38 Tage - Karibische Inseln ab Bremerhaven mit Mein Schiff 1 - Teil 2
24.12.2021: Antigua, St. Johns´s
Am Morgen des Heiligabends erreichten wir mit Antigua unsere erste Insel in der Karibik.
„The Heart of the Carribean“ wie Antigua auch genannt wird, erfreute uns mit warmen 27 Grad. Um 08:35 Uhr startet unser Ausflug „Landschaftsfahrt mit Ein- und Ausblicken“. Nach einer kurzen Fahrt durch die Hauptstadt St. John´s erreichten wir die Südküste.
Zuerst fuhren wir zum Blockhouse von wo aus man eine tolle Aussicht rum um die Insel hat und die Landschaft des National Parks hat. Bei gutem Wetter kann man sogar die beiden Nachbarinseln Montserrat und Guadeloupe sehen.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Aussichtspunkt Shirley Heights. Dieser ist der südlichste Punkt der Insel und gilt als meistbesuchter Ort der Insel. Der ehemalige militärische Beobachtungsposten liegt am Rand des Nelson´s Dockyard National Park. Von oben hat man einen spektakulären Ausblick auf den historischen English Harbour.
Anschließend fuhr uns der Bus zum Nelson´s Dockyard. Die Hafenanlage in English Harbour gilt auf Grund seiner guten Lage zwischen zwei Bergen als hurrikansicher und wurde bereits im 17. Jahrhundert genutzt. Später galt er als der bedeutendste englische Marinestützpunkt auf den Kleinen Antillen. Seit 2016 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe. Neben einem exklusiven Jachthafen befinden sich auch einige ehemalige Werkstätten und Wohnhäuser, die heute als touristische Attraktion genutzt werden. Am Hafen bekamen wir noch einen Fruchtpunsch von einer angrenzenden Bar serviert und durften uns noch auf dem Gelände umschauen.
Nach drei Stunden erreichten wir wieder den Hafen von Antigua. Der Ausflug mit kleiner Erfrischung kostete 59 € und ist sehr zu empfehlen.
Begleitet wurde unsere Gruppe vom Mein Schiff Ausflugsexperten Christoph. Da unser Reiseführer Siggi leider nur englisch sprach, übersetzte Christoph alles und war sehr bemüht alle offenen Fragen zu klären. Da er selbst das erste Mal auf Antigua war, war er selbst sehr an der Insel interessiert und so blieben am Ende keine Fragen mehr offen. Wir hoffen Christoph würde uns noch das ein oder andere Mal auf einen Ausflug begleiten.
Nach dem Mittagessen gingen wir in die Stadt St. Johns. Wir machten uns auf den Weg zur Saint John the Divine Cathedral. Die Kirche mit zwei Türmen konnte man vom Schiff aus bereits erkennen. Die Kirche wurde in 150 Jahren durch zwei Erdbeben und einem Wirbelsturm zerstört und wurde immer wieder neu aufgebaut. 1691 wurde die Kirche aus Holz gebaut, zwischenzeitlich war sie aus Stein wiederaufgebaut worden. Im Inneren besteht sie aus einer Holzkonstruktion aus Kiefernholz, die sich als guter Schutz vor Erdbeben und Wirbelstürmen bewährt.
Die Kathedrale im barocken Stil bietet Platz für 2.000 Gläubige.
Auf dem Rückweg zum Schiff kamen wir noch am Museum of Antigua und Barbuda vorbei. Auf den Straßen war sehr viel los, für die Einwohner war am nächsten Tag Weihnachten und so kauften viele noch die letzten Geschenke.
Auf uns wartete um 18 Uhr unser Weihnachtsbuffet im Anckelmannsplatz Restaurant.
Um 21:30 Uhr überraschten uns die Crew und Gastkünstler mit einer eigens gestalteten Weihnachtsshow im Theater.
25.12.2021: Puerto Rico, San Juan
Wegen eines medizinischen Notfalls fuhren wir gegen 10 Uhr in den Hafen von San Juan auf Puerto Rico ein. Eigentlich sollten nur wir schnell den Patienten abladen und weiterfahren. Die Behörden ließen sich allerdings erst viel Zeit mit den Formularen und damit uns das Equipment aus dem Bordhospital zurückzugeben. Am frühen Nachmittag verließen wir den Hafen und machten uns auf den Weg nach La Romana.
26.12.2021: Dominikanische Republik, La Romana
Da wir bereits mehrere Male in La Romana waren, buchten wir keinen Ausflug. Da es in der Innenstadt auch nichts Interessantes zu sehen gibt, bummelten wir nur durch die Shops im Hafen.
Wir genossen die Ruhe an Bord und verwöhnten uns mit einem Döner und einem Eiskaffee.
Um 22 Uhr fuhren wir los in Richtung Aruba. Das A der ABC-Inseln würden wir nach einem Seetag erreichen.
28.12.2021: Aruba, Oranjestad
Auf Aruba hatten wir den Ausflug „Inselrundfahrt über Aruba“ gebucht. Dieses Mal hatten wir leider nicht so viel Glück mit der Übersetzung. Der Guide Juan war gleichzeitig auch der Fahrer. Der Ausflug wurde zwar vom Bordpfarrer begleitet, der die Übersetzung übernehmen sollte. Er ging aber davon aus, dass die mehrheitlich über 60-jährigen im Bus der englischen Sprache mächtig wären. So landeten wir am ersten Halt und die meisten wusste gar nicht wo wir überhaupt sind.
Die Gäste sprachen daraufhin den Pfarrer an, ob er nicht zum Übersetzen mitgekommen wäre. Daraufhin übersetzte er sehr lustlos und so leise, dass man sowieso nichts verstand. Wir hatten das Glück relativ weit vorne zu sitzen, dass wir den Guide noch verstehen konnten.
Die riesigen Casibari Felsen liegen wahllos verstreut und eingebettet in einer Kakteenlandschaft.
An der Natural Bridge hielten wir als Nächstes. Die an der Nordostküste gelegene natürliche Brücke wurde über Jahrhunderte von der Meeresbrandung ausgewaschen. 2005 brach die Brücke allerdings zusammen. So konnten wir nur noch die kleine Brücke daneben sehen. Der Guide wies im Bus nochmal daraufhin nicht über die Brücke zu gehen, da es zu gefährlich sei. Dies wurde leider nicht übersetzt, sodass manche trotzdem die Verbotsschilder ignorierten und über die Brücke gingen.
Beim nächsten Halt an der Alto-Vista-Kapelle war der Pfarrer schließlich in seinem Element und übersetzte und erzählte bis zum Ende der Fahrt über Kirche und Religion usw. Wir haben dies der Reiseleitung später weitergegeben. Wir wollten schließlich etwas über Aruba erfahren und nicht über Religion.
Die Kapelle befindet sich an der nordwestlichen Spitze der Insel. Ursprünglich stand dort die Saint Ann Kirche, die 1750 gebaut wurde. Als die Gemeinde Noord ca. 25 Jahre später auf Grund der Pest aufgegeben werden musste, verfiel die Kirche so stark, dass nur noch Ruinen übrigblieben. Erst in den 1940er Jahren wurden Spenden gesammelt um die Kirche wiederaufzubauen. 1954 wurde die Kirche schließlich gebaut.
Anschließend fuhr uns der Driver-Guide zum California Lighthouse. Der an der Nordwestspitze gelegene Leuchtturm wurde 1916 aus heimischen Gesteinen errichtet. Seinen Namen verdankt er dem am 23.09.1891 vor der Küste gesunkenen Dampfschiff California. Der rund 30 Meter hohe Turm funktioniert seit den 70er Jahren elektrisch. Über eine Wendeltreppe kann man das Lampenhaus besichtigen.
Weil wir noch Zeit hatten, beschloss der Fahrer noch zum Strand zu fahren. Darüber freuten wir uns natürlich besonders, da man vom California Lighthouse aus den Traumstand vom Arashi Beach sehen konnte.
Wir fuhren an der hotelreichen Küste bis zum Eagle Beach. Dort durften wir 15 Minuten am weißen Sandstrand auf das glasklare türkisfarbene Wasser schauen. Wir wären gerne noch viel länger geblieben.
Doch wir mussten zurück zum Schiff. Mit 45 € für vier Stunden war der Ausflug angemessen. Mit einem anderen Begleiter, wäre es ein Traumausflug gewesen.
Nachdem Mittagessen gingen wir noch in die Innenstadt. Dort war deutlich zu sehen, was Corona der Insel angetan hatte. Beim letzten Mal 2019 reihte in der Einkaufsstraße ein Geschäft an das Nächste. 2021 stand jedes dritte Geschäft leer. Wir freuten uns, dass die Straßenbahn trotz allem noch fuhr und drehten eine Runde.
Anschließend nutzten wir noch das freie WLAN des Hafenterminals und schauten uns die Souvenirs in den Shops an.
Abends schauten wir uns „Late Night Comedy – Die Witzeshow“ auf dem Pooldeck an.
29.12.2021: Curacao, Willemsted
Nachdem wir nun bereits das dritte Mal auf Curacao waren, hatten wir dieses Mal endlich einen Ausflug gebucht.
Schon am Hafen erfuhren wir, dass Christoph uns wieder begleiten würde und freuten uns nach dem Drama beim letzten Ausflug. Doch Corinne unser Guide sprach perfektes Deutsch, sodass Christoph den Ausflug wie die anderen Passagiere genießen durfte.
Der Fahrer Ron fuhr uns zum ersten Halt unseres Ausflugs „Inselrundfahrt – Curacaos schöne Ecken entdecken“. An der rauen Nordküste der Insel befindet sich der Nationalpark Shete Boka. Wir hielten oberhalb der Boka Tabla, einer unterirdischen Höhle. Nachdem wir uns vom Aussichtspunkt aus, die gegen die Felsen preschende Wellen angesehen hatten, gingen wir den Fußweg bis zur Höhle. Dort war es allerdings so rutschig, dass wir uns nicht trauten hineinzugehen, aber vom Aussichtpunkt und der angrenzenden Bucht hatten wir genügend Eindrücke erhalten.
Der Nationalpark Shete Boka (papiamentu: sieben kleine Buchten) schützt ein ca. zehn Kilometer lange Kalksteinkliff. Zwei Wanderwege führen durch den Park, der hauptsächlich aus Sträuchern und Kakteen besteht.
Nach kurzer Fahrt hielten wir außerplanmäßig an einer schönen Bucht. Eigentlich wollte uns der Guide nur Fotos aus dem Fenster schießen lassen. Durch Christophs Einsatz durften wir den Bus dann aber doch kurz verlassen. Wir freuten uns und waren pünktlich nach drei Minuten wieder im Bus und konnten weiterfahren.
Unser nächster Halt war am bekannteste und schönstens Strand von Curacao, dem Knip Beach in Westpunt. Oben an der Straße und dem Parkplatz liegt eine Aussichtsplattform von der man wunderschöne Bilder vom kristallklaren Wasser schießen kann. Seitlich befinden sich ein paar Stufen runter zum Strand. Da wir nur eine kurze Pause hatten, war ein Sprung ins kalte Nass leider nicht möglich. Der weiße Sandstrand ist schön aber für unseren Geschmack zu überlaufen.
Auf dem Weg zum nächsten Ziel fuhren wir entlang der Salzfelder, in der Hoffnung ein paar Flamingos zu entdecken. Wir sahen aber leider keinen einzigen.
Beim Halt am Kunstatelier erhielten wir eine Limonade zur Erfrischung und durften uns anschließend auf dem Gelände umsehen. Das Landhaus wurde 1840 gebaut und nach dem im 18. Jahrhundert lebenden Sklaventreiber Jan Kok benannt. 1860 arbeiteten ca. 100 Sklaven auf dem Anwesen, den angrenzenden Salzpfannen sowie der Acker- und Viehzucht. Heute betreibt die einheimische Künstlerin Nena Sanchez dort eine Galerie.
Nach vier Stunden endete unser Ausflug wieder am Hafen. Wir haben 59 € für den Ausflug bezahlt und fanden ihn leider etwas überteuert. Die Galerie hat uns nicht interessiert, stattdessen hätte der Halt am Strand etwas länger sein dürfen.
Nach dem Essen gingen wir noch in die Stadt und bummelten durch die Geschäfte.
Am Abend wurde die White Night auf dem Pooldeck veranstaltet. Leider gab es kein Schoko-Buffet.
30.12.2021: Bonaire, Kralendijk
Wie jedes Mal, wenn wir auf Bonaire waren, haben wir den Supermarkt Van Den Tweel besucht. Da am nächsten Tag Silvester war, war dort tatsächlich die Hölle los.
Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Pooldeck und genossen, das Schiff für uns zu haben.
31.12.2021: Seetag nach Barbados
Für alle Passagiere die am nächsten Tag in Barbados an Land gehen wollten, war ein Test verpflichtend. Sein Zeitfenster für den Test buchte man sich in der App. Der Test wurde in der Arena auf Deck 14 durchgeführt. Während der Testzeit wurden einige Kabinen ausgerufen, die zum Nachtesten mussten. Laut der Durchsage des Kreuzfahrtdirektors war der Test in den Fall nicht auswertbar. Da es einige positive Fälle gab, wurde zur Sicherheit entschieden auch die restlichen Passagiere zu testen.
Die positiv getesteten Passagiere mussten in die Quarantänekabinen umziehen. Der Kapitän bat in seiner Durchsage, dass sich alle Passagiere an die geltenden Hygienevorschriften an Bord halten sollen. Besonders das Händewaschen vor dem Restaurantbesuch sei sehr wichtig. Leider hielten sich einige Passagiere immer noch nicht daran. Wir fragen beim Restaurant nach, warum kein Personal vor dem Einlass steht und dies kontrolliert. Daraufhin wurde uns mitgeteilt, dass dort Personal stehen würde. Wir haben in den zwei Wochen an Bord jeden Tag im Anckelmannsplatz gegessen und nie stand dort jemand zum Kontrollieren.
Der Kapitän wies außerdem darauf hin, dass sich keine großen Gruppen mehr bilden sollen. Dies stoß bei den Gruppen nur auf Unverständnis.
Von 23.30 Uhr bis 01:30 Uhr fand im Anckelmannsplatz ein Mitternachtsbuffet statt.
Kurz vor Mitternacht fuhren wir vor die Küste von Barbados um von dort das Feuerwerk zu betrachten. Da auf Deck 14 sehr voll war, schauten wir das Feuerwerk von unserem Balkon aus an. Das Feuerwerk war leider eine Enttäuschung.


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