38 Tage - Karibische Inseln ab Bremerhaven mit Mein Schiff 1 - Teil 3
01.01.2022: Barbados, Bridgetown
Eigentlich hatten wir einen Ausflug „Inselrundfahrt über Barbados“ gebucht, dieser wurde aber am Vortag spontan abgesagt. Die anderen Ausflüge die uns ansprachen, waren leider schon ausgebucht.
So blieb uns nur die Möglichkeit zum 2,5 km entfernten Carlisle Beach zu gehen. Wir blieben gleich am Anfang des Strandes und hatten so den ganzen Strand für uns.
Nach zwei Stunden machten wir uns auf den Rückweg. Eigentlich wollten wir uns noch im Hafenterminal umsehen, da es an diesem Tag aber extrem heiß war, verschoben wir das auf später. Vor dem Abendessen fuhren wir nochmal mit dem kostenlosen Hafenshuttle zum Terminal. Leider waren die Geschäfte schon alle geschlossen. So nutzen wir nur das Free Wifi um etwas im Internet zu surfen und Bilder zu posten.
02.01.2022: St. Lucia, Castries
Beim Verlassen des Schiffs bekamen alle Passagiere ein Armband, das zeigt, dass wir vollständig geimpft sind. Zudem wurde im Hafenterminal von allen Passagieren die Temperatur gemessen.
Wir hatten den Ausflug „St. Lucias Schätze – Pitons, Garten und Ausblicke“ mit fünf Stunden für 55 € gebucht. Auf dem Weg zum Maranatha Garden hielten wir an zwei Aussichtspunkten, von wo aus wir die Pitons sehen konnten.
Die Pitons sind die beiden Vulkane Gros Piton (Großer Gipfel) und Petit Piton (Kleiner Gipfel) und befinden sich im Schutzgebiet der Vulkane südlich von Soufriere. Die beiden 798 m bzw. 739 m hohen Berge sind die einzigen Vulkane auf der Welt die man besichtigen kann. Bei unserem Ausflug war die Besichtigung nicht enthalten, bei einem früheren Aufenthalt 1997 konnten wir ganz nah an die brodelnde und stinkende Schlammlöcher fahren.
Der Maranatha Garden ist ein sehr kleiner Botanischer Garten. Er ist schön angelegt mit verschiedenen Pflanzen und einer kleinen Sitzgruppe. Leider hat man nach zehn Minuten schon alles gesehen.
Als nächstes fuhr uns der Fahrer Captain Morgen zu einem Restaurant, dort bekamen wir eine Erfrischung ausgeschenkt. Vom Balkon aus konnte man nochmal einen Blick auf die Pitons werfen, bevor es zurück zum Schiff ging.
Bei diesem Ausflug sitzt man leider sehr lange im Bus und außer den beiden Fotostopps für die Pitons, beinhaltete der Ausflug kein Highlight. Der Guide Lucius sprach zwar sehr gutes Deutsch, der Bus war allerdings ein kleiner Minibus ohne Klimaanlage.
Zurück am Hafen hatten wir eigentlich geplant zum Serenity Park auf der anderen Seite der Bucht zu gehen. Dort gab es die Jahre zu vor immer Free Wifi. Dann endeckten wir, dass es im Hafen Terminal auch Free Wifi gab und konnten uns so den Weg sparen. Am Hafenausgang von St. Lucia stehen leider immer aufdringliche Taxifahrer. Diese haben sogar den Passagieren erzählt, dass sie nicht individuell an Land dürften, sondern nur mit einem Taxifahrer.
Nachdem ich mir in einem der Geschäfte noch ein Kleid gekauft habe, gingen wir zurück zum Schiff.
Abends wurde die Schlagernacht auf dem Pooldeck veranstaltet. Wir flüchteten auf Grund der Musik recht schnell in eine der Innenbars. Zu unserem Leidwesen wurde ab diesem Abend auf dem Pooldeck fast ausschließlich Schlager gespielt. Den anderen Passagieren gefiel dies und sie stürmten die Tanzfläche.
03.01.2022 – 05.01.2022: Zwei Seetage und La Romana
Nach einem Seetag erreichten wir wieder La Romana. Hier blieben wir wieder an Bord und genossen die Ruhe.
Ein weiterer Seetag folgte, an diesem mussten wir wieder zum Corona-Test antreten. Dieses Mal wurden noch mehr Passagiere zum zweiten Test ausgerufen. Der Kapitän bat in seiner Durchsage wieder die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Zudem wurden die Aufzüge wieder auf vier Personen begrenzt und Gruppenbildung untersagt. Es durften sich maximal zwei Haushalte zusammen aufhalten. Diese Maßnahmen stoß bei manchen Reisende wieder auf totales Unverständnis; dementsprechend wurde sich auch nicht darangehalten.
06.01.2022: St. Maarten, Philipsburg
Unsere gebuchter Ausflug „St. Maarten mit dem roten Doppeldecker entdecken“ fand mit einem der typischen offenen doppelstöckigen Hop-on-Hop-off-Busse statt. Wir hatten das Glück, die ersten im Bus zu sein und konnten so oben ganz vorne sitzen.
Die Informationen kamen dieses Mal vom Band in deutscher Sprache. Zuerst fuhren wir vom niederländischen Teil der Insel in den französischen Teil. Am Marigot Market hielten wir an und durften den Bus verlassen. Wir hatten 20 Minuten Zeit durch die Verkaufsstände zu schlendern.
Der Bus brachte uns wieder zurück auf den niederländischen Teil der Insel und über die 2013 gebaute „The Simpson Bay Causeway Bridge“ zum Maho Flughafen Strand.
Der Bus hielt an einem Hotel am „Maho Beach“ und gemeinsam mit dem Guide gingen wir zu Fuß bis zum Strand. Der Strand liegt direkt vor der Landebahn des Flughafens. Beim Landen fliegen die Flugzeuge nur wenige Meter über den Köpfen der Schaulustigen. Wir hatten das Glück, dass wir fast alleine am Strand waren und konnten zwei kleineren Flugzeugen beim Landen zusehen. Die großen Maschinen landen erst später am Tag, dann ist der Strand gut besucht.
Unser nächster Stopp war an der „Topper´s Rhum Destillery“. Dort durften wir verschiedene Rumsorten probieren. Im gleichen Raum befand sich auch eine Eisdiele, dort konnte gegen Gebühr ein Eis gegessen werden.
Auf dem Weg zur Verkostung im Amsterdam Käse-Geschäft hielten wir noch am „Bell’s lookout point“. Dort hatten wir nochmal einen tollen Ausblick über die Insel.
Der „Amsterdam Cheese and Liquor Store“ befindet sich keine 3 Minuten vom Hafen entfernt. Wir bekamen eine Scheibe Käse zum Probieren und durften uns im Laden umsehen. Neben Käse gibt es auch Clogs oder Souvenirs in Tulpenform zu kaufen. Der Ausflug kostete 49 € und dauerte 3,5 Stunden.
Zurück im Hafen machten wir ein paar Bilder von den anderen Schiffen. Außer uns war noch die Oasis of the seas, die Odysee of the seas, Rhapsody of the seas und die Club Med 2 im Hafen. Wir unterhielten uns kurz mit dem Fotografen der Oasis, da es uns interessierte wie viele Passagiere auf dem großen Schiff waren. Er war wiederrum total geschockt, als wir erzählten, dass wir eine 38-Tage Tour fuhren. Bei den Amerikanern gibt es hauptsächlich 7-Tage Touren.
07.01.2022, Tortola, Road Town
In Tortola hatten wir keinen Ausflug gebucht, da hauptsächlich Strandausflüge angeboten wurden.
Der Lektor hatte bei seinem Vortrag erzählt, dass es einen Botanischen Garten in der Nähe des Hafens gibt. Diesen wollten wir besuchen. Wir hatten zwar die Hafeninformation vom Schiff dabei, da es aber keine Straßenschilder gab, taten wir uns schwer den Garten überhaupt zu finden. Am Tor wollte der Mitarbeiter von uns 4 Dollar Eintritt. Das fanden wir sehr teuer für so einen kleinen Garten. Daher gingen wir zurück Richtung Hafen.
Auf dem Rückweg kamen wir am „Her Majesty's Prison Museum“ vorbei. Das 1774 gebaute Gefängnis wurde bis 1995 genutzt. Seitdem kann es als Museum besucht werden. Viel mehr gibt es in der Stadt von Road Town leider nicht zu besichtigen. Zumal alles übertrieben teuer ist. Im Hafenterminal kaufte ich eine Postkarte und einen Magneten für zusammen 8 Dollar.
Am Abend wurde die „Auf Wiedersehen Karibik“-Party auf dem Pooldeck veranstaltet. Es gab typische karibische Speisen wie Kokos-Hähnchen oder Bahamischer Fischeintopf und natürlich leckere Cocktails.




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