USA Ostküste & Karibiksonne mit der Mein Schiff 1 2024 - Teil 2
29.10.2024: Seetag nach Port Canaveral
24°C - wechselhaft - 21 km/h Wind - 40% Regenwahrscheinlichkeit
Mit 24 Grad starteten wir in den dritten Seetag dieser Reise. Nachdem wir den Vormittag ein wenig die Sonne genossen hatten, gingen wir um 12:00 Uhr zum Vortrag des Lektors „Florida – The Sunshine State“ und anschließend zum Vortrags des Kapitäns „ABC der Forschungsschifffahrt“. Bevor Kapitän Jan F. Schubert, Kapitän im TUI Cruise Konzern wurde, fuhr er viele Jahre auf Forschungsschiffen um die Welt. Er erzählte in seinem Vortrag über die diversen Forschungsschiffe auf denen er tätig war und die spezielle Ausrüstung, über die die Schiffe verfügen.
Abends schauten wir uns die Lesung in der Schaubühne „Gut gegen Nordwind“ an. Im Theater trat später Maximilian Arland mit seinem Programm „Aber bitte mit Schlager“ auf. Da dies aber nicht unserem Musikgeschmack entspricht, gingen wir lieber in einer Bar Karten spielen.
30.10.2024: Port Canaveral
27°C - sonnig - 25 km/h Wind - 20% Regenwahrscheinlichkeit
Mit 27 Grad, Sonne und 30 km/h Ostwind wurden wir am Morgen in Port Canaveral, Florida begrüßt. Der Hafen in Port Canaveral gilt nach Miami als zweitgrößter Hafen der Welt und hat Platz für insgesamt zehn Kreuzfahrtschiffe.
Für diesen Hafen gibt es eigentlich nur drei Ausflugsziele: Disney World, Universal Studios oder das Kennedy Space Center. Für uns hatte ich den Ausflug „Weltraumbahnhof der NASA: Kennedy Space Center“ gebucht. Im Preis von 139,- € waren inkludiert der Transfer ins 30-minütig entfernte KSC sowie der Eintritt.
Bereits vom Schiff aus, konnte man in einiger Entfernung das Gelände erkennen. Für den späten Nachmittag war sogar ein Raketenstart geplant.
Um 09:30 Uhr startet unser Transfer in Richtung KSC. Dort angekommen hatten wir fünf Stunden zur freien Verfügung.
Man sagte uns jedoch, dass wir zuerst die Busrundfahrt unternehmen sollen. Also reihten wir uns in die Schlange ein. Obwohl dies sehr durchdachte und gut geplant ist, mussten wir recht lange auf einen Bus warten. Die Busse sind dort so modern, dass sie ohne Probleme Rollstuhlfahrer transportieren können. Anstelle der hinteren Tür, gibt es eine Art Aufzug, in dem der Rollstuhlfahrer in den Bus fahren kann.
Mit dem Bus fuhren wir zur Ausstellungshalle der „Apollo/Saturn V“. Auf dem Weg dorthin lief im Fernseher bereits ein kurzes Video zur Raumfahrt allgemein und dem Gelände der NASA. Auf dem 567 km² großen Gelände befindet sich zum größten Teil ein Naturschutzgebiet, mit seltenen Vögeln und jeder Menge Alligatoren.
Auf dem Weg befindet sich das Vehicle Assembly Building, in der 160 Meter hohen Montagehalle wurden früher die Raumfahrzeuge gebaut. Unsere Busfahrerin erklärte uns, dass wir nicht zu viel Zeit in der Ausstellung verbringen sollten, da uns sonst nicht mehr genügend Zeit für die anderen Ausstellungen bleiben würde. Zudem erklärte sie uns was wir auf jeden Fall noch anschauen sollten, um möglichst viel vom Gelände zu sehen.
Am „Apollo/Saturn V“ Gebäude angekommen, mussten wir kurz warten bis die Gruppe vor uns im Gebäude war. Eigentlich beginnen alle Ausstellung mit einem kurzen Film bevor man gemeinsam als Gruppe weiter in den nächsten Raum geht. Die ganzen Ausstellungen sind eher interaktiv gestaltet. An der Decke der Halle hängt die original Saturn-V-Rakete mit einer Länge von 110 Metern. Außerdem kann man die original Apollo-Weltraumkapsel anschauen. Im Lunar Theater kann man sich einen Film über die Mondlandung der Apollo 11 anschauen. Irgendwie hat uns die Ansage der Busfahrerin, dass wir dort nicht so viel Zeit verbringen sollten, aber so gestresst, dass wir uns vieles gar nicht angeschaut haben. Nur durch Zufall entdecken wir dort den ausgestellten Mondstein, den man sogar anfassen darf.
Nach kurzer Busfahrt kamen wir wieder auf dem Hauptgelände an. Dort gingen wir zu erst in die Ausstellung des „Space Shuttle Atlantis“. Wieder startet die Tour mit einem kurzen Film, bevor sich die Tore wie von Zauberhand öffnen und die original Raumfährte Atlantis vor uns auftauchte. Die Raumfähre ist in der Zeit von 1985 bis 2011 insgesamt 33 Mal ins Weltall geflogen. In ihren 25 Dienstjahren sind 193 Millionen Kilometer zusammengekommen. In der Ausstellung kann man zudem noch eine Nachbildung des Hubble-Teleskops und diverse Artefakte anschauen. Wer Zeit hat kann den Start einer Raumfähre am eigenen Leib miterleben.
Am „Rocket Garden“ sind Nachbildungen diverser Raketen, die für die Raumfahrt von Bedeutung sind, ausgestellt. Beispielsweise steht dort eine Nachbildung der Juno 1, mit ihr wurde der erste Satellit ins Weltall geflogen. Oder die Mercury-Redstone 3, mit der die erste bemannte Raumfahrt der NASA stattfand.
Im „Universe Theater“ kann man vier verschiedene Filme wie zum Beispiel über das Hubble Teleskop oder künftige NASA-Missionen anschauen. Dafür reichte uns leider die Zeit nicht. Wir aßen nur schnell zu Mittag und besuchten im Anschluss „The Space Shop“, dort befindet sich die weltweit größte Auswahl an NASA-Souvenir-Artikeln. Die Preise waren für amerikanische Verhältnisse vollkommen in Ordnung. Für einen Magneten und eine Postkarte zahlte ich ca. 5,50 €. Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls eine große Auswahl an Gastronomieangeboten.
Als nächstes schauten wir uns noch die Ausstellung „Heroes & Legends“ an. Dort befindet sich eine Hall of Fame mit allen Astronauten. Nebenbei erfährt man welche Eigenschaften die Helden ausgezeichnet haben.
Da wir noch etwas Zeit hatten bevor uns der Bus wieder zum Schiff bringen sollte, schauten wir noch „Journey to Mars“ an. Dort ist eine Nachbildung des Mars-Rovers „Curiosity“ ausgestellt.
Insgesamt hatten wir nur fünf Stunden zur Verfügung, die definitiv nicht reichten um sich alles in Ruhe anzuschauen.
Nachdem wir zurück auf dem Schiff waren, hatten wir nur kurz Zeit etwas zu trinken und unsere Rucksäcke abzustellen. Auf Deck 14 war bereits die ganze Reling an der Steuerbordseite belegt. Keiner wollte das Spektakel verpassen - wann sieht man schon mal einen echten Raketenstart. Allerdings waren wir alle ein wenig überfordert, da keiner so genau wusste, wo man hinschauen sollte. Das NASA Gelände ist riesig und hat diverse Startrampen. Luftlinie waren es ca. 15 – 20 Kilometer.
Kurz nach 17:10 Uhr sahen wir plötzlich eine große Rauchwolke aufsteigen, aus der sich ein gelbes Licht in den Himmel bewegte. Die Rakete war gestartet. Gehört hat man eigentlich nur ein leises Brummen, vergleichbar mit einem Rasenmäher. Erst als die Rakete sehr weit oben war und sich ein Kondensstreifen gebildet hat, wurde es etwas lauter. Kurz danach war das gelbe Licht nicht mehr zu sehen.
Während wir im KSC waren, wurde das ganze Schiff aufwendig für die anstehende Halloween Party am Abend geschmückt. Die Crew hat sich viel Mühe gegeben, das Schiff zu dekorieren.
Um 21:30 Uhr startet die Halloween Party mit einer gruseligen Ansprache des Kreuzfahrtdirektors Sebastian Sande. Die Crew aus der Küche hat ein tolles süßes Buffet hergestellt und die Artisten zeigten eine Grusel-Show. Am Ende wurde noch das schaurigste Kostüm der Crew ausgewählt. Die verschiedenen Departments haben keine Mühen gescheut und sich tolle Kostüme gebastelt.
31.10.2024: Miami
28°C - wechselhaft - 24 km/h Wind - 20% Regenwahrscheinlichkeit
Da wir bereits bei der Einfahrt in Miami wach waren, schauten wir uns das Einlaufen an. Die Terminals in Miami befinden sich auf Dodge Island, einer vorgelagerten Insel. Jede der großen Reedereien hat dort sein eigenes aufwendig gebautes Terminal. Bevor wir anlegten, fuhren wir bis zum Ende der Insel, vor die Skyline von Miami und wendeten dort. Anschließend legten wir an einem der zum Hafen gehörenden Terminals an. Von den Terminals aus kann man zu Fuß in die Stadt gehen, allerdings sind es je nach Anlegestelle ca. drei Kilometer.
Wir hatten für diesen Tag wieder die Tour mit dem Hop-on-Hop-off-Bus gebucht. Bei der Buchung mussten wir einen festen Termin zum Tausch unserer Tickets buchen. Ich hatte mich dabei für 08:45 Uhr entschieden, um möglichst viel Zeit für die Tour zu haben. Das Schiff sollte allerdings erst um 08:30 Uhr anlegen. Die Freigabe durch die Behörden verzögerte sich ebenfalls. Kurz nach halb neun konnten wir endlich das Schiff verlassen. Der Ausstieg war auf Deck 4, mit einem Schlauch ging es ins Hafenterminal. Bis wir letztendlich am Bus ankamen, hatten wir bereits einen langen Fußmarsch hinter uns gebracht. Einmal komplett durch das Gebäude und diverse Lagerhallen. Und das alles bei gefühlten 10 Grad Innentemperatur.
Der Tausch gegen das Busticket ging schnell vonstatten und wir erwischten noch einen Platz im ersten Bus. Wir planten erst eine komplette Runde zu fahren und anschließend an den Punkten, die uns besonders interessierten auszusteigen. Die gesamte Route dauert ca. 2 Stunden und 15 Minuten und beinhaltet neun Stopps. Die Haltestellen liegen allerdings zu weit voneinander entfernt, um von einer Haltestelle zur nächsten zu gehen.
Die Haltestellen 2, 3, 4 und 5 liegen in Miami Beach. Miami Beach ist eine Inselstadt, die durch Brücken mit dem Festland verbunden ist. Dort befindet sich der weltbekannte Ocean Drive und der Strand. Wer sich für elegante moderne Architektur und Geschäfte im Luxussegment interessiert, kann bei Haltestelle 6 aussteigen.
Die Haltestelle 7 befindet sich mitten in Wynwood Walls, dort befinden sich bunte Street-Art-Wandbilder von Künstlern aus aller Welt. Um nach Little Havana zu gelangen, fährt der Bus durch Downtown Miami, dort befindet sich die Haltestelle Nr. 8.
Little Havana (Haltestelle 9) ist ein Stadtviertel im Zentrum von Miami, das von zahlreichen kubanischen Migranten bewohnt wird. Benannten wurde das Viertel nach der Hauptstadt Kubas. Neben diversen kubanischen Restaurants und kleinen Geschäften, gibt es in Little Havana jede Menge Kultur zu entdecken. So gibt es beispielweise einmal im Monat eine Kunst- und Kultur-Messe.
Die nächste Haltestelle ist die erste offizielle Haltestelle, dort starten die Touren. Sie befindet sich am Bayside Marketplace. Wir wechselten den Bus und fuhren unsere zweite Runde. Beim zweiten Bus konnten wir endlich den Audio Guide nutzen. Beim ersten war außer Rauschen nichts zu verstehen.
Bei unserer nächsten Runde stiegen wir am South Beach/Ocean Drive aus und gingen zum Strand. Zwischen Ocean Drive und Strand befindet sich ein schön angelegter Fuß- und Radweg. Neben Sitzmöglichkeiten gibt es auch sehr saubere öffentliche Toiletten und Möglichkeiten zu duschen.
Da uns die anderen Haltepunkte nicht wirklich interessierte oder wir vom Bus aus, bereits genug gesehen hatten, stiegen wir erst wieder am Bayside Marketplace aus. Dort schlenderten wir noch durch die Geschäfte und kauften Magnete.
Der Bus fährt nicht wieder zurück zum Schiff. Dazu muss am Bayside Marketplace in einen Shuttle umgestiegen werden. Der Shuttle fährt zwischen 13:00 und 17:00 Uhr. Der Preis an Bord betrug 51 €, vor Ort hätte ein 24-Stunden-Ticket 57 $ gekostet. Mit dem Ticket kann man auch zum Everglades Park fahren. Den Eintritt muss man allerdings extra bezahlen.
Um einen Überblick zu erhalten war die Wahl des Ausfluges gut. Allerdings ging auf der ersten Fahrt der Audio Guide nicht. Bei dem Preis darf das einfach nicht sein. Durch den Verkehr und die große Entfernung dauert eine einzige Fahrt leider sehr lange.
Zurück auf dem Schiff aßen wir zu Abend und schauten uns die Lesung „Das Gespenst von Canterville“ in der Schaubühne an. Im Theater wurde später „Spooktakel – Tanz in die Unsterblichkeit“ gezeigt.
01.11.2024: Seetag nach St. Thomas
28°C - sonnig - 35 km/h Wind - 10% Regenwahrscheinlichkeit
Den Seetag nach St. Thomas verbrachten wir größtenteils auf dem Pooldeck. Um 14 Uhr hatte der Zauberer und Mentalist Jannis Klemm seine zweite Vorführung: kopfkino#2. Erneut wunderten wir uns am Ende, wie er das gemacht hatte.
Abends gab es die zweite Show von Perry Paul „Ich sag wieder nix“. Neben der Mauskatze Amadeus, hatte er eine sprechende Rolle Toilettenpapier mitgebracht. Diese war einmal als Notlösung gedacht, als der Koffer mit den Puppen auf dem Flug vergessen wurde.
Zum nächsten Teil geht es 👉 HIER

























Kommentare
Kommentar veröffentlichen