Westliches Mittelmeer mit Mein Schiff Relax im September 2025 - Teil 2
08.09.2025: Marseille, Frankreich
25°C –sonnig – 12 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
In Marseille hatten wir einen Ausflug über das Schiff gebucht. Mit unserem Tourguide Juliette fuhren wir ca. eine Stunde nach Aix-en-Provence. In Aix, wie die Stadt bei den Franzosen genannte wird, leben ca. 147.000 Einwohner, davon sind ca. 40.000 Studenten.
Juliette zeigte uns bei einem 1,5 Stunden langen Spaziergang die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Altstadt gliedert sich in einen römischen und einen mittelalterlichen Stadtkern. Auf der Flaniermeile „Mirabeau“ befinden sich die „Fontaine Du Roi Rene“, eine Statue zu Ehren des Reichsfürst Rene I. In fußläufiger Nähe befindet sich das Rathaus mit Glockenturm, die „Fontaine des Precheurs“ und die Kathedrale „Saint Sauveur“. Dort entließ uns Juliette für eine einstündige Freizeit.
Wir hätten uns gerne die Straße „Mirabeau“ näher angeschaut, allerdings waren wir von dort zu weit entfernt und die Freizeit zu knapp. Daher blieben wir in der Straße vor der Kathedrale. Dort kaufen wir uns erst einmal ein typisch französisches Baguette. Für lediglich 1 € ein Schnäppchen, noch warm und sehr lecker. In der Straße gab es sonst nur Souvenirgeschäfte und hochpreisige Restaurants. Da in jedem der Geschäfte Produkte aus Lavendel angeboten wurden, kauften wir ein kleines Säckchen getrockneten Lavendel.
Nach insgesamt vier Stunden waren wir wieder zurück auf dem Schiff. Wir empfanden den Ausflug eher langweilig und haben uns Aix irgendwie schöner vorgestellt. Die 56 € würde ich in dem Fall eher in eine private Fahrt nach Aix investieren.
Um 17:00 Uhr fand der Jubilaren-Cocktail in der „Blauen Flora“ statt. Diese Veranstaltung ist für alle Passagiere gedacht, die während der Reise etwas zu feiern haben. Ob Geburtstag, Flitterwochen, Hochzeitstag oder die Hochzeit selbst, all diese Passagiere sind herzlich willkommen, mit einem Glas Sekt und einem Stück Kuchen anzustoßen. Leider wird diese Veranstaltung immer öfter von Gästen besucht, die die 10. Kreuzfahrt oder den Geburtstag der Katze feiern. Früher hatte man die Möglichkeit ein Frühstück im exklusiven Restaurant zu gewinnen, für alle anderen gab es eine kleine Box Pralinen oder ein Marzipan-Herz. Inzwischen gibt es nur noch Kuchen und Sekt. Um 17:00 Uhr ist mir leider weniger nach Kuchen.
Abends wurden im Theater die Show „Einmal um die Welt“ und in der „Blauen Flora“ das Schauspiel „Auf Kribbel-Kurs – Eine Kreuzfahrt-Komödie“ gezeigt. Da wir beides schon kannten, machten wir uns früh auf den Weg zur „Agora“. Wir hatten Glück und bekamen noch zwei schöne Plätze auf Deck 18 mit Blick auf die Bühne. Dort startete um 21:30 Uhr die „White Night“. Anstelle des sonst als „fulminantes Schoko-Früchte-Buffet“ beworbenen Buffet, gab es dieses Mal lediglich eine kleine Auswahl an Schoko-Frucht-Spießen.
Leider war es extrem windig, sodass wir es nicht lange aushielten. Daher machten wir uns auf die Suche nach einer Bar zum Karten spielen. Zuerst saßen wir auf Deck 4 im Bereich der „TUI Atlantik Bar“. Diese Bar ist neu und befindet sich direkt vor dem Eingang zum „Atlantik Restaurant“, um dort vor oder nach dem Essen etwas zu Trinken. Später zogen wir in die „Mein Schiff Bar“ um. Diese Bar ist vergleichbar mit der „TUI Bar“ auf den anderen Schiffen. Sie befindet sich direkt beim Treppenhaus B und dem Atrium. Auf der anderen Seite befindet sich das bekannte „Tag und Nacht Bistro“ unter dem neuen Namen „Mein Schiff Bistro“.
09.09.2025: Barcelona, Spanien
23°C –bewölkt, Regen – 11 km/h Wind – 40 % Regenwahrscheinlichkeit
Wie jedes Mal, wenn wir in Barcelona waren, war das Wetter grauenhaft. Es regnete, war bewölkt und kalt.
Da wir das Schiff verlassen wollten, aber nicht in die Innenstadt laufen wollten, schauten wir, ob es einen Supermarkt in der Nähe gibt. In 3,5 Kilometer Entfernung befand sich ein Lidl. Mit uns im Hafen lagen noch fünf weitere Schiffe. Wir hatten Glück und parkten auf der zweiten Position, so war der Weg in die Stadt nicht ganz so weit. Der Weg über die Brücke war steil und auf Grund des Windes anstrengend.
Beim Lidl angekommen, fing es an wie aus Eimern zu schütten, sodass wir gezwungen waren viel Zeit dort zu verbringen. Zum Glück hörte es irgendwann auf und wir machten uns auf den Weg zurück zum Schiff. Dort wärmten wir uns erstmal mit einem warmen Tee auf.
Zum Mittagessen besuchten wir das neue Restaurant „Taverna Dionysos“. Die Speisekarte des griechischen Restaurants beinhaltet ausschließlich inkludierte Speisen.
Nachdem wir unsere Getränke bestellt haben, stellte uns die Bedienung einen Vorspeisenteller auf den Tisch. Dieser war mit Pita-Brot, Tsatsiki, verschiedene Oliven, einer Auberginencreme und einer Tomaten-Chili-Creme bestückt.
Als Vorspeise entschieden wir uns für einen Griechischen Bauernsalat. Zur Auswahl gab es beispielsweise noch Fleischbällchen, Ceviche von der Dorade, Gefüllte Weinblätter oder Suppen. Unser Salat war ein kleiner Teller mit Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Feta. Leider war der Salat nicht angemacht. Zum Glück stehen auf den Tischen, Essig und Öl sowie Salz und Pfeffer.
Als Hauptgericht entschieden wir uns für „Gyros“ und „Souvlaki“. Das Gyros war ein riesiger Berg mit Gyrosfleisch, Pommes und Tsatziki. Alleine kaum zu bewältigen. Das „Souvlaki“ hingegen waren zwei kleine Spieße Hähnchenfleisch, eine Handvoll Pommes und einer Scheibe Pita-Brot. Es war alles heiß und lecker. Aber die Größenverhältnisse der Portionen waren schon seltsam. Beim nächsten Mal haben wir das „Saganaki“, ein gebratener Schafskäse mit Bauernsalat probiert. Davon wurde man definitiv satt, auch wenn der Salat wieder nicht angemacht wurde.
Ansonsten stehen als Hauptgerichte noch „Bifteki“, „Mousakas“, ein Grillteller oder Tagliatelle zur Auswahl. Die Desserts Zitronen-Thymian-Kuchen, Jogurt mit Lavendel-Honig oder Milchreis haben uns leider nicht angesprochen, daher haben wir uns zum Nachtisch ein Slush-Eis geholt. Dieses gibt es in Selbstbedienungsspendern neben der „Eis Bar“ in drei verschiedenen Sorten wie Cola, Multivitamin oder Fanta.
Am Abend fand die Crew-Show im Theater statt. Hierbei zeigt die Crew, die sonst eher im Verborgenen, wie der Wäscherei oder der Galley, arbeitet seine heimlichen Talente. Einige Crewmitglieder haben gesungen und getanzt. Das Ausflugsteam hat sich wieder den Spaß gemacht und das auf der Flotte bereits bekannte Märchen „Aschenputtel“ aufgeführt.
10.09.2025: Valencia, Spanien
28°C – sonnig – 12 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Um 08:00 Uhr legten wir am Hafen von Valencia in Spanien an. Wir waren bereits 20xx mit AIDA in Valencia. Damals waren allerdings nur Ausflüge in der Bubble erlaubt, daher hatten wir nicht viel von Valencia sehen können.
Da ein Hop-on-Hop-off-Bus angeboten wurde, entschieden wir uns diesen an Bord zu buchen.
Der Hafen ist nicht auf der normalen Route des Busses dabei, daher gab es für uns feste Abfahrtszeiten. Wir hatten die erste Abfahrt um 08:30 Uhr gebucht. Als wir in den Bus einsteigen wollten, wurde allerdings festgestellt, dass das Audiosystem nicht funktioniert. Es wurde lange zwischen dem Ausflugs-Guide vom Schiff und Busanbieter bzw. Busfahrer diskutiert, ob wir mit dem Bus starten würden. Um 08:45 Uhr entschied man sich schließlich dazu, dass wir einen anderen Bus nehmen sollten. Der Bus der eigentlich für die Abfahrt um 09:00 Uhr geplant war, wurde schließlich zu unserem Bus und mit reichlich Verspätung ging die Fahrt Richtung Stadtzentrum endlich los.
Es macht schon einen schlechten Eindruck, wenn man bewusst einen Bus einsetzt, von den man weiß, dass er kein funktionierendes Audiosystem hat. Bei einem Ausflugsbus kommt es schließlich genau darauf an. Ich hatte das Gefühl, das Unternehmen hat viel zu wenig Busse eingesetzt, im Vergleich zur Menge an Fahrtkarten die sie verkauften.
Wir wollten zuerst eine komplette Runde drehen, merkten allerdings schnell, dass der Bus manche Haltepunkte ausfallen ließ. Um 10:00 Uhr mussten wir am Haltepunkt 1 den Bus verlassen, da unser Bus nicht mehr weiterfuhr. Der Haltepunkt 1 „Pintor Sorolla“ eignet sich perfekt um die Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt zu besichtigen. Dort befindet sich beispielsweise der Hauptbahnhof „Estacion del Norte“ oder die Nationalbank „Banco Valencia“
Fußläufig erreicht man den „Plaza del Patriarca“, dort gibt es einige Geschäfte, ein Museum und die Universität. Das „Palacio Marques de dos Aguas“ ist ein altes Herrenhaus, welches von „Giner Rabassa“ dem dritten Markgrafen zum Palast umgebaut wurde.
Da wir beim letzten Aufenthalt in Valencia bereits einen ausführlichen Stadtspaziergang erlebt hatten, stiegen wir in den nächsten Bus. Wir hatten gesehen, dass sich am Haltepunkt 11 „Museo Militar“ eine Filiale von Aldi befand, diese besuchten wir daher kurz. Es sah 1:1 aus wie in der heimischen Filiale, es unterschied sich hauptsächlich in den Produkten bzw. der Verpackung.
Nach dem Besuch bei Aldi wollten wir die Fahrt fortsetzen, allerdings fuhren die ersten beiden Busse wegen Überfüllung an uns vorbei. Laut Aushang sollten die Busse im Takt von 15 Minuten halten, wir warteten allerdings fast eine Stunde.
Da wir feste Abfahrtszeiten zurück zum Hafen hatten, rannte uns so leider die Zeit davon. Kurz vor 14:00 Uhr erreichten wir die Haltestelle 4 „C. Artes Y Ciencias“. Dort befindet sich der Stadtteil der Künste und der Wissenschaft. Eingebettet in einem schönen Park befindet sich die Wahrzeichen von Valencia. Der gesamt Komplex wurde 1998 eröffnet und biete in verschiedenen Bauwerken unterschiedliche Ausstellungen. Im „L ´Hemisferic“ befindet sich der größte Raum in Spanien, mit drei Projektionssystemen auf denen Kinofilme oder astronomische Darstellungen gezeigt werden können.
Danach mussten wir mit dem nächsten Bus bis zur Haltestelle 9 „Puerto“ fahren. Von dort ging es mit einem anderen Bus zurück zum Hafen. Im Vergleich zu anderen Städten fährt der Bus sehr lange – im September startet die letzte Runde um 19:00 Uhr, im Juli und August sogar noch später. Wir haben die Tickets über das Schiff gekauft und 30 € bezahlt. Im normalen Verkauf kosten die Tickets 22 €, dann kann man allerdings nicht im Hafen einsteigen.
Um 18:00 Uhr verließ die Mein Schiff Relax den Hafen von Valencia und macht sich auf den Weg nach Palma de Mallorca.
Im Theater wurde um 20:00 Uhr die Show „Rock Show“ gezeigt. Obwohl wir diese bereits kannten, besuchten wir sie erneut, da sie uns damals gut gefallen hat.
Um 21:30 Uhr startete auf der Agora „Dankeschön & Auf Wiedersehen“.
Nachdem die Seekarte verlost wurde, las Pascal uns unsere Verbrauchsdaten vor.
Fleisch: 9,3 Tonnen
Fisch: 3,1 Tonnen
Obst und Gemüse: 42 Tonnen
Eis: 4,5 Tonnen
Eier: 87.030 Eier
Toilettenpapier : 8.896 Rollen
Wein: 6.125 Liter
Sekt und Prosecco: 1.635 Flaschen
Champagner: 610 Flaschen
Bier: 9.840 Liter
Wasser :7.200 Liter
Cocktails: 47.842 Gläser
Longdrinks: 15.977 Gläser
Für die meisten Passagiere ging es nächsten oder übernächsten Tag nach Hause. Für uns startete der zweite Teil der Reise.
11.09.2025: Palma de Mallorca, Spanien
27°C – sonnig – 9 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Bereits um 04:00 Uhr legte das Schiff in Palma de Mallorca an. Als wir um 07:30 Uhr zum Frühstücken in den Harbour Market gingen, erwartete wir eigentlich das typische Chaos, wie sonst üblich am Wechseltag. Es war allerdings noch leerer als sonst. Dadurch, dass sich der Wechseltag auf zwei Tage verteilt, merkt man den ganzen Trubel nicht mehr so deutlich.
Um 09:00 Uhr startet unser, über das Schiff gebuchte Ausflug „Stadtbesichtigung Valldemossa“. Mit der Reiseleiterin Alex an Bord fuhr uns der Busfahrer Fernando ins ca. 30 Minuten entfernte malerische Bergdorf Valldemossa. Die kleine Gemeinde mit 2.016 Einwohnern liegt im Nordwesten der Insel, am Fuß der „Serra de Tramuntana“.
Wir besuchten das Hauptdorf Valldemossa, dort leben 1.476 Einwohner. Bekannt wurde Valldemossa in den Jahren 1838/39, als der polnische Komponist „Frederic Chopin“ dort den Winter mit der französischen Schriftstellerin George Sand verbrachte. Unser Rundgang startete am Kartäuserkloster, in dem das Paar damals gelebt hatte. Im schön angelegten Garten befindet sich eine Statue von Chopin. Im Kloster selbst kann man eine Ausstellung zu Ehren der beiden besuchen.
Alex zeigte uns die Straße „Via Blanquerna“, dort befinden sich jede Menge Restaurants und Souvenirgeschäfte. Sie empfahl uns in unserer einstündigen Freizeit den Aussichtpunkt „Mirador Valldemossa“ und die kleine Kirche „Sant Bartomeu“ zu besichtigen.
Der amerikanische Schauspieler Michael Douglas lebt zeitweise in Valldemossa und hat etwas außerhalb, das Kulturzentrum „Costa Nord“ errichten lassen. Dort kann man sich über die Natur der Serra de Tramuntana informieren.
Die einstündige Freizeit war leider viel zu knapp, um sich das Dorf in Ruhe anzuschauen. Wir hätten uns gerne noch länger dort verweilt. Nach insgesamt zwei Stunden mussten wir wieder zurück zum Hafen.
Der Ausflug kostete 40 € und dauerte insgesamt drei Stunden. Es hat sich gelohnt, hätte unserer Meinung nach aber definitiv länger dauern können.
Zurück an Bord verbrachten wir den Tag mit Lesen, Sonnenbaden und einem leckeren Eis. Der Kreuzfahrtdirektor Pascal Tischler war bereits am frühen Morgen in seinen Urlaub aufgebrochen. Seinen Posten hat Sebastian Sande übernommen. Sebastian kannten wir bereits von unserer Kreuzfahrt im Herbst 2024 – New York in die Karibik. Durch seine lustige Art ist er uns besonders positiv im Gedächtnis geblieben.
12.09.2025: Palma de Mallorca, Spanien
27°C – meist sonnig – 10 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Auch vom zweite Wechseltag bekam man kaum etwas mit. Hin und wieder sah man Passagiere mit ihrem Handgepäck, die auf den Transfer oder auf die Freigabe ihrer Kabinen warteten.
Wir verbrachten den Nachmittag auf unserem Balkon in der Sonne und wurden so auf ein Fotoshooting vor dem Schiff aufmerksam. Später stellten wir fest, dass Andrea Berg an Bord war um für die „Andrea Berg Cruise 2026“ Werbefotos zu machen.
Um 22:00 Uhr sollten wir den Hafen vom Palma verlassen. Jedoch verzögerte sich der Start der Show und das Auslaufen. Als wir uns endlich in Bewegung setzten, kam keine Auslaufmusik und die neuen Passagiere fragen sich, ob man die Musik auf dem neuen Schiff nicht mehr spielen würde. Erst nachdem wir weiter draußen vor Palma waren, setzte die Musik ein. Wahrscheinlich wurde die Musik auf Grund der späten Uhrzeit von Landseite aus verboten.
13.09.2025: Barcelona, Spanien
24°C – leicht bewölkt – 5 km/h Wind – 20 % Regenwahrscheinlichkeit
Wir entschieden uns den Tag an Bord zu bleiben. Zum Abendessen gingen wir in die Osteria. Wir bestellten Tomate und Mozzarella als Vorspeise und als Hauptgericht eine Margarita-Pizza und eine Lasagne. Das Essen war ok, nicht berauschend aber auch nicht schlecht. Wir hatten bereits die Erfahrung gemacht, dass es in der Osteria flottenweite Unterschiede gibt. Manchmal sind Pizza und Pasta richtig gut, dass man gerne öfter hingeht. Manchmal geht man einmal und nie wieder. Auf der Relax war es ein guter Durchschnitt.
Um 22:00 Uhr startete zeitgleich mit dem Auslaufen aus Barcelona, die White Night auf dem Agora Deck. Leider war es – wie immer in Barcelona – extrem windig. So hielten wir es nicht lange aus und gingen in die Mein Schiff Bar und tranken einen Cocktail und spielten Karten.
14.09.2025: Seetag nach Korsika
22°C – sonnig – 21 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Der erste Seetag der Reise lockte wieder mit jede Menge Unterhaltung, Workshops und Vorträgen. Zum Frühstück war das Lachs-Frühstücks-Buffet aufgebaut.
Um 11:00 Uhr besuchten wir den Vortrag zu Korsika von Sabrina Sylvester.
Abends schauten wir nochmal die „Leinen los“ Show im Theater an.
15.09.2025: Korsika, Frankreich
25°C – sonnig – 10 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Um 08:00 Uhr legten wir in Ajaccio auf Korsika an. Wir hatten keinen Ausflug gebucht, sondern wollten uns die Stadt auf eigene Faust anschauen. Das Schiff legt direkt in der Stadt an, so dass diese fußläufig erreichbar ist.
In Ajaccio gibt es keinen richtigen Hafen oder ein Terminal. Das Schiff legt direkt neben dem Jachthafen an und nach wenigen Metern erreicht man bereits den „Place Foch“.
Der langgezogene Platz ist der Start- und Endpunkt des Hop-on-Hop-Off-Busses und der Petit-Train. Am Kopf des Platzes befindet sich eine Fontaine mit der Statue von Napoleon. Rund herum befinden sich jede Menge Geschäfte für Souvenirs. Wir gingen an der Fontaine vorbei und landeten auf der Straße „Av. Du Premier Consul“. Diese folgten wir, bis wir am „Place d´Austerlitz“ ankamen. Dort befindet sich auf einem Hügel eine weitere Napoleon Statue. Man kann über Treppen bis zum Fuß der Statue laufen. Wir hatten Glück, dass wir so früh unterwegs waren. So hatten wir fast den gesamten Platz für uns alleine und konnten schöne Fotos machen.
Auf dem Rückweg in die Innenstadt schauen wir kurz bei einem SPAR Supermarkt vorbei. Eigentlich befindet sich hinter dem Supermarkt ein weiterer Platz mit einer weiteren Statue von Napoleon, der „Piazza De Gaulle“. Dieser Platz wird aber gerade aufwendig umgebaut. Daher wechselten wir die Straße und gingen am Ufer entlang. Von der Uferpromade aus kann man den Stadtstrand „Plage Saint-Francois“ erreichen. Hier sahen wir viele Einheimische und Passagiere vom Schiff ein kühles Bad im Meer, nehmen.
Wir schauten noch kurz in der Citadelle von Ajaccio vorbei. Diese war allerdings sehr heruntergekommen und lohnt sich nicht zu besichtigen. In der Nähe befindet sich eine weitere Statue, dieses Mal aber nicht von Napoleon, sondern von Pasquale Paoli. Paoli war ein im 18. Jahrhundert auf Korsika geborener Widerstandskämpfer.
Relativ spontan entschieden wir noch eine Fahrt mit Petit Train zu unternehmen. Da die nächste Fahrt erst später starten sollte, gingen wir zum Mittagessen zurück zum Schiff.
Petit Train bietet zwei verschiedene Routen an. Eine einstündige Fahrt für 9 €, die hauptsächlich in der Altstadt in Ajaccio ihre Runde dreht und eine 1,5-stündige Fahrt die bis zu den „Blutigen Inseln“ führt. Wir entschieden uns für die längere Fahrt und zahlten 12 €.
Mit der Bimmelbahn fuhren wir am Rathaus und der Anglikanischen Kirche vorbei bis zum „Place d´Austerlitz“. Dort hält die Bahn für 15 Minuten, damit man bis zur Statue laufen kann und Fotos machen. Da wir am morgen bereits Fotos gemacht hatten, schaute ich mir am angrenzenden Souvenirladen die Magnete an. Diese waren etwas teurer als unten im Hafen.
Im Anschluss ging die Fahrt an der Küstenstraße entlang bis zu den „Blutigen Inseln“. Die Strecke ist ca. 11 Kilometer lang, auf einer Seite befindet sich der Strand und das Meer, auf der anderen Seite hauptsächlich Wohnanlagen. Kurz vor Ajaccio befindet sich ein großer Friedhof mit direktem Meerblick. Der 1834 angelegte Friedhof ist umsäumt mit Mausoleen und Grabkapellen.
Die „Blutigen Inseln“ sind vier kleine Inseln am nördlichen Ende des Golfes von Ajaccio. Der Name stammt aus dem 19. Jahrhundert, als auf einer der Inseln ein Lazarett errichtet wurde, um aus Afrika zurückkehrende Seeleute und Soldaten mit ansteckenden Krankheiten in Quarantäne zu stecken. Die Bahn hält 10 Minuten auf dem Parkplatz, diese Zeit reicht um zum Ufer zu laufen und ein paar Fotos zu machen. Wer sich dort länger aufhalten möchte, kann mit dem Stadtbus hinfahren. Da die Strecke von der Stadt relativ flach ist, begegneten und sehr viele Radfahrer.
Anschließend fuhren wir die Küstenstraße zurück zum Hafen. Wir kamen erneut an der Citadelle und der Statue von Paoli vorbei. Kurz vor dem Ende fährt die Bimmelbahn durch eine für den Verkehr abgesperrte Straße, dort befand sich das Wohnhaus der Familie Bonaparte.
Die 12 € für die Fahrt haben sich gelohnt um einen Einblick in die Stadt Ajaccio zu bekommen. Die Ansagen auf deutsch und englisch kamen von Band über Lautsprecher.
Um 17:00 Uhr besuchten wir den Vortrag zu Neapel. Wir waren beim letzten Mal von Neapel enttäuscht und hofften durch den Vortrag einen Einblick in die schönen Ecken zu erhalten.
Um 21:00 Uhr spielte der Kapitän und die Band erneut auf der Agora Songs von „Coldplay“.
Zum ersten Mal sollte auf der Mein Schiff Relax eine „Silent Disco Night“ stattfinden. Das neue Restaurant „Fugo by Tim Raue“ bietet 120 Sitzplätzen. Da das relativ große Restaurant nach 22:00 Uhr immer leer war, hat man sich bereits Wochen zuvor entschlossen, dies als weitere Bar „Fugo Club & Lounge“ anzubieten. Die Silent Disco Party startet leider erst um 23:00 Uhr. Das war uns nach einem langen Tag auf Korsika leider zu spät.
16.09.2025: Civitavecchia, Italien
24°C – sonnig – 15 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Ein großer Teil der Passagiere machte sich auf den Weg nach Rom. Am Vortag hatten wir überlegt, ob wir uns Civitavecchia anschauen sollten. Da wir allerdings beide mit Halsschmerzen und Schnupfen aufwachten, blieben wir an Bord und kurierten uns aus.
17.09.2025: Neapel, Italien
25°C – leicht bewölkt – 8 km/h Wind – 30 % Regenwahrscheinlichkeit
Sabrina hatte bei ihrem Vortrag erzählt, dass man Neapel entweder liebt oder hasst. Da wir beim ersten Mal 2018 in Neapel nur die hässlichen Seiten gesehen hatten und uns wunderten, was die anderen dort schön fanden, gingen wir von Bord um Neapel eine zweite Chance zu geben. Auch beim zweiten Mal fanden wir es hässlich, dreckig und laut. Mit uns im Hafen lagen noch zwei weitere Schiffe, sodass natürlich viele das Hafengelände verlassen wollen. Es liegt zwar relativ nah an der Altstadt der Weg dorthin ist allerdings schrecklich. Bereits am Hafenausgang warten hunderte von Taxifahrern um einen lautstark zu einem Ausflug zu überreden. Auf dem Weg zur Einkaufsstraße „Via Toledo“ kamen wir an jeder Menge verdreckter Gehwege und Müll auf den Straßen vorbei.
Die „Galleria Umberto I“ ist eine Einkaufspassage in der Altstadt Neapel. Das im 19. Jahrhunderte gebaute wurde. Die beiden kreuzförmigen Passagen treffen sich an der Mitte zu einer 56 Meter hohen Glaskuppel. Da es mir gesundheitlich nicht besser ging, kaufen wir nur eine Postkarte und machen uns zurück auf den Weg zum Schiff.
Im Kreuzfahrtterminal gibt es jede Menge Souvenirgeschäfte, die preislich ähnlich wie in der Altstadt sind. Von daher muss man eigentlich gar nicht bis in die Altstadt gehen.
Abends schauten wir uns die zweite Show von „Jacky Feldmann“ „Das ist doch nur eine Phase…! Also hoffe ich…“ an.
18.09.2025: Seetag nach Sardinien
26°C – sonnig – 16 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Morgens schauten wir uns den Vortrag von Sabrina zum Thema Cagliari auf Sardinien an.
Zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr fand auf den Decks 4 & 5 der „Maritime Einkaufsbummel“ statt. Die Shops lockten mit Sonderangeboten, die Reiseleitung veranstaltete ein Quiz und das Housekeeping zeigte seine Kunst im Handtuchfalten.
Abends schauten wir uns erneut die Crew-Show an. Die Auftritte waren die gleichen wie auf der letzten Reise. Lediglich die Moderation von Sebastian war erfrischend und lustig. Wir hatten darauf gehofft, dass er sein Programm auch aufführen würde, aber wahrscheinlich er dafür erst zu kurz an Bord.
19.09.2025: Cagliari (Sardinien), Italien
27°C – sonnig – 16 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Um 07:30 Uhr legten wir in Cagliari auf Sardinien an. Eine Stadt in der wir bisher noch nicht waren, daher haben wir den Ausflug „Cagliari und die reizvolle Umgebung“ gebucht.
Mit unserer Guide Marcella und dem Busfahrer Roberto fuhren wir ca. 1,5 Stunden durch Cagliari. Nach einem kurzen Stopp an der „Basilika Signora die Bonaria“, hielten wir am Aussichtspunkt auf dem Monte Urpino. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und die Salinen. Wir konnten auf der Fahrt entlang der Salinen sogar ein paar Flamingos entdecken.
Beim anschließenden 1,5-stündigen Stadtrundgang besichtigten wir die „Cattedrale di Santa Maria“. Eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche mit großer Marmorkanzel und Krypta mit Königsgräbern. Auf der „Bastione del Balice“ hatten wir erneut einen tollen Ausblick auf die Stadt und konnten sogar das Schiff am Hafen sehen. Nur wenige Meter entfernt befindet sich die „Bastione di Saint Remy“, ein Kalksteintor mit einer tollen Aussicht. Über Treppen kann man die „Piazza Costituzione“ erreichen, dort beginnt die Einkaufsstraße.
Der Ausflug beinhaltetet eine 30-minütige Freizeit. Dies war uns allerdings zu kurz, deshalb meldeten wir uns bei Marcella ab und spazierten auf eigene Faust durch die Stadt. Der Ausflug kostete 56 € und dauerte 4 Stunden.
Am „La Piccola Pizzetta – Via Manno“ aßen wir ein Stück Pizza. Das Stück wurde typisch für Italien zusammengelegt. Das Stück kostete 2,50 € und war sehr lecker. In einem der vielen Sovenirgeschäfte kaufte ich einen Magneten und eine Postkarte. Zum Schluss spazierten wir noch durch die Straße „Via Roma“. An dieser überdachten Straße befinden sich ein paar Bekleidungsgeschäfte und Stände mit Souvenirs. Von dort ist es ein Katzensprung zur Haltestelle des Hafenshuttles.
Da der Hafen nicht zu Fuß verlassen werden darf, bot die Hafenbehörde einen kostenlosen Shuttle an. Der erste Bus fuhr allerdings erst um 09:00 Uhr. Der Bus hält am Ende der Straße „Largo Carlo Felice“
Abends fand auf der Agora die 80s & 90s Party statt. Zusammen mit der Band spielten der Kapitän und der Staff Kapitän und sorgten für gute Musik.
20.09.2025: Seetag nach Palma
28°C – sonnig – 21 km/h Wind – 0 % Regenwahrscheinlichkeit
Damit war leider schon der letzte Tag der Reise angebrochen. Wir versuchten noch so viel Sonne wie möglich zu tanken. Außerdem probierten wir endlich das neue „Pool Bistro“ auf Deck 17. Dort gab es herzhafte Teigtaschen wie Maultaschen, Ravioli oder Plemini.
Da wir abends noch einmal die „Rock Factory“ besuchen wollten, packten wir am späten Nachmittag bereits unserer Koffer. Vorher schauten wir beim Käsebuffet im Harbour Market vorbei.
Um 21:30 Uhr führte Sebastian durch die „Dankeschön & Auf Wiedersehen“ Party auf der Agora. Nach der Verlosung der Seekarte, trug er uns die Verbrauchszahlen für die Reise vor.
10 Tonnen Fleisch
4 Tonnen Fisch
44 Tonnen Obst und Gemüse
9.600 Burger
7 Tonnen Pommes
41.000 Kugeln Eis
74.530 Eier
8.800 Rollen Toilettenpapier = 220 Kilometer
2.300 Liter Rotwein
4.200 Liter Weißwein
10.500 Liter Bier
42.000 Cocktails
61.000 Longdrinks
21.09.2025: Palma de Mallorca
Da unser Rückflug nach Frankfurt erst um 16:05 Uhr ging, konnten wir noch entspannt zu Mittag essen. Am Flughafen konnten wir sofort einchecken
Fazit:
Ich habe mir vor der Reise alle möglichen Reiseberichte zur Mein Schiff Relax durchgelesen. Diese waren fast alle negativ. Ich kann besonders die Punkte, dass es wenig Schattenplätze auf dem Pooldeck gibt, nachvollziehen. Während der Reise wurden zwar Schirme geliefert, allerdings bringen diese nicht so viel wie eine richtige Überdachung.
Den Punkt, dass es einfach zu voll am Pooldeck ist, kann ich zu 100 % unterschreiben. Da wir keine Schwimmer sind, waren wir davon nicht betroffen. Wir hatten das Glück auf den oberen Decks immer eine freie Liege zu bekommen oder sind auf unseren Balkon ausgewichen.
Das der Harbour Market nun so viele Speisen anbietet, finde ich gut. Besonders dass nun immer Pizza und Pasta angeboten wird. Ich hoffe allerdings, dass man die Probleme mit den zu hohen Körbchen in der Backstation beim Bau der Mein Schiff Flow berücksichtigen wird.
Die schlechten Berichte zu „Taverna Dionysos“ kann ich nicht nachvollziehen, wir waren dort mehrere Male. Das Essen war immer heiß und lecker. Mit Ausnahme von fehlenden Salatdressing, hätte ich die Speisen genauso erwartet. Lediglich die Portionen finde ich etwas schlecht ausgewählt. Beim Gyros bekommt man einen riesigen Teller mit Fleisch und Pommes, beim „Souvlaki“ lediglich eine Handvoll Pommes und zwei kleine Spieße Fleisch.
Die anderen Restaurants wie das „Charlet“ oder das „Sur Mer“ fanden wir optisch ansprechend, haben es aber nicht besucht, da uns die Speisekarte nicht zugesagt hat. Den „Bosporus Grill“ haben ich tatsächlich vermisst, da es perfekt für eine schnelle Mittagessen am Pool war. Die neuen Bistros finde ich eine gute Ergänzung, bin allerdings gespannt, ob das „Pool Bistro“ bei den Teigtaschen bleibt, da dort eigentlich nie viel los war.
Die Kabine auf der restlichen Flotte finde ich gerade in Bezug zum Schrank besser.
Ich fand es schade, dass es keine neuen Shows gab, habe aber gehört, dass kurz nach unserer Abreise eine neue Show, eigens für die Relax konzipiert, ins Programm genommen wurde.
Obwohl im Vorfeld erzählt wurde, dass ausschließlich erfahrene Crew auf dem Schiff eingesetzt wird. Waren zu unserem Zeitpunkt viele neue Angestellte an Bord, die sich selbst zurechtfinden mussten. Leider muss ich auch sagen, dass dies die mit Abstand am schlechtesten gelaunte Crew auf allen Reisen war. Egal ob an der Bar oder an der Rezeption, man kam sich immer so vor, als würde man gerade stören. Als wir an der Rezeption fragten, wie viele Gäste an Bord wären, bekamen wir zwei Mal nur gesagt, das wäre Datenschutz. Das fragen wir bei jeder Reise, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie voll das Schiff ist.
Auch wenn die Mein Schiff Relax nicht unseren Platz 1 als bestes Schiff einnehmen konnte, hat sie uns überzeugt. Sodass wir bereits eine Fahrt mit der nachfolgenden Mein Schiff Flow gebucht haben. Die Route hat uns ebenfalls gut gefallen.
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