Mein Schiff 5 - Östliches Mittelmeer 2024 Teil 4

 09.09.2024 Korfu

Korfu ist mit rund 585 Quadratkilometer die zweitgrößte der Ionischen Inseln. Sie liegt vor der Balkanhalbinsel und ist nur zwei Kilometer von der albanischen Küste entfernt.

Da wir noch nie auf Korfu waren, buchten wir den TUI-Ausflug „Panoramafahrt über Korfu“.

Unser erster Halt führte uns zum ca. 25 Kilometer entfernte Bella Vista Viewpoint auf der Westseite der Insel. Um auf die andere Seite der Insel zu kommen, mussten wir die komplette Insel durchfahren. Die Straßen durch die Dörfer sind teilweise so eng, dass der Bus gerade so durchkommt. Auf der Strecke gibt es teilweise nur einspurige Straßen, die mit Ampeln geregelt werden. Eine der Ampel hat eine Ampelphase von siebeneinhalb Minuten. Wir hatten das Pech und durften genau siebeneinhalb Minuten vor dieser roten Ampel warten. 

 

 

Am Bella Vista Viewpoint angekommen, schenkte uns die ansässige Gaststätte das inkludierte Softgetränk aus. Wer trinkt nicht gerne um kurz vor 09:00 Uhr eine Cola. 

 


Danach ging es wieder Richtung Stadt. Inzwischen war sehr viel los auf den Straßen, daher brauchten wir sehr lange bis zum nächsten Punkt des Ausflugs.

Für einen Fotostopp hielten wir am „The Royal Grand Veranda“ oberhalb der Halbinsel Kanoni mit der vorgelagerten Mäuseinsel Pontikonissi und dem Vlacherna-Kloster. Von oben hat man einen Blick auf das kleine Kloster und die Mäuseinsel. Direkt neben dem Aussichtspunkt befindet sich der Flughafen von Korfu. In der Nähe befindet sich das Schloss Mon Repos, in dem Philip Mountbatten, Duke of Edinburgh 1921 geboren wurde.

 

 

Im Anschluss fuhren wir durch Korfu-Stadt um einen kurzen Überblick zu erhalten. An der „Alten Venezianischen Festung“ bestand die Möglichkeit den Ausflug zu verlassen und auf eigene Faust loszuziehen. Wir fuhren mit dem Bus zurück zum Hafen und gingen erst einmal Mittagessen. Der Ausflug dauerte knapp über vier Stunden und kostete ca. 40 €. Laut Ausflugsbeschreibung sollte der Ausflug nur drei Stunden dauern. Da wir aber auf dem Weg vom Bella Vista Viewpoint in die Stadt sehr lange im Stau standen, haben sich die weiteren Punkte verzögert. Das wird auch der Grund sein, warum wir das am Anfang des Ausflugs angepriesene in Korfu gebraute Bier nicht mehr probieren konnten.

Eine Sehenswürdigkeit auf Korfu ist das „Achilleion“, der Palast den sich Kaiserin Elisabeth von Österreich „Sissi“ auf ihrer Lieblingsinsel erbauen ließ. Der Palast und seine weitläufigen Parkanlagen werden allerdings seit Jahren renoviert, sodass sich eine Besichtigung momentan nicht lohnt.

Nach dem Mittagessen machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt von Korfu. Nachdem man das Hafengelände verlassen hat, geht man ca. zwei Kilometer immer am Meer entlang. Direkt hinter der „Neuen Venezianischen Festung“ beginnt die Altstadt von Korfu. Die kleinen Gassen sind sehr verwinkelt, eng und überfüllt mit Einheimischen und Touristen, teilweise läuft man einfach nur dem Strom an Menschen hinterher. Nachdem ich einen Magneten und eine Postkarte gekauft hatte, machten wir uns auf den Rückweg.

 

 

Da ich noch einen Supermarkt besuchen wollte, gingen wir einen Umweg zurück. Dort verliefen wir uns erstmal und landeten auf dem Central Markt, der aber gerade geschlossen wurde. Kaum hatten wir den Supermarkt verlassen, begann es zu regnen. Erst tröpfelte es nur ein bisschen, wurde dann allerdings zu einem heftigen Regenschauer. Wir standen mit weiteren Passagieren und der Kreuzfahrt-Direktorin Caro unter einer Bushaltestelle ca. 400 Meter vom Hafenterminal entfernt. Caro rief daraufhin ein Taxi, welches sie mit ihren Eltern bestieg und zum Hafen fuhr. Der Rest warteten bis der Regen irgendwann aufhörte.

Zurück auf dem Schiff gönnten wir uns erstmal eine heiße Dusche, wir wollten auf keinen Fall noch krank werden.

Eigentlich war geplant, dass wir um 18:00 Uhr ablegten. Wir warteten allerdings noch auf ein Kamerateam von RTL. Dieses befand sich noch am Flughafen von Korfu. Nachdem wir über 30 Minuten gewartet haben, konnte der Kapitän nicht länger warten. Ob es das Team später noch an Bord geschafft hatte, war leider nicht bekannt.

Um 20:15 Uhr fand im Studio die „Exclusiv an Bord“ Talkshow mit Kena Amoa und David Modjarad statt. Die beiden sind bekannt aus der RTL Sendung „Exclusiv“. In ihrem Live Podcast erzählten sie von ihren lustigsten und skurrilsten Interviews. Sie gaben allerlei Insider Preis, zum Beispiel, dass Madonna bei doofen Fragen ihrem Interviewer einen Tequila Shot einschenkt. 


Danach fand im Theater die Show „Meine Musical Gala – Mit Aladdin durchs La La Land“ statt. 


10.09.2024 Kefalonia

Kefalonia ist mit ca. 734 km² die größte der Ionischen Inseln. Gegen 07:00 Uhr legten wir am Ort Argostoli an. Im Hafen befindet sich Platz für ein Kreuzfahrtschiff und viele kleinere Jachten. 

Wir verließen den Hafen und gingen nach links am Wasser entlang bis zum „I love Kefalonia“ Zeichen. Vor dort erreicht man das Ende der Einkaufsstraße „Lithostroto“. Da wir noch sehr früh waren, hatten die Geschäfte allerdings noch geschlossen. Wir bummelten deshalb die Straße entlang. Morgens war es noch kalt und regnerisch und wurde im Laufe des Vormittags immer wärmer. Gegen 10:00 Uhr öffneten die Geschäfte. Es gibt allerdings überwiegende Souvenirläden oder Restaurants. Nach dem obligatorischen Kauf eines Magneten, gingen wir wieder Richtung Schiff. 


Wir gingen allerdings nicht direkt zurück auf das Schiff, sondern rechts am Schiff vorbei. Dort folgt direkt am Wasser ein Pinienwäldchen mit tollen Fotomotiven. Wir folgten dem Weg weiter und kamen nach ca. 1,5 Kilometer am „Katavothres“ an. Das „Katavothres“ ist eine der Sehenswürdigkeiten in Kefalonia. 


 

Dabei handelt es sich um eine Höhle in die das Meer fließt und 14 Tage später in Karavomylos, am anderen Ende der Insel, wieder zum Vorschein kommt. Früher wurde durch die vorhandene Strömung Getreide in den Wassermühlen gemahlen. 


 Wir gingen weiter die Straße entlang und kamen beim „Fanari Beach“ an. Dieser Strand wird hauptsächlich von Einheimischen genutzt. Auf der anderen Straßenseite befinden sich ein paar Restaurants und kleine Hotels. Vor dort ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Leuchtturm „Agios Theodoros“. Wir machten ein paar Fotos und legten eine Pause ein. Zwischenzeitlich war es ganz schön heiß geworden. 


 

Auf dem Rückweg entdeckten wir in einem Gebüsch eine Futterstelle für Straßenkatzen. Wir hatten uns auf dem Hinweg schon gewundert, warum dort so viele Katzen unterwegs waren. Da es dort eher verlassen war und nur wenige Wohnhäuser standen. Im Gebüsch war ein kleines Paradies für die Katzen errichtet worden, mit schattenspendenden Hütten und jede Menge Futter- und Wasserplätzen.  

Kefalonia ist bekannt für seine große Meeresschildkrötenpopulation, die ab August schlüpfen. Wir schauten immer wieder ins Wasser, konnten aber keine entdecken. 

Die Tropfsteinhöhle „Melissani“ ist ebenfalls ein Highlight der Insel. Auf der ganzen Insel gibt es zahlreiche Höhlensysteme. In „Melissani“ ist einst die Decke eingestürzt und lässt die Sonne auf den ehemals unterirdischen See scheinen. Der Besuch kostet ca. sieben Euro, darin enthalten ist eine Bootsfahrt über den Grottensee. 

Da wir beim Auslaufen am Leuchtturm vorbeifahren würden, schauten wir uns Mal das Auslaufen an. 

Abends fand die „White Night Pool Party“ mit Schokobuffet statt.


11.09.2024 Seetag nach Santorini

Heute war der letzte Seetag an Bord angebrochen. Das Schiff hatte ein abwechslungsreiches Tagesprogramm auf die Beine gestellt. So konnte man für 69 € den Maschinenkontrollraum besichtigen oder der Lesung „Frau über Bord“ von Balian Buschbaum lauschen. Es fanden verschiedene Workshops wie „Artisanbrot backen“ oder „Faszinierende Faszien“ statt.
Wir genossen nochmal die Sonne und lagen hauptsächlich auf dem Pooldeck oder unserem Balkon. 
Abends fand die Show „Einmal um die Welt – Mein Ensemble Show“ im Theater statt. 


12.09.2024 Santorini
 
Santorini war unser letzter Hafen auf dieser Reise. Da wir bereits 2022 auf Santorini waren, hatten wir keinen Ausflug gebucht und auch nicht geplant von Bord zu gehen. Beim letzten Mal - noch zu Coronazeiten - waren wir das einzige Kreuzfahrtschiff und die Stadt war total überlaufen. Da wir laut Plan vier Schiffe sein würden, würde es entsprechend voll werden.
In Santorini liegen die Kreuzfahrtschiffe unterhalb der Hauptstadt Firá auf Reede. Mit Tenderbooten wird man zum Hafen gebracht und kann dann entweder mit der Seilbahn nach oben fahren oder die 578 Stufen zu Fuß gehen. Wer einen Ausflug über das Schiff gebucht hat, wird mit dem Tender direkt nach Athinios gefahren. Dort stehen die Ausflugsbusse.
Gegen 08:00 Uhr verkündete Caro, dass die Tender wegen zu hoher Wellen nicht nach Athinios fahren können und die Ausflüge daher abgesagt werden. Die gebuchten Tenderzeiten würde ihre Gültigkeit behalten, damit die Gäste stattdessen unterhalb von Fira aussteigen könnten und so zumindest Fira besichtigen können. 
 
 
Neben uns lag die Costa Fortuna auf Reede. Damit waren bereits ca. 6.000 potenzielle Besucher für Fira auf dem Meer vor Santorini. Im Laufe des Tages würden die beiden anderen Schiffe eintreffen. Wir waren erleichtert, keinen Landgang geplant zu haben. Tatsächlich blieben mehr Passagiere an Bord als vermutet. 

 
Caro wiederholte ihre Durchsage immer wieder im Laufe des Vormittags. Dabei zeigte sich wieder ihre Zerstreutheit. Mal sagte sie es wären nur die Ausflüge am Morgen betroffen, dann den ganzen Tag. Gegen Mittag verkündete sie, dass es auch mittags keine Ausflüge geben wird. 
Nach dem Abendessen packten wir unsere Koffer für den Rückflug am nächsten Tag.
Abends fand die „Dankeschön & Auf Wiedersehen“ Party auf dem Pooldeck statt.
 

13.09.2024 Heraklion

Da unser Transfer zum Flughafen bereits um 07:45 Uhr abfuhr, mussten wir sehr früh aufstehen. Beim Frühstück war es aber ungewöhnlich ruhig. Normalerweise herrscht am Abreisetag immer Chaos. 

Nach kurzer Fahrtzeit erreichten wir den Flughafen von Heraklion. Im Internet wird der Flughafen immer wieder als der „schlimmste Flughafen“ genannt. Verdreckt, lange Wartezeiten und Verspätungen. Und genauso haben wir es erlebt. Der Check-In verlief noch schnell und problemlos. Danach ist man gezwungen sofort durch die Sicherheitskontrollen zu gehen, da es keine Möglichkeiten gibt, sich irgendwo aufzuhalten.

Am Gate findet man allerdings auch keine Sitzplätze, da dort noch die Passagiere der drei bis vier vorherigen Flüge, die Plätze belegen. Überall war es schmutzig und die Toiletten sahen aus, als wären sie wochenlang nicht gereinigt worden. Alles war defekt oder gar nicht erst vorhanden. Die Schlagen sind entsprechend lang. Von den zehn Toiletten hatte die Hälfte nicht mal Türen.

Mit knapp 30 Minuten Verspätung hoben wir schließlich Richtung Frankfurt ab. 

Fazit:

Die Mein Schiff 5 hat im Vergleich zur Fahrt im November 2022 an Sauberkeit zugenommen. Auch die vielen rostigen Stellen sind uns nicht mehr aufgefallen. Das Essen war dafür sehr einseitig. Die Pizza in der Osteria hat uns nicht mehr geschmeckt und im Anckelmannsplatz gab es beispielsweise fünf verschiedene Fleischsorten aber kaum Beilagen. 

Die Route hat uns gut gefallen, obwohl wir die Städte teilweise schon kannten. Kefalonia hat uns mit seiner schönen Natur überzeugt. Istanbul war leider enttäuschend. Die Blaue Moschee und die Hagia Sofia sind renovierungsbedürftig und überteuert.

 

Auf youtube findet ihr noch ein Video von der Reise. 👉 Hier gehts zum Video






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