Mein Schiff 6 – Mittelamerika im Februar 2018 Teil 2

Teil 2


Tag 4 – Belize City, Belize:

In Belize hatten wir unseren ersten gebuchten Ausflug - Mit der Minibahn durch Belize City - auf der Reise. Nachdem wir uns um 9 Uhr in der Schau Bar getroffen hatten, ging es gesammelt von Bord. An diesem Tag hieß es für uns das erste Mal überhaupt zu tendern. Die Tenderboote wurden vom Hafen von Belize gestellt, sodass die Mein Schiff nicht ihre eigenen Boote dafür losmachen musste. Es hat ganz gut geklappt, auf der Hälfte der Strecke hat es allerdings angefangen zu regnen. Diese heftigen Regenschauer wiederholten sich den ganzen Tag.
Am Hafen angekommen, wartete bereits unsere Bahn auf uns. Wir erhielten alle noch eine Flasche Wasser und eine Tüte Bananenchips und dann ging es los. Wir hatten das Glück einen Platz ganz vorne im Wagen zu bekommen. Was sich nach fünf Minuten als Fehler bemerkbar machte, da es wieder anfing zu regnen. Der Fahrer spannte eine Plane vor uns, diese hielt aber den Regen nicht ab, sodass wir komplett durchnässt waren. 



Die einstündige Fahrt brachte uns einmal durch Belize City. Vorbei an Schulen, der St. John Anglican Cathedral und dem Mule Park. Die Ansage kam dank Google Translator auf Deutsch vom Band. Es war daher nicht immer ganz verständlich.

Da wir total durchnässt waren, schauten wir uns nur kurz auf dem Hafengelände um, bevor wir ein Tenderboot zurück zum Schiff nahmen. Dann hieß es schnell raus aus den nassen Klamotten und ab unter die heiße Dusche, wir wollten ja nicht krank werden. Nach einem Snack im Tag und Nacht Bistro gingen wir zurück auf die Kabine und sonnten uns auf dem Balkon. Leider regnete es immer wieder für kurze Zeit. Gegenüber von uns lag die Rhapsody of the seas auf Reede. Durch den starken Wind wurde sie immer wieder abgetrieben und befand sich teilweise sogar hinter uns.

Gegen 20 Uhr legten wir schließlich ab und machten uns auf den Weg nach Roatan.

Tag 5 – Roatan, Honduras:

Über Roatan ließ sich von zu Hause aus nicht viel recherchieren. So machten wir uns einfach planlos auf den Weg. Es stellte sich heraus, dass zu Fuß nichts Sehenswertes erreichbar war. Alle Sehenswürdigkeiten müssen mit dem Auto angesteuert werden. Nachdem wir etwas die Straße am Hafen entlang gelaufen sind und außer Wohnhäuser nichts Aufregendes zu sehen war, gingen wir zurück zum Hafen.


Noch kurz durch die Geschäfte gebummelt, gingen wir zurück auf das Schiff und genossen die Ruhe, da der Großteil der Passagiere an Land war. So bekamen wir einen tollen Platz auf Deck 14.

Diesen Abend wollten wir Döner mit Pommes essen, also gingen wir zum Bosporus Grill. Der Döner wird frisch zubereitet und nach Wunsch belegt. Die Pommes waren zwar frisch, allerdings waren diese unserer Meinung nach nicht genießbar, da die Kartoffeln noch halbroh waren. Ein Versuch ein paar Tage später, sollte uns nicht vom Gegenteil überzeugen.

Am Abend kam die Show Wellenreiter. Mir haben die Shows leider nicht so gut gefallen, vielleicht liegt es daran, dass ich bereits Shows auf amerikanischen Schiffen gesehen habe. Da kann eine deutsche Produktion leider einfach nicht mithalten.

Tag 6 – Seetag:

Es war wieder ein ganzer Tag auf dem Meer angesagt, bei dem nicht viel passierte. Der Tagesablauf spielt sich an Bord schnell ein: Das Essen wird nur von ein paar Punkten vom Tagesprogramm unterbrochen. Heute war das Kochduell angesagt, dabei kocht ein Gast gegen den Schiffskoch. Drei weitere Gäste bewerteten die Gerichte anschließend. Es war sehr lustig und der Gast hat natürlich gewonnen. Am Abend gab es Käsefondue im Anckelmannsplatz. Zum Abendessen gab es bei uns meistens das leckere Artisan-Brot. Das Brot schmeckt so unglaublich gut, dass man mit einer Scheibe Brot und etwas Belag glücklich war. 


Tag 7 – Puerto Limon, Costa Rica:

Von daheim aus recherchierte ich, dass es in Hafennähe einen Park mit Faultieren geben würde. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Den Park fanden wir auf Anhieb nur die Faultiere ließen sich nicht blicken. Ein paar Einheimische zeigten uns dann eine Stelle im Baum wo sich ein Muttertier mit Kind aufhalten würde, wir konnten aber nichts Faultierähnliches entdecken. So drehten wir noch eine Runde durch die Stadt und kamen bei der Catedral Sagrado Corazón de Jesús vorbei. 



Es wurde gerade ein Gottesdienst abgehalten, wir schauten eine Weile zu und gingen dann zurück zum Schiff. Dort fand nämlich die Kapitänsfragestunde statt, dabei erklärten der Kapitän und seine Crew wie so ein Schiff überhaupt fährt und wie viele Lebensmittel oder Hygieneartikel täglich verbraucht werden. Auch heikle Fragen wie der Verbrauch von Erdöl oder der Ablauf bei einem Mann-über-Bord-Kommando wurden besprochen. Interessant fand ich, dass es in der Karibik und vielen anderen Ländern unmöglich wäre, das Schiff am Hafen mit Strom in Betrieb zu halten. Die meisten karibischen Länder haben nicht genügend Strom um ihr eigenes Land mit Strom zu versorgen und könnten ein Schiff somit nicht am Laufen halten. 



Zum Abendessen ging es dieses Mal in die Osteria. Wir bestellten als Vorspeise Tomate-Mozzarella und als Hauptgerichte eine Pizza und eine Lasagne. Alles hat sehr gut geschmeckt. Nur das Tiramisu zum Nachtisch, hatte leider geschmacklich keine Ähnlichkeit mit Tiramisu.


Anschließend tranken wir wie jeden Abend unseren Cocktail in der Lumas Bar und schauten den anderen Passagieren beim Bingo zu.

Tag 8 – Colon, Panama:

Heute stand unser zweiter gebuchter Ausflug auf dem Plan. In Panama, wollten wir unbedingt die Schleusen am Panamakanal sehen. Daher buchten wir den Ausflug: Agua-Clara-Schleusen und historisches Portobelo. Zuerst fuhren wir ca. eine Stunde zur Hafenstadt Portobelo, dort machten wir eine 1,5 stündige Führung durch die San-Jerónimo-Festung und die Stadt. 



Anschließend ging es zu den 2016 eröffneten Agua-Clara-Schleusen, dort hatten wir einen einstündigen Aufenthalt. Es war interessant zu sehen, wie das Wasser aus den einzelnen Schleusen gepumpt wurde, bis das Schiff auf einer Höhe mit dem Meeresspiegel lag. Eine Stunde war jedoch sehr knapp bemessen, wir hatten zum Glück die Möglichkeit dieses Schauspiel zu beobachten. 





Der Vorgang dauert sehr lange und wenn man Pech hatte, verpasste man gerade eine Durchfahrt und die Stunde war wieder vorbei, bevor man überhaupt etwas gesehen hatte. Da wir noch etwas Zeit hatten, gingen wir noch durch den angrenzenden Rundgang im Wald. Hier konnte man verschiedene Tierarten sehen, wir haben allerdings nur einen Grashüpfer entdecken können. Der Reiseleiter der mit uns unterwegs war, konnte leider kein deutsch sprechen, was für manche Gäste die kein englisch konnten schade war.



Da wir an diesem Tag bereits um 17 Uhr ablegten, konnten wir von unserem Balkon aus zuschauen. Sonst verpassten wir das Auslaufen meistens, weil wir bereits beim Abendessen saßen.

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