04.09.2024 Mykonos
Da wir bereits 2022 auf Mykonos waren, entschieden wir uns den Tag an Bord zu verbringen und die Ruhe zu genießen.
Zum Mittagessen gingen wir in den Bosporus Grill und aßen einen Döner. Da es danach schon wieder voll auf dem Pooldeck wurde, verbrachten wir den Rest des Nachmittags auf unserem Balkon.
Zum Abendessen war ein großes Käsebuffet im Anckelmannsplatz aufgebaut.
In seiner Show „Jeff Hess meets Charlie Chaplin“ zollte Jeff Hess einem der größten Entertainer eine ganze Show.
Im Theater wurde die Show „Spooktakel – Tanz in die Unsterblichkeit“ gezeigt.
05.09.2024 – Souda/Chania
Um 08:00 Uhr legten wir in Souda auf Kreta an. Souda ist kein Touristenpunkt, daher empfiehlt sich die Fahrt nach ins 6,5 Kilometer entfernte Chania.
Nach Chania kommt man am kostengünstigsten mit dem Shuttlebus der Stadt für 1,60 € pro Strecke. Der Bus fährt direkt im Hafen los und endet ohne Zwischenstopps in der Nähe der Markthalle von Chania. Die Markthalle wurde 1911 – 1913 nach Vorbild der Markthalle in Marseille gebaut. Zu unserem Zeitpunkt fand allerdings gerade eine große Umbaumaßnahme statt, sodass es für uns nichts zu sehen gab.
Zu Fuß gingen wir bis zum Alten Venezianischen Hafen. Der Hafen wurde im 16. Jahrhundert von Venezianer erbaut und ist zweifelsohne ein Highlight in Chania. Rund um die Bucht liegen Restaurants, Hotels und Souvenirgeschäfte in kunterbunten Häusern.
Direkt am Wasser liegt die ehemalige Yali Tzamisi Moschee, die bereits als verschiedene Museen und Touristeninformation genutzt wurde. Heutzutage dienst sie als Veranstaltungszentrum für Kunstausstellungen. Gegenüber befindet sich die venezianische Festung Firka. In der Bucht lohnt es sich auch mal ein Blick ins Wasser zu werfen. Dort leben riesige Schildkröten.
Am Ende der Kaimauer steht ein Leuchtturm, der stark an ein Minarett erinnert. Gebaut wurde er einst von Venezianer, nach schwerer Beschädigung 1830 wurde er von Ägyptern wiederaufgebaut. Zum Mittagessen holten wir uns eine, zwar für Griechenland sehr untypische, aber richtig leckere Pizza bei Funky´s und einen Frappe.
Bei der Rückfahrt zum Hafen entdeckten wir noch einen sehr gut ausgestatteten Supermarkt, der sich direkt gegenüber vom Hafen befindet.
Um 20:15 Uhr schauten wir uns die Show „The ´80s are calling“ von Hayo de Meer im Studio an. Im Anschluss ging es auf das Pooldeck, dort fand die Abschiedsparty für die am nächsten Tag abreisende Gäste statt. Von den 2721 Passagieren würden 600 für eine weitere Woche an Bord bleiben.
06.09.2024 – Heraklion
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt von Heraklion. Heraklion ist die viertgrößte Stadt Griechenlands und liegt auf der 250 km x 80 km breiten Insel Kreta.
Da man das Hafengelände nicht zu Fuß verlassen darf, stehen nach dem Terminal Shuttlebusse bereit. Der Bus setzte einen beim Limenarchion ab, dort stehen die Hop-on-Hop-off-Busse, sowie Taxis zu Verfügung. Den Weg in die Stadt kann man leicht zu Fuß bewältigen. Direkt außerhalb des Hafengeländes befindet sich eine gelbe Markierung auf dem Boden. Wenn man dieser folgt, landet man automatisch nach 1,6 Kilometern am Venezianischen Hafen von Heraklion.
Am Ende der Kaimauer befindet sich eine Festung aus dem 16. Jahrhundert. Oberhalb des Venezianischen Hafens befindet sich die Stadt mit Einkaufsstraßen und wenigen Sehenswürdigkeiten.
So besichtigen wir den Morosinibrunnen – Löwenbrunnen im Herzen der Stadt. Der mit vier Löwen verzierte Brunnen wurde früher von einer 15 km entfernten Quelle bewässert und diente als Trinkwasserquelle für die Einwohner.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Agios-Titos-Kirche. 1869 wurde das Gebäude während der osmanischen Zeit als Moschee errichtet. 1925 wurde sie als orthodoxe Kirche geweiht.
Die Hauptsehenswürdigkeit von Heraklion ist der Palast von Knossos. Dieser befindet sich ca. sechs Kilometer vom Kreuzfahrthafen entfernt. Der allererste Palast wurde zwischen 2100 und 1800 v. Chr. gebaut und immer wieder durch Erdbeben zerstört.
Archäologen haben herausgefunden, dass der Palast und die umliegende Stadt 1600 v. Chr. zwischen 10.000 und 100.000 Einwohner beherbergte. Zum damaligen Zeitpunkt war der Palast mit ca. 21.000 m² einer der größten und modernsten Bauwerke. So gab es bereits Warmwasserheizungen, Badewannen und Klosetts mit Wasserspülungen.
1878 wurde der Palast wiederentdeckt und die ersten Ausgrabungen starteten. Der Archäologe Sir Arthur Evan restaurierte die Anlage nach seinen Vorstellungen. Dabei kam es dann zum Streit mit anderen Archäologen, durch seine Rekonstruktionen z.B. mit Beton, konnte im nach hinein nicht mehr festgestellt werden, ob die Anlage tatsächlich einmal so ausgehen hat. Ein deutscher Geologe ist der Ansicht, dass der Palast eigentlich eine Art Friedhof war und die vermeintlichen Badewannen eigentlich Särge darstellten.
Am Abend fand die Welcome-Party auf dem Pooldeck statt. Laut Caro waren für diese Woche nur 2514 Passagiere dabei. Das kann an den fehlenden Kindern liegen, da inzwischen auch in den letzten beiden Bundesländern die Schule wieder angefangen hat. Diese Woche stand außerdem unter dem besonderen Motto der „Bunten Horizonte“. Als Gastkünstler waren das Topmodel Papis Loveday, der Sänger Maximilian Arland, Kena Amoa und David Modjarad von RTL, der ehemalige Olympionike Balian Buschbaum, Designer Thomas Hanisch und die beiden Drag Queens Gina de Amore und Vava Vilde eingeladen.
07.09.2024 Seetag nach Tarent
Diese Woche war Thorsten Greuer als
Lektor dabei. Wir kannten ihn bereits von einer vorherigen Fahrt und
hatten ihn gut im Gedächtnis behalten, da er seine Vorträge
komplett auswendig vorträgt. Er erinnert sich an jede Jahreszahl und
jeden noch so komplizierten Namen. Sehr bewundernswert.
Daher besuchten wir am Vormittag seinen
ersten Vortrag „Apulien, die Staufer, der Nikolaus und Oliven“
und nachmittags den Vortrag „Ionische Inseln – grüne Juwelen
Griechenlands“.
Um 17:00 Uhr fand die „Senegalesische
Kochshow mit Topmodel Papis Loveday“ in der Arena statt. Zusammen
mit den Köchen vom Schiff, kochte er „Senegalesische Maafe“,
eine Art Eintopf mit Kartoffeln und Hähnchen. Im Anschluss gab es
für die Zuschauer eine kleine Portion zum Probieren.

Abend fand erneut die Show „Leinen
los – die Mein Schiff 5 stellt sich vor“ statt. Leider werden
jede Woche die gleichen Witze gemacht, daher ist es für uns nicht
mehr so lustig gewesen.
08.09.2024 Tarent
In dieser Woche war unser einziger,
nicht griechischer Anlauf, Tarent in Italien. Die mit 189.000
Einwohnern große Stadt befindet sich in der Region Apulien.
Wir nutzen den Stopp in Tarent
allerdings nicht um Tarent zu besichtigen, sondern das 35 Kilometer
entfernte Alberobello. Daher buchten wir den TUI-Ausflug „Die Stadt
aus weißen Zipfelmützen – Alberobello“.
Die Stadt ist für seine Kegelhäuser –
die Trulli – bekannt. Ein Trullo ist ein meistens rundes Haus, weiß
gestrichen, mit einem Kegeldach aus Kalksteinplatten.

Der Hintergrund für diese lustigen
Häuschen stammt aus dem 17. Jahrhundert. Damals sollte eine neue
Haussteuer eingeführt werden. Um eine neue Stadt zu gründen, war
eine kostenpflichtige Erlaubnis von Nöten. Diese Erlaubnis bezog
sich allerdings nur auf fertiggestellte Häuser. Die Dächer der
Trulli waren nur aus Kalksteinplatten ohne Mörtel hergestellt. Das
machte ein schneller Abbau des Daches möglich, falls ein
Geldeintreiber gesichtet wurde. Eine Ansiedlung von Häusern die nur
aus Wänden, ohne Dächern besteht, konnte man unmöglich als Stadt
bezeichnen.
Heute werden nur noch wenige der Trulli
bewohnt. Viele dienen als Ferienhäuschen oder für die
Innenbesichtigung für Touristen. Mit unserem deutschsprachigen
Tourguide besichtigten wir die kleinen
Gässchen mit ihren Trulli. Ein Bewohner zeigte uns sein Trullo von
innen. Tatsächlich sieht es von außen viel kleiner aus, als es
wirklich ist.
Am Marktplatz „Largo Martellotta“
angekommen, durften wir entweder auf eigene Faust los oder mit
unserem Guide zusammen den Berg hoch bis zur Kirche San Antonio. Wir
entschieden uns für den Berg mit der Kirche und wurden nicht
enttäuscht. Dort befindet sich auch die wohl berühmteste der
kleinen Trulli-Gassen, die auf keiner Postkarte fehlen darf. Im
Anschluss hatten wir ca. eine Stunde zur freien Verfügung. Wir
schlenderten durch die Gassen und kaufen Magnete und Postkarten. Wir
blieben auf der „Largo Martellotta“ da die kleinen Gassen immer
überlaufener wurden. Die meisten der Touristen waren tatsächlich
Italiener, die sich diese Sehenswürdigkeit anschauten.
Der Ausflug dauerte fünf Stunden und
kostete 42 € und war jeden Cent wert.
Zurück auf dem Schiff wollten wir
eigentlich noch in die Stadt von Tarent, waren aber zu erledigt, da
es an diesem Tag sehr heiß war.
Abends schauten wir im Studio
„Erfolgsfaktor Vielfalt: Eine interaktive Lesung mit Balian
Buschbaum“ an. Der ehemalige Olympionike las aus seinem
Spiegelbeststeller vor.
Im Anschluss besuchten wir Gina de
l´Amore´s Show „Auch Männer haben ihren Preis“.
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