Mein Schiff 2 - Blaue Reise Herbst 2020 Teil 2
Tag 3:
Da wir an diesem Tag erst am Nachmittag
eine Veranstaltung hatten, machten wir uns einen gemütlichen
Vormittag. Leider war das Wetter so kalt, dass wir uns nur drinnen
aufhielten. Gegen 11:00 Uhr konnten wir vermehrt Schiffe sehen und
wussten, dass wir uns in der Nähe von Schweden befanden. Da
ich um 12:30 Uhr meinen Termin im Tattoo Studio hatten, gingen wir
sehr früh zum Mittagessen. Eigentlich wollten wir einen Döner im
Bosporos Grill essen, da es uns draußen zu kalt war, gingen
wir ins Tag und Nacht Bistro und aßen einen Burger und
Currywurst mit Pommes.
Anschließend schauten wir uns noch auf Deck 14 die Umgebung von Göteburg an. Mitten in der Hafeneinfahrt befindet sich die Nya Älvsborgs Fästing (Festung), die 1650 errichtet wurde. Auf der kleinen Insel stehen einige Häuser und kann im Sommer als Touristenattraktion besucht werden.
Um 12:30 Uhr machte ich mich auf den Weg zu Sabrina. Sie zeigte mir einen Anker den sie ausgedruckt hatte und platzierte ihn mir auf meiner gewünschten Stelle am Unterarm. Als alles passte, begann sie zu tätowieren. Sie fragen immer wieder ob alles in Ordnung wäre und ich mit dem Schmerz auskomme. Ich empfand es als überhaupt nicht schmerzhaft, die Beine zu epilieren empfinde ich als schmerzhafter. Während sie arbeitete, fragte ich sie zu ihrem eigentlichen Studio an Land aus und wie sie auf die Idee kam, an Bord zu kommen. Sie erzählte mir, dass die Firma Wildcat Germany, das Tattoo Studio an Bord betreut und sich um die Anreise der Tätowierer kümmert. Die Tätowierer dürfen leider nur eine Fahrt an Bord bleiben und werden dann ausgewechselt.
Sabrina wollte schon immer mal als Gastkünstler arbeiten. Auf einem Kreuzfahrtschiff war sie selbst aber noch nie.
Der Hafen von Göteburg bietet nicht viel außer Anlegeplätze für Containerschiffe, ein paar typische schwedische Häuser und die Älvsborgbron Brücke. Die 933 m lange Hängebrücke verbindet Göteburg mit den Industriegebieten auf der Insel Hisingen. Die Durchfahrtshöhe der Brücke ist mit 45 m leider zu niedrig für unser Schiff, sodass wir nicht durchfahren konnten. Der Kapitän versprach uns, dass das Schiff normalerweise nicht so nah an die Brücke fahren dufte, wie dieses Mal.
Etwa eine Stunde nach Einfahrt waren wir wieder auf dem offenen Meer.
Vor dem Abendessen besuchten wir noch die Abendschau in der Schaubühne. Dieses Mal hatten wir noch Plätze bekommen und mussten die Show nicht im Fernsehen verfolgen. Wie am Vortag wurden die großen Stars des Abends vorgestellt. Zu Gast waren Terri Green und Toddy Reed vom „The Terri Green Projekt“ und das Vater-Sohn-Duo von „Die Buschs“.
Da die Show Die Buschs – „Meet the Buschs“ schon um 19:00 Uhr im Theater begann, mussten wir uns mit dem Abendessen beeilen. Da sich der Einlass wegen den Abstandsregeln und dem Abhaken auf der Anwesenheitsliste aber verzögerte, begann die Show etwas verspätet.
Die Buschs betraten abwechselnd die Bühne und zeigten unterschiedliche Comedy- und Varieténummern. Während der Vater eher lustige Nummern zeigte, teilweise unter Einbeziehung des Publikums – unter Wahrung der Abstandsregeln -, zeigte der Sohn Zauberkunststücke.
Leider überschnitt sich die Show mit dem Bingo, sodass wir an diesem Tag nicht teilnehmen konnten. Das Mein Schiff Reiseportal lässt eine Buchung mit Überschneidung der Uhrzeiten nicht zu. Wir wollten eigentlich um 20:00 Uhr die Show von Thomas Schreier & Joel von Lerber „Musicals im Harfenklang – Sei hier Gast…“ besuchen. Weil die Buschs erst verspätet anfangen konnten, schafften wir es nicht mehr rechtzeitig. Die Show wurde leider während der Fahrt nicht mehr wiederholt.
Wir setzten uns in die Schaubar und tranken unseren Cocktail und spielten Karten, bis um 22:00 Uhr der nächste Programmpunkt begann. Diese Mal lud der Kreuzfahrtdirektor Benjamin Witthoff zum „Soundtrack seines Lebens“ im Theater ein. Er präsentierte ein Solokonzert mit seinen persönlichen Lieblingstiteln. Dabei begleitete er sich selbst an der Gitarre. Auch wenn uns einige Titel unbekannt waren, hat uns seine Darbietung gut gefallen.
Tag 4:
Nachdem täglichen Fiebermessen und frühstücken, setzten wir uns in die Schaubar ans Fenster und spielten Karten und lasen.
Da um 12:30 der letzte Vortrag vom Lektor stattfand, gingen wir zeitig zum Mittagessen. Beim Vortrag zeigte uns Horst Müller seine „schönste Stadt der Welt“ – Hamburg. Da wir nach der Kreuzfahrt noch zwei Tage in Hamburg verbringen würden, hofften wir auf einige informative Grundlagen zur Stadt und wurden nicht enttäuscht.
Bei der Show „The Dream“, die um 16:00 Uhr im Theater gezeigt wurde, zeigten die vier ArtistenGraziele, Christopher, Lee und Nathanael mit akrobatischen Darbietungen, eine Show über Wünsche und Träume. Besonders hervorgestochen ist Lee, der unter dem Künstlernamen Mczenzlee Kash bereits am Vortag bei Tante Valetti einen kurzen Auftritt hatte. Lee kann sich auf Highheels besser bewegen als so manche Frau.
Am Abend versuchten wir bei der letzten
Möglichkeit auf der Reise unser Glück beim Bingo. Es hat leider wieder nicht gereicht, aber dieses Mal hatte nur eine Zahl zum Hauptgewinn gefehlt.
Auf der Kabine war nun Kofferpacken angesagt. Im Gegensatz zu früher, musste man auf dieser Fahrt den Koffer selbst von Bord nehmen. Bei einer nur fünftägigen Reise ist das aber kein Problem, die Koffer sind klein und nicht so schwer.
Tag 5:
Wir hatten im Vorfeld die späteste Abreisezeit im Mein Schiff Reiseportal ausgesucht und durften so bis 09:30 Uhr an Bord bleiben.
Nach einem entspannten Frühstück, packten wir die Koffer fertig und machten uns pünktlich zur letzten Ansage vom Kreuzfahrtdirektor auf den Weg zum Aufzug. Wie in 90% der Tage, hatten wir den Aufzug für uns alleine und waren so schnell auf Deck 4. Ein letztes Mal wurde die Bordkarte gescannt und schon waren wir im Kreuzfahrtterminal in Steinwerder. Mit dem Bus ging es zum Hauptbahnhof zurück. Viele Gäste machten sich auf den Weg nach Hause. Doch wir hatten uns noch zwei Tage Hamburg gegönnt.
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