Celebrity Beyond Griechische Inseln mit Malta im Juli 2022 Teil 3

Celebrity Beyond Griechische Inseln mit Malta im Juli 2022 Teil 3

Montag, 18.07.2022 Seetag nach Malta

Der Seetag verlief ruhig, wir lagen den ganzen Tag nur in der Sonne. Wenn man Lust hatte, konnte man im Rooftop Garden auf der großen Leinwand einen Film ansehen oder beim Aquafit Pool Fitness mitmachen. Zahlreiche Workshops die man bezahlen musste, wie Weinverkostung oder Yoga, wurden veranstaltet. 

Für 22:30 Uhr war eine Cosmic Night auf dem Resort Deck am Pool geplant. Vorher schauten wir uns die Show von Andrew Derbyshire im Theater an. 
Die Cosmic Night ist vergleichbar mit der White Night bei Mein Schiff. Alle Gäste sollten in weiß, silber oder gold gekleidet kommen. Da die Artisten eine kleine Show aufführten sollten, sicherten wir uns gute Plätze. An diesem Abend war es sehr schwül, daher waren mehrere Mitarbeiter damit beschäftigt die Tanzfläche vor der Bar zu trocknen. Damit die Artisten nicht rutschten. 

Kurz nach 22:30 Uhr kam allerdings der Kreuzfahrtdirektor Luigi und teilte mit, dass die Show nicht stattfinden könne, da der Boden zu feucht war. Stattdessen sang einer der Sängerin zwei Lieder. Anschließend legte der DJ auf und die Leute stürmten die Tanzfläche. Wir waren etwas enttäuscht und gingen schließlich ins Bett. 


Dienstag, 19.07.2022 Malta

Von der Kabine aus schauten wir uns die Einfahrt in Maltas Hauptstadt Valletta an. Da unser gebuchter Ausflug erst nach dem Mittagessen stattfinden würde, gingen wir morgens eigenständig vom Schiff um uns Malta anzuschauen. 
Valletta ist sowohl von der Fläche als auch der Einwohnerzahl die kleinste Hauptstadt Europas. Historisch gesehen ist Valletta eine der am besten gesicherten Städte der Welt. Die Hauptstadt ist umgeben von einem Festungswall und liegt zusätzlich auf einem Berg. 
Diesen Berg kann man entweder über Treppen, einen kostenpflichten Fahrstuhl (1 €) im Upper Barrakka Garden oder durch einen eher bei Kreuzfahrern bekannten Zugang über ein Parkhaus besteigen. Im Hafengelände befinden sich einige Geschäfte und Restaurants wie das Hard Rock Cafe.  
Wenn man das Gelände verlässt und sich rechts hält, befindet sich auf der anderen Straßenseite eine Lücke in der Mauer. Dies ist die Ausfahrt aus dem Parkhaus, diesen Weg kann man zu Fuß nach oben gehen. Es ist zwar etwas dunkel, steil und es gibt keinen Gehweg, aber man erreicht recht einfach das Parkdeck. Von dort kann man mit dem Aufzug bis nach oben zum Ausgang fahren. 

Von dort sieht man bereits den Tritonenbrunnen, er zeigt den Beginn der autofreien Einkaufsstraße.
Wir gingen die kleinen Gassen entlang bis zum Palast des Großmeisters. Anhand der Geschäfte sieht man, das Malta zum Commonwealth gehört, alles ist sehr britisch angehaucht. 
 
Vom Großmeisterpalast gingen wir zum Lower Barrakka Garden. Die kleinen Parkähnlichen Gärten sind ideal, um sich ein wenig von der Sonne geschützt auszuruhen. Mitten im Garten steht das Monument to Sir Alexander Ball. Ein griechisch angehauchter Tempel ehrt den ehemaligen britischen Admiral Alexander Ball. 


Vom Garten aus hat man einen tollen Ausblick über die Hafeneinfahrt. 
Als nächstes gingen wir zum Upper Barrakka Garden. Auf einer Terrasse unterhalb des Gartens befindet sich die Saluting Battery. Zweimal am Tag wird ein Kanonenschuss abgefeuert. Früher wurde dies dazu genutzt, um auf den Schiffen die Uhren auf die richtige Zeit zu stellen. 

Falls man mit dem kostenpflichten Aufzug nach oben gefahren ist und sein Ticket behalten hat, kann man kostenlos nach unten fahren. Wir gingen wieder durch das Parkhaus zurück. 
 
Auf dem Schiff aßen wir schnell zu Mittag, bevor wir uns auf dem Weg zu unserem gebuchten Ausflug „Malta City Sights“ machten. Der Ausflug kostete umgerechnet etwa 
50 €.

Nach einer Panoramafahrt erreichten wird das südöstlich von Malta gelegene Fischerdorf Marsaxlokk. Hier durften wir auf eigenen Faust durch die kleinen Marktstände schlendern. Marsaxlokk setzt sich zusammen aus dem arabischen Wort „Marsa“, was Hafen bedeutet und dem maltesischen Wort „xlokk“ das man mit Südwind übersetzen könnte. 
Im Hafen des Dorfes schwimmen jede Menge der typischen bunten kleinen Fischerboote. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Ortskirche Lady of Pompeii
 

Nach kurzer Weiterfahrt erreichen wir den Aussichtspunkt der Blauen Lagune. Allerdings hielt der Bus nicht an, so dass wir nur Fotos während der Fahrt machen konnte. Das war wirklich schade, zumal es extra Parkplätze für Busse zum Fotostopp gibt. Die Blaue Lagune ist eine Bucht, die von den Inseln Comino und Cominotto gebildet wird. Neben den rund 20.000 Touristen die die Hauptattraktion jährlich besuchen, war die Bucht mehrfacht Schauplatz von Kinofilmen. Beispielsweise Madonnas Tauchszene in Stürmische Liebe

 Vorbei an zahlreichen kleinen Dörfern wie Girgenti erreichten wir Mdina. Mdina war früher die Hauptstadt Maltas. Die kleine Stadt liegt umrandet von mittelalterlichen Mauern. Durch das Stadttor betritt man die Altstadt und fühlt sich sofort im mehrere hundert Jahre zurückversetzt. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit um die vielen Paläste, Innenhöfe und idyllischen Grünanlagen in Ruhe anzuschauen.
 
Um 16:30 Uhr verließ das Schiff Malta, den letzten Hafen auf dieser Reise. 
 
Abends schauten wir uns die Show Elements im Theater an. Die Show handelte von den fünf Elementen, Luft, Wasser, Erde, Feuer und Äther. Wieder einmal wussten wir gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollten, die tolle Grafik auf der Leinwand. Oder die atemberaubende akrobatische Darbietung. Ein besonderes Highlight waren kleine Luftwölkchen die von der Decke schwebten und bei Berührung platzten. 

Leider fühlte ich mich an diesem Abend nicht wohl und konnte nach der Show nicht mehr ins EDEN, wo die Show Dreams aufgeführt wurde. Da es an dem Tag über 30 Grad hatte, gingen wir davon aus, dass es einfach zu viel Sonne war. 


Mittwoch, 20.07.2022 Seetag 🡪 Barcelona

Über Nacht hat sich mein Zustand verschlimmert, so dass ich den Tag im Schatten verbrachte und die meiste Zeit schlief. Am Vormittag fand noch die Fragestunde mit Kapitän Kate statt. 

Der Sänger King Jamsheed war leider nicht ganz unser Geschmack, sodass ich nach dessen Show im Theater den Koffer packte und ins Bett ging. 

Donnerstag, 21.07.2022 Barcelona

Zum Glück ging es mir an diesem Tag etwas besser, der Transfer brachte uns bereits um 8 Uhr zum Flughafen. Der Flug sollte eigentlich um 14 Uhr gehen, wurde dann aber kurz vorher um 2 Stunden verschoben, da der Flieger Verspätung hatte. Wir bekamen je vier Euro in Form eines Verzehrgutscheins, diesen lösten wir bei Burger King ein. 

In Frankfurt angekommen, mussten wir sehr lange auf unsere Koffer warten. Zu Glück befand sich ein Stand mit kostenlosen Süßigkeiten und Wasser direkt neben unserem Kofferband. Dies war eine Reaktion vom Flughafen, um die vielen Pannen die am Flughafen verursacht wurden (fehlende Koffer, Verspätungen usw.) abzumildern. 

Mein Koffer kam leider beschädigt (ein Rad hing nur noch lose an der Verkleidung) an, der Schalter für die Meldung von beschädigtem Gepäck war leider schon geschlossen. So fuhren wir nach Hause und hofften diesen Schaden nachträglich zu melden. Im Oktober wartete ich immer noch auf mein Geld, Lufthansa antwortet leider nicht auf Mails. 

Fazit:
 
Leider war der Koffer nicht das einzige Negative, das aus dem Urlaub wieder mit nach Hause nahm. Am darauffolgenden Samstag wurde bei mir eine Corona-Infektion festgestellt. Was für mich nicht überraschend war, da an Bord überhaupt nicht auf Hygiene geachtet wurde. Wir waren praktisch die Einzigen, die sich vor dem Restaurantbesuch die Hände wuschen. Personal mit Desinfektionsmittel stand auch nicht immer parat und in bereits voll besetzten Aufzügen wurde sich noch reingequetscht. Die Nutzung von Zangen im Buffet war für viele ein Fremdwort. 
 
Dies war die sechste Kreuzfahrt seit Corona Beginn und es zeigte eindeutig, wie sich ein gutes Hygienekonzept positiv auf die Ansteckung auswirkt. 
 
Ansonsten hat uns das Schiff ganz gut gefallen, wir fanden manche Wege umständlich. Sodass man besonders im Poolbereich nur über Treppen oder über große Umwege in bestimmte Bereiche kommt. Die Bars waren für uns leider auch nichts Besonderes und der Service war manchmal sehr schlecht. Am letzten Tag die Crew nochmal sehr bemüht, da war der schlechte Eindruck allerdings schon gefestigt. 
 
Wir würden uns eher nicht mehr für eine Fahrt mit Celebrity entscheiden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach nicht. Der Preis war viel zu hoch, dass so vieles nicht geklappt hat. Und dass es zu wenig Personal für ein ausgebuchtes Schiff war, haben schließlich nicht die Passagiere zu verantworten. Die Buchungszahlen kann die Reederei einsehen und entsprechend reagieren. 
 
Auch der angebliche Mehrwert bei der Buchung von Concierge Class, ist absolut nicht gerechtfertigt bei dem Preis. Vieles wurde uns auch vorenthalten wie das Mittagessen am Ankunftstag. 
 
Die Kabinen waren etwas gewöhnungsbedürftig, wir bevorzugen richtige Balkone. Es gab nur die Möglichkeit bei offenem Fenster oder mit Verdunkelungsrollo zu schlafen. Bei schlechtem Wetter kann die Brücke das Öffnen der Fenster beeinflussen. Aus dem Fenster bzw. das Rollo sind wir nicht schlau geworden. Wir verließen oft die Kabine mit offenen Fenster und nach unserer Rückkehr, war nicht nur das Fenster, sondern auch das Rollo unten.
 
Ein Highlight waren alle Shows auf dieser Reise, dies ist aber für amerikanische Schiffe typisch.

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Faszination Südostasien mit der Mein Schiff 6 - 2024/2025 Teil 4

Faszination Südostasien mit der Mein Schiff 6 - 2024/2025 Teil 2

Faszination Südostasien mit der Mein Schiff 6 - 2024/2025 Teil 1