Schränken. Die Klimaanlage lässt sich zwar manuell abschalten bzw. schaltet automatisch ab, wenn die Balkontüre offen ist, bläst aber trotzdem immer kalte Frischluft in die Kabine.
Wir hatten im Vorfeld gehört, dass es an Bord Abdeckungen für die Klimaanlage gibt. Da unser großes Licht im Bad nicht funktionierte, haben wir dies bei der Rezeption bemängelt und diese Abdeckung bestellt. Leider wurde weder die Abdeckung geliefert noch das Licht repariert, trotz zweiter Rückfrage. Wir haben deshalb nachts die Hängeschränke über dem Bett geöffnet. Dadurch zog es nicht mehr ganz so schlimm.
Generell ist die Kabine nicht zu empfehlen, wenn man empfindlich gegen Zugluft ist. Gegenüber der Eingangstür befindet sich ein Zugang zu einem kleinen Raum und dem Crew-Treppenhaus. Wenn die Tür zum Treppenhaus offen war, hat es unter unserer Tür extrem durchgezogen. Dies war sehr unangenehm, wir haben daher nachts immer ein Handtuch vor die Tür gelegt.
Im Theater trat um 20:00 Uhr der Gastkünstler „Don Clarke“ mit seinem Comedyprogramm auf. Obwohl wir über Nacht im Hafen von Mallorca lagen, war das Theater gut besucht.
Um 21:30 Uhr fand auf der Agora ein Open-Air-Kino statt. Mit Popcorn und kalten Getränken schauten wir uns den Film „Der Spitzname“ an.
03.09.2025: Palma de Mallorca, Spanien
27°C – sonnig – 10 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Da wir für Palma keinen Ausflug gebucht hatten, entschieden wir uns die 2,1 Kilometer vom Terminal 6 zur Shopping Mall „Porto Pi Centre Comercial“ zu laufen. Obwohl die Strecke nicht weit war, war es bei fast 30 Grad anstrengend, da es auf dem Weg kaum Schatten gab und es teilweise bergauf ging.
In der Mall gibt es diverse Bekleidungsgeschäfte, Geschäfte in denen man Kleinigkeiten wie Eis oder Gebäck kaufen konnte und einen großen Supermarkt „Carrefour“. Für alle die Sonnencreme oder ähnliches vergessen hatten, empfiehlt sich der Drogeriemarkt Müller. Die Preise sind vergleichbar mit denen in Deutschland. Falls einen die Langweile plagt, kann man dort im Kino einen Film anschauen. Deutsch??
Hinter der Mall gibt es eine Haltestelle für den Hop-on-Hop-Off-Bus. Wir nahmen einen Flyer mit und überlegten, ob wir in der zweiten Woche den Bus testen wollten.
Nach knapp drei Stunden machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Schiff.
Am Abend fand das erste Auslaufen auf der Reise statt. Um 21:30 Uhr startet auf der Agora die Auslauf-Party „Ahoi Palma“. Der Kreuzfahrtdirektor auf dieser Reise - Pascal Tischler - wurde dabei von einem Sänger und zwei Tänzern begleitet. Bei seiner Frage, wie viele Passagiere, dass erste Mal an Bord waren, meldeten sich überraschend viele Menschen. Damit hat die viele Werbung in TV- und Printmedien offensichtlich, viele angesprochen und zum Buchen der Reise bewegt.
04.09.2025: Seetag nach Civitavecchia, Italien
25°C – sonnig – 20 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Am ersten Seetag auf der Reise wurde vom Schiff wieder jede Menge Unterhaltung angeboten. Im Buffet- und Bedienrestaurant wurde am Morgen das Lachs-Frühstück aufgebaut. Wer die angebotenen Restaurants an Bord genauer kennen lernen wollte, konnte vormittags am „Erlebnis-Rundgang – Genussmomente an Bord entdecken“ teilnehmen. Am Nachmittag wurde der „Schiffsrundgang Mein Schiff Relax“ als Programmpunkt angeboten.
Die Lektorin Sabrina Sylvester erzählte im Theater in ihrem Vortrag „Rom“ allerhand Wissenswertes über die italienische Hauptstadt.
Neben diversen kostenlosen Gesundheitsvorträgen wie „Hören Sie auf Ihr Herz“ oder „Mit EMS schmerzfrei den Alltag genießen“ oder Shuffleboard, wurden auch kostenpflichtige Kurse wie „Entspannungs-Dotting“ oder das „Cycling-Event“ angeboten. Die Shops im „Neuen Wall“ hatten von 09:00 – 22:30 Uhr geöffnet.
Da wir es langsam angehen lassen wollten, suchen wir uns am Vormittag ein schattiges Plätzchen. Da es uns auf Deck 17 am großen Pool und auf Deck 16 der „Agora“ zu voll war, fanden wir einen ruhigen Platz auf Deck 18 über dem Buffet-Restaurant. Rund um die Arena war es relativ ruhig und die Liegen hatten ausreichend Abstand zum Nachbar. Am Pooldeck standen die Liegen in drei Reihen, so dicht nebeneinander, dass man kaum aufstehen konnte. Außerdem war dort zum Anfang der Reise kaum Schatten. Ein paar Schirme wurden erst im Laufe der Reise geliefert.
Am späten Nachmittag bestand die Möglichkeit sich zwei Suiten an Bord anzuschauen. Neben der „Juniorsuite“ konnte man auch die „Schöne Aussicht Suite“ besichtigen. Der Ansturm war gewaltig und so war kaum Platz, sich in den sonst so geräumigen Suiten in Ruhe umzuschauen. Die Suiten waren definitiv schön, aber preislich ein großer Unterschied zu unserer Balkonkabine.
Um 19:00 Uhr schauten wir in den D4 – Club & Lounge, da dort Bingo gespielt wurde. Wir hatten die Hoffnung, dass die vielen Erstfahrer noch nicht im Bingo-Fieber wären. Aber der Club war bis auf den letzten Platz belegt. So blieb es die gesamte Reise über, obwohl am Tag zwei Mal Bingo gespielt wurde (17:30 Uhr und 19:30 Uhr).
Daher schauten wir uns die Show „kopfkino #1“ von Jannis Klemm an. Wir kannten den Zauberer und Mentalist bereits von einer vorherigen Reise. Obwohl die Show identisch zu damals war, hatten wir wieder keine Idee, wie er das machte.
Im Anschluss schauten wir bei der Reisewelt vorbei. Wir hatten uns zu Hause die Reise Dubai nach Kapstadt für das Frühjahr 2026 angeschaut. Diese buchten wir an Bord auf Grund der 3 % Rabatt.
Zur Show „Leinen los – Die Mein Schiff Relax stellt sich vor“ gingen wir ins Theater. Im Gegensatz zu den sonstigen Schiffen bei denen der Umweltoffizier, der Sicherheitsoffizier usw. vorgestellt wird, war es dieses Mal eine kleine Runde. Den Kapitän Jan Rautawaara hatten wir bereits bei unserer letzten Fahrt in Asien kennenlernen dürfen. Wieder dabei war der Kreuzfahrtdirektor Pascal Tischler. Im Vergleich zu Asien hat er sich in der Zeit verbessert und sich nicht mehr so oft versprochen.
Da es im Theater nur knapp 800 Plätze für maximal 3.984 Passagiere gibt, findet jede der Shows zweimal am Abend statt.
05.09.2025: Civitavecchia, Italien
25°C – sonnig – 12 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Um 07:00 Uhr legten wir bei strahlendem Sonnenschein im Civitavecchia in Italien an.
Da wir bereits vor Jahren in Rom waren und Civitavecchia nicht so viel zu bieten hat, blieben wir an Bord und genossen es, dass Schiff fast für uns alleine zu haben.
Mittags testen wir die belegten Brote im „Pane e Sole Bistro“. Das Lachs-Sandwich war sehr gut, das Avocado-Artisan-Brot war gut, allerdings etwas fad.
Abends schauten wir uns in der „Blauen Flora“ die Show „How to date a Feminist“. Die „Blaue Flora“ hat im Gegensatz zur „Schaubühne“ auf den anderen Schiffen nicht nur zur Vorstellung offen. Es gibt allerdings keine Cocktails und die hinteren Sitzreihen sind nicht mehr mit einer Erhöhung verbaut. Das Schauspiel ging über eine Stunde, traf allerdings nicht unseren Geschmack.
Im Theater fand parallel die „Meine Musical Gala – Mit Aladdin durchs La La Land“ statt. Diese Show hatten wir bereits mehrfach gesehen. Wir hatten eigentlich gehofft, dass es auf dem neuen Schiff eine neue Show geben würde. Hier wurden wir leider enttäuscht.
Wenn man etwas Neues sehen wollte, blieb nur eine der beiden Shows in der Burlesque Bar „La Cage“ für 39 € zu buchen.
Um 22:00 Uhr startete die „80er & 90er Party mit unserer Band und besonderen Gästen“. Die besonderen Gäste waren der Kapitän am Bass und der Staff Kapitän Conrad Buchholz am Schlagzeug. Leider war es extrem windig und eher langweilig, da keine besondere Stimmung aufkam. Das war im Dezember in Asien ganz anders, als der Kapitän auf die Bühne kam.
Daher besuchten wir im Anschluss nochmal die „Blaue Flora“ und nahmen am Pub-Quiz teil. Mit 17 von 20 richtigen Antworten, waren wir gar nicht so schlecht. Für einen Preis hat es leider nicht gereicht.
06.09.2025: La Spezia, Italien
25°C – sonnig – 6 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
In La Spezia stand für uns der erste Ausflug auf dieser Reise an.
Für 137 € buchten wir den Ausflug „Die Cinque Terre im kleinen Kreis“. Als „Cinque Terre“ wird ein etwa zwölf Kilometer langer Küstenstreifen an der italienischen Riviera bezeichnet. Übersetzt heißt es „Fünf Gebiete“. Diese fünf Gebiete sind die von Nordwest bis Südost angegliederten Dörfer „Monterosso al Mare“, „Vernazza“, „Corniglia“, „Manarola“ und „Riomaggiore“. Die „Cinque Terre“ wurde 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Bei unserem 8,5 Stunden langen Ausflug besuchten wir drei dieser Dörfer. Wir fuhren 45 Minuten entlang der Küstenstraße bis zu unserem ersten Ziel „Vernazza“. Bereits auf dem Weg dorthin sieht man, dass die Einwohner ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau von Wein, Zitrusfrüchten und Oliven bestreiten. Die größte Einnahmequelle ist der Tourismus; vom Fischfang kann heute nicht mehr gelebt werden. In „Vernazza“ leben 692 Einwohner. Mit unserer Tourguide Martina spazierten wir zuerst gemeinsam durch das Dorf. Dort zeigte sie uns die Sehenswürdigkeiten, wie die kleine Kirche. Bei unserer anschließenden Freizeit kaufte ich noch eine Postkarte und machte jede Menge Fotos.
Im Anschluss fuhren wir nach Manarola (353 Einwohner). Der Bus ließ uns oberhalb des Dorfes aussteigen und zusammen mit Martina gingen wir den steilen Weg bis zum Meer hinunter. Jeden Tag wollte ich so steile Weg nicht bewältigen müssen. Wir hatten wieder eine Stunde Freizeit vor Ort. Lustigerweise hatten wir zufällig ein paar Tage zuvor im Fernsehen einen Bericht über „Manarola“ gesehen, bei der es um einen Mann ging der seit den 60ern einen Berg mit unzähligen Lichtern schmückt. Vor Ort aßen wir noch ein Stück Foccacia-Pizza und ein mit Pistaziencreme gefülltes Cannolo.
Wir kamen am Bahnhof von „Manarola“ vorbei. 1874 wurde eine Eisenbahnstrecke gebaut, die alle fünf Orte miteinander verbindet. Die Zugfahrt selbst soll eine Attraktion sein, daher wird sie von Frühjahr bis Herbst hauptsächlich von Touristen genutzt.
Viele dieser Touristen nutzen die vielen Wanderwege in „Cinque Terre“. Der schönste Wanderweg soll der „Via dell ´Amore“ sein, der die beiden Dörfer „Manarola“ und „Riomaggiore“ verbindet. Doch für uns ging es mit dem Bus nach „Riomaggiore“ (1.263 Einwohner). Dort angekommen führte uns Martina wieder durch die Straßen und zeigte uns die Sehenswürdigkeiten. Dort kaufte ich noch Zitronen-Seife und italienische Nudeln als Mitbringsel. Der Weg zurück zum Bus war dieses Mal mit Abstand der steilste und wir wussten, dass wir am nächsten Tag mit Muskelkater aufwachen würden.
Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen. Er war zwar teuer, dafür haben wir aber sehr viel gesehen.
Abends schauten wir uns die Show von „Don Clarke“ „SEXundSECHZIG“ an. Das Programm kannten wir bereits von einer früheren Fahrt. Trotzdem war es sehr lustig.
Danach besuchten wir noch die „Beach Party“ auf der „Agora“. Die Musik der 50er Jahre, war allerdings nicht unser Geschmack. Sodass wir nur einen kurzen Blick zum Offiziers-Shaken und dem angebotenen Fingerfood-Buffet warfen. Im Gegensatz zu früher kosteten die Cocktails beim Shaken nichts, waren dafür allerdings nur die Größe eines Sektglases. Beim Buffet gab es Mini-Burger und Hotdogs.
07.09.2025: Seetag nach Marseille, Frankreich
23°C – meist sonnig – 13 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Den Tag verbrachten wir wieder auf Deck 18 bzw. unserem Balkon in der Sonne. Nachmittags gönnten wir uns noch einen Eisbecher in der „Eis Bar“.
Auf der Relax gibt es leider keine Waffeln oder Crêpe. Eisbecher kann man nur noch bestellen, wenn man im Sitzbereich vor der „Eis Bar“ einen Platz findet. Leider war dies besonders an Seetagen schwierig, da sich die Passagiere dort hinsetzten, ohne ein Eis zu essen. Generell finde ich die „Eis Bar“ unglücklich platziert, da sie sich direkt neben dem Sitzbereich die Wasserspiele befinden. Dieser Bereich ist ein kleiner Wasserspielplatz für Kleinkinder. Dadurch herrschte dort immer eine gewisse Lautstärke.
Für den Abend war eine Mondfinsternis angesagt. Zwischen 19:00 Uhr und 21:00 Uhr sollte der Mond rotgefärbt am Himmel erscheinen. Obwohl der Kapitän extra im Kreis fahren wollte, damit jeden den Mond sehen konnte und es an Bord extra einen Spezial-Cocktail „Bloody Moon“ gab, ließ sich der Mond nicht blicken. Wir standen auf Deck 5 an der Reling und konnten den Mond gerade so hinter den Wolken sehen. Ausgerechnet an dem Abend war es bewölkt. Obwohl man ihn fast nicht erkennen konnte, drehte der Kapitän wie versprochen eine Runde mit dem Schiff.
Nach dem Reinfall mit dem Mond, gingen wir auf die Agora. Dort fanden wir noch zwei Plätze beim Konzert „Coldplay Show“ mit dem „Duo SeaString & Iya Palam“. Als Spezialgast kam wieder der Kapitän mit seinem Bass auf die Bühne.
Hier gehts zum nächsten Teil 👉 Teil 2
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