Oasis of the seas – Westliche Karibik im April 2016 Teil 1
Teil 1
Anreise
und Vorübernachtung:
Vom
Frankfurter Flughafen ging es nach Miami mit dem A380 von Lufthansa.
Selbst
in der „Holzklasse“ war es super, weder die üblichen
Fluggeräusche waren zu hören noch war es zu kalt und zugig wie
sonst. Wir hatten sogar so viel Glück und einen freien Mittelsitz
bekommen. Obwohl es nur vereinzelt ein paar freie Plätze gab.
In
Miami mussten wir recht lange bei der Immigration anstehen. Aber für
Unterhaltung sorgte der Drogensuchhund. Ein kleiner Beagle, der
allerdings nur die Verpackungen von Wurstbroten erschnüffelte.
Vor
dem Flughafen wartete der Transferbus zum Hotel. Mit im Bus
saßen nur Leute, die auch mit auf das Schiff gingen, außer uns
waren nur vier weitere Gäste aus Deutschland. Das Hotel hieß
Turnberry Isle Miami und hatte eine riesige Hotelanlage. Zwei
Poolanlagen und Gärten mit Mango, Paprika, Kiwi und lauter anderen
Früchten. Zu dem Hotel gehörte noch ein Golfplatz, dieser war
gigantisch mit zwei kleinen Seen. Nur die Zimmer waren ziemlich alt
und heruntergekommen. Laut Internetseite des Hotels gibt es noch bessere Zimmer, aber für eine Nacht war es in Ordnung.
Da
wir erst gegen späten Nachmittag im Hotel angekommen sind, sind wir
erstmal in die nächste Mall gelaufen. Die war glücklicherweise
direkt auf der anderen Straßenseite. Im Supermarkt wollten wir
schauen, ob es dort etwas zum Frühstücken gibt. Wir hatten beim
Hotel kein Frühstück dabei und 30 Dollar für das Frühstück zu
bezahlen, war uns einfach zu teuer. Die Mall war riesig und es gab alles von Kleidung über Möbel bis zu Supermärkte und
Restaurants. Da habe ich auch Unmengen meines heißgeliebten
Zimtkaugummis gekauft. Ich gehe im Ausland total gerne in
Supermärkte. Diese vielen tollen Sachen anschauen 😆.
Gegen
20 Uhr sind wir dann todmüde ins Bett gefallen und um 5 Uhr hatten wir ausgeschlafen. Schuld war die Zeitverschiebung und dass vor
unserem Balkon die ganzen Golf-Cars für die Golfer aufgereiht
wurden.
Also
sind wir zum Supermarkt gegangen und haben Zimt-Donuts und Mangosaft
gekauft. Auf unserem Balkon haben wir gemütlich gefrühstückt und da es langsam heiß wurde, haben wir den Garten und die Poolanlage besichtigt. Nach unzähligen Fotos wollten wir
eigentlich den Golfplatz anschauen, da wurden wir dann aber verjagt:
Keine Fußgänger! In der Broschüre stand, dass drei Tage auf dem
Golfplatz über 1.000 Dollar kosten!
Tag
1 - Der erste Blick auf das Schiff:
Um 11
Uhr mussten wir dann im Hotel auschecken und bis 12 Uhr auf den Bus
zum Hafen warten. Nach ca. 40 Minuten Fahrt kamen wir schließlich am
Hafen an und entdeckten unser Schiff: Die Oasis
of the seas und ein
weiteres Schiff von Royal Caribbean. Das Einchecken ging super
schnell, Schiffsmanifest abgeben, Foto für den Seapass machen,
Kreditkarte einlesen und fertig. Nach ca. 15 Minuten waren wir auf
dem Schiff und wurden von den vielen Eindrücken förmlich
erschlagen. Leider konnten wir unsere Kabine noch nicht anschauen, da sich die Türe nicht öffnen ließ. Wir gingen davon aus, dass
die Kabinen noch nicht freigegeben waren, bis wir später erfuhren,
dass bei allen Kabinen auf Deck 11 die Türöffnung durch das System
verweigert wird. Also mussten wir zum Guest Service, um neue Seapässe
erstellen lassen. Das hat dann allerdings etwas länger gedauert.
Anschließend
haben wir uns auf die Suche nach etwas zu Essen gemacht. Es gab so viel Restaurants, dass man sich gar nicht entscheiden
konnte. Man konnte von morgens bis abends essen und
trinken. Außer dem Hauptrestaurant Main
Dinning Room mit
festzugewiesenen Plätzen und Menükarten gibt es noch ein Buffet-Restaurant - das Windjammer. Hier konnte man von morgens bis abends fast durchgehend essen. Das Essen war
auch immer sehr lecker und für jeden war etwas dabei von Burger, Pommes,
Nudeln mit Soßen, Fleischgerichten, Salate und abwechselnd Gemüse
und viele andere Dinge.
Wenn
man nur einen „Snack“ wollte, wurde man bei Sorrentos
Pizza fündig, da gab es
Pizzastücke oder ließ sich eine ganze Pizza nach Wunsch belegen. Im
Cafe Promenade
gab es Sandwiches und süße Teilchen. Und im Park
Cafe gab es morgens
immer Bagels und Panini und mittags konnte man sich seinen eigenen
Salat kreieren oder Sandwiche zusammenstellen lassen. Für Burger,
Pizza und Sandwich und leckeres Softeis konnte man ins Wipe-Out-Cafe
gehen. Abends hatten dann die unzählige
Spezialitäten-Restaurants geöffnet.
Als
„Inklusiv-Getränke“ wurden immer Wasser, Eistee (ungesüßt),
hausgemachte Limonade, Kiwi-Erdbeer-Drink oder Tropical angeboten.
Wir
wollten kein Getränkepaket kaufen, weil es uns zu teuer war und sich
für uns nicht rentiert hätte. Das billigste Paket kostete 10 Dollar
pro Person/Tag und da bekommt man nur Softdrinks. Es gab Automaten
von Coca Cola bei denen man über das Getränkepaket einen riesigen
Becher bekam. An diesen Automaten konnte man zum Beispiel Cola mit
Erdbeergeschmack und andere Softgetränke mit verschiedenen Geschmacksrichtungen genießen. Der
Automat funktionierte nur mit diesem speziellen Becher.
Nach
dem Essen starteten wir einen neuen Versuch die Kabine zu öffnen und waren endlich erfolgreich. Wir haben eine Balkonkabine
mit Blick auf den Central
Park gebucht, das
bedeutete der Blick geht nicht auf das Meer, sondern auf den angelegten
Garten auf dem Schiff. Die Kabine hatte standardmäßige Größe und der Balkon war mit zwei Stühlen und einem Tisch ausgestattet.
Der
Kabinen-Stewart Bisam hat sich vorgestellt und
gefragt ob wir mit der Kabine zufrieden sind und wir noch weitere Wünsche hätten.
Um
16:30 Uhr sind wird aus dem Hafen ausgelaufen. Bei Royal Caribbean gibt es leider kein großes Fest mit einem Ausfahr-Lied und Sekt, wie bei anderen Reedereien.
Ich denke den Amis ist es egal, wenn das Schiff eine Woche in
Miami gelegen wäre. Hauptsache sie können am Pool liegen, Essen und Trinken.
Die
Ausfahrt aus Miami war toll anzuschauen, überall an Land standen winkende Menschen. Eine Hochzeitsgesellschaft hat sogar
ihre Hochzeitsfotos mit unserem Schiff im Hintergrund gemacht.
Wir
haben uns danach fürs Abendessen fertig gemacht und haben uns noch die
erste Show angeschaut, die vom zweiten Tag auf den Ersten
verlegt wurde. Vorgeführt wurde das Musical Cats.
Die Aufführung soll identisch mit der Show am Broadway sein. Wir
sind noch vor der ersten Pause gegangen, es hat uns nicht wirklich
gefallen. Zudem waren wir noch müde vom Jetlag.
Tag
2 – Seetag:
Am
nächsten Morgen sind wir um 5 Uhr aufgewacht, weil die Crew im
Central Park
Pflanzen geschnitten und Tische hin und her geräumt hatten. Wir
dachten der Balkon mit Meerblick auf der Aida wäre laut, aber das
war noch schlimmer. Jeden Abend spielte bis 23 Uhr ein Klavier unter unserem Balkon und ab 3 Uhr werkelten die
Gärtner. Das nächstes Mal werden wir wieder eine Balkonkabine mit
Meerblick oder mit Blick auf den Boardwalk
buchen. Der Boardwalk
ist im hinteren Teil des Schiffes, da sind ein paar Shops, Restaurants
und das Aqua Theater.
Der
erste Tag an Bord war ein Seetag, deshalb wollten wir erstmal das
Schiff erkunden. Das Schiff ist so groß und da wir bei unserem
Rundgang nichts übersehen wollten, gingen wir systematisch vor und
arbeiteten uns von unten nach oben durch. Zum Mittagessen gingen wir
ins Park Cafe und ließen uns einen Salat zusammenstellen.
Danach suchten wir uns ein schönes Plätzchen zum Sonnen. Die Liegen
standen zwar nicht so eng wie auf der Aida, aber mir persönlich
waren es zu viele Leute auf einem Fleck und immer die laute Musik.
Wir haben ganz hinten einen relativ ruhigen Platz gefunden. Hier
waren nur die Flowrider, auf denen man surfen konnte und die
Zipline (eine 25 Meter lange Seilbahn über dem Central
Park). Diese Aktivitäten konnte man kostenlos ausprobieren. Beim
Aquatheater gab es noch zwei Kletterwände.
Nach
dem Abendessen im Windjammer
erkundeten wir weiter das Schiff.
Tag
3 – Haiti, Labadee:
Wir
sind den ganzen Tag nur faul am Strand gelegen. Die normalen Liegen
waren inklusive nur für Cabanas oder Liegestühle mit Sonnenschirme
musste man Geld bezahlen. Wir fanden dann aber zwei Liegen unter
Palmen.
Zurück
auf dem Schiff ging es zum Abendessen und die zweite Show.
Man musste von daheim aus Karten reservieren und eine halbe
Stunde vor Showbeginn wurde das Theater geöffnet. Die restlichen freien
Plätze gingen dann an Kurzentschlossene. An diesem Abend kam die
Eisshow Frozen in Time,
Geschichten von Hans Christian Andersen.
Die Schlittschuhläufer haben verschiedene Geschichten von Hans
Christian Andersen in Kurzform erzählt. Als Specialguest war ein
Sandmaler an Bord. Die Show war richtig gut. Zu bestimmten Zeiten
ist die Eislaufbahn für Gäste freigegeben. Schlittschuhe können natürlich ausgeliehen werden.

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