Karibik mit der Mein Schiff 2 über den Jahreswechsel 2025 und 2026 - Teil 3

 29.12.2025: Bridgetown, Barbados

27°C – leicht bewölkt – 22 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: 07:00 bis 30.12.25 19:00 Uhr

Während für einige Passagiere der Tag der Abreise eingetreten war, startete für uns die zweite Hälfte der Reise.

Barbados ist die östlichste der Kleinen Antillen und eine ehemalige britische Kolonie. Seit 1966 ist Barbados unabhängig, blieb aber im Commonwealth of Nations. Viele der karibischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs, Barbados entstand allerdings durch die Verschiebung von Platten. Ca 1/3 der Bevölkerung wohnt in der Hauptstadt Bridgetown und seinen Vororten. Die restlichen der 282.000 Einwohnern leben in insgesamt elf Bezirken auf der gesamten Insel.

Nach dem Frühstück verließen wir das Schiff in Richtung Carlisle Beach. Zu Fuß sind es ca. zwei Kilometer, die man zu Beginn an einer Promenade am Wasser entlang geht. Den letzten Kilometer geht es durch die Innenstadt von Bridgetown. Dort kommt man am „National Heroes Square“ vorbei, welcher sich gegenüber dem Regierungssitz „House of Assembly“ befindet. Dort befinden sich Stelen von beispielsweise Clement Osbourne Payne oder Rihanna, welche auf Barbados geboren wurde. 




 

Wenn man den Platz über die Chamberlain Bridge verlässt, läuft man unter dem Indenpendence Arch durch. Der Bogen wurde zum 21. Tag der Unabhängigkeit im Jahre 1987 gebaut. Rund um den Platz und den angrenzenden Jachthafen standen bunt geschmückte Weihnachtsbäume. Diese waren teilweise von Schulen oder Firmen gestaltet worden. So gab es ebenfalls geschmückte Bäume für die verschiedenen Inseln der Karibik oder Partnerländer von Barbados. 

 




Von dort ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Strand. An diesem Abschnitt ist der Strand relativ leer und man kann sich mit einem Handtuch in den Sand legen. Je weiter man am Strand langläuft, desto belebter wird es. Dort kann man Liegen und Sonnenschirme mieten oder an Bars etwas trinken. 



 Auf dem Rückweg schauten wir noch im
SavingsPLUS Supermarkt vorbei. 




 

Abends spielten wir in der Schaubar Karten und hörten Josh Payne bei seiner Live-Musik zu.

  

30.12.2025: Bridgetown, Barbados

27°C – leicht bewölkt – 25 km/h Wind – 40 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: bis 19:00 Uhr

Für den zweiten Tag auf Barbados hatten wir den Ausflug „Entdecken Sie die Vielfalt von Barbados“ gebucht. Wir hatten Glück und erwischten den Bus mit der deutschsprechenden Sabina. Sabina hatte an dem Tag ihre Prüfung als Guide und wurde von der Deutschen Claudia begleitet.  

Von Barbados Hauptstadt fuhren wir an der Westküste entlang Richtung Speightstown. Auf dem Weg befinden sich jede Menge Hotels und AirBnB Anlagen. Eine kurze Fotopause machten wir an Rihannas 22 Mio. Dollar Apartment in „One Sandy Lane“. 

 

Die St. James Parish Curch hatte leider geschlossen, so dass wir sie noch von außen anschauen konnte. Sie gilt als älteste anglikanische Kirche auf Barbados. Ihre Besonderheit ist ihre Glocke. Diese wurde am selben Ort herstellt wie die Big Ben und die Liberty Bell. 1881 fiel sie von der Decke und wurde in England repariert. Da sie allerdings nie wieder so klang wie früher, stellte man sie als Denkmal neben die Kirche.


 

Am Pier in Speightstown durften wir den Bus für Fotos verlassen. Nach drei Minuten fing es allerdings so heftig an zu regnen, sodass alle wieder in den Bus flüchteten. 



 

Über das Landesinnere fuhren wir weiter zu unserem nächsten Stopp nach Cherry Tree Hill. Sabina erzählte uns auf der Fahrt allerlei Wissenswerte über die Insel und zeigte uns viele Pflanzen. Es gibt z.B. über 50 verschiedene Sorten Mangos.

Unser nächster Stopp war auf dem Cherry Tree Hill. Der Berg hat eine Höhe von 259 Meter und verdankt seinen Namen den vielen Kirschbäume die einst in der Gegend wuchsen. Auf dem Berg befindet sich die St. Nicholas Abbey. Das Herrenhaus wurde 1660 gebaut und gehört zur gleichnamigen Zuckerrohrplantage. Diese ist inzwischen nicht mehr in Betrieb, bietet aber ein schönes Museum. Die Besichtigung des Museums war allerdings nicht Teil unseres Ausfluges. 


 

Während wir Bilder vom Ausblick schossen, informierte uns Sabina, dass der Zug der Museums-Eisenbahn zu hören war und in Kürze eintreffen würde. Zum Museum gehört auch eine Schmalspureisenbahn die im Jahr 2019 eröffnete. Die originale „Barbados Railway“ fuhr von 1881 bis 1937 auf einer Länge von 38 Kilometer durch Barbados und beförderte Passagiere und Güter. Auf einer Strecke von 1,5 Kilometern fährt die heutige Museumsbahn einen Teil der Strecke ab. Am Cherry Tree Hill befindet sich das Ende der Fahrt und die Bahn muss auf einer manuellen Drehscheibe gedreht werden, um wieder zurück zu fahren. 




 

Wir hatten das Glück und konnten zuschauen, wie der Zug unter Mithilfe der Passagiere gedreht wurde. Die Dampflokomotive wurde 1914 in Deutschland gebaut.

Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Bathsheba. Der Ort ist bekannt für seinen Strand, an dem regelmäßig Surf-Wettbewerbe stattfinden. Dort hatten wir ca. 30 Minuten Aufenthalt für Fotos oder einem Getränk an einer Bar. Zum Schwimmen ist die Ostküste auf Grund der hohen Wellen nicht geeignet. 




 Auf der Rückfahrt zum Schiff erzählten uns Sabina und Claudia über ihr Leben auf Barbados und was sie an Deutschland vermissten. Claudia erzählte uns, dass sie im letzten Jahr als Ausflugsguide auf dem Schiff gearbeitet hatte und mit uns an Bord gehen würde, um zwei Wochen Urlaub auf dem Schiff zu verbringen.

Den Rest des Tages ließen wir es ruhig an gehen. Für die neuangereisten Gäste fand im Theater die Willkommensshow statt.


31.12.2025: St. George´s, Grenada

28°C – wechselhaft – 23 km/h Wind – 65 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: 07:30 bis 23:30 Uhr

Der letzte Tag des Jahres war angebrochen und viele Passagiere machten sich auf den Weg an Land um Grenada zu besichtigen. Wir blieben allerdings an Bord und genossen die Ruhe. 

 

Zum Abendessen hatten wir wieder einen Tisch im Anckelmannsplatz reserviert. Da wir bis 23:30 Uhr auf Grenada liegen würden, verließen wir nach dem Abendessen kurz das Schiff um im Hafenterminal ins Internet zu gehen. 





 

Um 22:00 Uhr startete die Silvesterparty auf dem Pooldeck. Die Galley hat verschiedene Buffets aufgebaut, die die Zeit bis Mitternacht verkürzen sollten. Neben einem großen Nachtischbuffet gab es auch ein Fisch- und Schinkenbuffet. 

 





Nachdem wir um 23:30 Uhr ablegten, schipperten wir vor der Küste Grenadas und schauten uns um Mitternacht das Feuerwerk auf der Insel an.


01.01.26 Castries, St. Lucia

27°C – leicht bewölkt – 25 km/h Wind – 40 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: 09:30 bis 00:00 Uhr

Als wir gegen 9:00 Uhr auf St. Lucia einliefen, lag bereits die Norwegian Epic an der Anlagestelle am Pointe Seraphine Cruise Terminal wir mussten daher auf der anderen Seite am La Place Carenage Cruise Port anlegen. Allerdings freuten wir uns, diesen Teil der Stadt zu erkunden. Zum Glück waren wir vor zwei Wochen bereits am Strand, sonst hätten wir einen weiten Weg gehabt.


 

Auf St. Lucia hatten wir den Ausflug „St. Lucia mit dem Doppeldecker entdecken“ gebucht. Dabei handelt es sich zwar um einen typischen zweistöckigen Hop-on-Hop-off-Bus, doch die Tour war eine normale Panoramatour. Vor dem Ausflug schauten wir uns noch die Gegend rund um das Terminal an. Im Terminal gab es auch ein paar Shops, aber nicht so viele wie an der anderen Anlegestelle. In der Nähe gab es einen Massy Store von dem uns Claudia auf Barbados schon erzählt hatte, den wir uns gerne angeschaut hätten. Leider reichte die Zeit vor dem Ausflug nicht mehr und nach dem Ausflug war der Markt auf Grund des Feiertages bereits geschlossen. 


 

Mit dem Doppeldeckerbus fuhren wir an der Westküste von St. Lucia bis zum Strand von Pigeon Island Beach. Pigeon Island wird als Paradies für Taucher beschrieben, da sich dort das am besten erhaltenes Korallenriff von St. Lucia befindet. Um dort zu tauchen muss man allerdings einen Tagesausflug mit einem Boot buchen. Früher war Pigeon Island Beach eine richtige Insel, heutzutage ist sie durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Auf der einen Seite befindet sich eine Bucht mit Badestrand und auf der anderen Seite raue Felsen. 




 
Die Strecke dauerte ca. 45 Minuten und wurde von einem Fotostopp am Reduit Beach unterbrochen. Am Pigeon Island Beach hatten wir ca. eine Stunde Strandpause.

Der Strandabschnitt war dagegen überhaupt nicht schön. Der erste Teil ist ein öffentlicher Strand, dort tummelten bereits zahlreiche Touristen und Einheimische. Überall lag Müll, Flaschen und Dosen. Der nächste Abschnitt gehört zum Hotel Sandels Grande St. Lucia, dort war es sauber und ordentlich. Dort darf man sich allerdings nicht an den Strand hinlegen, sondern nur am Wasser entlang spazieren. Wir machten daher nur ein paar Fotos und schauten uns dann die andere Seite der Landzunge an. Dort setzten wir uns auf einen Felsen und warteten, dass die Stunde vorüber ging. Die übrigen Ausflugsteilnehmer waren ebenso enttäuscht wie wir, über diesen Ausflug und konntes es gar nicht abwarten, in den Bus zu steigen und den Strand zu verlassen. Eventuell lag es am Feiertag, dass der Strand komplett überfüllt war, aber der viele Müll war definitiv nicht von einem Tag. Mit 59,- € war dieser Ausflug nicht gerade billig gewesen.

Zurück auf dem Schiff bestellten wir uns zwei Eisbecher, welche wir auf unserem Balkon aßen. 

 

Den Abend verbrachten wir in der Galerie Bar, in der Josh Payne auftrat.


02.01.26 Fort-de-France, Martinique

29°C – bewölkt – 8 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: 07:30 bis 22:00 Uhr

Wir blieben den Tag über an Bord und genossen die Ruhe auf dem Schiff. Abends schauten wir uns auf dem Pooldeck die Show von Terri Green an.



03.01.26 Roseau, Dominica

27°C – sonnig – 12 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: 07:30 bis 22:00 Uhr

Wir hatten uns spontan dazu entschieden, einen Strandausflug auf Dominica zu buchen. Für 44 € buchten wir den Ausflug „Strandtransfer zum Mero Beach“. Der Strand liegt ca. 30 Minuten Fahrtzeit oberhalb von Roseau, auf der Ostseite von Dominica. Unser Ausflug wurde von einem Crewmitglied begleitet, der als Ausflugsguide auf dem Schiff beschäftigt ist. Als ehemaliger Fahrradguide, konnte er uns allerhand Wissenswertes über die Insel erzählen. 

 

Am Strand angekommen bekamen wir vom Fahrer eine kleine Karte ausgeteilt, mit der konnten wir uns ein gratis Getränk an der Bar abholen. Am Strand standen in drei Reihen Liegestühle mit Sonnenschirmen, zwischen denen wir freie Auswahl hatten. Da Dominica vulkanischen Ursprungs ist, ist der Strand schwarzsandig. Im Vergleich zum Strandausflug auf St. Lucia, war der Strand sauber, gepflegt und erholsam ruhig. 

 



An der Bar konnten wir uns ein gratis Getränk abholen. Obwohl in der Ausflugsbeschreibung Rumpunsch stand, konnte man sich zwischen verschiedenen Biersorte, Softgetränken und dem besagten Rumpunsch entscheiden. Wir nahmen eine Cola und eine Flasche der heimischen Biersorte Kubuli. Das Bier war lecker und bei den heißen Temperaturen erfrischend. Dafür, dass es bei unserem ersten Aufenthalt vor zwei Wochen immer wieder geregnet hat, blieb es an dem Tag überraschend trocken. 

 

Am Strand gab es noch einen zweiten Bereich mit Liegen, der war für die Gäste des anderen Schiffes reserviert. Wer Lust hatte konnte an der Bar kleine Snacks bestellen oder eine Kokosnuss kaufen. Gratis WLAN gab es ebenfalls am Strand und einen Stand um Souvenirs zu kaufen.

Für 44 € war der Ausflug ein voller Erfolg, wir wären gerne länger als zwei Stunden am Strand geblieben. Auf der Rückfahrt unterhielt uns der Guide mit allerhand lustigen und spannenden Geschichten, die er als Guide bereits erlebt hatte.

Abends fand die 80s & 90s Poolparty statt, bei der es wieder allerlei Leckereien zu essen gab.

 





04.01.26 St. John´s, Antigua

29°C – leicht bewölkt – 7 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: 14:00 bis 05.01.26 19:00 Uhr

Da wir erst um 14:00 Uhr in Antigua anlegten, suchten wir uns morgens einen schattigen Platz auf dem Pooldeck. Zum Mittagessen wurde in der Nähe der Eisbar das Foodbike aufgebaut. Dieses Mal gab es leckere Hähnchensteak-Burger.

Nachmittags schauten wir kurz in den Shops im Hafenbereich vorbei.

Zum Abendessen war im Anckelmannsplatz das Käse-Buffet aufgebaut und im Theater spielte Terri Green ihre Show „Rhythm of Night“. 

 



05.01.26 St. John´s, Antigua

28°C – leicht bewölkt – 6 km/h Wind – 10 % Regenwahrscheinlichkeit

Liegezeit: 07:30 bis 19:00 Uhr

Antigua und Barbuda besteht aus den beiden Hauptinseln und 46 weiteren kleinen Inseln in der östlichen Karibik. Das Staatsoberhaupt, ist wie auf vielen karibischen Inseln, König Charles III. Von ca. 85.000 Einwohnern leben die meisten auf Antigua, auf Barbuda gerade mal 1.600.

Vormittags machten wir einen kleinen Stadtspaziergang durch St. John´s. Unser erstes Ziel war das VC Bird Monument ein Denkmal zu Ehren von Sir Vene Cornwall Bird, dem ersten Premier Minister von Antigua und Barbuda. 

 


Direkt dahinter befindet sich der Public Market Complex. Dort kann man neben Souvenirs auch Obst und Gemüse oder typisch karibische Kleidung kaufen. Wir entschlossen uns noch zur St. John´s Cathedral zu laufen. Bei einem letzten Aufenthalt konnte man die Kirche noch von innen besichtigen, dieses Mal war dies nur gegen eine Spende von 5 Dollar möglich. 

 

Wir verzichteten darauf und machten uns auf den Weg zurück zum Hafen. 




 

Leider bietet St. John´s selbst nicht viel Sehenswertes. Wenn man etwas von Antigua sehen möchte, muss man einen Ausflug buchen. Wir haben beim letzten Mal die historische Hafenanlage Nelson´s Dockyard und den Aussichtspunkt Shirley Heights besucht. Der bekannteste Strand ist der Dickenson Bay, mit der berühmten roten Telefonzelle.

Abends schauten wir uns nochmal Josh Paynes Ed Sheeran Show in der Schaubühne an, bevor wir auf der Pooldeck zur White Night gingen.

 


Hier gehts zum nächsten Teil 👉Teil 4

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