Karibik mit der Mein Schiff 2 über den Jahreswechsel 2025 und 2026 - Teil 2
21.12.2025: Seetag – St. John´s Antigua
29°C – leicht bewölkt – 12 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Liegezeit: 14:00 bis 22.12.25 19:00 Uhr
Da wir erst um 14:00 Uhr auf Antigua anlegten, macht wir uns einen gemütlichen Morgen auf dem Pooldeck. Beim Einlaufen standen wir wie die meisten Passagiere an der Reling und schauten zu. Dies war eine gelungene Abwechslung, da das Einlaufen sonst meistens bei Sonnenaufgang stattfindet. Im Heritage Quay Terminal gibt es jede Menge Souvenirshops.
Nach dem Abendessen verließen wir das Schiff um zu schauen, ob es irgendwo kostenloses Internet gab. Wir konnten allerdings keines finden und bis auf ein paar Bars waren alle Shops geschlossen.
Um 20:00 Uhr startete der Weihnachtsmarkt auf dem Pooldeck. Die Crew hatte viele kleine Buden aufgebaut, an denen es viele Leckereien zu essen gab. Neben Plätzchen, gebrannten Mandeln und Paradiesäpfeln, gab es auch allerlei herzhaftes wie Leberwurstbrote, Bratwurst, Schweinebraten im Brötchen und Pulled Pork Brötchen.
Im Anschluss wurde gemeinsam mit dem Kidsclub Weihnachtslieder gesungen.
22.12.2025: St. John´s Antigua
29°C – sonnig – 12 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Liegezeit: bis 19:00 Uhr
Die Nacht im Hafen war leider nicht so erholsam, da die Musik der Bars recht lange zu hören war. Beim Aufstehen lag bereits die AIDAsol am Pier gegenüber und die Azamara Quest lief gerade ein. Da uns nicht danach war, das Schiff zu verlassen, legten wir einen Schiffstag ein und blieben den Tag über an Bord.
Abends besuchten wir die Schaubühne. Dort trat der Solo Künstler „Josh Payne“ mit seinem Programm „A Tribute to Ed Sheeran“ auf. Als Fan von Ed Sheeran, war dies natürlich ein Highlight und Josh hat das großartig gemacht. Von mir aus hätte er noch viel länger singen können, aber um 21:30 Uhr startete die White Party auf dem Pooldeck. Wir machten ein paar Fotos und schauten uns die Show an.
23.12.2025: Philipsburg, St. Maarten
29°C – leicht bewölkt – 17 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Liegezeit: 07:30 bis 22:00 Uhr
Da wir bereits mehrfach auf St. Maarten waren und diverse Ausflüge unternommen hatten, kannten wir die Highlights der Insel bereits. Bei früheren Aufenthalten waren wir am bekannten Maho Beach. Am angrenzenden Flughafen starten und landen die Flugzeuge direkt über den Schaulustigen die am Strand liegen. Ansonsten haben wir bei Inselrundfahrten den französischen und den niederländischen Teil der Insel gesehen und die Rum Destillerie Toppers Rhum besucht.
Sint Maarten bzw. Saint Martin sind die beiden Teile der Insel St. Martin. Der niederländischen Teil Sint Maarten ist ein autonomes Land innerhalb des Königreiches der Niederlande. 65 % der Bevölkerung haben die niederländische Staatsbürgerschaft.
Der nördliche Teil Saint Maarten ist ein französisches Überseegebiet.
Der Kreuzfahrthafen befindet sich in Philipsburg und bietet Platz für bis zu sechs Kreuzfahrtschiffe.
Nach dem Frühstück packten wir unsere Handtücher ein und machten uns auf den Weg in die Innenstadt von Philipsburg. Nach ca. zwei Kilometern erreichten wir die Voorstraat, die Haupteinkaufstraße, mit Duty-Free-Geschäften. Parallel dazu befindet sich die Achterstraat, dort gibt es hauptsächlich lokale Geschäfte und Restaurants.
Vor der Haupteinkaufstraße liegt ein langer Sandstrand. Früher konnte man sich dort einfach an den Strand legen, heute wird der gesamte Strand von Liegenvermietern eingenommen. Wir mussten recht weit nach hinten laufen um ein Plätzchen zu finden. Leider war es an dem Tag bewölkt und das Wetter schlechter als in der Vorhersage. Als es anfing zu regnen, machten wir uns auf den Weg zurück zum Schiff.
Im Hafenterminal schlenderten wir noch durch die Shops und schossen Fotos von den anderen Schiffen am Pier.
Zwischen 16:00 und 19:00 Uhr veranstaltete das Schiff den „Tag der offenen Suiten“, so konnte man sich drei Stunden lang verschiedene gerade unbewohnte Suiten anschauen. Zur Besichtigung standen eine Junior Suite, eine Schöne Aussicht Suite und eine Horizont Suite offen.
Abends schauten wir uns die „Crew Show“ an.
24.12.2025: Basseterre, St. Kitts
26°C – sonnig – 20 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Liegezeit: 07:30 bis 19:00 Uhr
Wir hatten den Ausflug mit dem Sugar Train für die zweite Reise gebucht, da wir nicht sicher waren, ob an Weihnachten alles planmäßig stattfinden wird. Vormittags gingen wir zu den Shops im Hafenterminal. Beim letzten Aufenthalt hatte ich mir dort ein schönes Kleid gekauft, dieses hätte ich gerne noch in einer anderen Farbe. Leider gab es dieses Kleid nicht mehr, ich fand aber ein anderes tolles Kleid. Generell gibt es in diesem Terminal eine sehr große Auswahl an Kleidung, Souvenirs, Schmuck und Alkohol. Es ist einer der größten Duty-Free-Bereiche in der Karibik.
Das Housekeeping hatte uns morgens einen Weihnachtsteller mit Plätzchen und zwei Schoko-Weihnachtsmännern auf die Kabine gestellt.
Das Schiff bot an diesem Tag jede Menge weihnachtliche Unterhaltung an. So konnte man Weihnachtsbaumschmuck oder Karten selbst basteln, die Weihnachtliche Tanzparty der Tanzlehrer oder den Ökumenischen Gottesdienst besuchen.
Um 15:00 Uhr fand im Atrium bei der Rezeption die Bescherung mit dem Weihnachtsmann statt. Die Eltern konnten im Vorfeld die Geschenke ihrer Kinder abgeben.
Da der Anckelmannsplatz zur Vorbereitung für den Abend nach dem Mittagessen geschlossen war, gab es als Alternative in der Schaubar Kaffee und Kuchen und im „Ganz schön gesund“ war ein kleines Buffet aufgebaut.
Wir hatten für 17:30 Uhr im Anckelmannsplatz reserviert. Da außer uns nur wenige andere Passagiere dort waren, konnte ich ein tolles Video vom Buffet drehen. Zu essen gab es die typischen Weihnachtgerichte wie Kartoffelsalat mit Wiener, Gans mit Knödeln und Rotkraut, und jede Menge weihnachtlich verzierte Kuchen und Törtchen.
Jeweils um 18:00 Uhr und 21:00 Uhr gab es eine Weihnachtsshow im Theater. Abends hatte uns das Housekeeping das Weihnachtsgeschenk vom Schiff auf das Bett gelegt. Zwei Hüllen für die Bordkarten.
25.12.2025: Seetag
28°C – leicht bewölkt – 26 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Am Seetag nach La Romana hatte das Schiff wieder für jede Menge Unterhaltung gesorgt. Im Anckelmannsplatz gab es Kaviarfrühstück und im Anschluss die „Nautisch-technische Fragestunde“ mit dem Kapitän. Im Neuen Wall gab es jede Menge Aktionen und Rabatte.
Abends gab es eine Wiederholung der Weihnachtsshow und die Lesung „Innenkabine mit Balkon“, bevor um 21:30 Uhr das „Dankeschön & Auf Wiedersehen“ auf dem Pooldeck stattfand. Für einen Teil der Passagiere war am nächsten Tag die Reise zu Ende und neue Passagiere würden zusteigen. Wir hatten zum Glück noch 16 weitere Tage an Bord.
26.12.2025: La Romana, Dominikanische Republik
28°C – leicht bewölkt – 8 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Liegezeit: 07:00 bis 22:00 Uhr
Um dem Abreisetrubel an Bord zu entgehen, gingen wir nach dem Frühstück an Land. In La Romana gibt es ein schönes Kreuzfahrtterminal mit Pool und Liegenstühlen. Diese sind kostenfrei und dürfen von Passagieren und Crew benutzt werden. Lediglich für Sonnenschirme, Getränke und Essen an den Bars und Restaurants muss man bezahlen. Die Anlage wird jedoch am meisten von der Crew genutzt, die hier die Chance hat sich ein paar Stunden am Pool zu erholen ohne weite Wege auf sich zu nehmen. Die gesamte Anlage wurde vor ein paar Jahren eröffnet und kostete ca. 15 Mio US-Dollar.
Als wir zum Mittagessen zurück aufs Schiff wollten, sahen wir eine kleine rote Katze in der Nähe des Piers sitzen. Sie maunzte jeden jämmerlich an und hatte scheinbar Hunger. Wir holten ihr ein bisschen Fleisch und Fisch vom Restaurant. Vom Fleisch fraß sie etwas, den Fisch verschmähte sie allerdings. Als wir abends das Schiff nochmal kurz verließen, hatte ihr jemand Wasser und Katzenfutter hingestellt.
27.12.2025: Seetag
28°C – leicht bewölkt – 15 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit
Den Seetag verbrachten wir mit Sonnen, Lesen und Essen.
Abends besuchten wir die zweite Vorstellung des Zauberers Jan Phillip Lehmker. Im Theater trat um 21:30 Uhr Terri Green mit ihrem Programm „Eine soulige Reise“ auf. Terri kannten wir bereits von vorherigen Fahrten. Sie ist bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg, Sarah Connor und Chris Norman.
28.12.2025: Kingstown, St. Vincent
27°C –bewölkt – 10 km/h Wind – 75 % Regenwahrscheinlichkeit
Liegezeit: 08:00 bis 19:00 Uhr
Für uns war es das erste Mal auf St. Vincent, daher hatten wir einen Ausflug gebucht, um die Insel kennen zu lernen.
Die Inseln liegen ca. 160 km östlich von Barbados und bestehen aus der Hauptinsel St. Vincent und den nördlichen Inseln den Grenadinen. Die Hauptstadt Kingstown liegt auf der südwestlichen Seite der Hauptinsel St Vincent. St. Vincent ist Mitglied im Commonwealth of Nations. Somit ist König Charles III. das Staatsoberhaupt. Insgesamt leben 111.000 Einwohner auf den Inseln, davon sind ca. 70 % afrikanischer Abstammung.
Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, daneben gibt es noch Industrie und Landwirtschaft. Bananen, Mehl und Reis sind die größten Exportgüter. Unser Schiff legt am SVG Cruise Ship Terminal in Kingstown an. Dort ist Platz für insgesamt zwei Kreuzfahrtschiffe. Der größte Teil dieser Schiffe kommt aus dem britischen oder deutschen Sektor. Von amerikanischen Reedereien wird die Insel kaum angefahren.
Das Terminal ist relativ klein und überschaubar. Fußläufig erreichbar ist die „St. Marys Cathedral“ und der Botanische Garten.
Die Straßen der Insel sind im Vergleich zu den anderen Inseln sehr gut ausgebaut, jedoch relativ schmal, so dass wir unseren Ausflug als kleine Gruppe in einem Minibus starteten. Generell ist zu sagen, dass die Insel sehr sauber war. Nur an wenigen Stellen lag Müll auf den Straßen.
Unser Ausflug „St. Vincents zerklüftete Ostküste“ ging an der Ostküste entlang bis zum Blackpoint. Dort befindet sich der Blackpoint Tunnel, dieser wurde im 17. Jahrhundert von Sklaven gegraben. Der ca. 100 Meter lange Tunnel sollte den Plantagenarbeitern als Abkürzung zur Bootsanlegestellt hinter dem Felsen dienen. Heute kann man als Tourist durch den Tunnel gehen. Es ist allerdings dunkel, rutschig und im Inneren leben hunderte von Fledermäusen.
Direkt daneben befindet sich ein Strand, der allerdings nicht zum Baden geeignet ist. Durch die raue See gibt es meterhohe Wellen, die bei Surfern sehr beliebt sind. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, was auch den schwarzen Sandstrand erklärt. St. Vincent ist sehr grün und dich bewachsen. Das größte Anbaugebiet für Gemüse wird im Mesopotamia Valley angebaut. Dies war früher die Heimat der heimischen Bevölkerung, den Arawak.
Am River 14 machten wir eine Pause zur Rumverkostung. Unser Guide hatte eine Flasche einheimischen Rum dabei, den wir entweder pur oder mit einem Fruchtpunsch gemischt probieren durften. Auf dem Platz gibt es verschiedene kleine Pavillons die von den Bewohnern angemietet werden können um dort zu Picknicken.
Auf dem Rückweg zum Schiff sollten wir eigentlich noch am Rawayou Recreational Park halten. Dies fand allerdings nicht statt. Stattdessen wurden wir mit lauter Musik beschallt, während der Guide ein Schläfchen machte.
Der Ausflug dauerte fünf Stunden und kostete 66 €. Der Guide sprach leider nur englisch und war eher schweigsam was Informationen zur Insel betraf.
Abends schauten wir uns die Show „Ein Abend mit Broken Silence und Josh Payne“ im Theater an.
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